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Thema: Trainingsprobleme bzw. Tage, an denen man besser nicht zum Training gegangen wäre...

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  1. #1
    Internationale Klasse Avatar von dennis d
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    Seit dem der Thread hier eröffnet worden ist, hab ich Wegen "Osterferienpause" nicht mehr trainiert! Morgen gehts wieder los und ich hab es Gefühl, dass ich geistig sehr gut auf das Training vorbereitet bin und ich freu mich schon asi, auch auf das Spiel am Samstag! Mal schauen, ob mir da die Auseinandersetzung zwischen mir und meinem Es was gebracht hat!


    Mfg dennis
    Saison 06/07 Aufstieg in die Bezirksliga
    Saison 07/08 Aufstieg in die Bezirksklasse

  2. #2
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    Bloß nicht zu große Erwartungen habe, überfordere dein "Es" damit nicht.
    Farblegende: Moderator | Privatperson

  3. #3
    torwart.de-Team Avatar von Steffen
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    *lachen* Ihr redet wie alte Hasen, ohne zu wissen worum es wirklich geht

    Also, Paulianer, Du hast etwas entdeckt. Find ich gut. Aber es nutzt nichts, das ist der Weg zum ersten Level, sozusagen
    Also, Du hast entdeckt, daß es einen Hort der Ruhe gibt, einen Punkt, wo die Zeit still zu stehen scheint, etwas, wo es merkwürdig ist. Schon probiert, daß man dort intensiver riecht und intensiver fühlt?? Ja, so ist das.
    Herausgefunden hast du auch, daß man es reproduzieren kann. Man kann es auch im Kopf entstehen lassen, allein aus der Vorstellung heraus!
    Ist das aber alles? Nein!

    Das ist die Vorstufe. Stellen wir vor einem Spiel fest, daß wir etwas nervös sind, können wir diese Technik nutzen, und uns etwas beruhigen. Es hilft uns zu entspannen.
    Doch wie können wir damit gegen Gefühle angehen, die uns tief runter ziehen?
    Wir können es so sehen: Wenn wir ein negatives Gefühl haben, beim Warm machen einen Ball halten und diesen Hort der Ruhe finden und betreten, dann finden wir ein gutes Gefühl. Dieses verdrängt kurz das negative Gefühl, kann es aber nicht unten halten, denn wenn wir aufstehen, kann es passieren, daß dieses brüchige Gebilde und schon wieder zusammen fällt. Es trägt uns nicht, macht uns nicht entspannter oder besser. Es ist aber die Basis.
    Wir spüren es.... es ist gut, ein gutes Gefühl!

    Also, trainieren wir, und fühlen. Fühlen das gute Gefühl. Und bitte, tut es, verinnerlich es. Spürt wie gut es sich anfühlt.

    Im Training, selbst wenn ihr den Ball nicht festhaltet, sondern über die Latte lenkt, um den Pfosten dreht oder faustet, haltet inne und fühlt. Spürt es, nehmt es auf.

    Und dann schaut wie Ihr atmet! Wie atmet Ihr?

    Versucht mal, den Ball zu halten, das gute Gefühl zu spüren, und dabei langsam und bewußt auszuatmen. Was verändert sich?

    Wieder Fragen, und ich suche wieder Antworten....

    Stetti, mach ruhig mit. Es passieren keine Wunder, also es wird nicht morgen besser, aber der Weg hat gerade angefangen.
    Gerade bei Mädels passiert hier eine Menge mehr. Denn bei Mädels arbeiten beide Gehirnhälfen, daß macht die Sache wesentlich intensiver.
    Lass also deine Trainerin ruhig rufen. Ignoriere es, kein Wimpernzucken, keine Reaktion. Sie ist gar nicht da, zügele dich hier selbst.
    Es ist dein Moment, deiner! Du bist auch einem eigenen Weg.
    Um einen Kampf zu gewinnen, muß man dem Gegner den eigenen Rhythmus aufzwingen, seinen Rhythmus also brechen. Läßt man sich einen fremden Ryhthmus aufzwingen, ist der negative Weg schon da....


