Zitat Zitat von marie
sieht doch gar nicht schlecht aus, aber ich komme ja aus der falschen Sportart.
Es ist auch nicht schlecht! Hier geht es nur darum, dem Torwart etwas frühzeitig abzugewöhnen, damit er sich nicht verletzt, und dieses auf die Knie stürzen ist eine stark und nicht zu unterschätzende Punktbelastung des Tibiakopf und kann daher zu Folgeschäden und chronischen Knieprellung, bis hin zu einer chronischen Schleimbeutelentzündung führen.
Daher gilt es, dieses Verhalten, was sich sicherlich auch im Alltag anders zeigt, abzustellen.
Man muß Bewegungsalternativen lehren.

Aber hör mal: es ist KEIN Witz, dass die Fußballer (vielleicht nicth bei Dir) mit 4 Jahren anfangen. Manchmal noch früher.
Sorry, es mag ja sein, aber es gibt einfach Grenzen. Ich habe als Übungsleiter keinen Bock, Kinder mit Fußball zu quälen, wenn diese besser in einer allgemeinen Übungsstunde aufgehoben wären, wo mit Geräten und Spielen Gruppendynamik, kollektive Intelligenz, Selbstbewußtsein, Gleichgewicht und Körperbewegung in Vielfältigster Form vermittelt wird.
Meist sind es die Eltern, die Ihr "Talent" so früh in eine Sportart schicken, unwissend, was Sie dem Kind damit antun! Es sind Eltern, die Ihr Kind damit meist quälen, anstelle Ihm die richtige Entwicklung im Sport und der Bewegung angedeihen zu lassen...

Mein Sohn geht ja in eine Fußballschule und war da bei einem Camp. Genug Zeit also mit anderen Elternteilen beim Warten zu labbern. Und Fakt ist, dass MEINER der älteste war als er mit dem kicken angefangen hat. Er war 6,5 Jahre alt. Andere haben mit DREI Jahren bei den Bambinis begonnen.
Vergleiche bitte nicht eine "Fußballschule" mit einem Verein! Eine Fußballschule hat immer ein kommerzielles Denken und bei vielen rückt dann auch der Gedanke, was für ein Alter entsprechend besser wäre, also der Breitensportgedanke, völlig in den Hintergrund.
Und die eltern, die Ihr Kind mit 3 Jahren in eine Fußballschule schicken, denen sollte man einfach nur mit Kopfschütteln begegnen... die Kinder lernen nicht klettern, sie lernen nicht balancieren, sie lernen nicht hüpfen... sie bekommen reinen Fußballdrill und das ist eine Fehlentwicklung... Schon mit 6 Jahren, und da gebe ich Dir Recht, ist dies in gewisser Hinsicht ein Problem. Doch hier kann man nur an die Eltern appellieren, Ihr Kind in einen Ausgleichsport zu entsenden, um einfach körperliche Einseitigkeit vorzubeugen und Bewegungsvielfalt zu erhalten!!
Es sind die Eltern, die in Ihrem Sohn, den nächsten Ballack oder Klose sehen... oder vielmehr sehen wollen und alles dafür tun, damit es so wird. Und da Kinder gefallen wollen, versuchen sie dies zu erlangen... was daraus werden kann, später...

Im Vergleich: bei den Basketballern sagen wir im VEREIN (ich sag jetzt mal absichtlich nicht im Verband, weil da sind wir wieder anders drauf, aber das eine ist Fun, das andere Job), die Kinder nicht vor NEUN zu uns schicken.
ich glaube, es ist Sportartabhängig. Im Judo dürfen die Kinder auch erst ab 7 eine Prüfung ablegen und mitmachen, Körpermotorisch sind diese aber oft mit 5 Jahren schon so weit. Hier könnte der Verband sich also auch noch bewegen, was sich bei den eingefahrenen Strukturen wahrscheinlich nicht tut...
Bei vielen Verbänden habe ich den Eindruck, hier geht es nicht um das Wohl des Sport und der Ausübenden, sondern rein um Postenschiebereien... und damit ein recht egozentrisches Reviergebaren!

Weil die Durststrecke bis zum ersten Spiel sonst zu lang ist. Im Verband gibt es natürlich auch eine U10. Die U10 spielt aber zumindest in unsererem LV nicht in Punkterunden.
*lachen* Die Fußballer spielen eigentlich bis zur E-Jugend ausser Konkurrenz, haben also keine "Punktspiele".. Doch Trainer, Rundenleitung und viele Eltern werden nicht müde, so etwas zu führen und anzuschlagen.
Die Eltern und Trainer stecken daher die Kinder in eine Konkurrenz, die nicht wirklich nötig, gewollt oder wichtig wäre.
Es sind Eltern und Trainer, die den Vergleich wollen und brauchen, nicht die Kinder.
So etwas ist daher auch abzulehnen.
Und im Basketball gäbe es sicherlich auch Möglichkeiten , mit einer U8 zu arbeiten und das ohne dem üblichen Basketball, wenn es Kastenball oder ähnlich ist, kann man in solchen Spielformen die Kinder sinnvoll bewegen und auch diese an einen Sport heranführen....
und dieses heranführen wird in vielen Vereinen nicht gelebt. Hier erwartet man schon bereits perfektes Sportverständnis und Fertigkeiten, daß Heranführen und Ausbilden macht man nicht mehr.

