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Thema: Trainingsprobleme bzw. Tage, an denen man besser nicht zum Training gegangen wäre...

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  1. #1
    torwart.de-Team Avatar von Steffen
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    Leute *kopfschüttel*
    Was herrschen bei Euch für Sitten?

    ist es Fußball, oder ist Krieg.... mein Gott, daß ist erschreckend....
    Lassen wir das, war nie eine Leuchte...

  2. #2
    Sina
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    So, dann beleb ich den Thread doch leider mal wieder auf.
    Gestern Training gehabt, ausnahmsweise mal nicht die ganze Zeit gelaufen, sondern n bissl was mitm Ball gemacht, auch Torschuss und ein Spielchen. Danach war für mich einfach nur Frust pur. Ich hab nix gebacken bekommen, die einfachsten Bälle hab ich mir reinhauen lassen. Habe zwar versucht, das auszublenden, aber abschließend konnte ich gestern abend nur sagen: Mal wieder so ein Tag, wo man am besten zu Hause geblieben wäre...
    Mich ärgert es, da es Dienstag auch nur bedingt besser war. Hatte da auch das Gefühl, alles verlenrt zu haben seit November.
    Kann es sein, dass das purer Selbstzweifel, ggf. Übermotivation ist? Bin seit Winter in der Mannschaft, meine Mitkonkurrentin hat sich Ende Januar verletzt und ich muss wohl das erste Spiel direkt machen Anfang März.

  3. #3
    torwart.de-Team Avatar von Schnapper82
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    Das es nach einer Pause erstmal nicht klappt ist doch normal.
    Da muss man erst einmal wieder den Rhytmus finden und geduld haben.
    Bis März hast du ja noch fast 4 Wochen Zeit und ich denke, dass du dich nicht allzu sehr unter Druck setzen solltest.
    Das wird alles wieder kommen, wenn du mal nen paar Wochen im Training bist.
    Verlernt hast du es mit Sicherheit nicht!
    In stillem Gedenken an Spideratze und Robert Enke.
    Lasst uns rausgehen und Bälle fangen, Spiele gewinnen und was noch viel wichtiger ist:
    Lasst uns jede Sekunde des Lebens leben und geniessen - nichts ist für immer ! ! !

  4. #4
    Torwarttalent Avatar von Sunni
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    Hey Sina:

    Alles wird gut.. ..

    weißte bescheid.. schätzelein!!
    Die Kunst ist, einmal mehr aufzustehen, als man umgeworfen wird.

  5. #5
    torwart.de-Team Avatar von Steffen
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    Anti Frust Training!

    WEnn ich das so lese, vielleicht müßten hier mal einige ins Anti-Frust-Training. Habbich auch mal gemacht, danach lagen wir lachend im Sand... und das Problem war weg.

    Hansi (Name von der Red. geändert), damals Torwart Nummer 2 mußte wegen Verletzung der nummer 1 ins Tor. Hansi, der hatte Muffe, dem anspruch des damals recht anspruchsvollen Trainers nicht gerecht zu werden. Ich habe als TwT versprochen, daß ich es bis Spielbeginn hinbekomme! 5 Wochen Zeit, und Hansi mental völlig down!
    Motivation unmöglich, der Frust pur.
    Irgendwann hatte ich keinen Bock mehr, habbin in die Sandgrube gezerrt und stupide Kraft machen lassen! Ich hab Ihn angebrüllt und zur Sau gemacht, es war nicht mehr feierlich. Alle Spieler und der Trainer haben gedacht, daß ich den Hansi gerade erschlage! Er hat gekocht, und ich habe Ihn weiter deklassiert, runter gemacht und beschimpft, er hat sich mehr und mehr in den Zorn reingesteigert und mit einem gewaltigen Knall ist er explodiert!
    Er hat laut geschimpft, gebrüllt, getobt, geweint, geflucht und ich habe Ihn weiter angebrüllt. Und in seinem Zorn hat er auf einmal übergegriffen und da habbich Ihn angebrüllt: "Du ..........................., und was war das jetzt?" Er hat in den Sand geschlagen sich rumgedreht und ausgeholt und zurück gekrischen: "Leck mich am Arsch, jetzt macht man es richtig und es ist Dir immer noch nicht Recht!"
    In dem Moment habe ich die Maske fallen lassen, habbin angegrient, daß die Ohren allein da warne, damit es nicht m den Kopf geht und habe leise gefragt: "Und? Noch vor 45 Minuten warst Du der Meinung, daß Du es nicht kannst!" Er ist sofort aschfahl geworden, stammte etwas unmißverständliches und ich brüllte sofort: "Los Du Nusche, nochmal!!" Er ist geflogen, hat Übergegriffen und dann lachend wie ein vom Wahnsinn Gepackter im Sand gelegen!
    Ich hab mich neben Ihn gehockt und nochmals gefragt, leise: "Und?" Er funkelte micch an und sagte leise: "Ich hasse dich Du elendiges ...........................!" Und es war das größte Lob welches er aussprechen konnte und mir zwei Bier wert.
    Demotivation vergessen, Zweifel vergessen, alles vergessen.. 2 Wochen noch gutes Training mit einem Torwart, wo ich nun wußte daß ich mich immer und jederzeit darauf verlassen kann.
    Dies war der steinige Weg, ich habe Ihn erst zerbrechen müssen, damit er alles rausläßt. Den Frust über die Arbeit, über den Trainer, über die Freundin, über alles und damit er es sich von der Seele schreit, weint und tobt. Als das dann leer war, habe ich nicht aufgefangen sondern die Leere benutze und habe ich weiter gefoltert. Aus Zorn wurde Verzweiflung, und damit aktivierte ich das was schon immer da war, er aber nicht sehen konnte: ES!
    ES war nun da und in seiner Verfassung, völlig leer und down auch das einzige, was noch funktionieren konnte, und es tat was es sollte: Rief die Technik ab!
    Anstelle Ihn in seiner ersten Euphorie schwelgen zu lassen, haben wir es gleich nochmals gemacht, damit er den Schlüssel festhalten kann und siehe da, es geht....

