Ich hatte einen Anriss des Außenmeniskus, mehr dazu findest du etwas weiter oben.
Ich hatte einen Anriss des Außenmeniskus, mehr dazu findest du etwas weiter oben.
"Das ganze Stadion wird gegen uns sein. Ganz Deutschland wird gegen uns sein. Etwas Schöneres gibt es gar nicht."
Oliver Kahn
So, nun habe ich mich mal erkundigt, was für Meniskusverletzungen operativ behandelt werden können. Dabei stieß ich auf zwei verschiedenen Verletzungen bzw. Eingriffe: Meniskus wird genäht oder ein Teil wird entfernt.
Die Ausfallzeit bzw. Regeneration bei beiden ist verdammt unterschiedlich. Mehrfach konnte ich lesen, dass bei einer Teilentfernung man nach 3-4 Wochen wieder das Knie voll belasten kann. Beim Nähen hingegen beträgt diese Zeit 3-4 Monate :S
Warum sind die Regenrationszeiten so unterschiedlich?
Woran erkenne ich selbst, welche Verletzung eher zutrifft?
Was sind die Vorteile bzw. Nachteile von Teilentfernung und Nähen, denn im ersten Blick erscheint eine Teilentfernung doch sinnvoller??
Das zu beurteilen würde ich an deiner Stelle einem Mensch vom Fach (sprich Arzt/Sportarzt) überlassen.
Da magst du vielleicht Recht haben, aber gewisse Ärzte spielen eine große Rolle, dass es bei mir erst überhaupt so lange gedauert hat. Ohne eine intensive Untersuchung durchzuführen impfte man mit zwei Cortisonspritzen, in Folge dessen ich mehrere Wochen warten musste in der Hoffnung, dass die "Schmerzen" nachlassen.
Ich glaube nicht, dass ein Arzt mir diese Fragen in ausreichendem Umfang beantworten wollen würde, wie es einer tun würde, der sowas schonmal hinter sich hat bzw. hatte.
Erfahrungsberichte sind da in der Hinsicht meines Erachtens sinnvoller, zumindest mal einen Anhaltspunkt zu kriegen.
Glaub mir, die Ärzte heutzutage kümmern sich nicht dermaßen fürsorglich um ihre Patienten, wie sie es einst taten. Ich kann da vom Glück reden, dass ich nach langer Suche einen freundlichen und kulanten Orthopäden gefunden habe, der meine OP auch durchführen wird. Keine Sorge, er ist nicht "nur" Orthopäde, sondern arbeitet gleichzeitig auch im Krankenhaus und macht dienstags und mittwochs Kreuzband- und Meniskus-OPs![]()
Also ich stand auch vor der Wahl zwischen Teilentfernung und Refixation(Nähen)...
Also wenn der Meniskus teilentfernt wird dann braucht der Meniskus ja keine Einheilzeit, da im Prinzip nur das was kaputt ist weggemacht wird.
Du verlierst dadurch einen Teil deines Meniskus und dies kann als Spätfolge zu Kniearthrose führen. Denn der Meniskus verschleisst mit der Zeit und irgendwann ist dann eben nix mehr da. Wenn man allerdings nur wenig wegnimmt, dann wirst du wohl keinen großen Unterschied merken. Dies richtet sich natürlich auch an der Größe des Risses. Außerdem muss man gucken ob der Riss Basisnah ist oder ziemlich am Rande. Wenn der Riss am Rand ist dann bleibt meist nur die Teilentfernung, da der Randbereich des Meniskus nicht durchblutet wird.
Wenn der Meniskus genäht werden soll, dann muss er Basisnah sein und am besten gut durchblutet sein. Im Idealfall behälst du 100% deines Meniskus und hast keine Probleme mehr. Der Meniskus braucht aber fast 6 Monate Einheilzeit um die Belastungen von 300kg, die beim Fussball eben auftreten, auszuhalten.
Kommt erstmal drauf an wie alt du bist? Denn bei 30-Jähringen wird nur noch eine Teilentfernung durchgeführt.
Bei jüngeren Patienten, so wie in meinem Fall(17) wird sehr gerne genäht, da die Heilungschancen relativ groß sind und somit der Meniskus erhalten bleiben kann.
Ich persönlich würde bei einem kleinen Basisnahen Riss eine Teilentfernung vorziehen. Bei einem großen Riss würde ich auf jeden Fall nähen lassen.
