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Thema: Trainerlizenz

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  1. #1
    torwart.de-Team Avatar von Steffen
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    Hmja. .................. Lizenz.
    Ohne Lizenz ist es doch viel einfacher. Kinder anbrüllen, und von der Aussenlinie anpeitschen. Motivierende Kosenamen ins Feld brüllen, wenn der Torwart daneben greift und in der F-Jugend 400 Meter Spurts als Strafrunde titulieren.
    Selbst als Trainer keinen Ball 5 mal hochhalten können, aber die F-Jugend insgesamt als Nichtskönner und Nuschen titulieren, mit entsprechender Stimmlage und Ungehaltenheit, weil auch diese es nicht können und damit diese wörtlich davon überzeugen, besser Schach spielen zu gehen, als beim Fußball bleiben zu wollen.
    Torleute im Tor zum tiefen Umarmungsgriff zwingen zu wollen, auch wenn dies völliger Unsinn ist, weil der Ball auf Kopfhöhe angeflogen kommt.
    Torleute anzubrüllen, weil diese sich werfen, mit dem Kopf bald gegen den Pfosten krachen, weil diese auch den Bauch fallen und daher den Ball nicht sichern können.
    Dafür braucht es keine Lizenz, ganz sicher nicht.

    Doch meine Erfahrung ist, daß viele die Lizenz machen, sich so etwas dann nicht erlauben und den Stil der Mannschaftsführung ändern. Die Volltrottel aber, die haben schon bei der Lizenz Probleme und nach 2 Jahren ist diese auch nicht mehr wichtig, und danach abgelaufen.
    Trotzdem weint jeder dem Erfolgtrainer hinterher, auch wenn sein Führungsstil unter aller Kanone war, Pädagogik eine Null.
    Nicht zu vergessen, daß viele Trainer zudem kaum eine Dehungsübung erklären können, nach der Lizenz zumindest wissen, wie dies funktioniert und daher darauf achten. 95% aller Fußballer im Amateurbereich dehnen falsch und sollten es daher besser lassen.
    Schlimmer noch: Da werden Sit-Ups für die Bauchmuskeln empfohlen und am Besten im Jugendbereich 50 Stück gebolzt, bei den Liegestützen hängt der Rücken durch und für den Rücken gibt es gar keine Übung.
    Die Sprungkraftübungen für Torleute finden im Sand statt, weil Sand anstrengend ist, und mit 20 Bällen auf das Tor in 5 Durchgängen wird der Torwart in 20 Minuten völlig fertig gemacht.

    Sicher man braucht keine Lizenz, doch vielen Trainern möchte ich mal raten, diese zu machen, und das man in Anbetracht, und ich bin auf vielen Sportplätzen, dessen überkreisliche Mannschaften nur von Lizenztrainern geführt haben möchte, ist mir überdeutlich klar.

    Solange Trainer am Rand auf und ab laufen, die Mannschaft in der F-Jugend 60 Minuten lang nur beschimpfen und völlig demotivieren zeigt für mich, wie wichtig es ist, das Trainer ausgebildet sind.
    Ob bei solchen Flachpfeifen aber eine Ausbildung reicht, dies zu ändern, ist eine andere Diskussion, aber es ist ein Versuch wert, und greift es nicht, kann man so jemand die Lizenz sperren/entziehen und damit seines Postens entheben.
    Falls Ihn nun immer noch nicht versteht, schaut auch doch mal um, und überlegt nun in Anbetracht der Lage und des Führungsstils vieler Trainer einmal, ob ein Konzept zur Ausbildung nicht doch etwas wert ist, bevorr man es generell verteufelt.
    Pisa zeigte auch, daß unser Schulsystem scheinbar im Vergleich Müll ist. Geht Ihr dann deshalb morgen nicht mehr zur Schule, in die Ausbildung, weil ein paar Bücher auch dies euch vermitteln können?
    Ich habe nie aufgehört zu lernen und war deshalb um jedes Angebot froh.
    Ich unterstütze daher daher das Betreben des DSOB die Übungsleiterausbildung C zu harmonisieren und das Bestreben, die Trainerqangebote zu konkretisieren und zu straffen. Ds trotzdem genug Trottel und Diffamierung.........perten durch das Raster fallen, ist die Kehrseite. So wie aus dem deutschen Schulsystem immer noch genug Abfall heraus kommt.


