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Thema: Sprungkraft

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  1. #1
    Nationale Klasse Avatar von das Tier im Tor
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    Mit hohem Gewicht und gleichzeitig niedriger Intensität ist kaum möglich. Aber Blätter wie Mens Health sind ohnehin mit Vorsicht zu geniessen, die Trainingstips die dort drinstehen dienen nur dazu, dass es den Orthopäden nicht langweilig wird. Echt jetzt, Trainingspläne aus irgendwelchen Zeitschriften zu übernehmen ist absoluter Blödsinn. Wie Steffen richtig sagt: ein Trainingsplan mus "passen" wie ein guter Schuh. Leider begreifen das auch viele Trainer nicht. Ich hab z.B. vor einiger Zeit mal ein paar Leichtathleten wieder aufpäppeln dürfen, deren Trainerin sich eingebildet hatte, ihre "Schützlinge" müssten sich nach den Trainingsplanmustern richten, die irgendein Bundestrainer mal in irgendeiner Fachzeitschrift veröffentlicht hat. Hollah, die Waldfee! Was da am Ende für Überlastungsschäden rausgekommen sind, das war echt nicht mehr lustig.
    Ich bitte Euch wirklich, lasst die Finger von sowas. Profis haben einen ganz anderen - ich nenn es jetzt mal "Grundzustand". Also die körperliche Gundlage jahrelangen Trainings, die es erst ermöglichen solchen Belastungen standzuhalten. Oder auch nicht. Gerade im Fussball wird das Kraft- und Muskeltraining oft noch nach Turnvater Jahn Methoden bestritten. Und viele Verletzungen im Profifussball wären vermeidbar, wenn man sich in dem Bereich mal ein bisschen öffnen würde. Und jetzt kommt Ihr, mit Eurem vergleichsweise schlecht trainierten System und macht Sachen, an denen selbst Profis zum Teil kaputtgehen. Das kann nicht funktionieren. Sucht Euch für Euer Ausglichstraining Leute, die sich damit auskennen, die Euch kenn und Euren Körper, bzw. in der Lage sind, Euren körperlichen Zustand richtig einzuschätzen. Aber irgendeine Übungsabfolge aus irgendeiner Zeitschrift, ohne Kontrolle, ohne Korrektur, nur weil irgendein dahergelaufener Profi seinen Namen dafür hergibt? Ihr tut Euch wirklich keinen Gefallen!
    Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht,
    sondern die Gewissheit,
    dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht (Vaclav Havel)

    in memoriam Robert Enke

  2. #2
    Blickfeld
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    Zitat Zitat von das Tier im Tor
    Mit hohem Gewicht und gleichzeitig niedriger Intensität ist kaum möglich. Aber Blätter wie Mens Health sind ohnehin mit Vorsicht zu geniessen, die Trainingstips die dort drinstehen dienen nur dazu, dass es den Orthopäden nicht langweilig wird. Echt jetzt, Trainingspläne aus irgendwelchen Zeitschriften zu übernehmen ist absoluter Blödsinn. Wie Steffen richtig sagt: ein Trainingsplan mus "passen" wie ein guter Schuh. Leider begreifen das auch viele Trainer nicht. Ich hab z.B. vor einiger Zeit mal ein paar Leichtathleten wieder aufpäppeln dürfen, deren Trainerin sich eingebildet hatte, ihre "Schützlinge" müssten sich nach den Trainingsplanmustern richten, die irgendein Bundestrainer mal in irgendeiner Fachzeitschrift veröffentlicht hat. Hollah, die Waldfee! Was da am Ende für Überlastungsschäden rausgekommen sind, das war echt nicht mehr lustig.
    Ich bitte Euch wirklich, lasst die Finger von sowas. Profis haben einen ganz anderen - ich nenn es jetzt mal "Grundzustand". Also die körperliche Gundlage jahrelangen Trainings, die es erst ermöglichen solchen Belastungen standzuhalten. Oder auch nicht. Gerade im Fussball wird das Kraft- und Muskeltraining oft noch nach Turnvater Jahn Methoden bestritten. Und viele Verletzungen im Profifussball wären vermeidbar, wenn man sich in dem Bereich mal ein bisschen öffnen würde. Und jetzt kommt Ihr, mit Eurem vergleichsweise schlecht trainierten System und macht Sachen, an denen selbst Profis zum Teil kaputtgehen. Das kann nicht funktionieren. Sucht Euch für Euer Ausglichstraining Leute, die sich damit auskennen, die Euch kenn und Euren Körper, bzw. in der Lage sind, Euren körperlichen Zustand richtig einzuschätzen. Aber irgendeine Übungsabfolge aus irgendeiner Zeitschrift, ohne Kontrolle, ohne Korrektur, nur weil irgendein dahergelaufener Profi seinen Namen dafür hergibt? Ihr tut Euch wirklich keinen Gefallen!