Aber da hat der Arzt die meiste Erfahrung und keine Angst. Bevor da irgendjemand ein Messer ansetzt wird erstmal genau drüber nachgedacht.
Und wenn du fragen hast, dann frag den Arzt. Frag ihm Löcher in den Bauch. Informier dich ein wenig und lass dich dann genau aufklären vom Arzt.
Ich persönlich habe viel zu wenig gefragt und so weiss ich immer noch nicht was mit meinem Kreuzband war. Ob angerissen oder gedehnt oder garnix? Ich weiss es nicht. Jez kommt die große Rennerei nach dem OP-Bericht um das rauszufinden. Denn es ist ja nicht ganz unerheblich für die Physiotherapie.
Oft stellt sich erst während der OP raus, welche Massnahme zweckmässig ist: nähen, teilentfernen, kleben (ja das gibts auch), oder sonstiges... Auch auf dem besten Kernspin muss man nicht immer alles ganz genau erkennen. Und glaubt mir, ich weiss wovon ich spreche. Hatte vor etwa drei Jahren eine schwere Handgelenksverletzung, die auf dem Kernspin garnicht so schlimm ausgesehen hat. Prognose damals: vier Wochen Pause. Während der OP hat sich dann herausgestellt, dass der betroffene Diskus (Knorpelscheibe zwischen Elle und Hand, ähnlich dem Meniskus m Knie) in total zertrümmert ist. Es wurde noch ein zweiter Spezialist hinzugezogen und im Endeffekt bin ich dann drei Monate ausgefallen. Soviel dazu. Also verlass Dich auf Deinen Arzt, wenn Du ihm vertraust, er wird schon das Richtige machen. Und wenn Du ihm nicht vertraust, dann such Dir einen anderen. Aber so eine Frage wie Deine in diesem Forum so mal ganz pauschal zu beantworten ist völlig unmöglich.
Alles klar?
OK, dann mal gute Besserung und schnelle Genesung! Und kümmer Dich um eine gute Reha / Physiotherapie, sonst dauert es noch länger!
Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht,
sondern die Gewissheit,
dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht (Vaclav Havel)
in memoriam Robert Enke
Ich bekomme Angst! Hoffe nur dass es bei mir nie soweit kommen wird. Auch wenn es mein Orthopäde für sehr warscheinlich hält
. Meniskusverletzungen, bei Torhüternhaben in meienr Familie Tradition, da bin ich mit meinem ersten Riss, mit "damals" (vor einem Jahr) ganz gut dabei
. Bin jetzt 15.
Schwierig... Ich weiss ja nicht genau, was Du hast. Ich geb eigentlich nur dann guten Gewissens Tips, wenn ich ganz genau weiss was los war. Heisst, wenn ich sicher sein kann, Dass Du nix kaputtmachen kannst mit dem was ich Dir empfehle. Wenn ich Dich in irgendeiner Form hier mal auf die Liege packen könnte, könnte ich Dir sicher weiterhelfen und paar Sachen zeigen. Aber so ists leider schwierig, sorry, das Risiko mag ich nicht eingehen. Hoff Du verstehst das
Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht,
sondern die Gewissheit,
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in memoriam Robert Enke
Mein Orthopäde meinte das auch, dass man erst während der Arthroskopie sehen werde, welche Eingriffe genau gemacht werden müssen.
Ich habe da vollstes Vertrauen in meinem Orthopäden, daran sollte es nicht scheitern.
Was mich aber ein bisschen beunruhigt, ist eher die Reha. Hier bei uns gibt es - soweit ich weiss - nur Krankengymnastik. Reha im Sinne von professioneller Hilfe wird nur stationär im Krankenhaus angeboten. Das liegt leider 23 km entfernt.
Ansonsten hoffe ich mal, dass "nur" der Meniskus einen Schaden erlitten hat und das Kreuzband noch in Ordnung ist.
An dieser Stelle Danke für die bisherigen Antworten![]()
Absolut richtig dargestellt!
Hatte genau die gleiche Verletzung, wie ich bereits geschrieben habe und bin mittlerweile Beschwerde frei.
Es hat zwar lange gedauert, bis die Verletzung ausgeheilt war, aber es hat sich gelohnt.
