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Thema: Torwarttraining alleine auf kleinem Feld?

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  1. #1
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    Training alleine ist kein Problem an sich.

    Natürlich darf man nicht übertreiben und muß einerseits kritisch genug sein, andererseits Sachen üben, die so Sinn machen.

    Wenn man 3x die Woche trainiert ist es wahrscheinlich am sinnvollsten tatsächlich nur unterstützendes Training zu machen (Schwimmen, Laufen, Fitness), es kann aber auch sinnvoll sein, sich mal so etwas alleine anzugucken, was man alleine trainieren kann.

    Wie bereits angedeutet, ist es dabei wichtig, das die Qualität stimmt, und damit das nicht so banal klingt: beim alleine-trainieren ist die Qualität der Übungen eine grundsätzlich andere als beim Training mit anderen zusammen!

    Man kann viele Sachen nicht komplett alleine trainieren (Versuch mal ein Äquivalent zu einer 30-Meter Flanke ohne fremde Hilfe zu erzeugen...).

    Man kann allerdings Aspekte von vielen Situationen isoliert "betrachten" und üben ( mit einer hohen Wand kann man Ballgeschwindigkeit und zu überbrückende Entfernung zum Fangpunkt einigermaßen simulieren, aber die Flugzeit und Positionierung wird schwierig).

    Man kann seinen Körper auf die anstehenden Belastungen vorbereiten und damit unterstützend Trainieren (wenn man wenig Training hat, oder wieder reinkommen will).

    Isolierte Aspekte (Teile von Situationen / Techniken) zu üben, kann natürlich auch Nachteile haben, allerdings ist meine Erfahrung, dass so ein Traning durchaus sehr nützlich sein kann (also man die Sachen übertragen kriegt), und man vor allem dann versagt, wenn man mit Situationen konfrontiert wird, die eben nicht Äquivalent sind, zu dem was man alleine trainiert hat (Da ist aber das alleine-Training nicht Schuld, denn das muss eben in einer anderen Trainingsform bahandelt werden).

    Des weiteren muß man bedenken, daß man nicht zu viele komplette Bewegungen trainiert, sondern Aspekte derjenigen, womit man wirklich nur normales Training unterstützt, nicht komplett ersetzen kann.

    Man beschäftigt sich beim alleine-trainieren also viel mehr mit Prinzipien (!) als mit konkretem kompetten Verhalten, das ist aber auch wichtig, denn wenn ein Torwart immer nur exakt einstudierte Bewegungsabläufe "benutzt", dann hält er eben nicht so viele Bälle. (Wichtig ist, die Toleranzen für Bewegungen zu üben, also wo man und wie man etwas abweichen kann, was noch unter großer Beschleunigung funktioniert - welche Freiheiten man bei bestimmten Techniken hat...).

    Was ein Problem ist, ist dass beim alleine-trainieren oft die Parameter nicht alle gleichzeitig stimmen, z.B. ist eventuell die zur Verfügung stehende Zeit zum reagieren kleiner, dafür aber ist die Ballgeschwindigkeit z.B. auch geringer. Solche Abweichungen müssen einem bewusst sein, und man sollte so bald wie möglich versuchen entsprechende Situation im normal-Training zu behandeln zur Überprüfung. Man muss also einen Weg der Umsetzung finden, was nicht zwingend leicht ist.

    Man benötigt also Köpfchen und viel Aktivität beim alleine-trainieren, und muss darauf achten, dass man sich im Grunde garnichts angewöhnt (typisch wäre falsche oder keine sinnvolle Ausgangshaltung einzunehmen, nachdem man selbst den Ball geworfen/geschossen hat -> Aktivität!). Trainiert werden hauptsächlich Aspekte und somit zwangsweise Flexibilität!