    Absolut richtig. Irgendwelche Übungen von Profis nachmachen bringt kaum etwas. Man muss bedenken dass die seit Jahren auf diesem Niveau trainieren und dieses wohl eher auch langsam erreicht haben. Ich trainiere seit fast einem Jahr im Fitnesstudio jetzt hab auch erst langsam angefangen wollte dann aber zu schnell zu viel und habe Mo Mi und Fr ein Zirkelprogramm mit 15 Übungen abgearbeitet für den ganzen Körper. Di und Do war noch normales Fußballtraining. Am Anfang liefs eigentlich ganz und ich dachte "Jawoll das isses", aber dem war nicht so. Nach ca. 1 Monat war ich total am Ende. Selbst wenn ich mal 2 Tage Pause eingelegt habe hat sich meine Muskulatur nicht komplett erholt und ich wusste ich muss was ändern. Habe im Fitnessstudio mir nen 2er Spilt machen lassen. Was einen Muskel intensiver trainiert und ich ihm aber eine Ruhphase von 4-5 Tagen gönnen kann. Und so kann ich dann auch mein Torwarttraining gestalten. Wenn ich z.B. Mo meine Beinmuskulatur trainiert habe mach ich Di im Tw-Training sicher keine Sprungkraftübungen mehr sondern dann Do. Di dann lieber 1vs1 Situationen oder etwas Technikschulung und Abwürfe usw. Fühle mich seitdem richtig fit und das Training geht richtig locker von der Hand.
    Der Pfosten ist der beste Freund des Torwarts, auf den er sich nicht immer verlassen kann!
    Der Torwart geht mit dem Kopf dahin wo die Feldspieler ihren Fuß wegziehen!

  3. #3
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    In dem Artikel geht es nur um die Methode mit welcher Jens Lehmann sein Sprungkraft trainiert. Er trainiert mit wenig Intensität und hohen Gewichten. Nach einiger Überlegung bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass er nach der Maximalkraftmethode trainiert aber vielleicht nicht immer bis zum Muskelversagen geht.
    Ich bin sonst immer davon ausgegangen, dass nur ein Training bis zum Muskelversagen, also bis zur letztmöglich ausführbaren Wiederholung, eine Verbesserung der Sprungkraft nach sich zieht. Durch Literaturrecherche, als Sportstudent will man so etwas ja wissen, habe ich aber gelernt, dass man nicht immer bis zum Muskelversagen gehen muss um einen gewünschten Effekt zu erzielen.

    Ich wurde also falsch verstanden, es geht mir nicht darum, dass Jugendliche, Freizeit- und Amateursportler Trainingspläne von Profisportlern kopieren sollen. Man kann sich aber Anregungen für sein eigenes Training einholen und auf seine individuellen Bedürfnisse ausrichten.

    Ich habe mehrere Jahre Oberliga und Verbandsliga gespielt und mache seit ca. 10 Jahren Krafttraining. Ich habe auch zuerst langsam mit Kraftausdauertraining, meist mit eigenem Körpergewicht angefangen und steigerte mich dann kontinuierlich in dem ich immer mehr Gewichte hinzugenommen habe und folglich weiniger Wiederholungen bei meinen Übungen durchgeführt habe. Das Trainig hat mir zusätzlich, natürlich gut dosiert, zum Mannschaftstraining gut geholfen.

