Bei Football Factory handelt es sich um eine Millieustudie und nicht um einen "erhobenen Zeigefinger Film" (wie z.B. Hooligans, Undercover etc.).
Weder Nich Love noch John King wollten mit dem Inhalt Menschen davon abhalten sich dem der Fußballgewalt zu widmen, deshalb waren und sind Film und Buch in der Presse dementsprechend als "Werbung für Hooligans" kritisiert worden (was natürlich auch nicht die Intention der beiden war.
Warum haben Fußballfans (und auch Demonstranten) soviel mehr Probleme mit der Polizei als der normale Bürger?
- Evtl. weil bei Großvernastaltungen Polizeieinheiten wie z.B. in Bayern das USK eingesetzt werden deren einzige Aufgabe es ist draufzuhauen?
- Evtl. weil die oft auch eingesetzten Beamten der Bundespolizei (früher BGS) sich freuen endlich mal aus der Kaserne rauszukommen und sich auszutoben?
- Evtl. weil Berufe wie der des Polizei-Haudraufs (also Bundespolizei, USK usw.) genau das Klientel an Menschen anziehen das sich auch sonst schon gerne prügelt bzw. dem schwächeren seine Unterlegenheit schlagkräftig klarmacht?
Wenn man die Stellungnahme der Münsteraner liest und auch nur ein bisschen Ahnung vom Fansein hat bzw. schon ein paarmal auswärts unterwegs war, kann man sich die dortige Situation denke ich sehr gut vorstellen.
Wie verhältnismäßig ist den der Einsatz von einer Hundertschaft zur erstürmung eines Fanheims aufgrund von lächerlichen Rangeleien im Fanblock?
Klar man hat die theoretische Möglichkeit rechtliche Schritte gegen die handelnden Beamten einzuleiten aber Erfolg hat man damit praktisch nie, einer deckt den anderen und die Aussage eines Polizisten hat den vielfachen Wert der eines normalen Bürgers.
Ich habe selbst erlebt wie die Polizei in Rostock ein Auge zugedrückt hat als der damalige Ordnungsdienst dort (hat sich glaube ich jetzt geändert) die Fans der gegnerischen Mannschaften regelmäßig mit CS-Gas, Steinschleudern, Schlagstöcken und Quarzsandhandschuhen angegriffen hat.
Ähnliches hab ich schon in Wolfsburg, Dortmund, Stuttgart, Cottbus, Unterhaching und München erlebt (die Reihe läßt sich beliebig fortsetzen).
Meist wird dann der verletzte (im Ausland auch schon öfter der getötete) Fan totgeschwiegen weil man ja lieber aus dem kleinsten Kratzer eines Cop´s ein Drama machen muß.
Sicherlich ist nicht jeder Verkehrspolizist ein A....loch, aber zumindest bei USK, BGS und Co. sind die freundlichen/intelligenten eher die Ausnahme.




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