@Tobias
Damit der interessierte Zuschauer auch erkennen kann, ob er rangekommen wäre, sollte der Keeper sich so verhalten, wie man sich in solchen Situationen immer verhält.

Nur mit ausgestreckten Armen hätte man sagen können, ob er da noch rangekommen wäre. (Selbst, wenn ein Ball vermeintlich knapp neben das Tor geht, heißt es für den Keeper dieses Risiko dadurch zu minimieren, indem er eine "normale Ballabwehr-Haltung" einnimmt.)

Ich denke mal, der Laie mag sich damit begnügen, einen Ball in die Kategorie "haltbar" oder "unhaltbar" zu werten. Aber für Experten ist es von großer Bedeutung, ob der Keeper beim Schuß konsequent zum Ball geht, um dann entscheiden zu können, ob es ein individueller Fehler vorlag! Weil jeder Profikeeper und TW-Triner selbst nach winzigen Möglichkeiten zur Verbesserung sucht, hörti die Optimierung der Torwartfähigkeiten erst dann auf, wenn der Torwart seine Karriere beendet.

Allerdings wird die Videoanalyse immer perfekter. Über diese "Blackbox" ist es aufgrund unterschiedlicher Perspektiven meistens möglich, einen individuellen Torwartfehler zu erkennen. Wenn man dem Keeper diese Bilder zeigt, dann braucht man da nicht mehr darüber zu diskutieren.

Ich bin davon überzeugt, dass die Video-Anlalyse-Tools in den nächsten Jahren auch im Amateurbereich zunehmen werden. Allerings kann man hier über den Sinn/Unsinn streiten. Denn man muß die Daten schon richtig interpretieren können. Sonst kann der Schuß nach hinten losgehen und der Spaß aufgrund ungerechtfertigter Kritik an den Torwartaufgaben auch nach hinten losgehen.