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Thema: Sommer, Yann (Borussia Mönchengladbach, Bundesliga)

  1. #351
    Blickfeld
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    Ich würd sagen, dass er beide Gegentore haben KANN.
    Beim ersten schon leicht einen Schritt in die falsche Richtung.
    Beim zweiten...aus der Hintertorkamera sah es aus als ob der Ball "stinknormal" als Außenristschuss geschossen wurde und Sommer (wieder) zu schnell in die falsche Richtung sich bewegt.

    Aber ehrlich gesagt: Mir sowas von Banane. Hab mich so sehr gefreut, dass Kölle doch noch gewinnt.
    Oder anders gesagt: Wat 'ne Fackel von Risse :O
    Wer immer gut aussieht, bei dem fällt es irgendwann nicht mehr auf. (Toni Schumacher)

    Handschuh-Sammler (153 Paar, Stand 13.07.2018) und ausgewiesener Tester sowie Berater

  2. #352
    Blickfeld
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    Mein ich das nur oder sah Sommer beim ersten Tor von Aubameyang schlecht oder unglücklich aus ? :/
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  3. #353
    Internationale Klasse Avatar von TW-MiK
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    Ich finde, er hat generell - wie die rechtlichen Gladbacher auch - in dieser Saison Szenen dabei, bei denen er unglücklich aussieht.

  4. #354
    Nationale Klasse Avatar von Anadur
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    hmmm kein Kommentar zum Gegentor? Echt nicht? Hebt die Schalke zusammen mit dem Schiri in die nächste Runde. Ich verstehe ja eh nicht, wie irgendein Bundesligamanager auf die Idee kommen kann, dass es in der Schweiz vier Torhüter auf Bundesliganiveau geben könnte. Dachte im ersten Moment Wiedwald stände im Tor. Aber der hat ja gerade einen Lauf und macht seine Sache gut. Lob wem Lob gebührt. Den hät er wohl mit der Kappe gehalten.

  5. #355
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    Sieht natürlich sehr unglücklich aus. Aber der Ball tischt genau ein halben Meter vor ihm auf und er geht über ihn rein. In 9 von 10 Bällen hält er den auch. Aber die Schuld am Achtelfinalaus ist ein bisschen weit hergeholt. So wie ich mitgekriegt habe hat ihn auch keiner kritisiert für das Gegentor.

    OT : Gestern im Training so ein Ball gehalten. Teamkollege sagte : Yann Sommer hat so ein gestern nicht gehalten =P
    Geändert von nombro 1 (18.03.2017 um 11:36 Uhr)

  6. #356
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    kann mich nombro 1 nur anschließen: Was willste machen? Sommer ist wohl der letzte den da eine Schuld am ausscheiden trifft (frag nach bei Drmic).

    OT: Ich hatte gestern auch so ne Aktion. Nur bei war er drin. Sportkamerad "He, Yann Sommer, bisch du's?"
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  7. #357
    Nationale Klasse Avatar von Anadur
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    Zitat Zitat von nombro 1 Beitrag anzeigen
    Sieht natürlich sehr unglücklich aus. Aber der Ball tischt genau ein halben Meter vor ihm auf und er geht über ihn rein.
    Tja so täuscht die Perspektive und Erinnerung.

    Hier mal die Hintertorkamera von sky. Einmal in dem Moment, wo der Ball aufspringt und einmal wo er auf Sommers Höhe ist.

    Gladbach 1.JPG

    Gladbach 2.JPG

    Das ist ein Schuss aus >20 Meter Entfernung. Ja der Ball ist unangenehm, dadurch das er 6! Meter vor der Torlinie aufspringt. Aber das ist im Achtelfinale der Europa League als Torhüter eines Champions League Team / Bundesliga Team / Profiteams ein absoluter Pflichtball! Ich erwarte ja gar nicht das man den festhält, eben weil er so blöd springt. Aber da hat man gefälligst eine Hand dran zu bekommen als Profi. Für was trainieren die denn bitte schön, wenn das schon als unhaltbar gilt?

  8. #358
    torwart.de-Team Avatar von Steffen
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    Hallo und herzlich Willkommen zu Steffens kleiner Video Analyse.
    Heute betrachten wir den Anschlusstreffer im UEFA Cup zwischen Schalke 04 und Mönchengladbach, das Video freundlicherweise von Sky Sport auf YouTube zur Verfügung gestellt.

    Schon lange bemängele ich die stetige und immer mangelhafter werdende Dynamik der Bundesliga Torleute. Dies war bisher bei den Foletti geschulten Torleuten nicht immer so zu bemerken gewesen, doch in diesem Fall müssen wir es Sommer attestieren.

    Schauen wir uns die Bewegung an, so befinden wir einen deutlichen Mangel zu der ausgeführten Form und der Form, welche Folettim im Training ausführen läßt. Dies ist bei vielen Torleuten zu bemerken, hier jedoch auch eine Ursache für das Gegentor, wir wir befinden werden.
    Denn anstelle das Sommer sich in den Schuss schiebt und damit definitiv Druck auf den Ball macht, kippt er lediglich, ihm fehlt daher jegliche Dynamik, den Ball anzugreifen - und die Gravitation tut das ihrige, Sommer auf den Boden zu zwingen.
    Doch der Reihe nach:

    Wir beginnen im Video bei Minute 1:51 und Frame 3 - wo die Schusslösung erfolgt.
    In 1:51 Frame 13 springt der Ball das erste Mal auf, springt aber nicht hoch, sondern flach weg - ein schwieriger Ball, aber als Aufsetzer mit flacher Bahn und einem Abschluss aus rund 22-23 Meter eigentlich ein Ball, den man von einem Top Torhüter erwarten darf, daß er diesen klärt.
    In 1:51 Frame 14 kommt Sommer ins Bild, wir erkennen, den typischen Auftaktschritt, hier passt alles.
    1:51 Frame 17 - vorbildlich, wie der Oberkörper runter geht und die Hände zum Ball führen
    1:51 Frame 19 - jetzt springt der Ball ca. 6-7 Meter vor dem Tor erneut auf, und anstelle flach, springt der Ball hoch weg. Er verändert also deutlichst seine Flugkurve
    1:51 Frame 20 - Hände sauber, aber das Knie hat jetzt schon Bodenkontakt, ohne das ein abdruck bisher erfolgt ist. Sommer kippt also nur.
    1:51 Frame 23 - Deutlich nun die Begung des Ballnahen Beins zu erkennen, es erfolgt keinerlei Abdruck
    1:52 Frame 0 - Jetzt sieht man es deutlich, der Unterschenkel hat vollständigen Bodenkontakt, die Hüfte kippt nach hinten durch
    1:52 Frame 1 - Ein Bild nur später sieht man, wie die Hüfte jetzt nach hinten durchgeht und damit die Hüfte tief kommt.
    1:52 Frame 2 - Jetzt fällt er durch, sprich die Hüfte ist hinten hängend und nur Oberkörper und Hände sollen den Ball ablenken. Würde er hier in den Ball schieben, wäre schon jetzt der Oberkörper hinter dem Ball, ist er aber nicht.
    1:52 Frame 4 - Sommer hat die Bewegungsänderung des Balles wahrgenommen und versucht jetzt, sich aufzurichten, was bei der hängenden Hüfte kaum möglich ist - die Hüfte ist hinten und kommt nur schwer hoch, das hochbäumen des Oberkörpers reicht nicht aus.
    1:52 Frame 6 - Ball geht über en Fingerspitzen Sommers ins Tor.