Große Vereine fangen natürlich auch mit 4 oder 5 Jahren an oder mit einer U8. Aber in unserem LV gibt es davon vielleicht ein oder zwei Teams, die auch nicht am Spielbetrieb teilnehmen (die Frage wäre ja schon an welchem).
Wie gesagt, es ist nicht sinnvoll....

Ja, den Breitensport-ÜL-Schein zu machen wäre sicher kein dummer Gedanken. Und ehe ich wieder eine Mannschaft übernehmen werde ich mir darüber auch Gedanken machen.
Breitensport ist der Bewegungsgrund, es ist die Förderung natürlichen Bewegungsdrangs und Erhalt der Bewegungsvielfalt und dann auch Kindgerechte Entwicklung... daher wäre es für viele Trainer im Bereich Kinder sehr wichtig, daß zu begreifen und zu verstehen, doch scheinbar wird das in der Trainerausbildung nicht berücksichtigt....

Andererseits spiele ich im Moment mit dem Gedanken mich irgendwie Richtung Ausdauer fortzubilden, weil es mich völlig ankotzt, wie unsere Jungs beim Fußball im Kreis rum traben müssen. Ich selber laufe sehr gerne, hatte jetzt allerdings ein paar Monate verletzungsbedingt Auszeit. Mal schauen...
*schallendesgelächter* Das ist doch auch wieder etwas, was am Trainer nicht am Sport selbst liegt.
Denn Ausdauer kann man bei Kindern auch ohne Rundenlaufen schulen, und dazu muß es kein Ausdauerfortbildungslehrgang sein
Kinder brauchen nicht unbedingt einen Ausdauerdrill...2 mal 20 Minuten sind bei den Bambinis etwas, was gut funktioniert.
Und das läßt sich mit dem normalen Bewegungstraining und Bewegungsschulung im Training gut abfangen...
Zumal viele Kinder in keinster Weise körperlich in der Lage sind, Langstreckenausdauer zu gehen! Ein 400 Meter Spurt ist für viele Kinder absoluter Schwachsinn und ein Marathon zwar denkbar, aber zumeist nicht für Kinder mit Spaß verknüpft...
Daher kann man Ausdauer anders schulen, als mit dem Rundendrehen.

Noch kurz zum TW Camp das mein Sohn besucht hat: ich fands gut. Morgens war quasi TW Training, nachmittags normales Fußballtraining, einschließlich des erlernens von irgendwelchen Finten. Und ich merke zunehmend, dass es Kinder (wie mein Kleiner) gibt, die sich ohnehin nach einer gewissen Zeit nicht mehr konzentrieren können.
Völlig normal, daß nach einiger Zeit die Luft raus ist, nur (!!) auch hier müßte man dem Alter Rechnung tragen, und das Training ggf. anders aufbauen...

So ist es in der Schule, so ist es im Fußball. Bloß schade eigentlich, wenn man TW werden will und die Konzentration mitten im Spiel auf Null zurückgefahren wird... *seufz*... auch hier besteht echt noch Handlungsbedarf.
Oh Marie, Du klingst schon wie viele Eltern.... Der muß sich konzentrieren, der muß durchhalten.
Völliger Schwachsinn!

De Konzentration ist eine Sache von Erfahrung, und dann natürlich Training.
Bitte, lasse daher den Kindern die Zeit... und Konzentration geht meist gegen Null, wenn es eher langweilig wird.

Da wäre z.B. die Frage: was tut ein E-Jugend TW wenn das Spiel grad auf der Gegenseite läuft? Ich meine: außer an seinen Handschuhen rumnagen und gelangweilt in der Gegend rumgucken. Sag jetzt bitte nicht, dass die kleinen Torleute die ganze Zeit hochkonzentriert sind.
Lass es doch! Mensch, lass Ihn ein wenig kaspern und sich mit seinem Abwehrspieler unterhalten.

Mal schauen, ob ich das meinem Kind irgendwie nahebringen kann.
Aber warum denn? Gib Ihm die Möglichkeit, wirklich hier zu entspannen, seinen Kopf frei zu bekommen! Entspannung ist wichtig, damit man danach wieder im Kopf volle Konzentration erreichen kann.
aber wenn Du das nun besser weißt, werde ich alle Diskussion hier abbrechen, denn ich diskutiere nicht mit Eltern, die für Ihr Kind alles besser wissen und Entscheidungen einem Trainer nicht nur abnehmen, sondern förmlich vorhalten.
Daher: Dein Kind darf das, und fertig.

Also, poche nicht zuviel auf bestimme Dinge und Gepflogenheiten, stehe Kindern noch ein wenig Kind sein zu..... und dazu gehört auch Unkonzentriertheit...