Mehr als unterschreiben kann ich hier nicht. Top Beitrag, Steffen!
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*Daumen hoch*
Früher war er der Panther im Verein, neulich meinte jemand: "Guck mal! Ein fliegendes Schwein!"
steffen, ich gebe dir eigentlich durchwegs recht in deinen ausführungen. diese hypermoderne, gern erwähnte mitspielen des torwarts, war bei Adler kaum auszumachen. ich denke auch, dass es oft auf die spielsituation selber ankommt und die war vielleicht gestern bei Leverkusen nicht so gegegeben?
Klar wird ein "moderner" Torwart von vielen gefordert, aber der Begriff an sich ist ja nicht einmal klar definiert. Von daher hat sich nicht viel geändert. Dieser Meinung bin ich auch und man hat es gestern ja auch wieder sehen können.
Für den neutralen Beobachter war das einfach ein super Spiel, was richtig Spass gemacht hat. Auch konnte man beiden Torhütern gut zusehen, denn auf der Linie sind beide ja sowieso eine Klasse für sich. Ob da jetzt weltklasse Paraden bei waren oder nur normale Bälle pariert wurden, dass ist erst einmal egal. Sie wurden gehalten, dass zählt.
Die Szene, wo weit vor dem Strafraum geklärt wurde, dass gehört nun einmal dazu und ich sehe da auch keinen super tollen mitspielenden Torwart. Da muss man einfach hin.
In stillem Gedenken an Spideratze und Robert Enke.
Lasst uns rausgehen und Bälle fangen, Spiele gewinnen und was noch viel wichtiger ist:
Lasst uns jede Sekunde des Lebens leben und geniessen - nichts ist für immer ! ! !
Erstmal danke an Steffen, der einen Essay-ähnlichen Beitrag von "höch'schter Qualität"verfasst hat!
Ich möchte noch dazu sagen, dass aufgrund dieses ganzen "der-Torwart-muss-sich-alle-hohen-Bälle-holen" - Hypes viele Torhüter bzw. deren Leistungen total ungerecht bewertet werden.
Besonders beliebt ist, nachher klugzuschizzeln: "DA hätte er aber eingreifen können/müssen."
Woher soll man in manchen Situationen VORHER wissen, ob der Ball in der Reichweite des Torwarts bleiben wird bzw. sie verlässt.
[ironie]Ich sehe vor mir, dass es in der Zukunft einen Markt für Kristallkugeln geben wird, damit der Torwart vorher schon 100%ig weiß, wie sich eine Strafraumsituation entwickeln wird, welche Flugbahn der Ball nehmen wird, welcher Spieler in welcher Weise den Ball abfälschen wird, wie der Ball verspringt, usw.
Produkte wie Uhlsport Ultimate Glaskugel, reusch mega crystal und NIKE Supremacy glassball sind nicht weit entfert.
Oder vielleicht wird Spiderman bald Torwart.[/ironie]
Lasst den Torwart entscheiden. ER wird es am besten wissen.
Die Qualität des Breierzeugnisses ist reziprok proportional abhängig von der Quantität der partizipierten Köche.
Mal anders formuliert. Unerläuft Adler den Ball nicht beim 1:3, sondern dreht sich einfach um und macht die kurze Ecke zu, dann hält er den Ball von Lucio vielleicht und alle staunen.
So entscheidet er sich, was ja auch richtig gewesen wäre, dafür, dass er den Ball abfangen will/muss und verschätzt sich.
In stillem Gedenken an Spideratze und Robert Enke.
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Im Prinzip ist es ja so. Wenn ich keinen Ball abfange, dafür die Teile aber alle souverän auf der Linie sichere, die aus diesen Flanken entstehen, macht mir keiner von aussen nen Vorwurf. Mein TW-Trainer vielleicht, aber sonst keiner, denn ich habe ja die Dinger gehalten.
Also im Prinzip kann man als Torwart nur der Depp sein, wenn man was falsch macht.
Mein Lieblingsbeispiel ist immer noch, wenn ich nen Ball aus 3 Metern volley geschossen halte, weil ich halt da stehe und den Ball in die Fresse bekomme, dann jubeln alle und sagen, dass das so geil gehalten war.
Fische ich aber einen strammgeschossenen Ball sicher aus dem Eck, mit Sidestep und tauchen und halt den fest, dann sagt jeder, dass muss so sein.
In stillem Gedenken an Spideratze und Robert Enke.