    Oft nutzt es nichts, sich zu beherrschen, oft ist aber auch ein Wutanfall nicht genug. Oft braucht es mehr, und dann, dann braucht man einen starken Trainer. Der das wilde Tier nicht mit Flüstern und Vertrauen beruhig und besänftigt, sondern es mit Knüppel und Peitsche behandelt, es zwingt sich aufzublasen, und sich vor lauter Hass und Zorn selbst zu fressen. Und dann, dann muß man die Leere neu füllen.... aber nie darf man zweifeln, nie locker lassen, und nie darf der man zulassen, daß der Torwart davon läuft. Er muß sich seinem Hass und Zorn völlig ergeben, Ihn nicht benutzen, nein, sondern sich Ihm hingeben und freien Lauf lassen. Dann verpufft er. Man darf sich dem Zorn nicht hingeben und benutzen, oder sich daran klammer.
    Das ist wie ein Dampfkessel, den man mit wenig Wasser füllt und beheizt bis er rot glühend ist und dann solange beheizt, bis er endlich platzt!

    und auf einmal, wenn man nicht mehr an Selbstzweifel denkt, wenn aller Hass und Wut den mann hatte nicht mehr reicht, kommt die Flucht in die Verzweiflung: "Dann tue ich eben was Du willst!" und dies geschied meist mit dem letzten bisschen Kraft, ein wenig Groll, aber einer Menge 'Leck mich am Ar...' und auf einmal funktioniert ES...

    Vielleicht müssen hier mal viele Leute einfach in die Wutbox... Rauslassen, rauspowern und das so lange, bis aller Frust verkocht ist. Dann nicht irgendwann aufhören, bis man den Groll wieder kontrollieren kann, sondern keiner gibt nach und dann BOOTCAMP und durch!
    Kann ab und an helfen... ist aber echt die Knüppelmethode!
    Lassen wir das, war nie eine Leuchte...

  6. #6
    Amateurtorwart Avatar von heartkeeper
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    Hallo Steffen, hast du das eigentlich alles selber geschrieben? Das klingt sehr psychologisch und sinnvoll, Bist du in der Richtung irgendwie beruflich bewandert?
    Wir können oft auch Gutes tun,
    indem wir einfach freundlich sind,
    etwas Aufbauendes sagen
    oder eine Umarmung verschenken
    (gell Steffen)

  7. #7
    Freizeitkeeper
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    Standard Tage an denen nichts klappt

    @ Sina
    nun mach Dich mal nicht verrückt mit Deinem Debut Anfang März!
    Schließlich haben Deine neuen Kolleginnen in Salzgitter 10 : 2 gewonnen
    und dann haben die eine Tordiff. von -38, da wirst Du als "nationale
    Klasse" Keeperin doch wohl nicht das grosse Muffensausen kriegen!
    Die Defensive ist doch wohl ansonsten, bis auf Dich, gleich geblieben?

  8. #8
    torwart.de-Team Avatar von Steffen
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    Zitat Zitat von heartkeeper
    Hallo Steffen, hast du das eigentlich alles selber geschrieben?
    Herzhüter,
    ich schreibe alles selbst
    Wenn ich Quellen zitiere, dann sieht man das... und ich habe nichts beruflich mit Püschologie zu tun.
    Es ist nur meine Erfahrung!
    Lassen wir das, war nie eine Leuchte...

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