    Nochmals:

    1:53 Frame 9 - Schusslösung
    1:53 Frame 14 - Erster Aufsetzpunkt des Balles, ca. 15 Meter vor dem Tor
    1:53 Frame 21 - zweiter Aufsetzpunkt des Balles. ca 11 Meter vor dem Tor
    1:54 Frame 6 - dritter Aufsetzpunkt des Balles, ca. 6 Meter vor dem Tor, Yan Sommer bisher nicht im Bild
    1:54 Frame 11 - Sommer jetzt am rechten Bildrand, Hände deutlich in Bodennähe, Ball aber jetzt anstelle knapp über dem Boden aufgesprungen und rund 50 cm über dem Rasen
    1:54 Frame 15 - Deutlich ist hier zu erkennen, daß Sommer bisher nicht gedrückt hat, die Beugung des Ballnahen Beines ist klar zu erkennen. Aber auch, das seine Hände den Ball tief erwarten, der Ball hingegen ist deutlich über dem Rasen in der Luft.
    1:54 Frame 17 - jetzt ist es zu spät, der Unterschenkel hat vollständigen Bodenkontakt, ein Abdruck ist nun kaum mehr möglich, die Hüfte ist jetzt hinter dem Ballnahen Bein und die Erdschwerkraft wird nun mit 9,81 km pro Sekundequadrat Sommer zu Boden zerren.
    1:54 Frame 19 - die schön hinten hängende Hüfte ist klar zu erkennen, aber auch, wie sich Sommer gegen die Schwerkraft stemmt und nun versucht, die Hände nach oben zu bekommen, denn der Ball ist jetzt deutlich höher als Sommers Körperlage
    1:54 Frame 21 - Sommer fällt weiter, die Arme zu erheben nutzt nichts mehr, er ist insgesamt einfach zu kurz. Denn nur die Hände sind in Ballreichweite, während Schultergürtel und Oberkörper einfach nicht hinter dem Ball sind.
    1:54 Frame 22 - ist exakt der Punkt, wo der Ball just über die Fingerspitzen von Sommer passiert, aber jetzt kann Sommer nichts mehr machen, der Ball ist hinter Ihm. Deutlich sieht man den 90 Grad winkel in Oberarm und Unterarm des Leitarms, der sich entgegen der Fallrichtung nach oben müht. Da die rechte Schulter tief ist, weil Sommer nach vorn eingedreht ist, kann er die Rechte auch nicht übergreifend einsetzen und streckt diese vergeblich.

    Also, halten wir mal fest: Das ist ein Kackball, der zweimal aufspringt, aber flach bleibt, erst beim dritten Mal aufkommt und dann hoch weggeht. Schwer zu antizipieren.
    Problematsich wird hingegen Sommer seine Technik. Da er nur minimal über den Pfosten abdeckt, nutzt er keinen Abdruck in der Bewegung, sondern kippt lediglich zur Seite, anstelle aktiv und mit Bewegung in den Ball zu arbeiten. Dies wird Ihm mit zum Verhängnis. Da er bei seiner Technik und wie er den Ball antizipiert hat, sehr flach bleibt und die Ballferne Schulter schon nach vorn eindreht, bekommt er ein extrem flaches Profil, bei einem flachen Ball bekommt er beide Hände hinter den Ball, würde diesen wahrscheinlich nicht festhalten, aber gut zur Seite abwehren können. Zum Festhalten hätte er aktiv und dynamisch in den Ball arbeiten müssen, um den Oberkörper sicher hinter den Ball zu bekommen, was hier nicht passiert.
    Da er nun seitlich fällt, die Hüfter daher hinter dem Punkt des Auftaktes zu Boden fällt, kann er keinen Druck mehr machen, noch sich ggf. ein wenig aufrichten. Dies wird Ihm zum Verhängnis, ebenso wie die nach vorn eingedrehte Schulter, denn die Schulter ist nicht annähernt unter der Balllinie, so daß die Ballferne Hand nach oben keinerlei Reichweite entwickeln könnte, er kann diesen Ball so nicht klären.
    Hätte er mit Druck gearbeitet, den Ball frühger angegriffen, wäre wahrscheinlich die Schulter unter der Balllinie gewesen und mit einer Reaktionsschenllen Bewegung, für die Foletti Schüler bekannt sind, hätte er den Ball noch ins aus wischen können...
    So aber hat er gegen die Erdschwerkraft keine Chance, diese zieht in Abwärts und er hat aus seiner Position keine Chance, sich nochmals aufzurichten - Newtons Gesetze schlagen wieder einmal zu.

    Daher, arbeitet bitte immer mit Dynamik gegen den Ball, schiebt Euch wenn es geht immer in den Ball und wenn seitlich, arbeitet auch hier mit einem deutlichen Abdruck, nicht allein mit "Länge" - Länge mag reichen, aber Ihr seid dann festgelegt und kaum zu Bewegungsänderungen in der Lage, zudem habt Ihr in keinster From einen Reichweitenvorteil oder ein Reichweitenplus - die Körperlänge bestimmt alles und diese Reichweite ist nicht immer ausreichend.
    Dies ist hier gut zu erkennen.

    Nein, Vollschuld am Tor will ich Yann Sommer nicht geben, es ist für mich ein schwieriger Ball, aber eben ein Ball, wo ich mir einfach mehr und mehr wünsche, daß Torleute wieder dynamischer agieren würden, und damit übnerahupt die Chance erhalten würden, diese Bälle zu erreichen.
    Letztendlich bleibt auch irgendwo die Erwartung, das gerade Top Torleute und Sommer gehört hat immerhin in den Kreis der Nationaltorleute, also gehört zu kontinentaleuropäischen Spitzentorleuten die mit Top Torwarttrainern arbeiten, solche Dinger halten... aber mehr und mehr stelle ich fest, daß es weniger wird.

    Daher war der Ball sicherlich nicht unhaltbar, aber allzu leicht war er, aufgrund des dritten Aufsetzens auch nicht...
    Lassen wir das, war nie eine Leuchte...

  9. #359
    Nationale Klasse Avatar von Anadur
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    Zitat Zitat von Steffen Beitrag anzeigen
    Hallo und herzlich Willkommen zu Steffens kleiner Video Analyse.

    Nein, Vollschuld am Tor will ich Yann Sommer nicht geben, es ist für mich ein schwieriger Ball, aber eben ein Ball, wo ich mir einfach mehr und mehr wünsche, daß Torleute wieder dynamischer agieren würden, und damit übnerahupt die Chance erhalten würden, diese Bälle zu erreichen.
    Letztendlich bleibt auch irgendwo die Erwartung, das gerade Top Torleute und Sommer gehört hat immerhin in den Kreis der Nationaltorleute, also gehört zu kontinentaleuropäischen Spitzentorleuten die mit Top Torwarttrainern arbeiten, solche Dinger halten... aber mehr und mehr stelle ich fest, daß es weniger wird.

    Daher war der Ball sicherlich nicht unhaltbar, aber allzu leicht war er, aufgrund des dritten Aufsetzens auch nicht...

    Danke Steffen für die Mühe. Ich bin tatsächlich mittlerweile so weit zu sagen, das ist auf dem Niveau ein absoluter Pflichtball. Eine Hand raus, den Ball zur Ecke ablenken und Mundabwischen. Wir reden hier von Gladbach, die zum dritten Mal in Folge in der Champions League waren. Die in der Bundesliga zu den Top 5 gehören, auch wenn man in der Tabelle so ein wenig hinterherhinkt. Wenn das Joe Hart gewesen wäre oder sonst ein Engländer, wären sich ja eh wieder alle einig gewesen. Aber Sommer ist ja so ein hervorragender Fußballer... was der alles am Ball kann.

    Nochmal, was haben bitte vier Schweizer Torhüter in der Bundesliga zu suchen? Das ist eine absolute Anomalie. Der Schweizer Fußballverband ist gerade mal so groß wie einer der kleinen Fußballverbände in Deutschland. International dazu vollkommen bedeutungslos. Aus der Ecke auf der Weltkugel kommen gute Skisportler aber doch keine Fußballer. Es sind gerade mal 10 Deutsche gut genug für die Bundesliga, aber dann direkt 4 Schweizer? Sommer ist ja ein ganz ordentlicher Durchschnittskeeper für die zweite Liga bzw. die untere Tabellenhälfte, aber bei einem CL Team hat der nix zu suchen.

  10. #360
    torwart.de-Team Avatar von Steffen
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    Anadur,
    persönlich kann ich die Entscheidungen, warum Sommer, Bürki, Hitz und Benaglio in der Bundesliga sind, nicht nachfollziehen. Das liegt nicht daran, daß ich das nicht in Ordnung finde, ich kann einfach die Entscheidung nicht beurteilen, daß ist nun mal Fakt.
    Mir stehen keine Listen der Leistungseckwerte zur Verfügung und alles was ich also sage und sehe, ist rein subjektiv.
    Logisch kann man die Frage stellen, warum ein eigentlich Fussballersich bedeutungsloses Land jetzt 4 Bundesliga Torleute hervor gebracht hat und ja - ich glaube einfach das Foletti jetzt nicht unerheblichen Einfluss hatte.
    Gleich wohl könnte man jetzt fragen, wie ein doch unbedeutender Österreicher eines der wichtigsten Bücher zum Thema Torwarttraining geschrieben hat und warum trotz dessen wir kaum Österreicher in den großen Ligen sehen. Ich meine, bei Salzburg, Graz und Wien wird doch auch professionell gearbeitet, warum aber haben wir da keine guten Torleute, die jetzt in den Fokus der Bundesliga rücken?
    Die Frage warum also die Schweizer, kann man so nicht einfach beantworten.
    Hitz als Beispiel hat sich ja bei Wolfsburg und Augsburg seine Sporen verdient, Sommer hingegen ist ein "Senkrechtstarter" - und vielleicht deshalb, weil man einfach hier Marvin Hitz so ein wenig auf dem Schirm hatte, Benaglio schon länger kannte.
    Vielelicht ist Benaglio sogar der Auslöser, der zum VfB Stuttgart ging und dann bei Wolfsburg eben den Durchbruch hatte. So hatte man Benaglio und Hitz, so rückten die beiden anderen der Nationalmannschaft der Schweiz, namentlich Sommer und Bürki in den Fokus der Scouts.
    Aber wie gesagt, alles nur Spekulation.

