@Steffen, ich habe mir mal erlaubt, deine für mich wichtigsten Aussagen herauszustellen.
1. Rollenverständnis
Am Beispiel des Trainers erläuterst du deine Meinung, wonach der Trainer die Vertrauensperson bei der Bestimmung des Stammtorwarts sein sollte. Allerdings dreht sich das Trainerkarussel um so schneller, je mehr es um die Leistungsbeurteilung durch Dritte (Vereinsgeschäftsführung, Hauptsponsor) geht. Der Trainer ist eines des schwächsten Glieder einer Mannschaft und von daher am schnellsten austauschbar. Was sind seine Aussagen also wert, wenn es schon morgen heißen kann: "der Köning ist tot, es lebe der König"? Die Verbindlichkeit und das zwischenmenschliche Vertrauen haben leider besonders dort ihr spürbaren Grenzen, wo nicht nur Ruhm, sondern auch sehr viel Geld die Entscheidungsmaxime bestimmt.
2. Wer fordert eine Veränderung und warum?
Da bin ich ganz bei dir, dass zu prüfen ist, welche Motivation hinter einer Veränderung steht? Darin besteht im wesentlichen die Kunst eines öffentlichen Redners. Denn es kommt vor, dass jemand unter dem Deckmantel ehrenvoller Argumente letzendlich nur seinen persönlichen Vorteil sieht. Er verrät nicht, was er im Schilde führt? Allerdings kommt es auch vor, dass die Motivation nach etwas Besseren aus der Unzufriedenheit des Ist-Zustands beruht, sodass durchaus Dritte davon profitieren können. Aber wie gesagt, der Egoismus ist die treibende Kraft, denn wir sind keine barmherzigen Samariter, sondern allzuhäufig ein Wolfsrudel im Kampf und die soziale Rangordnung. D.h. wenn ich etwas verändere, dann will ich Lob und Anerkennung, weil Geld allein viel zu langweilig wäre. Danach ist solange etwas gültig, bis das Gegenteil ganz oder teilweise widerlegt wird. Eine besondere Schwierigkeit besteht jedoch in der Vergleichbarkeit in einer Mannschaft, aber man will ja nicht mannschaftsbezogen, sondern allgemeine Aussagen treffen. Normal daran ist sicherlich, dass die Bewahrer des Altern immer Gründe finden, warum es keine Veränderung geben darf. Ja, man braucht sie dazu, um weiter zu denken als bisher, damit die Auswirkungen der gewünschten Veränderungen intensiver geprüft werden. Aber die kontinuierliche Veränderung durch ein stetig wachsendes Wissen wird man nicht aufhalten können. Weil wir aber noch so gut wie gar nichts über die sehr komplexe Sportart Fussball wissen, sollte es Ansporn sein, mehr darüber in Erfahrung zu bringen. Das geht am besten übers Ausprobieren von neuen Möglichkeiten!





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