Hallo,
mal ein paar Impressionen aus dem Training der Kleinsten.
Das Problem ist hier deutlich zu sehen.
Der E-Jugend Torwart ist erst seit kurzem im Training. Hier sieht man, was versäumt wurde.
Denn es wurde versäumt, dem jungen Torwart ein Midestmaß an Technik bei zu bringen.
Zwar stellt sein Trainer hohe Ansprüche an seine Fertigkeiten und fordert diese auch ein, ABER wie soll er diese erbringen, wenn er diese nicht erlernen kann, weil er diese nicht gezeigt bekommt?
Deutlich ist zu erkennen, daß er den tiefen Umarmungsgriff nicht sauber beherrscht.
Er kracht auf die Knie, der Ball geht direkt in Richtung Genitalbereich und die Hände haben keine dämpfende Funktion, auch die Handhaltung ist nicht in Ordnung.
Diese Technik kann und darf so nicht bleiben, denn Sie ist gefährlich, sie birgt ein Verletzungsrisiko mit Spätfolgen für die Knie und auch die Genitalien.
Daher wurde Sie im Training etwas gemildet und vorsichtig in die richtige Richtung gedrückt:
Man sieht nun deutlich, daß die Hände zuerst hinter den Ball gehen, der Aufprall wird gedämpft und er kracht nicht mehr auf die Knie.
Auch hier zeigt sich, daß man in dem Alter mit ein wenig Technikschulung das Verletzungsrisiko für die Kinder gesenkt werden kann und ein Grundstein für einen späteren Aufbau der Technik gelegt werden kann.
Leider ist der Torwart schon in der E-Jugend und die Schulung solcher Bewegungsformen kann schon früher beginnen, wenn die Kinder es fordern und mitmachen wollen.
Dies sieht man an der "Blauen Mauer":
Hier sieht man, wie die Hände hinter den Ball kommen, und das Gewicht durch absenken der Hüfte dem Boden näher gebracht wird. Leider fällt die "Blaue Mauer" noch ein wenig zu stark auf die Knie.
Aber der Ansatz zur korrekten Technik ist gelegt, der Druck auf die Knie ist in Ordnung. Die Hände sind hinter dem Ball, und die Beine verhindern das Druchrutschen, er ist locker und entspannt....
Wenn er die E-Jugend erreicht, man kann sich vorstellen, wie es dann aussehen wird, wenn die "Blaue Mauer" weiter so beständig dabei bleibt. Hier sieht man, daß Techniktraining auch in diesem Alter Früchte tragen kann...
Die "Blaue Mauer" kann aber auch seitlich sehr gut Fallen, und auch hier wird auf eine möglichst runde Falltechnik geachtet:
Man sieht gut, daß die Knie nicht mit Druck zu Boden gehen und der Ellenbogen vor dem Körper ist und nicht unter dem Körper begraben wird... das hier trotzdem in der Armhaltung und auch bei weiteren Bällen noch Technikbedarf besteht.. aber es hat Zeit.
Die runde Falltechnik steht im Vordergrund und wird daher hier Stück für Stück verinnerlicht.
Toll trotzdem wie sicher, die Bälle zum Teil schon kontrolliert werden....
Da er dies in Spielen auch so tut, und recht unerschrocken auch in 1gg1 Situationen geht, bekam er aufgrund seines blauen Trikots den Spitznamen "Blaue Mauer",,, denn wie eine Mauer ist er für seine Mannschaft ein sicherer Rückhalt.
Trotzdem muß man immer damit rechnen, daß er vielleicht doch nicht Torwart werden will, sondern sein Heil im Feld sucht, weshalb er auch Fußball spielen lernt. Und man muß sich gewahr sein, daß er schon morgen keine Lust mehr auf Fußball haben könnte und etwas anderes machen möchte... auch hier muß man nachgeben. Denn Zwang ist in diesem Alter untersagt....
So, daß waren ein paar aktuelle Eindrücke aus dem Kinder-Torwarttraining.




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