    Für mich ist eher interesannt, warum eine Nation wie Deutschland, die so stolz auf Ihre Torleute es nicht schafft, eigene Gewächse in der TopLiga zu etablieren - man verbrennt ehem. Talente wie Wellenreuther, Kirschbaum, Ulreich und andere... Oft keine Frage, ist es scheinbar auch eine Sache des Geldes, doch ich kann nicht begreifen, warum ein z.B. Eintracht Frankfurt einen Tschechoslowaken holt, anstelle hier einen jungen deutschen Keeper mit Perspektive zu verpflichten. Ja, nicht mal der eigene Nachwuchs des NLZ der Eintracht kann da anstinken. Das liest sich, als würde die Eintracht zwar Talente in der Jugend haben, aber dieser Ausbildung nicht vertrauen, Bundesliga taugliche Keeper zu erzeugen. Wenn das so ist, muss ich dann nicht alles an Ausbildung und Schulung in Frage stellen? Wozu dann Auswahlen, Junioren Nationalteams und dieser ganze DFB Ausbildung Brimbamborium, wenn am Ende die Jungs doch nur Gruppenliga kicken?
    Entweder ich bilde aus, dann aber auch so gut, daß der Nachwuchs nahtlos (!!!) ins Team einrücken kann, oder aber ich lasse es. Beispiel ist da auch Rensing. Logisch, er folgte einen Riesentorhüter nach, und der ganze Druck - das konnte er bei Bayern nicht erfüllen. Trotzdem darf man sich fragen, warum dennoch aus den Nachwuchs Leistungszentren der großen Vereine einfach nix nachkommt...
    Und vielleicht erklärt es dann auch, warum plötzlich Schweizer in den Fokus rücken, oder andere Vereine dann einen Tschechoslowaken verpflichten, wärend Nachwuchs aus den NLZ einfach 'abgeschoben' werden...

    KEine Sorge, ich will hier niemand hypen, noch jemand schlecht reden, aber guggen wir uns Wiedwald an... er ist mit einer der wenigen, die es überhaupt nach oben geschafft haben - und trotzdem sprechen hier einige diesem die Bundesliga Tauglichkeit ab. Der kommt aus einem NLZ, der spielt Bundesliga... er müßte allein von der ausbildung her Bundesliga tauglich sein.
    Nun haben wir aber vier Torleute aus der Schweiz, fussballerisch mag die Schweiz unbedeutend sein, trotzdem sind die Torleute in der Bundesliga... Du verstehst?

    Das ist so ein Paradoxum - Bundesliga tauglichkeit, es wird dem Nachwuchs zugetraut oder der Nachwuchs entsprechend ausgebildet oder man schafft es so nicht... Diese Lücke muss man also mit anderen Torleuten schließen und braucht gut ausgebildete Torleute, die in ein bestimmtes Anforderungschema passen. Nur ist jetzt die Frage und das Problem, ob andere Torleute, die man holt, so einfach auch vollständig Bundesliga tauglich sind oder sein können...
    Nur ich persönlich habe halt in diese Sache kaum Einblick und von meinem Standpunkt kann ich deine Kritik verstehen, aber ich kann auch bestimmte Dinge nicht beantworten... es ist ass Aussenstehener auch kaum möglich. Und wenn man mal einen der Verantwortlichen greifen kann, erhält man wenig tragfähige Aussagen. Denn es will sich keiner den Schuh anziehen zu sagen: "Unsere Tw Ausbildung ist nicht gut genug!"
    Benaglio, Bürki, Hitz, Sommer
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  11. #361
    Blickfeld Avatar von ilportier
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    Und ein weiterer Schweizer wird mit grosser Wahrscheinlichkeit in die Bundesliga rücken, Yvon Mvogo von den BSC Young Boys wir dderzeit von RB gescoutet und es gab scheinabr auch schon Gespräche, auch ein gross Talent.

  12. #362
    torwart.de-Team Avatar von Steffen
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    ilpotier,
    verfolgt man das Konzept von RB ein bissi, so sind diese gut aufgestellt und verschieben Torleute, wie auch Spieler so ein wenig zwischen den Teams. Viele halten das für Wettbewerbsverzerrung, aber ich finde, wenn man die Möglichkeiten hat, ist es legitim es zu nutzen.
    Sprich, die suchen natürlich Leute - denn die bisherige Jugendarbeit von RB ist nicht ausreichend, wirklich komplett bisher alles zu füttern, also wird vereinzelt verstärkt. Das ist nicht leicht, aber legitim und wie gesagt, derzeit stehen die Schweizer ein wenig im Blickfeld... Warum das so ist, und warum andere Nationen mit wesentlich mehr Nachwuchsarbeit hier zurück stehen, daß verstehe ich nicht und klann es nicht nachvollziehen - habe aber dazu, also um es zu verstehen, auch nicht die nötigen Hintergrundinformationen
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  13. #363
    Internationale Klasse Avatar von TW-MiK
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    Laut Sky.de

    GLADBACHS SOMMER WECKT OFFENBAR NEUES INTERESSE

    Der Keeper der Gladbacher hat im Tor der Schweizer im WM-Spiel gegen Brasilien geglänzt und könnte damit erneut das Interesse des FC Liverpool geweckt haben. Die "Reds" und Trainer Jürgen Klopp sollen den 29-Jährigen schon seit Längerem im Blick haben. Vor allem seit Stammkeeper Lorius Karius im Champions-League-Finale gegen Real Madrid mit zwei Blackouts die Partie entschied, sehen die Engländer offenbar Bedarf auf der Torwart-Position.

  14. #364
    torwart.de-Team Avatar von Steffen
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    Jaja, das Tw Karusell dreht sich... nur ob ein Sommer in England wirklich die "harten Kritiker der Insel" glücklich machen wird? Die Briten träumen eher von Eigengewächsen, als von Legionären...
    Aber wenn Sommer wechselt, Geld gibt's bestimmt gutes, und jede Menge Erfahrungen!
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  15. #365
    Internationale Klasse Avatar von Icewolf
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    1:0 von Dortmund muss er meines Erachtens halten.
    Die Qualität des Breierzeugnisses ist reziprok proportional abhängig von der Quantität der partizipierten Köche.

  16. #366
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    Eigentlich sehr schade, dass Yann Sommer ausgerechnet nach seinem Patzer, der die Borussen-Niederlage einleitete, in den Fokus rückt. Denn er gilt ansonsten als einer der beständigsten und hilft seinem Team mit sehr guten Leistungen in den letzten Jahren.

    Leider ist es nunmal so, dass ein Torwartfehler häufig eine spielentscheidende Bedeutung hat. Denn was sich seine Vorderleute gestern an Fehlpässen, insbesondere in der 2. Halbzeit auf Lauffaulheit und naiven Flanken wir Torabschlüssen geleistet haben, war unglaublich und deshalb mit einer besteren Einstellung gegen diesen Gegner vermeidbar.

    Was nützen gute Spiele, wenn am Ende keine Titel heraus kommen? So wird des auch mit dem Meistertitel nichts und man hat am Ende der Saison nur heiße Luft im Pokalschrank!

  17. #367
    Nationale Klasse
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    Sah beim 1. Gegentor schlecht aus. Der ging durch die Hosenträger


    https://www.youtube.com/watch?v=bZMRZ_YZ1Dk



    der Wächter

  18. #368
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    Sommer ist schon die gesamt Saison weit von seiner Bestform entfernt.

  19. #369
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    Ja, das finde ich auch, aber ganz schade. Ich habe ihn immer eigentlich ganz gut gefunden. Sympathisch ist es auch.

  20. #370
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    Beim 4-2 gegen Dortmund hätte er meiner Meinung zumindest das erste Gegentor verhindern können, wenn er mehr seinen Arm ausgefahren hätte, der zweite war meiner Meinung nach auch nicht unhaltbar, denn Sommer stand nahe neben der Ecke. Danach aber mit zwei sehr guten Paraden.

