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Thema: Spieleröffnung

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  1. #1
    torwart.de-Team Avatar von Steffen
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    Zitat Zitat von Daniel1991
    Das Problem, dass sich ergeben kann, wenn man durch die Mitte spielt, ist der Verlust des Balles, den man nicht mehr zurückerobern kann, weil eben keiner mehr eingreifen kann.
    Wenn allerdings der Ball auf der Seite verloren wird, können noch die Spieler in der Mitte sich den Ball zurückholen.
    Hm, ja, das sind die Bedenken vieler Trainer. Doch im Endeffekt kann es auch beim Spiel über die aussen passieren. Wenn der Linke Ausenverteidiger den Ball in der Vorwärtsbewegung verliert und damit der rechte offensive Mittelfeldspieler mit Ball durchbricht, mußt der linke zentrale Abwehrspieler erst einmal kehrt machen und dann im Winkel rückwärts den Spieler zulaufen, zugleich müssen sich rechter zentraler Abwehrspieler und rechter äusserer Abwehrspieler rückwärts nach innen verschieben. Da diese Bewegung auch alles andere als Ideal ist ist, kann der Gegenspieler mit dem schnellen Vorstoß sofort an den Strafraum vordringen, meist kommt er, wenn der Abwehrspieler nicht schnell genug war, selbst zum Abschluß, oder passt gegen die Laufrichtung der zurückeilenden Verteidiger auf eine nachrückende Offensivkraft, die nun den Abschluß sucht.

    Spiele ich den zentralen Mann an, und dieser verliert denn Ball, müssen sich eben der zweite zentrale Abwehrspieler und der passende äussere Abwehrspieler nach Innen verschieben, doch meist ist hier der Stürmer durch und sucht allein und sofort den Abschluß.

    Was ist also wichtig?
    Das ich denn Ball nur dann spiele, wenn durch Ballverlust keine unmittelbare Torchance entsteht. Sprich der Verteidiger den ich anspiele muß den Freiraum haben, denn Ball auch annehmen zu können und recht unbedrängt diesen zu verwerten.

    Angenommen ich bekommt einen Torabschluß des Gegners von von Rechts, fange den Ball ab, und werfe nun den Ball wieder auf Rechts raus, so habe ich meist kaum Freiräume. Das angespielte Mitspieler wird, trotz ggf,. höherer Dichte von Mitspielern kaum den Ball annehmen und sicher verwerten können, weil auch eine zahlenmäßig höhere Dichte von Gegenspielern gegeben ist.
    Das läßt sich nun auch nicht verallgemeinern, denn läuft der rechte offensive Mittelfeldspieler (vom Torwart aus gesehen der linke!) aussen durch, und geht auf Flankenposition, habe ich eine hohe Dichte an Verteidigern und Gegenspielern in der Mitte oder vom Torwart aus gesehen links vor dem Tor, einfach um die Flanke abzufangen und wahrscheinlich auch vor dem Strafraum nachrückende Offensivkräfte, die Abpraller oder Abwehrversuche sofort zu einer Toraktion führen sollen. Somit ist in der Situation meist vom Torwart ausgesehen links belegt, die Mitte zu aber die Seite, von wo die Flanke kam ist oft offen, so daß ich hier auch mit einem guten Abwurf, entgegen der Regel, nie auf die Seite von woher der Ball kam, erfolgreich einen Konter einleiten kann.

    Man merkt an meinem Beispiel deutlich, daß es sinnvoll sein kann, mit seinem Trainer bestimmte Spielzüge und Situationen sich anzusehen und zu prüfen, welche Eröffnung nun besser und welche Entscheidung die schlechteste war, durchzuspielen.
    Es gibt zwar eben die Daumenregel, nie den Ball dahin zu spielen, von wo dieser hergekommen ist, ABER für diese Regeln kann es auch Ausnahmen geben... es läßt sich einfach nicht verallgemeinern, und ist eine Sache von Erfahrung und Spielverständnis.
    Lassen wir das, war nie eine Leuchte...

  2. #2
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    Grundsätzlich halte ich es für besser den zentralen SPielern die Bälle zu geben, da diese mehr Möglichkeiten haben die Bälle zu verteilen.
    Sind diese jedoch zugestellt weicht man eben auf die Seiten aus.

    Bezüglich Ballverluste auf den Seiten: Die Zentralen Abwehrspieler müssen natürlich immer damit rechnen daß der Ballverlust passieren könnte und dementsprechend werden auch nie beide die Aktion mitverfolgen.

    Ich würde mal zusammenfassend sagen... wenn die gegnerische Mannschaft nicht presst dann ist zentral rausspielen wahrscheinlich die einfachere und effizientere Variante, wenn die Zentralspieler nicht freistehen muss man halt auf die Seiten spielen, hat aber auch ein höheres Risiko daß der Ball nicht ankommt.

