In dem Artikel geht es nur um die Methode mit welcher Jens Lehmann sein Sprungkraft trainiert. Er trainiert mit wenig Intensität und hohen Gewichten. Nach einiger Überlegung bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass er nach der Maximalkraftmethode trainiert aber vielleicht nicht immer bis zum Muskelversagen geht.
Ich bin sonst immer davon ausgegangen, dass nur ein Training bis zum Muskelversagen, also bis zur letztmöglich ausführbaren Wiederholung, eine Verbesserung der Sprungkraft nach sich zieht. Durch Literaturrecherche, als Sportstudent will man so etwas ja wissen, habe ich aber gelernt, dass man nicht immer bis zum Muskelversagen gehen muss um einen gewünschten Effekt zu erzielen.
Ich wurde also falsch verstanden, es geht mir nicht darum, dass Jugendliche, Freizeit- und Amateursportler Trainingspläne von Profisportlern kopieren sollen. Man kann sich aber Anregungen für sein eigenes Training einholen und auf seine individuellen Bedürfnisse ausrichten.
Ich habe mehrere Jahre Oberliga und Verbandsliga gespielt und mache seit ca. 10 Jahren Krafttraining. Ich habe auch zuerst langsam mit Kraftausdauertraining, meist mit eigenem Körpergewicht angefangen und steigerte mich dann kontinuierlich in dem ich immer mehr Gewichte hinzugenommen habe und folglich weiniger Wiederholungen bei meinen Übungen durchgeführt habe. Das Trainig hat mir zusätzlich, natürlich gut dosiert, zum Mannschaftstraining gut geholfen.
Also "Tier im Tor" ein Training mit niedriger Intensität und hohen Gewichten ist schon möglich. Klar sollte man als Anfänger nicht nach dieser Methode trainieren. Aber wenn man langsam anfängt und sich kontinuierlich steigert, ruiniert man sich nicht seinen Körper.
Für mich war es einfach mal interessant zu hören, mit welcher Methode Herr Lehmann trainiert. Ob das jetzt für einen selbst die beste Methode ist, sei dahin gestellt.
Und zusätzlich wollte ich noch erwähnen, dass heutzutage nicht mehr mit der Turnvater Jahn methode im Profisport trainiert wird. Die Trainer halten sich schon an die in der Trainingslehre beschriebenen Vorgaben. Das kann dir jeder Leistungsportler und Dozent an der Sporthochschule in Köln bestätigen.
ti23




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