  21. #371
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    Ich habe nicht das ganze Spiel gegen Italien gesehen, aber was ich da gesehen habe, regt mich total auf. Sommer macht oft nicht mal den Versuch zu reagieren. So wie beim ersten Gegentor. Klar, der Schuss kam aus nächster Nähe, aber Sommer hätte zumeist mal das linke Bein ausfahren können. Stattdessen guckt er den Schüssen immer hinterher als wolle er suggerieren, dass alles unhaltbar ist und keine Chance zu reagieren bleibt.
    Geändert von eugen (20.06.2021 um 09:50 Uhr)

  22. #372
    torwart.de-Team Avatar von Steffen
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    Dann packen wir doch mal einen aus. Exemplarisch ist das 2:0, wo Yann Sommer wie angewurzelt steht und nicht mal eine einzige richtige Bewegung zum Ball macht.
    Technische Informationen :
    Videodatei 25 fps = 40 ms pro Bild
    Ballgeschwindigkeit: 10 Frames für 11 Meter = 400 ms für 11 Meter = 0,4 Sek für 11 Meter = ca. 99 km/h


    Situationsanalyse Spiel Italien gegen Schweiz, 52. Minute

    Das 2:0 für die Squadra Azzurra markiert große Probleme der Schweizer Defensive. Das Barella den Ball niemals zu Locatelli spielen können, und Locatelli dann völlig unbedrängt und mit über 80 Quadratmeter freiem Raum um sich herum zum Schuss kommen darf, steht auf einem anderen Blatt. Doch die 80 Quadratmeter sind einfach etwas, was man sich vor Augen führen muss, weil es zeigt, wie desorganisiert die Schweiz in dieser Phase einfach war, wieviel Raum diese der italienischen Auswahl überlassen haben.
    Unsere Situationsanalyse beschränkt sich aber auf Yann Somer, und der Frage, ob er als Torwart den Ball hätte halten können, oder sogar halten müssen. Die Unterscheidung zwischen KANN- und MUSS-Ball ist eine Sache, denn oft kann ein Torwart Bälle halten, wenn er in bestimmten Situationen die korrekten Entscheidungen trifft. Dann ergibt sich eine Möglichkeit der Ball Abwehr und diese nennt man dann KANN-Bälle. Ein MUSS-Ball hingegen ist dann ein Ball, wo nicht nur die Möglichkeit bestanden hat, sondern auch vom zeitlichen Rahmen und den bisherig, dem Torhüter zugeordneten technischen und taktischen Fertigkeiten ein solcher Ball absolut lösbar gewesen wäre. Wenn also ein Torwart dem Stürmer im Weg steht, sich aber aus unerfindlichen Gründen beim Schuss voll wegduckt, dann ist dies kein KANN-Ball, sondern ein MUSS-Ball.
    Wir steigen daher in die uns zur verfügung stehenden Bilder ein und versuchen, eine kleine Situationsanalyse. Wir beginnen daher bei folgendem Video :

    Sportschau- Zusammenfassung/Highlights Europameisterschaft 2021 Italien gegen Schweiz

    Wir beginnen unsere Analyse in Minute 2 Sekunde 46. Hier hat Locatelli den Ball angenommen, vorgelegt, ausgeholt und wir haben in Frame 13 die eigentliche Schusslösung. Also den Moment, wo der Ball den Fuss verläßt. Insgesamt haben wir immer 25 Bilder pro Sekunde, sehen also ca. 40 ms Sprünge von Bild zu Bild. Der Ball bewegt sich mit ca. 99 km/h und überbrückt daher 11 Meter in ungefähr 10 Millisekunden. Die Distanz zum Tor beträgt in etwa 20 Meter. Yann Sommer steht in Grundstellung zentral im Tor, ca. einen Meter vor der Torlinie.
    Eigentlich alles optimal, doch warum gelingt Locatelli das Tor? Ist der Ball wirklich unhaltbar, wie die Kommentatoren es gesehen haben, oder hätte Yann Sommer den Ball um den Pfosten lenken können?
    Halten wir fest, daß - und dies ist eine persönliche Erwartung an einen Torwart der internationalen Klasse - ein Torwart sein Tor in der Zielverteidigung abdecken können sollte, also bei einer zentralen Stellung OHNE Nachstellen direkt aus einem Auftakt die 3,5 Meter flach in die untere Torecke schaffen sollte. Und meine weitere persönliche Meinung ist, daß bei freier Sicht ein Torwart bei Abschlüssen aus 18 Metern eigentlich die komplette Torfläche von 24 englische Fuss auf 8 englische Fuss, entsprechend 17,86 Quadratmeter abdecken sollte. Dies sind die technischen Voraussetzungen, die ich an einen Torwart anlege, und wir reden hier nicht über Profis oder internationale Klasse. Für mich ist also ein Schuss aus 18 Metern frei vor dem Tor nicht bloß ein KANN-Ball, sondern das sind in meiner Erwartungshaltung MUSS Bälle.
    Trotzdem haben wir einen Abschluss aus 20 Metern in die vom Torwart aus linke untere Ecke, und der Torwart zeigt nicht den Hauch einer Abwehrbewegung... Warum?
    Ich glaube, dies werden wir in der Analyse nicht beantworten können und für den Zuschauer, werden wir es aus den zur Verfügung stehenden Bildern auch nicht ableiten können. Dies obliegt dem Torwarttrainer, damit dieser sich die Szene mit seinem Torwart anschaut, seine Entscheidungen hinterfragt und somit das komplexe Gesamtbild aus Sicht des Torwart, externer Ansicht aufgrund bewegter Bilder und den Erzählungen des Torwarts zur Situation dann entsprechend rekonstruiert. Ihm allein obliegt dann die Entscheidung, ob und wie er mit seinem Torwart dann aus solchen Analysen herausgeht, ob er Ihm dann das Tor anlastet.
    So ist dann was wir hier tun, fern dieser Dinge, ABER es soll ein Anhaltspunkt sein und ein Stück weit zeigen, was in solchen Situationsanalyse passiert.
    Zurück zu den bewegten Bildern, wir haben also in Minute 2, Sekunde 46, Frame 13 dann die Schusslösung.

    Frame 13 - Schusslösung, der Ball verläßt den Fuss von Locatelli
    Frame 17 - Ball passiert die beiden Abwehrspieler, Yann Sommer hat sich nur leicht aufgerichtet und die Hände etwas nach aussen bewegt. Zudem beginnt er mit dem Auftakt und setzte den linken Fuss nach links aussen leicht vorwärts
    Frame 22 - Ball passiert den 11 Meter Punkt, Yann Sommer hat die Auftaktbewegung mit dem Fuss abgeschlossen, er beginnt das Gewicht in Richtung Ballnahes Bein zu verschieben
    Frame 23 Yann Sommers Leithand bewegt sich in Richtung Ball

    Minute 2, Sekunde 47, Frame 1 Yann Sommers ballferne Schulter bewegt sich in Ballrichtung, die Ballferne Hand kommt vor den Körper
    Frame 3 - Der Ball passiert die 5 Meter Linie, Yann Sommer verharrt förmlich in einer tiefen Stellung, doch es erfolgt keine weitere Bewegung in Richtung Ball.
    Frame 5 - Yann Sommer beginnt die Leithand fallen zu lassen, auch die ballferne Hand sinkt.
    Frame 6 - Schnittpunkt Aktionslinie Torwart und Ball
    Frame 7 - Ball hat den Torwart passiert
    Frame 9 - Ball erreicht die Torlinie
    Frame 10 - Ball hat die Torlinie vollumfänglich überschritten, Yann Sommer ist eingesunken und schaut nu dem Ball hinterher.

    Aus dieser Perspektive können wir nicht ermitteln, ob der Torwart den Ball hätte halten können, aber wir können feststellen, daß die Bewegungseinleitung bereits nach wenigen Sekundenbruchteilen nach der Schusslösung durch Yann Sommer aufgenommen und abgeschlossen war. Warum es dann nicht zu einer dynamischen Abdruckbewegung gekommen ist, erklären diese Bilder nicht. Yann Sommer setzt eigentlich lehrbuchmäßig seinen Auftakt in Ballrichtung, doch anstelle der raschen Gewichtsverlagerung, bleibt seine Hüfte beständig eher zwischen den Füssen, anstelle sich in Ballrichtung zu verschieben. Zwar geht seine Leithand ansatzweise in Richtung Ball, aber auch dies eher zögerlich. Hatte er mit dem Abschluss nicht gerechnet? Ist er "eiskalt" erwischt worden?