    Denn wir sind noch nicht weit. Noch fühlen wir.. wir haben auch etwas entdeckt. Wir können das ein wenig nutzen, aber wir erkennen nicht dessen Gesamtheit.
    Wir werden noch mehr finden, und zusammen entdecken, was sich darauf für uns machen läßt.
    Noch sind wir im Training, im Spiel, wir fühlen. Wir verstehen, daß Gefühle wichtig sind, und entdecken, daß wir dies sogar mitnehmen können, aus dem Spiel nach Hause.
    Doch wir werden später auch das Spielfeld verlassen und zusammen in Eurem Zimmer trainieren, und dort neue Dinge entdecken.
    Daraus schaffen wir ein Päckchen, welches Ihr zum Warmmachen und Spielvorbereitung brauchen könnt, aber auch für das Training. Wir machen uns auch ein Survival-Päckchen, Wir werden versuchen, dahin zu kommen, das Gehirn auf Neutral zu schalten. Ich möchte mal den Zustand mit dem japanischen Ausdruck "Mushin" bezeichnen. Mu heißt kein oder Nichts, shin heißt Herz oder Geist. Es heißt also keinGeist oder besser Nichtdenken.
    Diesen Zustand des Nichtdenkens, den wollen wir erreichen, denn mit dieser Neutralstellung im Geist hat ES freie Bahn.
    Das darf nun nicht im ganzen Spiel sein, den hier muß der Geist hellwach sein, aber in bestimmten Momenten, daß muß einfach sein. Und daher lernen wir dies zu bekommen und zu provozieren....
    Denn bisher können wir mit dem Gefunden ein paar negative Momente kompensieren und in der Ruhe ein Stück Krampf und Entspannung schöpfen, aber danach sind die Momente wieder da.... die negativen Gedanken. Und hier müssen wir eben das Survival-Pack benützen, welches wir uns erarbeiten und dank Mushin auch lernen, hier diese negativen Impulse auszugleichen und die Neutralität herzustellen, und damit wieder dem ES freie Bahn zu schaffen... und wir werden damit auch in der Lage sein, nach dem Spiel mit den Fähigkeiten eine kleine, private, ganz intime Analyse für uns zu ziehen...
    Es hilft uns also vor, während und nach dem Spiel... aber noch haben wir erst einen Baustein... wir haben gerade angefangen.

    Also, noch ist Zeit und Ihr merkt schon, es ist noch ein langer Weg.
    Geändert von Steffen (10.04.2007 um 23:30 Uhr)
    Lassen wir das, war nie eine Leuchte...

  4. #4
    torwart.de-Team
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    Avatar von Stetti
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    So wie ich das jetzt verstanden habe, würde das doch auch in anderen Situationen funktionieren.

    Beispielsweise vor Klassenarbeiten. Man kann zwar den Stoff, dieses Es kann es zumindest. Wenn wir allerdings zu nervös sind, kann uns das Es nicht mehr das Richtige vorgeben, weil es von unserer Nervosität zerdrückt wird.

    Stimmt das so in etwa?

  5. #5
    torwart.de-Team Avatar von Steffen
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    Stetti,
    ja... aber auch nein. ES fallen körperliche Dinge leichter, weil dieses durch Handeln und Gefühle geprägt sind, als Dinge, die mit dem Interlekt selbst zu tun haben.
    Aber man kann damit auch ein wenige gegen Nervosität vorgehen, ja, doch für deinen Einsatzzweck müßte man andere Übungen 'laufen' lassen.

    Daher: Die Erwartungen nicht zu hoch schrauben, ich passe es erst einmal rein auf die Torwartsache an.
    Alles andere würde auch hier die Sache unnötig komplex machen.
    Lassen wir das, war nie eine Leuchte...

  6. #6
    Nationale Klasse Avatar von r4v3n
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    Liest sich alles sehr interessant, und da ich dieses ES auch schon bei Paraden erlebt habe, werde ich mich heute auch mal versuchen auf das zu konzentrieren was du hier vorgibst.

