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Thema: Trainingsplan für den Winter

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  1. #1
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    Also ich verstehe euren Ansatz und auch, dass im Normalfall - nach einer durchgespielten Hinrunde - auch Pause extrem wichtig ist.
    Es gibt jetzt aber einen anderen Ansatz, der mich konkret betroffen hat:
    Nach eineinhalb Jahren Pause wollet ich mich im Winter ein wenig auf die vorstehenden Belastungen vorbereiten. Hier Pause zu machen und ins Training einzusteigen, hat für mich eine höheres Verletzungspotential, als im Winter an den Grundlagen zu arbeiten.
    Auch kann man ohne das Grundlagentraining zu forcieren, ins Studio gehen. Hier kann durchaus auch an vernachlässigten Muskelpartien gearbeitet werden, viel für Stabilisation o.ä. gemacht werden. Ich weiß das andere Sportarten als Ausgleich gut sind, aber ob das ein ausgewogenes Training unter professioneller Anleitung adäquat ersetzt wird, will und kann ich nicht final beurteilen.
    Natürlich kann ich auch Vollgas im Studio mich kaputt machen und falsch trainieren - das habe ich leider auch schon gemacht. Letztlich ist es wie mit dem Buttermesser - man kann sich damit ein Brot streichen oder sich damit verletzten.

    Deswegen würde ich Training im Winter nicht grundsätzlich verteufeln, sondern eher sinnvoll hinterfragen. Zum Schluss ist es doch eine individuelle Sache, wohlwissend, dass hier auch viel Schindluder betrieben wird - bewusst oder unbewusst.
    Letztlich kann ich es auch beim Ausgleichssport übertreiben, davor ist man als übermotivierter Sportler nicht gefeit.
    Geändert von Neuling (02.02.2016 um 21:53 Uhr)

  2. #2
    torwart.de-Team Avatar von Steffen
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    Zitat Zitat von Neuling Beitrag anzeigen
    ...ins Studio gehen. Hier kann durchaus auch an vernachlässigten Muskelpartien gearbeitet werden, viel für Stabilisation o.ä. gemacht werden.
    Das ist schon der Erste Denkfehler.
    Viele glauben, daß man nur im Studio gezielt an Muskelpartien arbeiten kann. Das ist richtig, denn die Grundlage des Studios ist ja Körperformung, also gezielter und spezieller Muskelaufbau. Es geht ja dann darum, den einen Muskel mehr zu fördern, als einen anderen, schlicht um die für sich ideale Körperform zu bekommen - Bodybuilding und Bodyshaping, die Begriffe sagen es uns ja schon.
    Doch warum soll ich das denn, wenn ich in anderen Sportarten just diese Muskelgruppen in der Bewegung und mit natürlicher Belastung ebenso trainieren kann?
    Klar, ist nicht so cool. Ist nicht so cool im weißen JudoGi von einer 23 jährigen den Hosenboden gestrafft zu bekommen, zu spüren, daß einfach alles, was man bisher weiß und kennt, mal in der Bewegung NULL zählt und schiere Kraft einfach mal verpufft, weil man nicht gewohnt ist, diese einzusetzen.
    Klar, es ist nicht so cool, oben am 43 Griff die "Nähmaschine" zu haben und sich fallen lassen müssen...
    Es ist cooler, nach dem 4. Set an der Theke zu stehen, mit dem Handtuch über dem UncleSam T-Shirt und sich dann den zweiten Vanilia Shake zu gönnen, wie es alle tun...

    Natürlich ist Kraftsport auch ein Sport, natürlich kann man es damit machen. Aber deine Haltung schreit einem entgegen: Ausgleichsport ist Müll, nur das Studio geht.

    Ich weiß das andere Sportarten als Ausgleich gut sind, aber ob das ein ausgewogenes Training unter professioneller Anleitung adäquat ersetzt wird, will und kann ich nicht final beurteilen.
    Sag mal, glaubst Du im Ernst das jeder der ins Studio geht eine professionelle Betreuung hat? Das glaubst Du doch selbst nicht!
    Schau mal, wenn ich in ein McFit gehe, eines dieser 24 Stunden Dinger, habe ich die volle Bandbreite, aber oft genug ist einfach keiner da, der für mich gezielt helfen könnte. Ich bin also allein, auf mich gestellt. Und auch wenn es eine Maschine ist, ich kann dann viel falsch machen, mehr, als bei einer natürlichen Bewegung, die nur mit meiner körperlichen Belastung auskommen muss. Geh doch mal zum Bouldern. Mach es einfach mal...