    Aus der Vogelperspektive erkennen wir in Minute 3, Sekunde 2, Frame 1 exakt den Moment, wo der Ball den Fuss verläßt. Locatelli steht vielleicht 2 Meter aus der Zentralen Achse nach rechts vom Torwart aus gesehen versetzt und ja, es sind 20 Meter bis zum Tor. Yann Sommer steht einen Meter vor der Torlinie, sein linker Fuss ist auf der zentralen Mittelachse, er steht also nicht wirklich mittig, sondern um ca. 0,5 bis 0,8 Meter nach rechts versetzt.
    Minute 3, Sekunde 2, Frame 5 - Der Ball hat die Abwehrspieler passiert. Was isch von der Seite noch als Bilderbuch Auftaktbewegung zeigte, ist nun in der Vogelperspektive ein fataler Fehler, denn anstelle den linken, damit ballnahen Fuss zu bewegen, beginnt Yann Sommer den rechten, Ballfernen Fuss nach rechts auszustellen.

    Frame 9 - Yann Sommer hat den rechten Fuss nach aussen gesetzt und beginnt un, sein Gewicht in Richtung linkes Bein zu verschieben.
    Frame 11 - Er dreht sich dem Ball leicht zu, die Leithand bewegt sich Richtung Ball, auch die ballferne Hand bewegt sich Richtung Ball
    Frame 14 - Die Hände gehen immer noch Richtung Ball, der gerade die 5er Linie überschreitet, doch wir sehen es deutlich: Yann Sommers Hüfte "hängt" zwischen den Füssen, es ist kein Gewicht auf und über dem ballnahen Bein, die breite Fussstellung wird hier zum Nachteil, weil er für einen Abdruck die Hüfte und damit das Gewicht keinesfalls mehr über den ballnahen Fuss bekommt.
    Frame 17 - Der Bewegungsabbruch ist die Folge... der Ball ist vielleicht einen, höchstens 1,5 Meter von Yann Sommer entfernt, ein Ball, den er leicht mit reiner Körperlänge im Kippen erreicht hätte.
    Frame 21 - Der Ball überschreitet die Torlinie, ca. 0,5 Meter vom linken Pfosten entfern.

    Wir erkennen also, daß aus der seitlichen Sicht zunächst alles gut ausgesehen hat und wir nicht verstehen konnten, warum trotz guter Bewegung der Torwart nicht in die Bewegung gekommen ist. So wird jedoch in der Vogelperspektive klar, daß diese Bewegung unter keinem guten Stern gestanden hat. Scheinbar rechnete Yann Sommer nicht mit einem Abschluss von Locatelli und war daher eher bereit, sich nach rechts zu Verschieben, wo er damit rechnete, daß Locatelli in seinem Sichtfeld erscheinen müsste, wenn er die beiden zentralen Abwehrspieler passiert.
    Doch Locatelli hat den Ball nicht mitgenommen um weiter nach links, aus Yann Sommers Perspektive nach rechts, zu verschieben, um die Abwehrspieler zu passieren. Nein, Locatelli schließt direkt und hinter den beiden ca. 16 Meter vor dem Tor stehenden Abwehrspielern ab.
    Yann Sommer steht daher nicht zentral, noch scheinbar bereit für den Abschluss. Zudem bewegt er anstelle das Ballnahe Bein das Ballferne Bein, bringt damit sein Gleichgewicht und seine Ausgangslage klar ein eine nachteilige Position, zudem entfernt er sich zusätzlich mehr vom Ball, als sich darauf zu zubewegen. Schon beim Abschluss ist seine Ausgangslage nicht optimal, aber für die Distanz noch im Bereich des Möglichen, denn der passierende Ball zeigt, daß die Distanz zwischen Torwart und Ball gar nicht so groß und weit gewesen war, sondern Yann Sommer wahrscheinlich nicht mal 2 Meter hätte überbrücken müssen, um diesen Ball zu halten. Doch da er keinerlei Gewicht auf dem Ballnahen Fuss hat, die tiefe Stellung seiner Hüfte zwischen den Füssen zudem eine rasche Gewichtsverlagerung verhindert und sein Auftakt nicht mit dem Ballnahen Bein geschied, kann er einfach keine Abwehrbewegung einleiten. Er hat sich mit der Bewegung des rechten Beines, seiner tiefen Ausgangsstellung und der nicht optimalen Ausgangsposition völlig selbst blockiert. Dabei wäre die falsche Ausgangsstellung nicht mal tragend gewesen, aber der falsche Beginn, zusammen mit dem extrem tiefen Stand blockieren Yann Sommers Bewegung letztendlich.
    Somit kann man abschließend sagen: Der Ball ist absolut ein KANN-Ball, also ein Ball auf das Tor, den man halten KANN. Aber von einem Torwart, der als Bester seines Landes gilt, der zudem in einer Mannschaft mit internationalen Ambitionen spielt, sogar in vieler Hinsicht als Paradebeispiel des Torwartspiels gilt, erwartet man, daß er einen solchen Ball ablenkt. Es ist also ein MUSS-Ball. Diesen Ball muss ein Torwart in dieser Klasse einfach halten, und das es nicht passiert, ist ein Beispiel, warum die Schweiz dann letztendlich es nicht geschafft hat.
    Yann Sommer reihte sich mit seiner Leistung damit nahtlos in die Leistung der Mannschaft ein, befriedigend, ausreichend, aber nicht herausragend oder sogar überragend. Sein Gegenüber im Tor der Italiener war deutlich motivierter und deutlich herausragender.
    Dies kann man dann auch im letzten Gegentor des Spieles sehen, denn auch dieser Ball ist mehr als ein KANN-Ball. Denn Yann Sommer erreicht diesen Ball, doch seine Körperhaltung, seine Handführung... alles passt nicht. Doch dieser Ball ist ein Aufsetzer, daher wesentlich schwerer und daher auch wenn er diesen so erreicht kein MUSS-Ball, aber eben ein KANN-Ball. Und in internationaler Klasse wird im internationalen Vergleich eines solchen Turniers nur der weiter kommen, der von diesen KANN-Dingen einfach mehr verwertet und zu seinen Gunsten nutzt.
    Lassen wir das, war nie eine Leuchte...

  23. #373
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    Durch die Zusammenfassung wurde ersichtlich, dass auch das 0-2 und 0-3 haltbar war. Desaströs für so einen renommierten und erfahrenen Keeper.
    Geändert von eugen (21.06.2021 um 17:29 Uhr)

  24. #374
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    Wie er jedes mal bei einer seitlichen Parade auf dem Bauch landet sieht schon merkwürdig aus



    die Wachtel

  25. #375
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    Letztendlich hat er im kompletten letzten Jahr leider gezeigt, dass er mittlerweile zwischen Top und Flop schwankt und damit leider nur Mittelmaß bleibt. Die ganz große Bühne gehört den Schweizer Keepern so leider nicht. Genau wie Bürki hat er leider seine Bereiche, wo die Schwächen so eklatant sind, dass es für höhere Aufgaben als in Gladbach leider nicht reicht.

  26. #376
    torwart.de-Team Avatar von Steffen
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    Das kommt nur, weil die Torleute beim seitlich fallen irgendwann einfach nicht mehr können.
    Du kannst nicht die ganze Zeit seitlich auf deine Seite knallen... Da den meisten Torleuten nur eingetrichtert wird, daß diese seitlich liegen sollen, nicht überdrehen dürfen, nicht auf den Rücken fallen sollen, fallen diese wirklich immer komplett seitlich.
    Ich habe das in einem Video schon mal erklärt: Du kannst das einfach von der ganzen Physis her nicht, dafür ist dein Körper nicht gemacht.. nach ein paar Jahren dieses tuns macht halt dein Körper schlapp.
    Das Torwartspiel ist so schon ungesund genug, weshalb kaum im hohen Alter man noch Paraden sieht, aber diese Sache mit seitlich fallen verstärkt es einfach noch.

    Irgendwann weicht der Körper halt aus und macht es so, daß es weniger die Stellen belastet, die da vielleicht schon ein Stück vorgeschädigt sind.... es ist leider das Problem, daß sich zu wenige Tw Trainer Gedanken um das Fallen machen... und dann ist halt irgendwann körperlich wirklich Schluss.
    Lassen wir das, war nie eine Leuchte...

  27. #377
    Legende Avatar von Bela.B
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    Hielt gestern den entscheidenden Elfmeter gegen Mbappe
    ohne Gegenstimmen gewählter Torwart.de User der Jahre 2016 und 2017.
    Danke an alle Beteiligten.

    Es gibt nur einen Gott
    BELAFARINROD

  28. #378
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    Ganz schwaches Spiel von ihm gegen Leverkusen. Beim 1. Tor guckt er wieder nur dem Ball hinterher und bei 3 und 4 fehlen ihm Zentimeter, die richtige Handhaltung und die nötige Sprungkraft.