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Naja, so würde ich das nicht sagen. Aber jeder TW hat auch seinen eigenen Stil. Wir sind ja keine Klone! Jeder von uns hat Stärken und Schwächen. Und jeder von uns kennt diese und sollte diese am besten selbst einschätzen können. Dementsprechend agieren wir auf dem Spielfeld.
Wenn ich genau weiß, ich habe eine Schwäche mit dem Abschätzen von Flanken und dafür starke Reflexe, dann werde ich immer dazu tendieren eher auf die Linie zu bleiben und auf den Kopfball/Schuß zu warten. Es macht ja keinen Sinn dann auf Teufel komm 'raus den Ball pflücken zu wollen.
Das heißt nun aber nicht, daß es eine Freifahrkarte für "ich mach was ich will" ist. Schwächen müssen schon aufgearbeitet werden. Aber dafür ist das Training da. Hier kann und soll der TW es riskieren einen Ball zu unterlaufen um ein Gefühl dafür und die nötige Sicherheit zu bekommen. Klappt es im Training, wird es auch im Spiel funktionieren.
In den Amateurklassen ist es mit dem "Moderner Torwart"-Hype auch wirklich schlimm geworden. Hier regieren immer mehr die Medienfloskeln a la "Im 5er muß er alles haben". Die jenigen die es am meisten besser wissen, sind auch die Leute die nie im Tor gestanden haben. In der Theorie hört sich immer alles einfach an, aber in der Praxis gibt es halt viele Faktoren die es komplizieren!
Beliebt auch der Spruch "Den musst du aber locker runnapflücken". Ja, das mag von außen oft so aussehen. Aber wenn der Ball nun mal aus einem schlecht eingestellten Flutlicht kommt, bei Regen und der Keeper eine Sehschwäche hat, ist nix mit "sicher pflücken". Wenn er das in jeder Situation könnte, dann würde er nicht bei den Amateuren spielen, sondern sich im gehobenen Fußballeralter schon mal Gedanken machen wo er seine ,mit dem Sport verdienten, Millionen denn so ausgibt.
Aber wir waren ja beim Thema "moderner Torwart". Schlimm finde ich es, wenn das sogenannte "moderne Torwartspiel" in den Keeper eingeprügelt werden soll. Meinem Trainer hab ich's ja mittlerweile abgewöhnt. Aber ich kenne auch ein Negativbeispiel. Ich hatte das Glück mir am WE wieder zwei Damenspiele anzusehen. Der Trainer dieser Mannschaft ist extrem darauf bedacht, daß die Torspielerin ins Spiel einbezogen wird. Das ist ja nicht falsch vom Grundgedanken, aber es war auch gut zu beobachten, daß die Abwehrspielerinnen ihre Torhüterin dadurch oftmals völlig unnötig in Bedrängnis bringen. Denn sind wir doch mal ehrlich: Ein Rückpass ist immer ein Risiko! Kommt er ungenau oder zu kurz, freut sich der Stürmer (wenn er aufpasst). Und wir spielen auch nicht auf englischem Golfrasen, sondern teilweise auf Äckern. Hier braucht der Ball nur verspringen und wir machen eine sehr unglückliche Figur wenn wir ein Luftloch schlagen. Was mir in dieser Saison immer mehr auffällt: Auch in der BL werden die Rückpässe immer riskanter und führen zu Gegentoren! Wo liegt da der Sinn? Ist das moderner Fußball? Danke! Da nenn ich das lieber wieder Torhüter und verzichte auf das offensive Spiel des Torspielers...
So, hab ich mich jetzt wieder verrannt? Egal... Ist eh zu früh zum denken...
P.S. Warum Glaskugel?! Joda als TwT würd doch reichen! "Möge die Macht mit euch sein!"
Früher war er der Panther im Verein, neulich meinte jemand: "Guck mal! Ein fliegendes Schwein!"
Sehe ich auch so.
Zumal ja immer wieder das "Mitspielen" gefordert wird, die Hauptleistung des Torwarts aber immer noch im "Bälle-halten" liegt. Sicher, der perfekte Torwart hält nicht nur alle Bälle sicher, sondern fängt auch jede Flanke ab und verarbeitet jeden Rückpass perfekt.
Aber wenn ein Torwart mal einen Ball nach vorne abklatschen lässt, ist die Kritik immer noch größer als wenn er mal eine Flanke nicht abfängt und lieber auf der Linie bleibt.
Letztendlich ist es in meinen Augen daher schon wichtiger, gute Reflexe und Technik zu haben, als jede Flanke zu haben. Es gehört zwar auch dazu, seinen Strafraum zu beherrschen, aber der Torhüter ist immer noch vor allem dazu da, Tore zu verhindern.
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