  7. #7
    Nationale Klasse Avatar von r4v3n
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    Also ich konnte heute leider nicht viel feststellen, aber das Training lief heut trotz allem sehr gut.

  8. #8
    Internationale Klasse Avatar von strigletti
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    [QUOTE=Steffen...Wir werden versuchen, dahin zu kommen, das Gehirn auf Neutral zu schalten. Ich möchte mal den Zustand mit dem japanischen Ausdruck "Mushin" bezeichnen. Mu heißt kein oder Nichts, shin heißt Herz oder Geist. Es heißt also keinGeist oder besser Nichtdenken.
    Diesen Zustand des Nichtdenkens, den wollen wir erreichen, denn mit dieser Neutralstellung im Geist hat ES freie Bahn.
    Das darf nun nicht im ganzen Spiel sein, den hier muß der Geist hellwach sein, aber in bestimmten Momenten, daß muß einfach sein... [/QUOTE]

    Steffen, ich weiss nicht wie du das siehst, aber in meinen Augen sind "Nichtdenken" und ein hellwacher Geist kein Widerspruch. Gerade das "Nichtdenken" macht es doch möglich, dass nichts der höchstmöglichen Aufmerksamkeit für das kommende Unbekannte im Weg steht und somit die maximalen geistigen Kapazitäten zur Verfügung stehen.

    Ich will das Thema hier nicht weiter vertiefen, um die anderen User nicht unnötig zu verwirren, da ich das Gefühl habe, dass du einen ganz bestimmten Plan im Kopf hast, um eine komplexe Sache allgemeinverständlich rüberzubringen. Ich finde, du machst das richtig gut und kann den anderen nur raten, deinen Gedanken zu folgen.

  9. #9
    Amateurtorwart Avatar von SG Kaarst
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    Finde ich auch....bin auf die Fortsetztung gespannt...
    Habeaber auch schon öffters gemerkt, dass wenn ich nicht nachdenke mich eigentlich "nur" auf meine Reflexe verlasse und einfach nur halte...
    Kann das leider nicht jedes Training nzw Spiel, bin deshalb auf die Fortsetztung gespannt =)

  10. #10
    torwart.de-Team Avatar von Steffen
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    Zitat Zitat von strigletti
    Steffen, ich weiss nicht wie du das siehst, aber in meinen Augen sind "Nichtdenken" und ein hellwacher Geist kein Widerspruch. Gerade das "Nichtdenken" macht es doch möglich, dass nichts der höchstmöglichen Aufmerksamkeit für das kommende Unbekannte im Weg steht und somit die maximalen geistigen Kapazitäten zur Verfügung stehen.
    Ja, das ist richtig, bedingt aber, daß wir von der willentlichen Kontrolle der Aufmerksamkeit los kommen, wir müssen ES passieren lassen und die Kontrolle aufgeben.
    Es gibt dafür hübsche vergleiche, die ***ualität, Essen oder Autofahren betreffen. Ich kann nur den Vergleich Essen bringen, weil nur diesen hier jeder nachvollziehen könnte, aber es ist nicht so gut, wie die beiden anderen, und ich finden den Vergleich mit Autofahren oft am interessantesten.
    Ha, moment: Autofahren = Fahrradfahren. ich glaubne, das ginge auch.