  29. #379
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    Hier die Bilder

    https://www.youtube.com/watch?v=_aklWwBPo58


    @Bela.

    Tor 3 war das abgefälschte. Da gebe ich ihm keine Schuld. Aber insgesamt sehr schlechtes Spiel von Ihm



    der Wächter

  30. #380
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    Zitat Zitat von derwaechter Beitrag anzeigen
    Hier die Bilder

    https://www.youtube.com/watch?v=_aklWwBPo58


    @Bela.

    Tor 3 war das abgefälschte. Da gebe ich ihm keine Schuld. Aber insgesamt sehr schlechtes Spiel von Ihm



    der Wächter
    Sorry, stimmt, ich meinte das 2. Gegentor.

  31. #381
    torwart.de-Team Avatar von Steffen
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    Das Hinterhergucken hat er aber schön länger und oft glaube ich, daß er sich da ein Stück verzockt oder spekuliert... Er steht dann oft wie zementiert, er ist in seiner Haltung betoniert. Das ist so ein Sommer Ding... schaut man sich Kobel an, der hat das ganz selten, sondern der macht, was ich gern bei Torleuten sehe: Bewegung fertig machen, AUCH WENN MAN DEN BALL NICHT ERREICHT!

    Denn das durfte ich auch lernen: Bewegungen und ausgeführte Bewegungen werden nur dann besser, wenn man Fehler macht. Denn nur dann lernen wir, unsere Bewegung besser auf andere beeinflussende Faktoren abzustimmen. Führt man keine Bewegung aus, wird der ganze Ablauf nicht abgerufen und damit nicht optimiert... irgendwann ist dann eine Blockade antrainiert: Wenn es nicht passt, wird keine Bewegung abgerufen.
    Ich glaube, da ist ein Bolzen drinnen...
    Lassen wir das, war nie eine Leuchte...

  32. #382
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    Starkes Spiel von Ihm gegen Italien.

    https://www.youtube.com/watch?v=hfzygTRL73o



    der Wächter

  33. #383
    torwart.de-Team Avatar von Steffen
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    Analyse der Tore in Gladbach gegen Stuttgart

    Immer wieder stellt man sich die Frage, ob Tore durch den Torwart zu verhindern gewesen wären. Oft stellt sich sogar die Frage, ob ein Torwart einen Ball nicht halten muss. Dies führt zu den Dingen, die wir Kann oder Muss Bälle nennen. Kan Bälle sind Tore die Fallen, wobei in der Nachbetrachtung festgestellt werden kann, daß der Torwart mit kleinen Änderungen, z.B. einer kleinen Stellungskorrektur, einer anderen Entscheidung, oder einer alternativen Bewegung einen Ball hätte halten können, ein Tor so hätte verhindern können. Aber bestimmte Umstände haben dies verhindert. Es sind Bälle wo alles passen muss, dann holt man diese Bälle und verhindert Tore. Die Fertigkeiten und Fähigkeiten des Torwarts ermöglichen, daß er diese Bälle halten KANN - doch diesmal hat es nicht gepasst.
    Muss Bälle hingegen sind Bälle, da diskutiert man nicht lange. Es sind die Bälle, die ein Torwart nicht bloß halten kann, sondern schlicht halten muss. Oft sind kleine technische Nicklichkeiten Ursache dafür, daß ein solcher Ball trotzdem passiert - wir sind nicht fehlerfrei als Torleute, aber trotzdem entbindet es uns nicht davon, daß Torleute auf einem bestimmten Niveau auch einem Anspruch gerecht werden sollen, und daher bestimmte Nicklichkeiten und Fehler nicht machen sollten. Es sind diese Bälle, für die selbst ein Kreisliga Torwart vom Trainer - zumeist zurecht - kritisiert wird (um es freundlich auszudrücken!)
    Ein Ball der also in klarer Reichweite ist, aber der Torwart sich nicht wahrhaftig streckt, ein Ball, der in Abdruckreichweite ist, aber der Torwart nur kippt - das sind dann keine Kann Bälle, es sind schlicht Muss Bälle, die ein Torwart auf einem bestimmten Leistungsniveau, wo man die technischen Grundlagen (anders als in der Kreisliga) schlicht voraussetzt und daher erwarten darf. Muss Bälle sind also die Steigung der Kann Bälle, kann man nicht bloß halten, die muss man halten - als Torwart.

    Es ist Samstag, der 16.10.2021. Anpfiff im Borussia Park war um 18:30 Uhr, daß Wetter war kühl, aber trocken - ideale Fussballbedingungen. Gladbach gegen Stuttgart, Yann Sommer gegen Fabian Bredlow. Das Endergebnis: 1 zu 1
    Zwei Tore, zwei Situationen, die wir beleuchten wollen, da beide Tore aus der Distanz gefallen sind. Gegen Bredlow waren es knapp über 16 Meter, gegen Sommer sogar über 22 Meter
    in der 15 Minute trifft Konstantinos Mavropanos zum Führungstreffer für Stuttgart, bevor Jonas Hofmann in der 42. Minute den Ausgleich erzielt. Beide Male lag die Torwahrscheinlichkeit, also die Wahrscheinlichkeit, daß ein Abschluss aus der Distanz und Situation zum Tor führt, bei nur 2%... trotzdem sind diese Tore gefallen.
    Wir richten daher das Augenmerk auf die Torleute und schauen, anhand des frei verfügbaren Video Materials von Sportschau.de auf Youtube unter Sportschau, Highlights, Gladbach gegen Stuttgart, Bundesliga ob die Torleute hätten diese Tor verhinden können, oder sogar hätten verhinden müssen



    Beginnen wir daher immer im Moment der Schusslösung, also in dem Augenblick, da der Ball den Fuss verläßt. Hangeln wir und dann in Bildern von Moment zu Moment, bis der Ball die Torlinie überschreitet.

