Hier im Thread ist es ja bereits angeklungen, doch es interessiert mich etwas genauer. Deshalb belebe ich einmal diesen Thread wieder. Die zentrale Frage ist für mich nun:
Kann ein Torwart Mannschaftskapitän sein, oder hat ein Feldspieler diesbezüglich Vorteile?
Ich wurde damit bereits öfter konfrontiert. In der Saison 07/08 und 08/09 wurde ich in meiner Mannschaft als Kapitän bestimmt - durch den Trainer. Bereits im Gespräch, in dem wir klären wollten, ob ich die Kapitänsrolle annehme oder nicht, erklärte er mir schnörkellos die Vor- und vor allem Nachteile, die ein Torwart gegenüber einem Feldspieler in dieser Funktion hat. Unter anderem führte er folgende Punkte an:
- Der Torwart ist, seiner Meinung nach, ein defensiver Spieler in dem Zusammenhang, dass er im Spiel ständig nur reagiert und kaum agiert. Er soll also nicht aktiv am Spielgeschehen teilnehmen, was sich auf seine Kapitänsrolle auswirkt.
- Der Torwart steht ganz hinten, kann sich also schwer aus dem Spiel einen Feldspieler zur Seite nehmen (außer bei einer Ecke und dann nur sehr kurz o.ä.) und mit ihm kurz etwas klären, wie es ein Kapitän bei Bedarf tun sollte.
- Der Torwart kann sich - ich benutze jetzt den Orginal-Wortlaut, so wie ich ihn in Erinnerung habe - "sich nicht einfach mal den Ball schnappen, durch das komplette Mittelfeld dribbeln und ihn vorne reinmachen. So ist er nicht offensiv spielentscheidend." Er kann also das Spiel nicht an sich reißen und das Zünglein an der Waage spielen - so gesagt. Das geht ein wenig mit Punkt 1 einher.
Das sind so ein paar Denkanstöße, die er mir in diesem Gespräch - relativ unpassend, finde ich - gab. Ich lasse sie einmal unkommentiert bzw. ohne Wertung und überlasse euch erstmal das Feld. Was denkt ihr dazu? Hat sich evt. oben geschilderte Ansicht mit der "Modernisierung des Torwartspiels" - so nenne ich es mal - geändert? Und inwiefern?




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