@Kevlitz
Ich hab es anders interpretiert, was mit "fussballerisch z.T. eine Katastrophe" gemeint ist.

Natürlich kann man als TW-Grundregel sagen, dass kurz vor lang, flach vor hoch und Hand vor Fuß für einen sicheren Paß zum Mitspieler gilt. Allerdings muß der Keeper situativ die Positionen der Mitspieler und der Gegner berücksichtigen. Wenn dann ein Paß nur mit dem Fuß und dann am besten mittellang gespielt werden soll, dann braucht ein Torwart für den präzisen Paß mit dem richtigen Balldruck die entsprechenden technischen Voraussetzungen.

Ein kurzes Paßspiel im 16-er bekommt man dabei sehr viel einfacher hin, als einen mittellangen Paß. Deshalb werden längere Pässe bereits während der Talentförderung auf den DFB-Stützpunkten und in den NLZ mit der Mannschaft trainiert.

Mit dieser Trainingspraxis sind jedoch die älteren Keeper und die TW-Trainer während ihrer Aktivenzeit nicht "aufgewachsen".

Wenn vom Torwart verlangt wird, dass er die Libero-Position übernehmen soll, dann braucht es etwas mehr als sich ein paar Bälle über eine Distanz von ca. 5 Meter hin und her zu kicken. Dann braucht es gute, sichere Technik mit dem Ball am Fuß in hoher Aktionsgeschwindigkeit.

Vermutlich werden sich darin auch die TW-Trainer fortbilden müssen, denen diese Fähigkeiten fehlen, um ihre Keeper spielnah und ausreichend reproduzierbar im Training fordern zu können?

Es wird also weiterhin spannend sein, was sich auf diesem Sektor alles in den nächsten Jahren verändert?