    Dies ist im Video bei Minute 2:01 Bild 15 der Fall.
    Hofmann bekommt den Ball zugespielt, legt sich den Ball vor und mit Anlauf läd er mit dem Vollspann ab. Dies sit eine Sistanz zum Tor von ca. 23 Meter, fast 24 Meter. Der Ball legt aufgrund der Diagonale aber deutlich über 25 Meter zurück.
    Yann Sommer hat in der Situation freie Sicht auf Ball UND Schützen, die Kette aus 5 Mann steht auf der 16er Linie. Yann Sommer steht ca. einen Meter zentral vor dem Tor
    2:01 Bild 22 - der Ball passiert die 16er Markierung, Yann Sommer beginnt mit einer Bewegung nach rechts. Aufgrund der Bildanzahl von ca. 7 Bildern und der Distanz von ca. 7 Metern bis zur Strafraummarkierung können wir die Ballgeschwindigkeit auf ca. 90 km/h festsetzen, also durchschnittlich für einen Bundesligaspieler im direkten Abschluss.
    2:02 Bild 1 - Yann Sommer leitet eine Bewegung zum Ball ein
    2:02 Bild 2 - Yann Sommer läßt die rechte Hand fallen und neigt sich weiter Richtung Ball
    2:02 Bild 6 - Yann Sommer streckt die rechte Hand richtung Ball, er ist deutlich tief, der Ball hat den Torrraum fast erreicht
    2:02 Bild 8 - Yann Sommer stemmt sich mit dem rechten Bein ab, der Ball ist nun direkt auf bzw. leicht im Torraum
    2:02 Bild 10 - Yann Sommer streckt sich zum Ball, Auffällig ist, daß er ausschließlich die rechte Hand benutzt, die linke Hand "flattert" der Bewegung hinterher und wird gar nicht eingesetzt oder in die Bewegung eingebunden
    2:02 Bild 11 - der Torart streckt sich nun, der Rechte Arm ist voll gestreckt und soll den Ballweg blockieren.
    2:02 Bild 12 - der kritische Moment. Hier müßte die Hand den Ball berühren. Auffällig: Yann Sommers Kopf ist sehr hoch, auch sein Körper ist noch deutlich über dem Boden
    2:02 Bild 13 - Der Ball hat den Torwart passiert und überttitt bei Bild 15 die Torlinie. Bei Bild 15 liegt der Torwart nun am Boden mit einer deutlichen Spannung der linken Rumpfmuskulatur, so daß sein Körper eine gekrümmte Haltung einnimmt. Der Torwart gleitet dabei über 1,5 Meter über den Rasen aus und bekommt erst bei 2:03 Bild 2 langsam wieder Kontrolle (Newtons Gesetze)
    Aus dieser Perspektive sehen wir nicht viel vom Torwart und seinen Bewegungen. Da der Ball aber rund 2,5 Meter, höchstens 3 Meter vom Torwart entfernt die Torlinie übertritt, ist die Erwartung groß, daß ein Torwart in der Zielverteidigung einen sollten Ball ablenken und das Tor verhindern können sollte
    In Minute 2:13 Bild 2 sehen wir den Abschluss aus einer anderen Perspektive. Dabei fällt uns auf, daß Yann Sommer eben nicht zentral vor dem Tor steht, sondern um ca. 1 Meter nach links versetzt zur Zentralachse des Spielfeldes steht.
    2:13 Bild 12 - Yann Sommer setzt einen Auftakt nach recht aussen und vorn, die Hand ist tief, der Ball hat gerade den Abwehspeiler passiert.
    2:13 Bild 18 - Yann Sommer geht in den Abdruck. Die rechte Hand wird zu Boden und in die Schnittachse der Ballflugbahn geführt
    2:13 Bild 21 - erst jetzt beginnt der Körper von Yann Sommer sich in Ballrichtung zu bewegen, erst jetzt kommt die Dynamik in seinen Körper, da ist der Ball aber schon an der Torraumgrenze
    2:13 Bild 22 - Kopf und Körper sind noch sehr hoch, der Abdruck ist nicht tief genug, der rechte Arm ist gestreckt, die Hand reicht von schräg oben nach schräg unten
    2:14 Bild 1 - Der Moment der Wahrheit: Yann Sommer ist im Abdruck, nur leider zu verschwommen, aber es ist der Moment, wo die Hand hinter dem Ball sein müßte, um diesen abzulenken...
    2:14 Bild 6 - Der Ball passiert die Torlinie
    Immer noch haben wir zu wenige Details, um die Bewegung von Yann Sommer genau analysieren zu können, dies ist sehr schade, denn einen solchen Ball, der ist haltbar, man kann diesen Ball verteidigen... ob man ihn allerdings verteidigen muss, können wir aufgrund der Unschärfe nicht klären.
    Minute 2:16 Bild 3 - die Hintertorkamera, der Moment des Abschlusses. Deutlich ist Yann Sommers typische, sehr breite Grundstellung zu erkennen, sein Gewicht ist leicht nach rechts verlagert.
    Bis Bild 20 macht Yann Sommer nichts, ausser sich zu einem Auftakthopser aufzuschwingen
    2:16 Bild 21 - Yann Sommer bewegt den rechten Fuss
    2:17 Bild 1 - der rechte Fuss ist gesetzt, die Fussspitze zeigt aber nicht wirklich in Ballrichtung, trotzdem ist das Gewicht leicht nach rechts verschoben
    2:17 Bild 10 - Yann Sommer hat von Bild 1 bis Bild 10 sein Gewicht auf den Rechten Fuss verschoben, steht aber noch sehr aufrecht.
    2:17 Bild 12 - Der rechte Fuss wir in Ballrichtung gedreht und angehoben
    2:17 Bild 15 - der rechte Fuss wird angehoben. Er hat hier schon keinen Bodenkontakt mehr, der linke Fuss schiebt Yann Sommers Hüfte aber in Ballrichtung, der Oberkörper bleibt sehr aufrecht.
    2:17 Bild 20 - der rechte Fuss ist immer noch ohne Bodenkontakt, die Hüfte ist nun tiefer und der Oberkörper leicht gesenkt, der Ball ist nun ganz deutlich sichtbar und bewegt sich auf Yann Sommers Tor zu
    2:17 Bild 23 - der rechte Fuss hat immer noch keinen guten Bodenkontakt, ist aber nun nicht mehr seitlich, sondern wurde nach vorn gesetzt, also nach innen und von gezogen. Der Oberkörper ist deutlich tiefer, aber die Bewegung nach rechts über das linke Bein wird nicht weiter geführt, da es nicht mehr viel die Hüfte weiter nach rechts verschieben kann. Die linke Hand ist vor dem Körper auf Hüfthöhe, die rechte Hand hängt seitlich unterhalb des Knies
    2:17 Bild 24 - nun beginnt das linke Bein Bein Yann Sommers Bewegung einzuleiten. Es drückt die Hüfte nun kräftig nach rechts, der rechte Fuss hat immer noch keinen Kontakt.
    2:18 Bild 1 - die Hüftbewegung nach rechts wird deutlicher, die rechte Hand bewegt sich in Richtung der Ballachse, der Oberkörper hat sich weiter gesenkt, der rechte Fuss hat aber immer noch keinen Bodenkontakt.
    2:18 Bild 5 - Der Torwart kippt nun, denn mehr ist nicht möglich, da der rechte Fuss immer noch keinen Bodenkontakt besitzt, alle Bewegung wird nur über das Ballferne linke Bein ausgelöst, welches die Hüfte dynamisch in Ballrichtung schiebt. die Linke Hand ist vor dem Krper, die rechte Hand ist nun in einem leichten Winkel zur Schulter, der rechte Arm bereits gestreckt, die Bewegung der Hand zum Ball ist deutlich.
    2:18 Bild 7 - der rechte Fuss bekommt Bodenkontakt, der rechte Arm ist nun fast im geraden Winkel zur Schulter, die Hüfte wurde durch das linke Bein kräftig in Ballrichtung gedrückt (allerdings mit einer eher mangelhaften Dynamik) Der rechte Fuss wurde eingestellt und leicht nach vorn aufgesetzt, das Knie ist stark gebeugt.
    2:18 Bild 9 - der rechte Fuss bekommt jetzt "Druck", sprich es wird ein Abdruck eingeleitet, der rechte Arm wird weiter in Richtung Ball nach rechts aussen geführt, Allerdings ist Yann Sommers Kopf immer noch oben, so wird das Führen des Schultergürtels nach unten und dem Leitarm folgend ein Stück weit verhindert.
    2:18 Bild 11 - der Torwart beginnt sich abzudrücken, das linke Bein verliert daher an Möglichkeiten und Bodenkontakt, das rechte Bein wird dynamisch kraftvoll gestreckt. Allerdings ist Yann Sommers Kopf immer noch sehr hoch, der Körper kommt so nicht wirklich "runter" und bleibt in einer eher schrägen und sehr hohen Lage.
    2:18 Bild 20 - dies wird nun sehr deutlich... da die Linke hand nicht an der Bewegung beteiltigt ist, sondern nun der Körper ausschließlich über das rechte Bein in Ballrichtung bewegt wird, sehen wir den Ball durch Yann Sommers rechten Arm verdeckt, der Lörper allerdings ist deutlich über dem Boden. Yann Sommer scheint den Ball nicht tief, sondern eher hoch antizipiert zu haben, anders ist die hohe Körperlage nicht zu erklären. Das rechte Bein hingegen ist fast gestreckt, wurde aber nicht sonderlich dynamisch und expansiv gestreckt (wenig Abdruck), der rechte Arm hingegen wird entgegen der Kopfachse über die Schulter aktiv in Richtung Ball gestreckt (Nicht vergessen, der eher aufrechte Kopf blockiert die freie Bewegung des Schultergürtels)
    2:18 Bild 23 - nun ist der Körper gestreckt, dabei ist die rechte Schulter ca. 50 Centimeter über dem Boden, der Körper ist über das rechte Bein und die rechte Schulter gestreckt, die linke, seitliche Rumpfmuskulatur unterstützt und krümmt somit den Körper im Bogen nach oben. Da der Kopf immer noch eher aufrecht gehalten wird, ist der schultergürtel so weiter blockiert und kann sich nicht gut in Ballrichtung ausrichten.
    2:19 Bild 1 - der Moment der Wahrheit. Es fehlen ca. 10 Centimeter. Muss also ein Torwart größer sein, diese Bälle zu halten? Nein, denn Yann Sommer ist nun im Abdruck, beide Füsse sind ohne Bodenkontakt, der Körper ist vollgestreckt, aber leider in der Wirbelsäule nach oben gekrümmt. Der Schultergürtel kann sich daher nicht abwärts und in Ballrichtung bewegen, da Yann Sommers Kopf die Schulterbewegung blockiert.