    Für mich kam es darauf an, was ziehe ich aus dem Lehrgang heraus, was kann ich für mich da abziehen. Da waren mir die anderen Schei..egal. Ich wollte etwas lernen und bekommen, und das geht und ging auf den Lehrgängen und Lehrwochenenden ideal.
    Und das tolle ist, ich habe nette Leute kennen gelernt, neue Ideen bekommen, aber auch mal das gehabt, was von den anderen keiner hatte: 1 zu 1 Diskussionen und Gespräche über Themen die mich bewegt haben, mit eben Leuten vom Verband und Höherklassig.
    Denn just an diese ist oft schwer heranzukommen, wenn man eben nicht, wie Matthias Bolz, schon sich einen Namen gemacht hat oder eben auch in der "Szene" bekannt ist...

    Daher, weil Ihr meine Ironie nicht begriffen habt, ist das mein Standpunkt aufgrund meiner jahrelangen Erfahrung auf Sportplätzen in und um ein Ballungsgebiet herum.... gerade im Kinder und Jugendbereich.
    Ich bin daher Pro Lizenz.

    Und damit ziehe ich mich aus dem Thema zurück, meine Meinung habe ich ja nun mit Nachdruck kund getan.
    Lassen wir das, war nie eine Leuchte...

  2. #2
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    Kinder anbrüllen kann man mit und ohne Lizenz.
    Es ist eibnfach eine Frage des Charakters.

    Schlimmer sind aber gerade im Jugenbereich die Eltern, die nicht gerade
    Vorbild sind. Ist aber ein anderes Thema, wäre aber auch mal interessant,
    sich darüber auszutauschen. Denn da sind Trainer und Betreuer ebenfalls gefordert.

    Zurück zum Thema, ich habe hier in Bochum von einem Jugend TW-Trainer
    gehört, der keine Lizenz hat, selber "nur" in der Jugend gespielt hat und ein hochwertiges Training gibt.
    Einige seiner Schützlinge spielen mittlerweile höher Klassig und kommen dennoch gelegentlich zu Ihm um sich anregungen zu holen oder bei ihm mit zu trainieren.
    Obwohl sie mittlerweile bei Vereinen mit eigenem TW-Trainer (Lizensiert) trainieren.

    Wie auch schon sagte, Fehler bei der Ausführung einer Übung kann ich auch ohne Lizenz erkennen.
    Es kommt darauf an das ich weiß wie sie ausgeführt werden muss und da behaupte ich, ich es selber über einen langen Zeitraum gemacht haben.

    Ich bin nicht gegen eine Lizensierung, sondern meine ich das eine lizens nicht unbedingt die Qualität steigert und somit einer Meinung nicht unbedingt notwendig ist.
    Geändert von Brille (25.10.2008 um 10:25 Uhr)

  3. #3
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    Avatar von Mörv1992
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    Stimmt es kommt auf den Trainer selbst an. Enige die ich kenne, lassen sich trotz Lizenz nicht belehren. Andere sind ohne Ausbildung, wirklich gute Leute. Aber ich glaube, dass ihr als Trainer, besser imstande seid, über die Nötigkeit zu diskutieren.
    ...



  4. #4
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    Hört mal, ich habe meine Trainerlizenz in einer anderen Sportart erworben, aber auch da habe ich erstmalig ein Aha-Erlebnis haben dürfen. Unser recht wortgewandter und witziger Ausbilder, der früher selber in der Basketballbundesliga gespielt hat und der immerhin die A-Lizenz erworben hat im Laufe seines Lebens, hat vielen unter uns klar gemacht, was es heißt ein VORBILD zu sein. Dazu gehören einfache Dinge wie: ohne Kaugummi in die Halle, Trikot in die Hose (wenn das von den Junge ebenfalls gefordert wird), Spieler mit Respekt behandeln wenn man selber Respekt erwartet, Tonfall ggf. ändern etc. etc. Und da waren zwei Jungs aus meinem eigenen Verein dabei bei denen ich gesehen habe, dass sich ENORM was bewegt hat durch die Trainerausbildung. Die waren wie verwandelt und machen seither einen super Job. Also ICH bin für die Ausbildung, auch wenn ich das hier jetzt nur kurz umrissen habe.

