...das wäre durchaus von Vorteil...aber auch hier kommt es auf die Platzverhältnisse an dann...Zitat von Paulianer
...das wäre durchaus von Vorteil...aber auch hier kommt es auf die Platzverhältnisse an dann...Zitat von Paulianer
In stillem Gedenken an Spideratze und Robert Enke.
Lasst uns rausgehen und Bälle fangen, Spiele gewinnen und was noch viel wichtiger ist:
Lasst uns jede Sekunde des Lebens leben und geniessen - nichts ist für immer ! ! !
hallo Steffen, du schreibst
"Andere werden eben immer mal wieder wach, sind dann voller Emotion und Gefühl dabei, und bei diesen dann erfolgt ein 'Absacken' bei einer Parade, und sie müssen lernen, durch den Atmen das zu...."
also das war bei mir beim training vor paar wochen so beim torschusstraining. ich hab ne geile parade gemacht, dann wieder in die mitte vom tor und wieder ne parade, also ich hab 7, 8 schüsse gehalten und war nur auf die übung fokussiert und ich hatte das gefühl einfach alles zu halten, das tor sei winzig und ich riesengroß. wenn ich dich jetzt verstehe, soll man mit dem bewusstem ausatmen nach einer parade schnell in die "realität" zurückfinden. ich war voller glücksgefühl, adrenaling war vllt auch etwas dabei und ich hab auch die dinger gehalten. und das warn jetzt keine pille schüsse, sondern soclhe von denen auch viele reingehen, verstehst du was ich mein.....? war das jetzt ES oder wars einfach selbst angestachelt, emotionen das man sich als superkeeper fühlt... hoffe ich konnte mich einigermaßen verständlich ausdrücken
Hallo JSG Titan,
das ist so eine Sache.
Eigentlich sollte man lernen, aus der 'Versenkung' aktiv wieder 'aufzuwachen' und dne Focus neu und bewußt wieder zu setzen.
Es kann jedoch unter Umständen sinnvoll sein, in der 'Versenkung' zu bleiben, was z.B. beim raschen Schußtraining und bestimmten Trainingsübungen durchaus sinnvoll sein kann.
Aber danach sollte man bewußt eine Entpannungübung ausführen, um bewußt dem Geist ein wenig Zeit zu geben, und das alles zu verarbeiten, bevor man wieder in eine Hochkonzentrationsphase geht.
Daher sollte man stupide Übungen im Training mit konzentratrionsbelastenden Übungen wechseln, um eben Phasen zu haben, wo man einfach auch mal Zeit hat, seinen Geist wieder zur Ruhe kommen zu lassen. Auch ES braucht Ruhezeiten.
Daher ist es ja mein Bestreben, die Leute dahin gehend zu schulen, daß diese recht unkontrolliert in bestimmten Situationen in die Versenkung absacken, aber ganz gezielt und bewußt daraus wieder erwachen um eben den Focus neu auszurichten.
Andererseits sollen die Leute aber auch beherrschen, kontrolliert den Focus zu setzen und dann auch ganz kontrolliert sich in die Lage zu versetzen, daß ES jederzeit aktiv werden kann, also die Tür zu dieser Form der 'Versenkung' offen zu lassen.
Denn bleibt man einen langen Zeitrum in der Versenkung, kann man sich nach einer 'Nusche' nur schwer wieder neu motivieren oder noch mehr aufbauen. Die Gefahr, daß man dann Übermotiviert ist, oder Überreaktionen zeigt, ist damit umso größer.
Huier hilft es, wenn man recht kontrolliert in die Versenkung abgleiten kann und kontrolliert und auch gezielt daraus wieder erwachen kann.
Ziel ist es jedoch, ein Basissache förmlich automatisch zu machen, völlig ohne Nachdenken. Das soll nun nicht bloß für Bewegungen der Paraden gelten, sondern für das Spiel allgemein.
So kommt keine Anspannung hoch.
Das ist wie Fahrradfahren, oder Schlittschuhlaufen. Man kann anfangs gar nichts anderews tun, und muß sich schwer konzentrieren. Man will nicht umfallen, muß lenken und all den Kram. Später kann man gut Freihändigfahren, man legt sich perfekt und von allein in die Kurve, Tritt und Schaltet ohne Nachdenken und kann so den Focus auf ein Gespräch mit einem Mitfahrer richten, die Landschaft besehen oder auch mal einen Blick in die Karte werfen.
Auchg beim Autofahren ist es gleich, keiner denkt mehr an Schalten und Lenken, Kupplung und Gas, es geht von allein. Jeder der einen Führerschein gemacht hat, oder macht, wird sich erinnern: Anfangs war es schwer, Kupplung und Gas, sowie das Getriebe in Einklag zu bringen, Lenken noch dazu, und es überforderte einen völlig, man konnte sich auf die Hauptsache, den Verkehr gar nicht konzentrieren.
So ist es bei uns auch!