    Also "Tier im Tor" ein Training mit niedriger Intensität und hohen Gewichten ist schon möglich. Klar sollte man als Anfänger nicht nach dieser Methode trainieren. Aber wenn man langsam anfängt und sich kontinuierlich steigert, ruiniert man sich nicht seinen Körper.
    Für mich war es einfach mal interessant zu hören, mit welcher Methode Herr Lehmann trainiert. Ob das jetzt für einen selbst die beste Methode ist, sei dahin gestellt.
    Und zusätzlich wollte ich noch erwähnen, dass heutzutage nicht mehr mit der Turnvater Jahn methode im Profisport trainiert wird. Die Trainer halten sich schon an die in der Trainingslehre beschriebenen Vorgaben. Das kann dir jeder Leistungsportler und Dozent an der Sporthochschule in Köln bestätigen.

    ti23
    Geändert von ti23 (29.05.2008 um 20:28 Uhr)

  4. #4
    Nationale Klasse Avatar von das Tier im Tor
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    Prinzipiell geb ich Dir ja recht, aber niedrige Intensität und hohes Gewicht, in meinen Augen ist das ein Wiederspruch. Wie soll das denn gehen?
    Und wenn wir schon über Trainingsmethoden diskutieren, so muss ich sagen, dass zur Verbesserung der Sprungkraft ein exzentrisches Training immer noch das probateste Mittel ist. Allerdings auch ein sehr gefährliches, denn wenn man da nicht absolut aufpasst, dann kann es sehr verletzungsträchtig sein. Wobei - optimal wäre ein plyometrischs Training, also z.B. Tief-Hoch-Sprünge. Allerdings auch nicht ohne Risiko. Jemand der sich auskennt und seinen eigenen Körper sehr gut kennt, kann so ein Training selbstverständlich ohne Weiteres durchführen, er weiss worauf er achten muss. Allen anderen würde ich allerdings raten, entweder mit einem erfahrenen Trainer zusammzuarbeiten, oder die Finger davon zu lassen.
    Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht,
    sondern die Gewissheit,
    dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht (Vaclav Havel)

    in memoriam Robert Enke

  5. #5
    torwart.de-Team Avatar von Schnapper82
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    Zitat Zitat von das Tier im Tor
    Prinzipiell geb ich Dir ja recht, aber niedrige Intensität und hohes Gewicht, in meinen Augen ist das ein Wiederspruch. Wie soll das denn gehen?
    Das Frage ich mich jetzt auch, wie das gehen soll.
    Selbst wenn ich im Maximalkraftbereich trainiere mit 2 oder 3 Wdh. dann ist die Intensität des Trainings immer noch sehr hoch.
    Also mit hohem Gewicht und niedriger Intensität zu trainieren, dass habe ich so noch nie gehört.
    In stillem Gedenken an Spideratze und Robert Enke.
    Lasst uns rausgehen und Bälle fangen, Spiele gewinnen und was noch viel wichtiger ist:
    Lasst uns jede Sekunde des Lebens leben und geniessen - nichts ist für immer ! ! !

  6. #6
    torwart.de-Team Avatar von Steffen
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    Das ist Journalismus....
    Wie viele Studenten haben dem Trainer vor einem Jahr gesagt, daß diese nicht mehr dehnen werden, weil die Studie sagt: "Dehnen ist Humbug!"
    Weder Studenten noch Journalisten haben die Studie richtig gelesen und was publiziert wurde, war und ist erschreckend.
    Es ist nicht mal mehr nahe der Studie, es ist eine völlig Verdreheung derselbigen.

    Und ich vermute daher bei diesem Artikel zum Training von Jens Lehmann ähnliches.

    Und wenn ich ehrlich bin, ich glaube daß man hier aus einer Vielzahl Informationen und Aussagen eine gemacht, die weder hinten noch vorne stimmt.
    Lassen wir das, war nie eine Leuchte...

