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Thema: Nervosität

Hybrid-Darstellung

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  1. #1
    Blickfeld
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    Es sind vielleicht noch zehn andere da aber letzendlich bleibt am Ende alles am TW haengen weil wenn der einmal einen Fehler macht fuehrt es in 95%der Faelle zum Gegentor und dann kann man sich aber was anhoeren,wenn aber ein Stuermer mal einen versemmelt ist das aus Trainers Sicht kein Weltuntergang.So ist jedenfalls meine Erfahrung und dann kommt es auch schon mal vor,dass man sich unter Druck setzt weil man nicht der ............ sein will

  2. #2
    torwart.de-Team Avatar von Steffen
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    Tim,
    daß steht auf einem ganz anderen Blatt!
    Von einem Torwart erwartet man die gleiche Leistung wie vom Stürmer, und das Fehler des Torwarts schlimmste Folgen haben, weiß ich auch nur zu genau.

    Aber mußte Dir deshalb den Kopf machen? Mußte Dir förmlich Selbstzweifel einreden, mußte Dich so unter Druck setzen und Dich so selbst forcieren, damit das unterbleibt?
    Sicher nicht!
    Ihr geht mit Euch oft schlimmer um als dass jeder Folterknecht tun würde, und die Folgen davon sind dann genau das Gegenteil, als was Ihr erreichen wolltet...

    Daher: Tut es nicht, Ihr seit meist vor dem Spiel motiviert genug und gebt Euer Bestes, darauf vertraue ich als Trainer einfach. Da müßt Ihr Euch nicht unbedingt bis in die Haarspitze motivieren.
    Wenn heute mein Torwart 80% seiner Leistung abruft, dann ist das meiner Meinung nach für eigentlich jeden Gegner in unserer Klasse völlig ausreichend.
    Ich bin daher ganz froh, meinen Torleuten diese Reserve angedeiehen zu lassen, denn wenn es mal hart auf hart kommt, muß der sich nicht noch extra motivieren, er macht einfach ein wenig mehr Dampf als normal und es reicht immer noch.
    Denn über 100% Leistung bringen, daß geht nur ab und zu und ist kein Dauerzustand. Und daher sollte sich ein Torwart, der entsprechend trainiert ist, auch nicht zu sehr unter Druck setzen. Warum auch? Er ist meistens eh besser, nur die meisten von Euch wollen das nicht wahrhaben.
    Ich sag es Euch aber...

    Und wenn ich ehrlich bin: Wenn mein torwart weiter die Fortschritte macht, die Technik noch besser wird, dann kann ich seinen Stresslevel auf gut 75% beschränken und er ist damit wirklich den Ansprüchen mehr als genug gewachsen und dann kann er in einigen Spielen 90% gehen und damit wirklich etwas bewegen, daß der Trainer "Weltklasse!" ruft! Bedenke: Nur ich weiß, daß da noch mehr drinne ist, und das hebe ich mir dann für Spiele auf, wo es wirklich zählt, wie z.B. Relegationsspiele....

    Und dazu könnte ich Dir einen erzählen, aber lass mal...

    Merke Dir nur: Übermotivation ist zu vermeiden, ebenso wie dieses dauerhafte meinen, sich selbst motivieren zu müssen....
    Lassen wir das, war nie eine Leuchte...

  3. #3
    Blickfeld
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    Das mit einfach abschalten ist leicht gesagt...
    Ich kann es jedenfalls nicht und hab auch noch nicht viel gefunden was man da machen kann,kommt ja immer von alleine

  4. #4
    torwart.de-Team Avatar von Steffen
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    Siehste Tim,
    und das ist der Punkt.
    Der anfang ist, daß man es erkennt und das Selbstmotivieren, also das zusätzliche 'anpuschen' einfach sein läßt. Denn die Nervosität ist Zeichen genug, daß man Motiviert ist... Da muß man nicht noch einen drauf legen
    Jetzt ist der erste Schritt, einfach diese Nervosität vor dem Spiel anzunehmen, Sie da sein zu lassen und nicht zu versuchen diese zwang oder krampfhaft abzustellen. Einfach wissen: Es ist da, und fertig. Nicht mal bewerten oder einstufen.
    Und dann kann man über diese Nervosität mal reden, und meist sind es ganz banale Dinge die richtig gut helfen.... wie eben die trockne Semmel bei Sepp Maier....
    Lassen wir das, war nie eine Leuchte...