Wir müssen daher lernen, mehere Dinge gleichzeitig zu tun, und das Vertrauen ins uns finden, daß bestimmte Dinge ohne unser Zutun oder unser Denken passieren, völlig korrekt und angepasst. Wir schlaten zum Überholen runter, setzen den Blinken, bekommen Gas, Kupplung und Schaltung in Einklang um rasch am anderen vorbei zu kommen, Spiegel-Schulterblick inclusive. Doch nehmen wir davon etwas wahr? Nicht wirklich, es passiert einfach, ja wir fühlen förmlich was um uns herum passiert, und erinnern uns bloß viellecht kurz an das was wir im Spiegel und Schulterblick gesehen haben, doch der focus ist auf voraus gerichtet, den Gegenverkehr beobachten und glcihzeitig den Nebenmann im Auge behaltend, beschleudingen wir, Kupplung, Gas, Schaltung, es geht von Allein. Erneut Blinker, Spiegel-Schulterblick, und wir haben den Überholvorgang abgeschlossen.
Ganz von allein, ohne Nachdenken. Wer hat nun Gekuppelt, den Schlathebel bewegt, sich auf die Lenkung konzentriert, Blinker gesetzt, Spiegel-Schulterblick und alles zusammen koordniert? Sicher, ES... ES kommt uns hier bekannt vor. Es funktioniert einfach und wir vertrauen darauf. So haben wir frei, uns auf die Gefahr, den Gegenverkehr, konzentrieren zu können.
Macht man es häufiger, dann könnten wir soigar das Gespräch mit dem Nebenmann vorsetzen, weil wir auch hier noch Potential frei haben.
Bei einem Künstler ist es ähnlich. Er nimmt auch die Pinsel ohne Nachdenken, misch diese und jene Farben perfekt zusammen, und kann trotzdem ein Gespräch mit dem Modell führen, oder einem Besucher an der Staffelei etwas erläutern, ohne dabei den Focus zu verlieren, die Konzentration auf das Objekt und das was er malt zu verlieren....
Daher ist es wichtig, das wir lernen, uns zu entspannen... und auch das wir nach einer ES aktion ganz bewußt wieder aufwachen, und auch hier eine Atemtechnik folgen lassen....
Lassen wir das, war nie eine Leuchte...
mhm ganz schön schwierig... wenn du mir jetzt noch sagst warum ich manchmal einfach nicht abhebe bist du mein held ;-) also ist eine wirklich interessante philosophie die du da zum torwart-sein hast
Warum Du mancham nicht springst?
Kann es sein, daß es nicht 'zuckt'?
Meist fehlt der Impuls.... bei Rechts spürt man das, stell Dich mal hinter das Tor und beobachte einen anderen Torhüter beim Torschuß. Na, weißte was ich meine mit 'Zucken'?
Ja, und dabei sollte Dir auffallen, daß es eben auf der 'schwachen' Seite weit aus weniger so ist, wie auf der 'Schokoladenseite', richtig?
Ebbe, kein Beinbruch.
Was muß man tun? Ganz einfach, die 'Schokoladenseite' eben trainieren, aber doppelt so viel an der Nicht-Schokoseite feilen und trainieren, dann bekommt man es hin.
Wie bei vielen Torleuten ist meine starke Seite die Rechts unten, Rechts oben geht nicht und links ist totale Flaute, obwohl ich Linkshänder bin.
woran es liegt?
Nun zum einen an der Knieverletzung links, daß bedingt immer noch, daß mein Körper im Unterbewußtsein gar nicht solche Extrembelastungen machen will. Daher funzt es gar nicht, obwohl es nicht schwer wäre.
Zweitens weil ich seit Jahren nicht mehr richtig trainiert habe. Mir fehlt Sandgrube, Hürde und Geburtstagsspiel, ich müßte einfach mal wieder ranklotzen... doch als Trainer sollte man anderer trainieren und nicht sich selbst.
Also, trainiere deine schwache Seite und Du wirst bald merken: Das wird nicht nur besser, da tut sich richtig was. Gewinne Vertrauen, vorallem in Dich und die Fähigkeit auch auf der schwachen Seite durch Training richtig gut zu werden.
Nur so geht das, und dann: Stelle dich wieder hinters Tor und spüre, daß es beidseitig 'zuckt'Cool B)
Lassen wir das, war nie eine Leuchte...
Das mit dem "Zucken" ist schon so eine Sache. Ich brauche mich dafür oft nicht mal hinters Tor zu stellen, es genügt schon ein Fussballspiel im Fernsehen, das mich fesselt.
Das Zucken wird sich aber nur dann einstellen, wenn sich der Körper die notwendigen Automatismen angeeignet hat und von daher nach jedem Ball springen will, egal ob du am Spiel nur mental beteiligt bist oder real auf dem Platz stehst.
Deswegen, wie Steffen es nennt: Ranklotzen...bis der Automatismus tief verinnerlicht ist.
...und damit wären wir wieder beim Thema..."Wer denkt, verliert!"Zitat von strigletti
Zumindest im Tor ist das so...nicht nachdenken, sondern sich auf seine antrainierten Automatismen verlassen...
Und deshalb gilt, Trainieren, Trainieren und nochmehr Trainieren...
In stillem Gedenken an Spideratze und Robert Enke.
Lasst uns rausgehen und Bälle fangen, Spiele gewinnen und was noch viel wichtiger ist:
Lasst uns jede Sekunde des Lebens leben und geniessen - nichts ist für immer ! ! !
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