    Ein nicht zu unterschätzender Punkt ist die Impulsgebung (mir fällt gerade kein anderes Wort ein). Nämlich schiesst/wirft man ja selbst, dann nimmt man eine Ausgangshaltung/Bewegung an, dann hat man eventuell eine visuelle Marke (nach dem Umdrehen) oder eine akustische, beim Aufprall des Balls am Baum/Wand/Netz, auf jeden Fall eine andere Dynamik als im normalen Training, oft hat man weniger Raum um die vollen Bewegungen zu studieren (man muss also z.T. eine spätere Bewegungsphase simulieren, damit das übertragbar ist). Dessen muss man sich bewusst sein, sonst studiert man blind etwas kontraproduktives ein, oder bleibt im Spiel stehen, weil es irgendwie anders ist als im Training. Wenn man aber Aktivität und vom-Fleck-wegkommen übt und nicht nur hinfallen, dann ist es schon mal sehr sinnvoll.

    Zum anderen neigt man dazu, wegen der Durchführbarkeit, dass man viele Übungen macht, die Reaktion und Muskulatur trainieren. Zu kurz kommen leicht Situationen, in denen man etwas mehr Raum überwinden muss, bis tatsächlich Reaktion gefragt ist (weil nach ein paar Schritten der Ball zu langsam wird). Die sind manchmal schwieriger alleine zu simulieren, da man oft zu wenig Platz vor einer Wand hat, oder die "Wand" zu niedrig ist (ineffizient, zu schwer mit schnellem Schuss zu treffen auf mehr Distanz), bei einer Stufe oder Zuschauersitzen z.B. - das ganze bedeutet aber nicht das alleine-Training schlecht ist, sondern dass man auf die Balance achten muss und die Sachen, die nicht alleine gehen mit anderen zusammen trainiert, und sich ansonsten intelligente Übungen ausdenkt und auch überprüft, ob sie funktionieren.

    Die Gefahr ist auch die "Nähe" zum normalen Training, die beim normalen Fitness-Studio-Einsatz nicht so gegeben wäre, doch auch dort kann man Fehler machen...

    Training mit Trainer ist natürlich einfacher und verlangt nicht ganz so viel Einsatz von Intelligenz, aber wer keinen Trainer hat, oder nur sehr selten Trainiert muss sich eben anders helfen - wichtig ist nur, dass man das klug macht und immer wieder an den Realitäten des Spiels überprüft, und auch dort aufpasst, wenn etwas daneben geht, ob es mit der Trainingsweise zusammenhängt (das muss man eigentlich sowieso, egal wie man trainiert).

    Äh, soweit erstmalundwieder.

    ------------------------------------------
    Ach so:

    Ein weiterer wichtiger Punkt ist, daß man beim alleine-Training tendenziell eher akustische als visuelle Reize hat, jedenfalls hat man keine langen Flugbahnen und die entsprechende Einschätzungsfähigkeit kann nicht so gut trainiert werden, da soll man sich dann nicht wundern...

    Einen kompletten Torwart kann man so nicht basteln, aber man kann Ergänzen und von vielem etwas vorlegen, so daß man im richtigen Training dann darauf aufbauen kann und sich eventuell auf bestimmte Sachen konzentrieren kann, dazu muß man aber ungefähr wissen oder merken, was dann eben noch so fehlt.

    naja...
    Geändert von katzundgold (10.12.2007 um 18:10 Uhr)

  2. #2
    Freizeitkeeper Avatar von VFL-Titan
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    @steffen...ich denke ich muss kein muskelprotz sein...klar ich bin stabiel und habe auch muskeln...aber das was dir passiert ist muss ja nicht jedem gleich passieren...meinst du die heutigen bundesligastars haben sich mit vereinstraining zu frieden gegebene??wohl kaum...ein guter freund von mir spielt bei 96..der trainer hat mertesacker trainiert...er hat mit ihm sonderschichten geschoben an trainingsfreien tagen und nach dem training...es reicht nicht sich nur auf das vereinstraining zu konzentrieren...von nix kommt nix...und wenn man seine chancen sieht höher zu spielen aber noch mehr training dafür braucht warum nicht mehr trainieren...verletzungen können IMMER und überall passieren...wenn man sich bei sowas verletzt dann soll es so sein...aber wenn du dich nicht verletzt und dich weiterentwickelst stehen dir ganz viele türen auf..und dafür muss man trainieren und nicht auf das ausruhen was man im mannschftstrain ing erreicvht...und das garantiere ich dir reicht nicht wenn man Ganz oben hin will!!!
    Der Wille versetzt Berge aber nur wenn die Leidenschaft stimmt.

