Da hat jemand Zieler einen gebrauchten Tag angedreht. Er wirkte kaum einmal wirklich sicher und überzeugend. So what... Ein junger Torwart, der einen schlechten Tag erwischt, und nach der ersten schlechten Aktion nicht mehr ins Spiel findet, ist so normal wie die Sonne, die morgens aufgeht. So was passiert. Was auffällt ist, dass Zieler eher mal ein Spiel verbockt, als dass er in ein längeres Tief fällt - bislang zumindest, auch wenn ich davon ausgehe, dass ihm das noch blüht. In der Kombi mit dem Bayernspiel und der entsprechenden Anspannung davor, wird es interessant, ob er so ein Spiel so schnell verarbeitet bekommt.

Lerneffekt beim 1:1: Sich zurückzuhalten und dann mit zwei, drei Schritten energisch zum Ball hochzugehen, wäre wohl besser gewesen, als sich mit Tippelschritten in den Pulk zu schieben und zu versuchen daraus zum Ball hochzukommen. Fehler beim 2:2: Zieler sackt seitlich weg und kann die Balance nicht halten. Sollte nciht passieren, kann aber passieren. Da genügt ein kleiner Hakler im Rasen oder so und das Kartenhaus bricht zusammen. Außerdem ist es eben die große Kunst, auch in der Seitenbewegung so stabil zu bleiben. Wie schwierig es ist, da immer zum Ball hin und stabil zu agieren, wissen wir alle.

Mal sehen, wie er jetzt damit umgeht, aber die Fehler an sich sind ein Problem für das Ergebnis, nicht aber ein Ausdruck irgendeiner konstanten Fehlerquelle bei ihm.