    Vergleich: Das Nichtdenken bei vollständiger Wachsamkeit ist wie Fahrrad fahren. Man schaue sich an, wie das losgeht. Wackelig, mit Stützrädern. Es dauert Wochen, ja Monate bis sich unser Körper daran gewöhnt hat, auf dem Rad loszulassen und die Balance auf dem Ding zu halten. Trotzdem fallen wir ohne die Stützräder um.
    Es ist die Willenliche Kontrolle, und das Wissen, daß es nun ohne Stützräder geht, und wir einfach die Sicherheit missen. Wir vertrauen nicht auf uns, und suchen Halt.... Doch nach und nach, nach vielen Stützen, genervten Eltern, völlig fertiger psychischer Kondition kommt der Moment, wo das Kind in Tränen ist, am Ende seiner geistigen Kraft. Es kann nicht mehr, will nicht mehr, aber gehorsam ist es und tut weiter. Es hört auf zu denken und der Wille ist gebrochen. Es steigt auf, stützt sich kurz an, tritt rein, und fährt frei. Die Stützräder sind nicht notwendig. Papa jubelt, Mama klatscht, das Kind wird förmlich wach, bemerkt das es fährt und fällt wieder um. Nun braucht es noch einige Zeit, damit das Kind nur erkennt, daß es es kann und aus dem Vertrauen heraus, läßt es den Willen der Kontrolle fahren, es vertraut auf sich selbst und die Erfahrung, daß es funktioniert, der Knoten ist geplatzt, nun kann es Fahrrad fahren.
    Jetzt muß es aber immer noch viel Aufmerksamkeit auf Fahrtrichtung, Lenken, Treten, Klingeln, Schalten anwenden. Es fährt daher alles andere als sicher. Doch es übt.. nach und nach werden Tätigkeiten zu Routine, wie Klingeln oder Schalten. Bald schon geschehen diese Dinge völlig unbewußt und automatisch.
    Dann lert es einhändiges Fahren, und lernt, daß der Körper und das Gefühl die Kontrolle über das Fahrrad haben,, nicht die Hände. Die Kurvenlage wird daher steiler, und flotter auch freihändiges Fahren kommt nun langsam an, und irgendwann ist es soweit:
    Der Mensch steigt ohne Nachdenken auf das Fahrrad, unterhält sich mit dem Nebenmann, beschaut die Landschaft. Klingeln, Jacke beihändig schließen, Schalten und Bremsen, alles geht völlig ohne Nachdenken und ohne Willen.
    Kommt nun einer an einen Berg, so wird es schwer. Hier kann er seinen Willen benutzen. Versucht er sich zu kontrollieren, wird es nicht gehen, aber er kann sich einreden, es zu schaffen und kann Wechseln, stehend fahren, sitzen, Schalten, etc. Diesmal bewußt, aber Treten und Balance darf er nicht versuchen zu kontrollieren, sonst scheitert er...
    Trotzdem ist er im Moment dieser hohen Konzentration immer noch fähig, den Igel vor sich zu erkennen, und diesem Auszuweichen, ohne Nachzudenken. Ja, erst wenn er mit etwas Herzklopfen am Tier vorbei ist, kommen Gedanken: Wo kam der Igel her? Was wenn ich.... Doch die Gedanken sind nicht mehr wichtig...

    Frage nun: Wer denkt für uns, wer hält die Balance, wer kontroliert Schlltung und Bremse... okay wir sind es. Doch wir tun es ohne Nachdenken, sind aber trotzdem hellwach. Das ist Mushin!

    Und um nichts anderes geht es im Fußballtor! Den Zustand müssen wir erreichen! Wir müssen es für uns die Körperlichen Aktionen ausführen lassen, ES reagieren lassen. Wir müssen aber dazu vielleicht auchh oft den Willen gebrochen bekommen
    Falls nicht, ist der Weg lang.
    Lassen wir das, war nie eine Leuchte...

  11. #11
    Internationale Klasse Avatar von strigletti
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    Zitat Zitat von Steffen
    Frage nun: Wer denkt für uns, wer hält die Balance, wer kontroliert Schlltung und Bremse... okay wir sind es. Doch wir tun es ohne Nachdenken, sind aber trotzdem hellwach. Das ist Mushin!

    Und um nichts anderes geht es im Fußballtor! Den Zustand müssen wir erreichen! Wir müssen es für uns die Körperlichen Aktionen ausführen lassen, ES reagieren lassen. Wir müssen aber dazu vielleicht auchh oft den Willen gebrochen bekommen
    Falls nicht, ist der Weg lang.
    Dachte mir schon, dass du auf diesen Zustand raus willst. Finde es sehr interessant, diesen Weg mal auf die "asiatische" Art geschildert zu bekommen. Ich persönlich arbeite seit vielen Jahren mit Autosuggestionstechniken bzw. autogener Selbsthypnose (dissoziative Techniken), um "meinen Kopf frei zu bekommen".

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