Zitat Zitat von Steffen
Definitv Probleme gibt es, wenn jemand "Aus" ruft, oder "Weg".... Das wird nicht als Foul gepfiffen, sondern als Unsportlichkeit.
Der laute Ruf "Torwart" kann und darf nicht abgepfiffen werden, es ist ein Warnruf, ein Akustisches Signal.
Ich denke daher, das "LEO" hat sich eingebürgert, weil die Torleute auch "aus" und "Weg" gerufen haben, was nicht darf. Denn dies Verwirrt den Gegenspieler und ist unsportlich.
"Torwart" hingegen verwirrt nicht den Gegenspieler, sondern warnt die eigenen und Mannschaftsfremden Mitspieler.
Das ist wichtig.
Natürlich kann "Torwart" genau wie jedes andere Wort abgepfiffen werden. Die Regel sagt ja ziemlich klar:

Verwarnung für unsportliches Betragen
Ein Spieler ist wegen unsportlichen Betragens zu verwarnen, wenn er:
- einen Gegner während des Spiels oder davor verbal ablenkt



ein Torwart sollte auch z.B. wenn er eine Entscheidung trifft, z.B. beim Sturmlauf eines Spielers zur Grundlinie kommunizieren. Ich hatte und habe die Angewohnheit dann zu rufen :"Lang aufpassen" einfach um zu signalisieren, daß ich kurz zu mache und daher einen langen Ball nicht sicher erreichen kann oder werde, und daher meine Abwehrspieler in der Pflicht sehe, hier den Luftraum und die Gegenspieler am langen Pfosten und in dem Bereich wirklich zu kontrollieren, und nicht nur per offener Raumdeckung zu beobachten. Denn dann ist es bei einer Flanke zu spät.
Problem dabei ist, viele Torleute reden, doch die Mitspieler verstehen die Kommunikation nicht.
Der Torwart redet also, die Spieler verstehen aber nicht und daher sind Mißverständnisse und damit Fehler gegeben, die der Gegner ausnutzt.
Auch daher darf der Ruf "Torwart" nur vom eigenen Torhüter kommen und nicht von einem anderen Spieler.
Ein Schiedsrichter sollte daher Gegenspieler und Mitspieler mit Gelb verwarnen, wenn diese dies rufen, anstelle den Torwart zu verwarnen

Der Ausruf "Torwart spielt mit" ist sehr gut, denn auch das muß ein Spieler wissen, denn so kann er sich, gerade in der Viererkette rasch orientieren und sich ggf. mit einem Rückpass frei machen.
Dieses Rufen und damit seine Entscheidungen und auch Möglichkeiten den Mitspielern klar zu machen, ist ein wichtiger, oft unterschätzter Punkt des Torwarttrainings- /spiels.
In vielen Mannschaft wird das zu lax gesehen und gehandhabt. Oft wird der Torwart beim Training ausgelacht, wenn er laut rufend zum Ball geht, er wird verar..t und veralbert. Das muß ein guter Trainer unterbinden, denn auch dieser muß wissen, wie wichtig diese Sache für Ihn und seine Mitspieler ist.
Am besten wäre es, wenn man garnichts rufen muß. Wenn man sich "blind" versteht. Das funktioniert zwischen dem Torhüter und seiner Abwehr allerdings nur, wenn auch der Torhüter ein gewisses Fußballerisches Niveau hat und kein reiner Linientorwart ist und wenn man natürlich einfach Zeit hat über Jahre sich einzuspielen. Da man das nicht immer hat sollte man natürlich miteinander reden. Aber bitte bitte doch nicht jede Situation und dann auch noch so ungenaue Kommentare.
Einfach zu rufen "Lang aufpassen" bringt nichts. Damit ist niemand angesprochen und wenn niemand angesprochen ist fühlt sich auch niemand verantwortlich.
Man hat als Torhüter oftmals den besten Blick aufs Spielgeschehen. Das sollte man positiv ausnutzen. Also die Mitspieler mit Vornamen/Spitznamen ansprechen und mit kurzen und sehr eindeutigen Hinweisen lenken und führen. Aber das Rufen oder eben das Schweigen soll niemals dazu dienen sich selber oder andere aus der Verantwortung für das Spielgeschehen zu nehmen. Es soll helfen, weil der Mensch nunmal hinten keine Augen hat.