Aber sind es nicht gerade die Lehrer, die sowas dann ansprechen müssen?
Wer sonst sollte es denn irgendeinem Ministerium sagen, dass deutsche Schüler einfach kaum noch einen deutschen Satz schreiben können?
Sollen die Schüler da hin gehen und sagen: "Ey wir brauchen mehr Zeit für die Rechtschreibung!"
Oder die Eltern?
NEIN ganz klar sind es die Lehrer, die sowas weitergeben müssen!
Wer sonst kann denn am besten beurteilen, woran es hapert?
Wer weiß denn am besten, an wen sie sich wenden müssen?
Aber mir kommt es immer mehr vor, als wäre "Lehrer" immer mehr zum Beruf geworden für die einzelne Person als dass es eine Berufung ist...
Es ist immer weniger Leidenschaft drin... das merkt man.
Ein Beispiel von mir:
Mein Deutschlehrer ist der engagierteste Lehrer, den ich überhaupt kenne. Nicht nur, dass er wirklich eine didaktische Vorgehensweise hat, dass es wirklich ALLE verstehen und auch anwenden können, sondern dass er auch zielstrebig ist und uns weiterbringen will, im Unterricht immer noch Humor zulässt, durch Allgemeinwissen glänzt und ...
der Unterricht ist einfach genial, es wird nie langweilig und alle lernen was.
Falls irgendwas nicht passt, gibt er das weiter oder kümmert sich in dem meisten Fällen selber drum.
Der Mann ist Lehrer mit Leib und Seele.
Wenn ich aber meinen Mathe-Differenzierungskurs-Lehrer dagegen stelle...
Der Mann zieht sein grottenschlechtes und langweiliges Programm durch, als gäbe es kein Morgen mehr, ignoriert gekonnt Nachfragen und ist ein Ar.chloch vor dem Herrn...
Meint ihr, ihn würde es interessieren, wenn wir zB. nicht mit Brüchen umgehen könnten?
Nö.
Achja, gesagt werden muss, dass beide Lehrer nächstes Jahr in Pension (heißt das als Beamter so?) gehen.
Also kann man nicht sagen, dass der eine übereifrig ist und noch so jung-energisch und der andere einfach keinen Bock hat.
Deutschlehrer: Top Lehrer
Mathelehrer: Lehrer, der nur seinen Stoff durchziehen will, zudem noch n Ar.chloch.
So...
Ich denke, anhand des Beispiels ist es auch klar, bei wem die meiste Schuld zu suchen ist.
Ich will nicht abstreiten, dass die Medien, insbesondere die Gangzta-Szene-Musik ihre Finger mit im Spiel hat, die Sprache beeinflussen, und verderben...
Aber ist es nicht die Aufgabe der (allgemein) Schulen, dem entgegen zu wirken?
Klar gibt es Lernresistente, aber die die es lernen "wollen"*, haben kaum die Chance dazu und lernen irgend einen, mit Verlaub, dämlichen Mist über einen neun hebigen Jambus, Daktylus mit Zäsur am Ende und Schlagmichtot...
*(wollen ist in "", weil Schüler grundsätzlich nicht wollen, sondern müssen)
mfg
ich
Edit:
@Alexikon (hab in der Rage vergessen, dir direkt zu antworten):
Wenn diese Förderungen der Individuen nicht vorgesehen ist... dann tut es mir leid für Deutschland, für die Schüler-Masse, die irgendwie in Richtung Abschluss getrieben werden soll.
Ich habe das nie so krass miterleben können, weil ich eben diesen einen guten Deutschlehrer in der Unterstufe hatte und diesen brillianten Deutschlehrer jetzt habe, sodass keiner sonderlich schlecht in Rechtschreibung ist. (klar, es gibt welche, die es nicht so gut können und welche, denen bereits der Duden abends zum Einschlafen vorgelesen wurde.)
Edit:
Oha, hab grad gesehen, dass das sehr vom Thema abschweift, was ich schreibeVom Forenthema!
Aber dennoch finde ich, dass es gerade hier angebracht wäre, oder?




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