nur nicht zufrieden sein und immer weitermachen...und vorallem nicht von einer schlechten Leistung umhauen lassen...
nur nicht zufrieden sein und immer weitermachen...und vorallem nicht von einer schlechten Leistung umhauen lassen...
In stillem Gedenken an Spideratze und Robert Enke.
Lasst uns rausgehen und Bälle fangen, Spiele gewinnen und was noch viel wichtiger ist:
Lasst uns jede Sekunde des Lebens leben und geniessen - nichts ist für immer ! ! !
So isses! Nicht mit sich selbst hadern, und sich selbst beständig daran erinnern. Vergessen, abhaken und weiter.Zitat von Schnapper82
Lassen wir das, war nie eine Leuchte...
Ich finde es nur unglaublich schwer das so umzusetzen.
Vor allem, wie man sich "aktiv" entspannt, also wie man das gezielt machen kann, habe ich noch keinen Plan.
Entspannung ist für die meisten Menschen eine Zeit, die nach allen anderen Pflichten zuletzt kommt und damit eher passiv erlebt wird. Viele unsystematische Aktivitäten können entspannend sein und Stress abbauen, zum Beispiel Lesen, Fernsehen, Baden oder einfach Zeit am Wochenende vertrödeln. Manche würden auch Erfolgserlebnisse bzw. allgemein Zufriedenheitserlebnisse als Entspannung definieren.
Die aktive Entspannung bei Stress und Belastungen ist dagegen, dass man systematisch und geplant positive Aktivitäten einsetzt, um dem Organismus bei einer erhöhten Anspannung einen Ausgleich und Erholung zu verschaffen. Diese Art Stress abbauen zu können ist langfristig wirkungsvoller, erfordert aber ein gewisses Training.
Die Psychologie unterscheidet kurzfristige Entspannungsformen (z.B. Kurzform der progressiven Muskelentspannung) und allgemein systematische Entspannungsmethoden wie z.B. Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung und Vorstellungsübungen. Egal für welche Form der Entspannung man sich entscheidet, sie bedarf einer Vorbereitung bzw. auch eines Trainings (regelmässige und systematische Übung und Anwendung). Damit ist also aktive Entspannung nicht mal eben so zwischendurch zu erlernen, sondern das Training sollte in den Tagesablauf integriert werden.
Zu den kurzfristig einsetzbaren Entspannungsverfahren gehören u.a. die Ablenkung und die bewusste Wahrnehmungslenkung d. h. Umlenkung der Aufmerksamkeit auf positive Dinge. So banal dies zunächst klingen mag, die kurzfristige bewusste Ablenkung und positive Aktivitäten sollte trainiert werden. Widmen euch z.B. bewusst für mehrere Minuten am Tag Dingen wie:
ein Lied genau hören
ein Bild genau betrachten
am Computer spielen
bewusst aus dem Fenster schauen und etwas genau beobachten
an einer Duftkerze/ Pflanze/Parfum riechen
Was ihr tut ist eigentlich egal, aber macht es bewusst.
Als Wahrnehmungslenkung hingegen werden Übungen bezeichnet, die die Aufmerksamkeit bewusst weg von Belastungen hin zu den eigenen Sinnen und eben deren Wahrnehmungen (Sehen, Riechen, Berühren, Schmecken oder Hören) lenken kann. Dies gilt aber auch für eigene positive Gedanken (z.B. Planung eines schönen Tages am Wochenende, Überlegungen zum nächsten Urlaub) oder Vorstellungen, sogenannte "nach innen geschaute Bilder" gelten (z.B. eine tolle Parade von euch, ein optimal ausgeführter Technikablauf, der ideale Laufweg um eine Flanke zu fangen...).
Übt dieses Vorgehen ganz gezielt, indem ihr beispielsweise auf einen Gegenstand in eurer Nähe schaut und diese genau betracht (z. B. ein Bild, eure Handschuhe, Schienbeinschützer...). Zur Übung könnt ihr auch mal einen Apfel oder eine Banane ganz bewusst schmecken und wahrnehmen? Auch das Berühren und Wahrnehmen von Gegenständen (z.B. ein Stein oder eure Handschuhe oder ein Fussball...) kann den Entspannungseffekt erwirken.
Nehmt am Anfang Gegenstände, die es euch leicht machen, sie bewusst wahrzunehmen und schaut, dass ihr die nötige Ruhe habt und nicht gestört werdet (5 Minuten reichen völlig aus). Im zweiten Schritt könnt ihr anfangen die bewusste Wahrnehmung gezielt zu unterbrechen, indem ihr etwas anderes macht und kurz darauf, eure bewusste Wahrnehmung wieder dem Gegenstand widmet. So lernt ihr das An- und Ausschalten der aktiven Entspannung.