  3. #3
    torwart.de-Team Avatar von Steffen
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    Zitat Zitat von VFL-Titan
    @steffen... und nicht auf das ausruhen was man im mannschftstrain ing erreicvht...und das garantiere ich dir reicht nicht wenn man Ganz oben hin will!!!
    *grinsen* Wir schreiben uns in 20 Jahren okay?
    Lassen wir das, war nie eine Leuchte...

  4. #4
    Amateurtorwart Avatar von heartkeeper
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    Also ich finde das eine ganz wichtige Thematik für mich.Seit einem guten halben Jahr bin ich im Tor und habe erst dort entdeckt, was für eine Sportart und Technik das für sich ist.Nun bin ich schon Ü30 und spiele aus Hobby in der Kreisklasse.Gefährlich ist mein Ergeiz.Ich will richtig gut sein,habe ne Menge nach bzw aufzuholen.Der Wille ist da, aber die Möglichkeiten es umzusetzten ist mieserrabel.Gerade jetzt in der Winterpause ist es für meine Seele übelst, kein Training zu haben.Da schnapp ich mir schon 3-4 x in der Woche ein paar Bälle und übe den Abschlag und Ausschuß.Am Anfang habe ich solange geschossen und geschossen, bis ich meinen rechten Fuß nicht mehr anheben konnte.Auch das Tauchen oder die Wippe/Schauckel übe ich immer wieder, bis ich blaue Flecken an den Hüften habe, da der Boden gefroren ist.Diese Woche war total brutal.Wir hatten 2x Hallentraining, dann ein 2tägiges TW-camp mit 8 Stunden Training und gestern ein Tunier mit 5 Spielrunden.
    Eh, ich konnte nicht mehr.Ich spürte mich gar nicht mehr und meine Psyche hing nur noch an einem Fädchen.Ich hatte keine Freude, war einfach nur fix und fertig.Jetzt durch die Beiträge von euch und dieser Alptraumerfahrung gestern (alle Spiele ziemlich hoch verloren, kaum ein guter Sprung o.ä. geschafft), bin ich echt ernüchtert.Ist es das echt wert?Ich meine so hart zu trainieren und sich darauf zu versteifen?!
    Ich will immer noch gut sein, aber irgendwie habe ich dabei die Freude zum TW sein verloren, vor lauter Verbissenheit.Ich bin zwischenzeitlich besser geworden, wird mir immer wieder bestätigt,vielleicht sollte ich mich darüber auch einmal freuen und zufrieden sein?!!! Man wird immer an sich etwas Verbessern müssen, und üben müssen und dran bleiben müssen.
    Ich habe mir gestern vorgenommen, alles etwas lockerer anzugehen.Der Spruch non Bela finde ich dabei echt klasse und hilfreich. Ich zitiere ihn einmal und hoffe das ist ok.

    "Du bist immer dann am besten, wenns dir eigentlich egal ist.
    Du bist immer dann am besten, wenn du einfach ganz normal bist."
    Bela B., Musiker

    Gestern beim dritten Spiel war mir alles egal.Ich wußte wir haben nichts mehr zu verliern.Siehe da es war mein bestes Spiel.Wir haben nur 2:0 verloren im Gegensatz zu den anderen spielen.
    Jetzt mache ich 1 Woche gar nichts (wenn ich das schaffe) und danach gehe ich in die Kletterhalle und mach mal wieder was ganz anderes.
    Wir können oft auch Gutes tun,
    indem wir einfach freundlich sind,
    etwas Aufbauendes sagen
    oder eine Umarmung verschenken
    (gell Steffen)