    Natürlich kann ich auch Vollgas im Studio mich kaputt machen und falsch trainieren - das habe ich leider auch schon gemacht. Letztlich ist es wie mit dem Buttermesser - man kann sich damit ein Brot streichen oder sich damit verletzten.
    Richtig, nur: Im Studio ist das Messer auf beiden Seiten geschliffen und rasiermesser scharf. Arbeite ich hingegen allein, mit natürlichen Bewegungen und nur mit meinem Körpergewichtig, ist das Risiko verschwindend gering.


    Deswegen würde ich Training im Winter nicht grundsätzlich verteufeln, sondern eher sinnvoll hinterfragen. Zum Schluss ist es doch eine individuelle Sache, wohlwissend, dass hier auch viel Schindluder betrieben wird - bewusst oder unbewusst.
    Wir verteufeln es nicht, wir hinterfragen die notwendigkeit der meisten Leute hier, die unbedingt in die Muckiebude gehen wollen und dann auch noch die Blödheit besitzen, nach einem Trainingsplan zu fragen!
    Denn ein Trainingsplan ist auf einen Sportler persönlich und individuell zugeschnitten - und damit nicht auf eine andere Person übertragbar. Zudem ist so ein Trainingsplan regelmäßig zu kontrollieren und ggf. nachzujustieren.

    Wer hingegen in der Winterpause Alternativsportarten betreibt, hat vielleicht in dem Sinne keine Pause, aber arbeitet effektiv und sehr intensiv an bestimmten Grundlagen, mit Spaß und völlig ohne Trainingsplan - weil der nicht notwendig ist. Es ist daher ideal für Amateursportler, die eben zumeist keine Betreuung und vor allem eine Aufsicht haben.

    Letztlich kann ich es auch beim Ausgleichssport übertreiben, davor ist man als übermotivierter Sportler nicht gefeit.
    Das kannst Du immer, aber wie gesagt, daß Risiko ist geringer, zumal man z.B. im Judo eine Aufsicht hat, die dann meist regulierend eingreift.
    Und bei einem anständigen Boden Randori trainiert man die Ausdauer, Kraftausdauer, Schnellkraft, Core Stabilität wie von allein - und das fast ohne Risiko, weil man nicht stürzen kann, kein Gewicht auf einen fällt, sondern man sich gegen Belastung schlicht bewegen muss.
    Es ist natürlich für die meisten völlig unverständlich - weil Sie es einfach nicht gemacht haben, es für uncool halten und keinen Bock darauf haben.
    Mir ist sehr, sehr bewußt, wie sehr das Studio zieht, vor allem weil im Sommer das Freibad ruft - und jeder 15 jährige heute schon ein Problem mit seinem Körper hat und meint, er müßte aussehen wie Herkules.
    Ich hingegen, ich halte es wie Timo Preussler... Trainiere an der Kletterwand, hole Dir ein Boulderboard, arbeite mit einem DashBoard, schwitze im BodenRandori... und Du bist am Ende fitter und besser in Form als jemand, der ins Studio gerannt ist - weil Du dich koordinativ immer natürlich bewegt hast und nicht 'gezielt' nur einen Muskel oder Museklgruppe stimuliert hast.
    Timo Preussler konnte zu seiner Bestzeit zwei Rotpunkt-Griffe hintereinander, ich kenne keinen aus einem Studio der das je könnte...
    Lassen wir das, war nie eine Leuchte...

  3. #3
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    Ach so, noch etwas..lasst zum Anfang für die Orientierung der Spieler noch Hütchen liegen, aber nehmt sie dann im laufe der Übung weg. Im Spiel liegen auch keine Hütchen und so haben wir dann auch noch eine spielnahe Übung / Situationen. Schließlich möchten wir doch, dass unsere Torhüter Situationen im Spiel wiedererkennen und richtig drauf reagieren so wie wir das 1000 mal Üben.
    Im Allgemeinen finde ich, dass viel zu viel mit Kappen / Hütchen gearbeitet wird. Zum Anfang einer Übung sicherlich nützlich..aber dann..weg mit den Hütchen und ohne optische Orientierungspunkte Arbeiten..wie gesagt..im Spiel stehen auch keine Stangen und Hütchen.
    Das wichtigste aus meiner Sicht ist und bleibt, die richtige Position vom Trainer um die Abläufe / Fehler richtig zu erkennen und das ist nicht immer einfach.

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