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Thema: Was fühlt ihr bei Paraden?

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  1. #1
    Blickfeld Avatar von McClane
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    Normalerweise fühle ich während Paraden auch nix, dafür geht's einfach meistens zu schnell. Manchmal kommt es aber vor, dass ich das Gefühl des "perfekten Fluges" spüre - wenn einfach alles passt - Absprung, Körperspannung, Richtung des Balles - wenn ich quasi schon beim Absprung merke, dass ich den Ball hab. Ist natürlich alles rein subjektiv und Intuition, aber trotzdem ein geiles Gefühl.

    Was das Verhalten nach ner Parade angeht... Ich bin da nahezu apathisch, was evetuell auch damit zusammenhängt, dass ich immer versuche, meine Emotionen während des Spiels auf einer Art Nulllinie zu halten. Denn weder große Gefühlsausbrüche nach oben (Jubel nach jeder Parade), noch nach unten (übermäßige Selbstkritik) sind der Konzentration besonders förderlich. Besonders deutlich ist es, wenn ich den Ball nur zur Ecke abgewehrt habe - die Feldspielerinnen kommen zu mir, klopfen mir auf die Schulter und ich starre stur dem Ball hinterher. Eine Mitspielerin von mir hat's mal so gesagt: "Während dem Spiel bist du wie Rain Man."

    Das einzige Mal, dass ich wirklich direkt nach ner Parade gejubelt hab (bzw. Faust geballt), war letztens, als ich nach knapp 3 Monaten Verletzungspause zurückkam, für mein letztes Spiel für meinen aktuellen Verein, und sowieso schon 13 Riesenchancen des Tabellenzweiten vereitelt hatte und dann noch nen Elfer gehalten habe. Da musste die Freude ausnahmsweise mal raus.
    Der Libero ist immer ein ziemlich freier Mann, oder eben eine freie Frau. Also hat er grundsätzlich sehr viele Freiheiten.

  2. #2
    torwart.de-Team Avatar von Steffen
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    Zitat Zitat von McClane Beitrag anzeigen
    ... ich immer versuche, meine Emotionen während des Spiels auf einer Art Nulllinie zu halten. Denn weder große Gefühlsausbrüche nach oben (Jubel nach jeder Parade), noch nach unten (übermäßige Selbstkritik) sind der Konzentration besonders förderlich. ... "Während dem Spiel bist du wie Rain Man."
    Naja, nicht ganz richtig. Gönne dir immer mal ein "Loch". Du musst nicht jubeln, aber ein Lächeln darf schon sein, mal die Faust hochreißen, mal auch vielleicht sauer brüllen... das Loch hilft Dir, denn ein Stau der Emotionen kann zu sehr belasten.
    Daher kleine Löcher, wo das raus kann und darf, dann wieder zurück...
    Lassen wir das, war nie eine Leuchte...

  3. #3
    Blickfeld Avatar von McClane
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    Zitat Zitat von Steffen Beitrag anzeigen
    Naja, nicht ganz richtig. Gönne dir immer mal ein "Loch". Du musst nicht jubeln, aber ein Lächeln darf schon sein, mal die Faust hochreißen, mal auch vielleicht sauer brüllen... das Loch hilft Dir, denn ein Stau der Emotionen kann zu sehr belasten.
    Daher kleine Löcher, wo das raus kann und darf, dann wieder zurück...
    Gebrüllt wird eh, wenn was z.B. in der Verteidigung schiefläuft, ich muss ja mit ihnen reden. Soll ja nicht wieder passieren. Die Nulllinie ist auf mich persönlich bezogen, meine Fehler und meine Paraden. Ich weiß, dass das für viele belastend ist, aber für mich ist das wie Meditation. Die Tatsache, über nichts nachdenken zu müssen, Instinkt und Reflexe handeln zu lassen... Das hat einfach was entspannendes. Vielleicht, weil ich normalerweise eher grüblerisch veranlagt bin und alles plane und berechne. Da ist aber auch jeder anders veranlagt. Meine Schwester ist Yogalehrerin und macht eben auch für sich viel Yoga - weil es für sie das Nonplusultra ist, nachdenken zu können, während sie sich körperlich betätigt. Eine meiner Junioren-Torfrauen ist auch so eine, die die Grüblerei im Tor braucht. Die will auf jede Situation vorbereitet sein und zeichnet sich zur Vorbereitung sogar bestimmte Situation auf ein Blatt Papier. Für mich wäre das nichts (schon allein, weil ich nicht zeichnen kann), aber für sie funktioniert das Ganze prima, also lasss ich's ihr. Wie gesagt, da glaube an den Unterschied zwischen einzelnen Menschen. Da von "richtig" und "falsch" zu reden, würde ich nicht anfangen.
    Der Libero ist immer ein ziemlich freier Mann, oder eben eine freie Frau. Also hat er grundsätzlich sehr viele Freiheiten.

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