    Aber ganz klar: wenn ich vorher keinen Korbleger von links kann, kann ich den hinterher auch nicht. Kann man auch auf den Fußball übertragen. Wenn ich vorher keinen Torschuss mit links vormachen kann, kann ich das nach der Trainerausbildung auch nicht. Und klar: ich kann vieles nachlesen und sollte das auch und ich sollte immer an mir arbeiten, aber nur wenige tun das. Nachdem bei mir dann meine Lizenz auch mal abgelaufen war und ich einige Zeit verstreichen ließ, hab ich dann also auch mal eine Fortbildung besucht und siehe da: auch da konnte ich wieder mit neuen Erkenntnissen aus der Halle gehen. IRGENDWAS nimmst du aus jedem Lehrgang mit und sei es nur dass du gewisse Sachen sicher so nie machen wirst... ;-)

    LG
    Marie

  5. #5
    Torwarttalent Avatar von WolleTW
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    Ich bin auch der Meinung, dass man eine Lizenz machen sollte. Ich bin auch gerade dabei meinen C- Schein zu machen. Gerade für den Jugendbereich, finde ich es sehr notwendig. Und so teuer ist der nun wirklich nicht. das Geld kann man sich vom Verein wiederholen da der davon auch partizipiert, über den Verband. Daher möchte ich Steffen den Rücken stärken in seiner Ansicht. Auch wenn es Idi..ten mit und ohne Schein gibt. Ich gebe da zu bedenken, was auch schon meine Vorrednerin schrieb, solch ein Lehrgang erzeugt bei vielen einen AHA-Effekt. Das Vorbild sein ist für viele sehr schwierig in der heutigen Zeit. Ich war 8 Jahre beim Bund, dort gibt es die Maxime "Führen durch Vorbild". Ich habe von meinen Untergebenen nur Sachen verlangt, die ich selbst Vormachen konnte oder beherrschte. Dies gibt dir die Glaubwürdigkeit die du benötigst wenn du mit vielen Unterschiedliche Charateren umgehst. Genau so ist es auch im Sport. Einen rumschreienden Hampelmann an der Seitenlinie ist einfach schei... und verleirt schnell an Glaubwürdigkeit und Respekt. Viele Eltern sind dort doch schon genug angagiert und verlange teilweise unmögliche Sachen oder motzen ständig rein, mach das so, tu dies so, lauf schneller usw. Wenn dan dort ein Trainer mit ner guten Ausbildung steht kann der wesentlich besser auf solche Sachen reagieren und den kleinen Knirpsen die wesentlichen Dinge (Spiel, Spass) wiedergeben, oder erhalten. Den in einem sind wir uns doch einig, Fussball soll Spass machen ob im Training oder im Spiel, oder sehe ich das etwa falsch?
    Geändert von WolleTW (29.10.2008 um 21:55 Uhr)