  7. #7
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    Zitat Zitat von Steffen
    Das ist Journalismus....
    Wie viele Studenten haben dem Trainer vor einem Jahr gesagt, daß diese nicht mehr dehnen werden, weil die Studie sagt: "Dehnen ist Humbug!"
    Weder Studenten noch Journalisten haben die Studie richtig gelesen und was publiziert wurde, war und ist erschreckend.
    Es ist nicht mal mehr nahe der Studie, es ist eine völlig Verdreheung derselbigen.
    Genau das wurde mir im Schulsport auch weiß gemacht. Ich habe mich aber mit den anderen Fußballern in der Kurs nicht daran gehalten, was dazu geführt hat, dass wir immer benachteiligt wurden.
    Fast wöchentlich hatte einer, von den Leichtgläubigen, eine Zerrung.

    Galileo hat auch mal eine Behauptung aufgestellt, dass Muskeln nicht schwerer als Fett seien. Ich dachte immer: Fett schwimmt oben. Im Unterricht war das auch so: Bei einem 2-Phasensystem bildet Fett die OP aufgrund seiner geringeren Dichte und dem unterschiedlichen Verhältnis der Polarität...
    Weiß dazu viell jem. genaueres? Ich bin nämlich total verunsichert.
    ...



  8. #8
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    Zitat Zitat von das Tier im Tor
    Prinzipiell geb ich Dir ja recht, aber niedrige Intensität und hohes Gewicht, in meinen Augen ist das ein Wiederspruch. Wie soll das denn gehen?
    Und wenn wir schon über Trainingsmethoden diskutieren, so muss ich sagen, dass zur Verbesserung der Sprungkraft ein exzentrisches Training immer noch das probateste Mittel ist. Allerdings auch ein sehr gefährliches, denn wenn man da nicht absolut aufpasst, dann kann es sehr verletzungsträchtig sein. Wobei - optimal wäre ein plyometrischs Training, also z.B. Tief-Hoch-Sprünge. Allerdings auch nicht ohne Risiko. Jemand der sich auskennt und seinen eigenen Körper sehr gut kennt, kann so ein Training selbstverständlich ohne Weiteres durchführen, er weiss worauf er achten muss. Allen anderen würde ich allerdings raten, entweder mit einem erfahrenen Trainer zusammzuarbeiten, oder die Finger davon zu lassen.

    Der Abschnitt "niedrige Intensität" ist auch für mich sehr irritierend. Ich habe das so verstanden, entweder Herr Lehmann meint damit weniger Wiederholungen mit hohem Gewicht oder ein Training in dem man nicht bis zum Muskelversagen geht.

  9. #9
    torwart.de-Team Avatar von Steffen
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    Zitat Zitat von ti23
    ... ein Training in dem man nicht bis zum Muskelversagen geht.
    Wenn ich das immer lese!
    Muskelversagen!!

    Leute, daß ist etwas für extrem Kraftsportler oder Bolzer, nichts für Torleute.
    Wer seinen Körper so quält, darf sich über spätere Probleme nicht wundern.
    Nehmen wir einen Sprinter... Meint Ihr allen Enstes einer davpn würde bis zum Muskelversagen arbeiten?
    Ein Radfahrer auf Tour de France Vorbereitung... meint Ihr, das auch der bis zum Muskelversagen geht?

    Leute, wenn Ihr soweit geht, daß der Körper den "Not-Aus" zieht oder ziehen muß, dann trainiert Ihr meiner Auffassung nach völlig überzogen und auch nach allgemeiner Trainingslehre nicht korrekt.
    Denn damit ein Training richtig wirkt, daß es niemals zu einer solchen Not-Reaktion kommen.
    Lassen wir das, war nie eine Leuchte...

  10. #10
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    Habe mich mal mit meinem "Trainerstab" darüber unterhalten. Alle waren der Auffassung, dass man am nächsten Tag nach dem Torwarttraining, so eben spüren sollte, dass man am Vortag trainiert hat. In der Vorbereitung, dürfe man es schon etwas mehr spüren.
    ...



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