Auf dem Fussballplatz funktioniert das vor und während dem Spiel im Prinzip genauso. Meine Gegenstände waren immer: vor dem Spiel, meine Schuhbändel, die ich beim Binden sehr sorgfältig wahrgenommen habe und die meine Gedanken "ins Fliessen" brachten und während des Spiels meine Handschuhe an deren rechten Zeigefinger ich immer wieder mal kurz, aber sehr bewusst gerochen habe.
@ Steffen: Ich wollte dir jetzt nicht ins Gehege kommen, aber ich dachte mir es hilft vielleicht dem ein oder anderen weiter, wenn dieses Thema mal von einem anderen Blickwinkel aus erklärt wird. Ich hoffe, du bringst den anderen in Sachen ES noch mehr bei. Wir wissen, dass sich diese Dinge weit über den 16er hinaus bewährt haben.
Da sag ich nur WOW!!!!Zitat von strigletti
Einfach: Machen!
Gruß,
Steffen
P.S. Bei mir geht eben dieses aktive Entspannen, das gezielte und kontrollierte, aktive Entspannen worauf ich dann auch den Focus setze über das Atmen. Denn das hat man immer dabei![]()
Lassen wir das, war nie eine Leuchte...
Klingt logisch, ich werde mal probieren auf solche "Entspannungsgegenstände" zu achten und sie bewusst wahrzunehmen.
Klingt vielleicht merkwürdig, aber mir ist bereits aufgefallen, dass es einen positiven Effekt hat, wenn ich bewusst den Würstchengeruch unseres Grillstandes beim Heimspielen wahrnehme. Bisher dachte ich, dass es etwas mit Hunger oder Appetit zu tun hat, aber anscheinend liegt es daran, dass ich mich bewusst auf den Geruch konzentriert habe.
Farblegende: Moderator | Privatperson
Gar nicht merkwürdig, denn entscheidend ist nicht das "Was" sondern das "Wie", der Wahrnehmung.Zitat von Paulianer
Erstmal "Danke" für dein Kompliment, das ich verdient hätte, wenn ich der schlaue Kopf gewesen wäre, der das "erfunden" hat. Da es sich aber nur um die Wiedergabe von angesammeltem Wissen und Erfahrung ist, ist es diesmal an mir zu sagen, "lassen wir das...".Zitat von Steffen
Letztendlich warst auch du derjenige, der dieses Thema hier aufgebracht hat und mein Beitrag dient nur als kleine Ergänzung.
*den thread aus der vresenkung erhebt*
Ich habe den Thread ja von anfang an mitverfolgt, und auch aktiv dran teil genommen!
Anfangs viel es mir schwer, mich vom "Es" steuern zu lassen bzw. es überhaupt erst zu akzeptieren?
Naja, aufeinmal hatte es mal "klick" gemacht bei mir im Training, und ich merkte, dass es wieder da war! Heute z.B im Training..
Ich habe vor dem Training ein paar Abstöße mit einem Kumpel geübt, und er seine Freistöße, aufeinmal zimmert er einen Ball fast in den Winkel, und ich muss sagen er war richtig gut geschossen. Ich konnte den Ball mit dem Fingerspitzen noch sograde neben das Tor abwehren und merkte, als ich auf dem Boden ankam so ein Gefühl in mir, einfach nur Geil! Ich fühlte mich echt..unbesiegbar? Ich weiß, es mag vielleicht egoistisch klingen aber es ist halt so.
Nach gut drei viertel Stunde gings dann zum Training mit der Mannschaft, während sie Spielerspezifisches Training machten, wärmte ich mit dem anderen Torwart auf. Gegen Ende des Trainings machten wir ein Abschlussspiel, und ich habe echt über den Ball getreten! Vielleicht war ich übermotiviert, aber wer weiß? Naja, aufjedenfall war ich bis jetzt immer der Typ der den Kopf nach so einem ding "hängen" lassen habe, aber aufeinmal merkte ich, dass es mich völlig kalt ließ, und habe prompt eine Minute später gut in einem Zweikampf reagiert! So geht es mir mittlerweile fast ständigIch spüre diesen "Druck" nichtmehr, und kann mich so voll und ganz auf mein Können konzentrieren bzw. mich voll aufs "Tore verhindern" konzentrieren.
Danke nochmal Steffen![]()
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