  6. #6
    torwart.de-Team Avatar von Steffen
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    Vor allem:
    Bei mHFV gibt es einen Kurs, den ich gern mal belegen möchte, weil er das Konfliktmanagment Eltern/TRainer behandelt. Dabei geht es in dem Kurs um aufgebrachte Eltern und um die Situation, daß Eltern am Spielfeldrand die Kinder feuern, oder auch das Eltern meinen, nur weil Ihr Kind beim FC Bundesliga spielt, die Kinder etwas besonderes sind.
    Denn hier muss und sollte der Trainer eingreifen, denn der Trainer gibt Anweisungen am Spielfeldrand und nicht die eltern.
    Die Eltern müssen also lernen, am Spielfeldrand ruhig zu bleiben und eben nicht reinzurufen. Sie stören so nicht die Konzentration der Kinder und das Führen der Mannschaft durch den Trainer.
    Später, wenn aus Kindern Jugendliche werden, diese in Ihrem Tun schon gefestigt sind, dem Trainer einfach für den Sport Vertrauen schenken und gelernt haben, die Zuschauer zu ignorieren, können dann die Eltern wieder schreien
    Auch für solche Sachen hatte ich in meiner ÜL Ausbildungen einen tollen Dozenten, der da mit Rollenspielen und auch Beispielen wirklich klasse agiert hat.
    Der nächste Punkt ist Versicherungsrecht und logischerweise auch das persönliche Recht. Denn Trainer haben Pflichten, aber auch Rechte. Und nach einer Ausbildung weiß man, daß man theoretisch bei jeder Einheit mit einem Fuss im Gefängnis steht, und man sich daher korrekt verhalten muss, möchte man eben dieses Risiko gering halten. Denn eine Verletzung der Aufsichtspflicht haben viele Leute einem Übungsleiter/Trainer schnell angekreidet, wenn das eigene Kind im Krankenhaus landet.
    Dann darf man nicht vergessen, daß wir auch die Welt der Kinder kennen gelernt haben, und ganz wichtig, die Denkweise der Kinder.
    Das steht auch in vielen Büchern drinne, es ist nur eben nicht so plastisch, wie als wenn man es über eben die Dozenten und Trainer am eigenen Leib erfährt.
    Auch von der medizinischen Seite hat man viel erfahren, als z.B. Einsatz von Pflastern, Kühlsprays etc.
    Das tolle daran ist, daß man sich ein Erfrischungsspray aus der Drogerie holen kann, Beklebt es mit einer Folie wo Kühlspray drauf steht und legt es in den Koffer.
    Kinder sehen im TV immer, daß die Profis das bekommen. Das Kind wird also mal gefoult, fällt hin, der Trainer kommt mit der typischen Tasche und "behandelt" das Kind. "Kühlspray" raus, ein wenig draufsprühen, riecht frisch, ist leicht kühl (weil der Alkohol verdampft! Ist aber eben kein wirkliches Eisspray oder Kühlspray, sondern eher, naja ein Duftzeug für warme Tage!) und das Kind wird sofort Linderung versprüren.
    Im Kurs bekommt man auch solche Tipps.
    Auf die Anatomie wird ganz anders erklärt, z.B. warum es einen Männer und einen Frauenspagat gibt und wo das die Unterschiede sind. Das verraten nur wirklich sehr wenige Bücher und die meiste Fachliteratur schweigt da völlig darüber.
    Und so habe ich aus meinen Lehrgängen immer eine Menge mitgenommen und eine Menge 'getankt', und allein das ist es mir wert, wohin zu gehen.
    Und der Austausch über bestimmte Themen, abends beim Getränk oder bei den Pausen, der rechtfertigt den Besuch zusätzlich, weil auch hier jede Menge Neues und Input kommt.
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  7. #7
    Nationale Klasse Avatar von zero
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    Bin klar für Lizenzen und Ausbildung. Ist doch ganz einfach: Wer ein wirklich erfolgreicher Jugendtrainer ist (und nicht erfolgreich aufgrund eines oder mehrerer zufällig talentierter Jahrgänge) macht meistens eh schon instinktiv vieles von dem, was einem in der Ausbildung gezeigt wird. Der wird also im Zweifelsfall die Lizenz bestehen.

    Und alle anderen bekommen definitiv einige Aha-Erlebnisse geboten.
    Unser ehemaliger Torwarttrainer war auch so einer. Ich hab mich irgendwann geweigert mit ihm zusammenzuarbeiten weil er immer meinte "ich hab die Übungen schon vor 15 Jahren in der 2. Ungarischen Liga so gemacht, die sind gut" und ich aus eigener Erfahrung mit guten Trainern wusste, was man damit alles kaputt macht. Da er auch die Jugendtorhüter unseres Vereins trainiert hab, bin ich zum Vorstand und hab mit denen geredet. Dann wurde er quasi genötigt zumindest einmal den Lehrgang in Unterhaching mitzumachen und als er wiederkam war er wie verwandelt, hat gemeint wieviel Spaß ihm das gemacht hat und was er alles daraus gelernt hat. Und danach hatten alle im Verein was davon, weil sein Training vernünftig aufgebaut und strukturiert war und er endlich die ganzen Übungen die einen nur kaputt machen aber nix bringen gestrichen hat.

    Dass wir jetzt nen Torwarttrainer mit holländischer Lizenz und Profierfahrung bekommen haben, war damals natürlich nicht abzusehen Trotzdem hat auch mir das Beispiel gezeigt, wieviel so ein Lehrgang wert sein kann.

    Und für Jugendtrainer generell gibts nix besseres. Klar kostet es Geld, aber es wird da in die Ausbildung der Jungs investiert die von ausgebildeten Trainern einfach wesentlich mehr lernen können.

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