Das Knie ist fast wie vorher (eine leichte Veränderung lässt sich wohl nicht vermeiden) und hält wieder. Musste auch bis letzten Monat Kniebandage tragen, da bei dieser Methode, das Knie erst nach ca. 300 Tagen nach der OP wieder komplett in Ordnung ist.
Am wichtigsten ist die Physio danach, dass man damit so schnell wie möglich anfängt.
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Oliver Kahn
So, um dem Topic den letzten Schliff zu geben, poste ich mal den momentanen Stand.
Vor rund einer Woche, am 22.07., wurde ich per Arthroskopie operiert.
Es hat sich herausgestellt, dass sowohl der Innenmeniskus als auch das vordere Kreuzband gerissen waren.
Soweit so gut, die OP verlief problemlos.
Auch die Tage bis zur Entlassung liefen laut Arzt wie vorhergesehen.
Jedoch wundern mich einige Dinge, unzwar:
Wieso zum Teufel habe ich höllische Schmerzen am Knie, die nur dann nachlassen, wenn ich das Bein hochlege?
Ich weiss, so eine KB-OP ist keine einfache und schmerzfreie Angelegenheit.....jedoch spüre ich einen enormen, kaum auszuhaltenden Schmerz, wenn ich z.B. mit den Gehstützen aufstehe und das Bein "hängenlasse", obwohl ich bis 10 kg Teilbelastung machen darf.
Folge: Mein Orthopäde, gleichzeitig auch Operateur, verschrieb mir zwei Schmerztabletten, die ich einnehmen muss, täglich 4 Stück. Gleichzeitig kriege ich eine bewegliche Schiene, mit der ich beim Liegen das Knie beugen kann.
Thrombose: Aus irgendeinem Grund verschrieb mir mein Arzt keine Thrombosespritzen.
Meint ihr, dass er es vergessen hat oder kann man so eine Zeit auch ohne Thrombosespritzen verbringen?
Btw. wäre ich sehr erfreut, wenn jemand, der ähnliches hinter sich hat, berichten könnte, wann ungefähr die Schmerzen nachlassen....die rauben mir teilweise den Schlaf, so dass ich nicht anständig schlafen kann
Info: Nächste Woche Mittwoch, zwei Wochen nach der OP, kriege ich die Fäden rausgezogen. Mir kommt es ein bisschen früh, aber wenn der Arzt es so meint.....
Werde versuchen das Topic "aktuell" zu halten, wenn es den Mods recht ist.
Ich glaube, so einen Fall (Innenmeniskus- und Kreuzbandriss) in irgendeiner Art zu dokumentieren, dürfte viele Fragen zumindest ansatzweise aufklären![]()
Also Thrombose-Spritzen müsstest du eigentlich bekommen. Aber eigentlich kriegt man die schon im Krankenhaus.
Es ist echt ungewohnt so mit Schiene und du gewöhnst dich dran. Ich habe auch 2-3 Wochen gebraucht um mich an die Gehstützen zu gewöhnen. Freu dich erstmal auf den Muskelkater am Anfang in den Oberarmen.
Also keine Angst. Das ist völlig normal nach einer OP.
Nur frag lieber nochmal nach den Thrombose-Spritzen
Wurde die OP ambulant gemacht? nein oder? und der Meniskus Teilentfernt oder?
Also die OP war stationär, ambulant hätte ich nicht zugestimmt
Mit den Thrombosespritzen wundert es mich eigentlich nur, dass ich keine vom Orthopäden verschrieben bekommen habe, im Krankenhaus wurde sie mir täglich verabreicht. Auch gaben sie mir dort eine Einwegspritze für den Entlassungstag, nun bin ich aber bis zum nächsten Termin (Freitag) ohne Spritzen....nicht, dass sich die 3 Tage ohne Spritze künftig negativ auswirken.
Btw. mache ich mir um meine Oberarme keine Sorgen, normalerweise bin ich einer, der sich mit täglichen Liegestützen zumindest im Arm-Bereich fit hält
Von daher sind die Stützen das geringste Problem.
Zu deiner Meniskusfrage: Dieser wurde genäht, eine Entfernung kam für den Operateur nur bedingt in Frage, wenn der Meniskus nicht mehr hätte genäht werden können.
Man glaubt gar nicht, wie sehr ich mich auf die 6. bzw. 7.Woche freue, wenn ich mein Bein wieder einigermaßen voll belasten und schmerzfrei gehen kann![]()
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