  3. #3
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    Ich glaube das mit dem durch die Mitte spielen hat man in der E-Jugend gesagt bekommen, weil man da noch nicht so sicher war (Abstöße, Abschläge etc.) Ich habe mal mit meinem Trainer darüber gesprochen. Er hat mir ungefähr folgendes gesagt: Generell sollte man den Ball dahin spielen, wo möglichst wenige Gegenspieler sind oder die Mitspieler weit in der Überzahl. Wenn man einen Ball von rechts bekommen hat, soll man sich erst Richtung links führen/den Ball nach links legen. Falls sich niemand anbietet bzw. der Gegner die Situation durchschaut hat und sich verschoben hat, kann man auch wieder nach rechts "zurück" spielen. Nur wenn man den Ball mit einem oder zwei Ballkontakten verarbeitet (man liegt z.B. zurück und es muss schnell gehen) darf man den Ball nicht in die Richtung zurückschlagen wo er hergekommen ist, da es sehr wahrscheinlich ist, dass sich dort noch sehr viele Spieler aufhalten. Als ich ihn gefragt habe, ob man den Ball in die Mitte spielen darf hat er geantwortet: Ja darf man. Allerdings sollte die Mitte relativ undgedeckt sein und min. zwei Spieler sollten imstande sein, direkt einzugreifen. Falls man kurz spielt (angenommen ein Mitspieler steht etwas außerhalb des 16ers mittig) gibt man ein Signal. Ich rufe entweder Hintermann oder Umdrehen. Er hat zudem noch gesagt, dass es gefährlich sei, einen halblangen Flugball in die Mitte zu spielen, wenn sich in der Umgebung Gegner aufhalten.

    Grüße Marvin
    ...



  4. #4
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    Zitat Zitat von Mörv1992
    Ich glaube das mit dem durch die Mitte spielen hat man in der E-Jugend gesagt bekommen, weil man da noch nicht so sicher war (Abstöße, Abschläge etc.) Ich habe mal mit meinem Trainer darüber gesprochen. Er hat mir ungefähr folgendes gesagt: Generell sollte man den Ball dahin spielen, wo möglichst wenige Gegenspieler sind oder die Mitspieler weit in der Überzahl. Wenn man einen Ball von rechts bekommen hat, soll man sich erst Richtung links führen/den Ball nach links legen. Falls sich niemand anbietet bzw. der Gegner die Situation durchschaut hat und sich verschoben hat, kann man auch wieder nach rechts "zurück" spielen. Nur wenn man den Ball mit einem oder zwei Ballkontakten verarbeitet (man liegt z.B. zurück und es muss schnell gehen) darf man den Ball nicht in die Richtung zurückschlagen wo er hergekommen ist, da es sehr wahrscheinlich ist, dass sich dort noch sehr viele Spieler aufhalten. Als ich ihn gefragt habe, ob man den Ball in die Mitte spielen darf hat er geantwortet: Ja darf man. Allerdings sollte die Mitte relativ undgedeckt sein und min. zwei Spieler sollten imstande sein, direkt einzugreifen. Falls man kurz spielt (angenommen ein Mitspieler steht etwas außerhalb des 16ers mittig) gibt man ein Signal. Ich rufe entweder Hintermann oder Umdrehen. Er hat zudem noch gesagt, dass es gefährlich sei, einen halblangen Flugball in die Mitte zu spielen, wenn sich in der Umgebung Gegner aufhalten.

    Grüße Marvin
    So sehe ich das auch, genauso sollte man sich bei der Spieleröffnung verhalten.
    "Das ganze Stadion wird gegen uns sein. Ganz Deutschland wird gegen uns sein. Etwas Schöneres gibt es gar nicht."
    Oliver Kahn

  5. #5
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    Ich wechsle nächste Saison zu einem Profiverein und trainiere jetzt schon manchmal da mit. Und da wird das folgendermaßen gehandhabt: Wenn die außen zugestellt sind, dann muss ein Spieler aus der Mitte zugelaufen kommen. Dieser wird angespielt und lässt den Ball zurück zum TW prallen. Das Spiel verlagert sich dadurch ja in die Mitte, und wenn man dann den Ball zurückbekommt sind die Außen im Normalfall frei. Dann spielt man den Ball eben zu den Außen. Falls das jedoch mal nicht funktionieren sollte, dann soll man warten, bis sich vorne ein Spieler freigelaufen hat und diesen dann schicken.
    Manche sagen, Fußball ist ein Spiel um Leben und Tod. Ich teile diese Ansicht nicht. Ich kann versichern, es ist weit mehr als das (Bill Shankley, ehemaliger Trainer des FC Liverpool)

    Adler>Neuer

    VfB Stuttgart

  6. #6
    Amateurtorwart
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    Da einige mitspieler in meiner Kette immer pennen und das Mittelfeld auch nicht unbedingt hilft schlage ich den Ball meistens lang oder eröffne das Spiel kurz über die zentralen Abwehrspieler. Ich habe schon oft versucht das Spiel zu eröffnen, aber da kamen oftmals die profitechniker und haben den ball in aussichtsreicher Position, zu gunsten der Gegner, den Ball vertendelt. Im Prizip war ich ja nie Schuld, da die Spieler ausreichend Zeit hatten, aber irgendwann habe ich es dann gelassen, weil dann zu viel unruhe ins spiel gekommen ist.

  7. #7
    Internationale Klasse Avatar von Icewolf
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    Zitat Zitat von Keepa
    [...]Im Prizip war ich ja nie Schuld, da die Spieler ausreichend Zeit hatten, aber irgendwann habe ich es dann gelassen, weil dann zu viel unruhe ins spiel gekommen ist.
    Und irgendwie gucken dann doch alle vorwurfsvoll. Manche Spieler aus unseren Reihen sind glaub ich sowieso der Meinung, dass man Bälle von mir gar nicht annehmen kann.
    Die Qualität des Breierzeugnisses ist reziprok proportional abhängig von der Quantität der partizipierten Köche.

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