Anadur,
sorry, Du bringst etwas durcheinander!
Koordinativ müßte ein Rechtshänder den Übergreifer mit der linken Hand besser beherrschen. Warum?
Es wird mehr seiner 'starken' Seite beansprucht. Der Rechtshänder ist meist auch Rechtsfuss, und damit im Absprung mit der Priorität auf dem rechten Bein. Wenn man sich also das Hechten selbst beibringt, dann auf der starken Seite, und das beginnt ohne Übergreifen, also ein normales Hechten. Wenn es also so ist, wie Du uns glauben machen möchtest (was biologisch nicht ganz richtig ist, weiß ich aufgrund meines recht aktuellen ÜL Lehrgangs und der darin enthaltenen biologie/anatomie Einheit), dann hätte er eine deutliche Vertiefung auf der rechten Seite haben müssen, denn er springt mit rechts ab und geht mit Rechts zum Ball. Die Linke greift dabei im Sprung bereits über und sichert den Ball zum Festhalten.
Da ist der volle Bewegungsablauf zum Hechten nach halbhohen Bällen enthalten und das rein mit der rechten Seite, auch das einhändige ablenken ist dann nach deiner Theorie rechts stärker ausgeprägt.
Wenn also diese Sache, wie Du gern möchtest, so wäre, wäre die Rechte Seite aufgrund dessen die Starke Seite, was aber in dem Fall nicht stimmt.
Warum Ottoka nun bei Links im Übergreifen stärker ist, lassen wir mal dahingestellt, sicherlich fließt es ein wenig zusammen, nur es untermauert leider die Theorie der Rechts- und Linkshändigkeit nicht.
Man darf nicht vergessen, daß in den unterne Ligen die Leute oft nicht so die Präzision haben, der Rechtsfüssler hat daher einen drall nach Links, und das ist die rechte Torwartecke. Das ist ergonomisch normal, kann es mal beobachten.... und daher: Schuld sind die Feldspieler nicht, nein, aber es ist eine Anpassung an die Gegebenheiten und als Trainer muß man das ein wenig relativieren, das ist alles!




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