  5. #5
    Newcomer des Jahres 2007 Avatar von -P-S-P-
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    Zitat Zitat von heartkeeper
    Also ich finde das eine ganz wichtige Thematik für mich.Seit einem guten halben Jahr bin ich im Tor und habe erst dort entdeckt, was für eine Sportart und Technik das für sich ist.Nun bin ich schon Ü30 und spiele aus Hobby in der Kreisklasse.Gefährlich ist mein Ergeiz.Ich will richtig gut sein,habe ne Menge nach bzw aufzuholen.Der Wille ist da, aber die Möglichkeiten es umzusetzten ist mieserrabel.Gerade jetzt in der Winterpause ist es für meine Seele übelst, kein Training zu haben.Da schnapp ich mir schon 3-4 x in der Woche ein paar Bälle und übe den Abschlag und Ausschuß.Am Anfang habe ich solange geschossen und geschossen, bis ich meinen rechten Fuß nicht mehr anheben konnte.Auch das Tauchen oder die Wippe/Schauckel übe ich immer wieder, bis ich blaue Flecken an den Hüften habe, da der Boden gefroren ist.Diese Woche war total brutal.Wir hatten 2x Hallentraining, dann ein 2tägiges TW-camp mit 8 Stunden Training und gestern ein Tunier mit 5 Spielrunden.
    Eh, ich konnte nicht mehr.Ich spürte mich gar nicht mehr und meine Psyche hing nur noch an einem Fädchen.Ich hatte keine Freude, war einfach nur fix und fertig.Jetzt durch die Beiträge von euch und dieser Alptraumerfahrung gestern (alle Spiele ziemlich hoch verloren, kaum ein guter Sprung o.ä. geschafft), bin ich echt ernüchtert.Ist es das echt wert?Ich meine so hart zu trainieren und sich darauf zu versteifen?!
    Ich will immer noch gut sein, aber irgendwie habe ich dabei die Freude zum TW sein verloren, vor lauter Verbissenheit.Ich bin zwischenzeitlich besser geworden, wird mir immer wieder bestätigt,vielleicht sollte ich mich darüber auch einmal freuen und zufrieden sein?!!! Man wird immer an sich etwas Verbessern müssen, und üben müssen und dran bleiben müssen.
    Ich habe mir gestern vorgenommen, alles etwas lockerer anzugehen.Der Spruch non Bela finde ich dabei echt klasse und hilfreich. Ich zitiere ihn einmal und hoffe das ist ok.

    "Du bist immer dann am besten, wenns dir eigentlich egal ist.
    Du bist immer dann am besten, wenn du einfach ganz normal bist."
    Bela B., Musiker

    Gestern beim dritten Spiel war mir alles egal.Ich wußte wir haben nichts mehr zu verliern.Siehe da es war mein bestes Spiel.Wir haben nur 2:0 verloren im Gegensatz zu den anderen spielen.
    Jetzt mache ich 1 Woche gar nichts (wenn ich das schaffe) und danach gehe ich in die Kletterhalle und mach mal wieder was ganz anderes.
    Der Eifer und der Drang nach Verbesserung ist ja alles schön und gut. Aber wenn man sich zu sehr in eine Sache hineinsteigert, so wie offensichtlich bei dir, kann es ganz schnell nach hinten los gehen. Mach lieber immer wieder Regenerationstage/wochen und du wirst sehen du erziehlst mehr Fortschritte als du denkst und bist trotzdem fit.

  6. #6
    Freizeitkeeper
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    Hallo heartkeeper,
    solltest jetzt nicht so depressiv reagieren und die Bemühungen im Training in Frage stellen. Sieh doch was Steffen schreibt, daß manche Keeper halt
    besser in der Halle sind und andere halt draußen auf dem Feld! Du machst es aber ja schon dahingehend richtig, daß Du nun erstmal zum Klettern gehen willst, um den Kopf nach der anstrengenden Fussballwoche wieder frei zu bekommen.
    Also Selbstzweifel sind nicht angebracht, die Spielfreude wird schon wieder zurückkommen.

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