  5. #5
    Amateurtorwart Avatar von Goalkeaper
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    das gleich problem hatte ich auch bisher!ich werde ach mal versuchen ein retual einzuführen!vllt hilöft es ja danke

  6. #6
    Amateurtorwart Avatar von Heuschrecke
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    Ich habe mal gelesen das man einen kleinen Softball nehmen soll und den einfach in Drucksituation zusammenen drücken soll . Das soll ablenken und entspannen
    Ist der Thread wirklich so langweilig das du dir die Signaturen durchliest?

  7. #7
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    @ Grashüpfer

    probiers wenn es Dir hilft haste alles rischtisch gemacht.
    "Hinten steht die Null"

  8. #8
    torwart.de-Team Avatar von Steffen
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    Zitat Zitat von Goalkeaper
    das gleiche Problem hatte ich auch bisher! Ich werde auch mal versuchen ein Ritual einzuführen! vllt hilft es ja
    Hi,
    bedank Dich mal nicht zu früh
    Denn so etwas ist wie als wenn man in die Apotheke geht.
    Stell Dir vor, Du kannst nicht richtig einschlafen abends.
    Du denkst Dir, nach reiflicher Suche im Internet, daß Du einfach etwas brauchst. Und dann gehst Du in die Apotheke und nimmst ein paar Traubenzucker Drops.
    Denn du hast gelesen, daß meist der Placebo-Effekt eine sehr gute Wirksamkeit verspricht.

    Problem jetzt: Du kaufts etwas und weißt, daß es eigentlich gar nichts hilft. Für den Placebo Effekt ist aber wichtig, daß Du daran glaubst, daß es hilft!
    Meinst Du echt, wenn Du einen Ritus einführst, selbst, daß es die Lösung ist?

    Nein, daß ist wie in der Apotheke Traubenzucker kaufen.... und hoffen, dass es hilft, obwohl Du genau weißt, was Du gekauft hast und weißt, daß es nicht helfen kann....aber du versuchst daran zu glauben! Das funktioniert so nicht.

    Um den Placebo Effekt zu nutzen, geht es anders. Obiges Beispiel mit dem Einschlafen:
    Ihr wart beim Arzt, der hat mit Euch geredet, abgehört, ein wenig beruhigt und dann euch was erzählt. Von nervösen Nerven und einem Biorhythmus Problem... aber er hat Rat und schreibt Euch ein Rezept aus.
    Also wieder in der Apotheke. Ihr bekommt eine Schachtel. Steht ne Menge auf dem Beipackzettel, so von wegen Nebenwirkungen, Allergien und Kram... Süsser Saft das Zeug, widerlich....
    Ihr nehmt, nach Anweisung jeden Abend einen Löffel davon, und siehe da: Es wirkt. Ihr spürt förmlich wie Ihr Euch entspannt und wie Ihr müde werdet. Herrlich, das Zeug ist der Hammer!!!
    So gut geschlafen habt Ihr noch nie...

    So, wenn Euch nach vielen, vielen Wochen jemand erklärt, daß eben dieses Medikament nichts anderes war als Glucose-Sirup in Wasser verdünnt... dann nutzt es nichts zu rufen: "Aber es hat doch geholfen!" Nein, es war genauso wirksam wie die Traubenzucker Drops, aber der Placebo Effekt hat voll zugeschlagen.
    Ihr habt Eurem Arzt vertraut, und auch das Medikament sah gut aus, Ihr habt daran geglaubt, daß es hilft! Und dieser Glaube war es.
    Dem Doc macht man keinen Vorwurf, er tat genau das richtige! Er hat Euch geholfen, und daß richtig toll!
    Denn er hat es gepackt, daß Ihr Euch entspannt..... und wieder einschlafen könnt.

