Hm, ja, das sind die Bedenken vieler Trainer. Doch im Endeffekt kann es auch beim Spiel über die aussen passieren. Wenn der Linke Ausenverteidiger den Ball in der Vorwärtsbewegung verliert und damit der rechte offensive Mittelfeldspieler mit Ball durchbricht, mußt der linke zentrale Abwehrspieler erst einmal kehrt machen und dann im Winkel rückwärts den Spieler zulaufen, zugleich müssen sich rechter zentraler Abwehrspieler und rechter äusserer Abwehrspieler rückwärts nach innen verschieben. Da diese Bewegung auch alles andere als Ideal ist ist, kann der Gegenspieler mit dem schnellen Vorstoß sofort an den Strafraum vordringen, meist kommt er, wenn der Abwehrspieler nicht schnell genug war, selbst zum Abschluß, oder passt gegen die Laufrichtung der zurückeilenden Verteidiger auf eine nachrückende Offensivkraft, die nun den Abschluß sucht.Zitat von Daniel1991
Spiele ich den zentralen Mann an, und dieser verliert denn Ball, müssen sich eben der zweite zentrale Abwehrspieler und der passende äussere Abwehrspieler nach Innen verschieben, doch meist ist hier der Stürmer durch und sucht allein und sofort den Abschluß.
Was ist also wichtig?
Das ich denn Ball nur dann spiele, wenn durch Ballverlust keine unmittelbare Torchance entsteht. Sprich der Verteidiger den ich anspiele muß den Freiraum haben, denn Ball auch annehmen zu können und recht unbedrängt diesen zu verwerten.
Angenommen ich bekommt einen Torabschluß des Gegners von von Rechts, fange den Ball ab, und werfe nun den Ball wieder auf Rechts raus, so habe ich meist kaum Freiräume. Das angespielte Mitspieler wird, trotz ggf,. höherer Dichte von Mitspielern kaum den Ball annehmen und sicher verwerten können, weil auch eine zahlenmäßig höhere Dichte von Gegenspielern gegeben ist.
Das läßt sich nun auch nicht verallgemeinern, denn läuft der rechte offensive Mittelfeldspieler (vom Torwart aus gesehen der linke!) aussen durch, und geht auf Flankenposition, habe ich eine hohe Dichte an Verteidigern und Gegenspielern in der Mitte oder vom Torwart aus gesehen links vor dem Tor, einfach um die Flanke abzufangen und wahrscheinlich auch vor dem Strafraum nachrückende Offensivkräfte, die Abpraller oder Abwehrversuche sofort zu einer Toraktion führen sollen. Somit ist in der Situation meist vom Torwart ausgesehen links belegt, die Mitte zu aber die Seite, von wo die Flanke kam ist oft offen, so daß ich hier auch mit einem guten Abwurf, entgegen der Regel, nie auf die Seite von woher der Ball kam, erfolgreich einen Konter einleiten kann.
Man merkt an meinem Beispiel deutlich, daß es sinnvoll sein kann, mit seinem Trainer bestimmte Spielzüge und Situationen sich anzusehen und zu prüfen, welche Eröffnung nun besser und welche Entscheidung die schlechteste war, durchzuspielen.
Es gibt zwar eben die Daumenregel, nie den Ball dahin zu spielen, von wo dieser hergekommen ist, ABER für diese Regeln kann es auch Ausnahmen geben... es läßt sich einfach nicht verallgemeinern, und ist eine Sache von Erfahrung und Spielverständnis.




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