    Ja, es gibt Leute, die schlucken seit Jahren immer mal wieder Pillen zum Einschlafen. Ist aber nichts drinne in den Pillen... Es ist einfach der Placebo Effekt und ein Hilfsmittel, damit sich der Körper entspannt und bettfertig wird.
    Denen hat man die Illusion nicht genommen, sondern diese Illusion ermöglicht, daß eben über Jahre ein leicht nervöses Nervensystem mit einem unschädlichen, eigentlich unwirksamen Hilfsmittel selbst zur Ruhe kommt.
    Das ist was man erreichen will!

    Daher macht man ja Doppelblind Studien:
    Hier weiß nicht mal der Arzt, was der Testpatient bekommt!
    Z.B. Kopfschmerztabletten.
    Es gibt zwei Chargen der Tabletten. Eine Charge hat keine Wirkung, ist meist Milchzucker oder auch bloß Calciumcarbonat.
    Die andere Charge hat Tabeltten mit dem neuen Wirkstoff.
    Nun werden die Chargen ausgeliefert, in völlig identischen Packungen, nur eben nach Chargen nummeriert. Der Arzt weiß nun selbst nicht, ob er den Wirkstoff verordnet oder das Placebo.
    Erst bei der auswertung der Testpatienten Krankheitsverläufe und Fragebögen, wo dann die Chargennummer aufgelistet ist, wird beim Hersteller klar, wie und wo das neue Produkt angeschlagen hat, oder ob es gar nichts taugt.
    Übrigens: In der Homoöpathie ist die DoppelblindStudie immer negativ ausgefallen, daß aber Homöopathie hilft, hängt daran, daß einfach der Placebo Effekt recht vielfältig und nicht zu unterschätzen ist.

    Somit: Wenn Ihr Euch einen Ritus ausdenkt, wird der nicht nutzen, weil Ihr wisst was er bringen soll, und schon deshalb gar nicht daran glaubt.
    So etwas muß Euch jemand anderes geben... ich könnte das zwar über das Forum machen, doch so etwas sollte man sich lieber im Kreis der Mannschaft oder Community besorgen.
    Denn ich mag nicht flunkern Ihr sollt eher die Wahrheit kennen und das Prinzip verstehen.
    Geändert von Steffen (11.01.2008 um 08:05 Uhr)
    Lassen wir das, war nie eine Leuchte...

  9. #9
    Torwarttalent Avatar von Lela
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    Ich habe den ganzen Ablauf vor dem Spiel zu einem Ritus gemacht:

    Ankommen und die letzte Zigarette rauchen vor dem Spiel (jaja, Sport und rauchen, ich weiß...)

    Dann gehe ich in die Umkleide immer an den gleichen Platz, ziehe meine Klamotten immer in der gleichen Reihenfolge an: Trikot, Unterziehhose, linker Schienbeinschoner, rechter Schienbeinschoner, Hose, linker Stutzen, rechter Stutzen, linker Schuh rechter Schuh, Käppi (je nach Sonnenstand).

    Danach geh ich zum Tor, dort ziehe ich erst den linken und dann den rechten Handschuh an, spucke einmal kräftig rein, klatsche einmal den linken Pfosten, einmal den rechten Pfosten und springe an die Latte, danach kann es mit aufwärmen losgehen...

    Und es funktioniert: Ich bin ruhig und konzentriert und von aufregung keine Spur.

    Nervös werde ich nur kurz, wenn ich sehe, dass meine Abwehr heute malwieder 2 linke Beine hat und nichts zu stande bringt (außer mir den Ball aus den Händen zu schießen , die Helden ) Dann lass ich eben durch nen Brüller kurz Dampf ab, wenn ich deren Fehler ausbügeln musste und dann gehts wieder...Während dem Spiel haste eh keine Zeit für Lampenfieber...

    Musst es ja nicht ganz so krass betreiben wie ich (mein Trainer nennt das schon "Zwangsneurose"), aber ein Ritual vor dem Spiel hilft wirklich.

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