    Was hätte Yann Sommer besser machen können? Nun, sein Stellungsspiel will ich gar nicht kritisieren. Sicher, wenn er zentraler steht, hält er den Ball auf mit der im Video sichtbaren Technik. So aber steht er etwas aus der Achse und muss daher rund 3 Meter überbrücken. An sich kein Thema, doch Yann Sommers Bewegung ist nicht auf den Abdruck direkt ausgelegt, sondern wird durch das Kippen eingeleitet, also alle Bewegung startet mit dem Ballabgewandten Bein, auch alle Dynamik. Hätte Yann Sommer die Abdruckbewegung, egal ob Einziehen oder Auftakt nach aussen direkt gemacht, den Oberkörper aktiver und deutlicher nach unten geführt und bewußter seinen Körper mit dem Kopf in Ballrichtung geführt, also den Kopf über die Leithand zum Ball "ziehen" lassen - mehrfach hätten diese Kleinigkeiten dazu geführt, daß er denn Ball doch erreicht hätte. Zweifelsohne ein Kann Ball. Doch Yann Sommer ist nicht irgendwer. Yann Sommer gehört zu den gestandenen Bundesliga Torleuten und ist im Blickfeld der Schweizer Nationalmannschaft. Der anspruch, genau diese Bälle zu entschärfen, ist klar. Es sind 23 Meter, mit eigentlich unbedrängter Sicht, den Ball kann man nicht bloß halten, sondern das sind mit der korrekten Technik, die man bei Yann Sommer einfach voraussetzen darf, Bälle die man halten muss.
    Es sind genau die Bälle, an denen der Torwart gemessen wird und wenn das für Yann Sommer neudings Kann Bälle sind, sollte er hinterfragen, ob er wirklich den Ansprüchen der Liga, der Nationalmannschaft und an sich selbst noch gerecht wird. Für einen durchschnittlichen Bundesliga Torwart sind diese Bälle definitiv Kann Bälle, aber für Torleute mit höheren Ansprüchen sind diese Bälle ein Muss.
    Setzt er den Auftakt mit dem rechten Bein früher, stellt das Bein nicht nach vorn, sondern seitlich in Ballrichtung auf, gewinnt er die nötigen Centimeter für einen Abdruck. Doch hier kommt der Abdruck einfach zu spät, ist nicht dynamisch genug und die Kippreichweite ist nicht ausreichend, die etwas über 3 Meter zum Ball zu überwinden. Setzt er den Auftakt korrekt, beginnt früher über das Rechte Bein sich in den Ball zu schieben, bringt den Körper runter, führt mit der Leithand zum Ball, wobei der Kopf tief dem Leitarm wie bei einem Kopfsprung folgt, bildet sich eine gute Linie mit gestreckter Wirbelsäue und einem freien Schultergürtel, der den rechten Arm ungehindert zum Ball durchstrecken läßt, zudem über den kräftigen Druck mit dem rechten Bein er ein Geschwindigkeitsplus gewinnt, sich also deutlich aktiver zum Ball bewegt - dann hält er diesen Ball.
    Doch hier geht zuviel schief, in der Bewegung, im Timing...

    Florian Bredlow erwischt es ungleich schwieriger. Der Ball kommt aus dem Strafraum als Kopfball eines Verteidigers zu Hofmann. Der nimmt den Ball an der rechten Ecke des Strafraums an und lädt mit einem wuchtigen Dropkick direkt ab. Er steht vielleicht 17 Meter vom Tor entfernt, durch die Diagone des Balles in lange Eck sind des daher nicht ganz 20 Meter bis zur Überschreiten der Torlinie.
    Florian Bredlow steht dabei recht aufrecht nahe des rechten Pfostens, ca. einen halben Meter vor der Linie
    5:00 Bild 17 - der Ball verläßt den Fuss des Schützen
    5:00 Bild 21 - Bredlow steht nun breiter, tiefer und hat eine Art Grundstellung mit gebeugten Knien, die Hände sind etwas höher als die Knie
    5:01 Bild 1 - Bredlow hat scih verlagert, aber ein Auftakt ist aufgrund Unschärfe nicht zu erkennen.
    5:01 Bild 5 - der Ball erreicht ca. den Torraum. Auch hier können wir nun ungefähr die Ballgeschwindigkeit ermitteln, denn der Ball benötigt für die ca. 13 Meter bis zum Torraum 0,52 Sekunden, also 13 Bilder - ungefähr. Er ist damit ebenso schnell, wie der Schuss zuvor, also knapp 90 km/h. Man sieht, auch hier, der Ball fliegt mit der durchschnittlichen Abschlussgeschwindigkeit eines Torabschlusses auf das Tor zu. Bredlow hingegen hat sich deutlich verlagert, steht tiefer und scheint auch das linke Bein in Ballrichtung gesetzt zu haben.
    5:01 Bild 8 - Bredlow bewegt sich Richtung Ball, er ist aber zu verschwommen, als das ich irgendwelche Gliedmaßen unterscheiden könnte.
    5:01 Bild 12 - hier kann ich die rechte Hand erkennen, die sich mit einem Arm in Ballrichtung streckt.
    5:01 Bild 14 - zu spät, der Ball ist bereits hinter dem Torwart und passiert bei Bild 16 die Torlinie
    Viel kann man aus der Perspektive nicht sagen, zu wenig ist von der Bewegung des Torhüters zu erkennen. Daher können wir vielleicht in der höheren Perspektive mehr erkennen. Schon hier wird deutlich: Bredlow hatte viel weniger freie Sicht auf den Schützen, denn sowohl ein Spieler (Coulibaly)seiner Mannschaft versucht Hofmann direkt zu stören, als auch in der Schusslinie zwei Spieler seiner Mannschaft und ein Spieler des gegnerischen Teams stehen. War bei Sommer der Strafraum frei, stehen die Mannschaften hier im Strafraum und nur der Torrraum ist frei.
    5:13 Bild 1 - der Ball verläßt den Fuss des Schützen. Wie bereits erwähnt, steht Bredlow ca. 1 Meter vom rechten Pfosten entfernt, ca. 05, Meter vor der Linie und recht aufrecht.
    5:13 Bild 5 - Florian Bredlow hat seinen Stand verändert, er steht breiter und tiefer, auch mehr in Grundstellung
    5:13 Bild 10 - der linke Fuss macht eine Bewegung nach links, wie es scheint.
    5:13 Bild 17 - die Hüfte wird nach links verschoben, Florian Bredlow steht tiefer und sein Gewicht wirkt nach links verlagert
    5:13 Bild 19 - definitiv bewegt sich Florian Bredlows Hüfte nach links, er scheint das Gewicht zu verlagern
    5:13 Bild 23 - der Oberkörper hat sich gesenkt, das Gewichtig ist auf dem linken Bein / Fuss, die Hand bewegt sich zum Ball
    5:14 Bild 1 - Florian Bredlow agiert zum Ball, seine linke Hand streckt sich Richtung Ball, sein Gewicht liegt vollständig auf dem linken Fuss, sofern man es aus der Perspektive annehmen darf.
    5:14 Bild 6 - Definitive Schräglage von Florian Bredlow in Richtung Ball, die Linke Hand ist noch nicht gestreckt, agiert aber in Richtung Ball
    5:14 Bild 7 - das linke Bein ist gebeugt, ob der Fuss Bodenkontakt hat ist nicht sichtbar, aber anzunehmen, der linke Arm nun gestreckt in Richtung Ballflugbahn
    5:14 bild 9 - es erfolgt eine Bewegung zum Ball, aber es ist sehr unscharf.
    5:14 Bild 10 - es ist immer noch unscharf, aber deutlich ist der flache Körper und eine Streckung des Körpers zu entdecken.
    5:14 Bild 11 - es ist eigentlich zu spät, aber zwischen Bild 10 und Bild 11 passiert der Ball die Handlinie von Florian Bredlow, auch das ist deutlich knapp. Florian Bredlow liegt aber deutlich stärker als Yann Sommer wie es scheint, doch dies mag täuschen
    Die Perspektive von hinter dem Schützen bietet nun mehr Anhaltpunkte
    5:21 Bild 1 - Ich muss korrigieren. Es st kein Dropkick, sondern ein Volley - aber Vallspann. Florian Bredlow steht auch nicht nur einen Meter vom Pfosten entfernt, sondern ca. 1,5 Meter und seine Sicht ist definitiv nicht frei, sondern wird durch seine Mitspieler schon etwas eingeschränkt.
    5:21 Bild 17 - Florian Bredlow setzt den linken Fuss nach aussen
    5:21 Bild 21 - die Fussspitze des Torwarts zeigt in Aktionsrichtung!
    5:22 Bild 4 - Florian Bredlow setzt den linken Fuss auf und der Vorderfuss ist belastet, das linke Knie bereits gebeugt
    5:22 Bild 12 - Der Torwart hat seine Hüfte nach links verschoben, die linke Fussspitze ist immer noch belastet , die Ferse angehoben und so wird der "Abdruck" vorgespannt
    5:22 Bild 19 - die Kamera bewegt sich, verzerrt daher den Winkel, aber wir können deutlich sehen, wie der Oberkörper von Florian Bredlow nach unten geht.
    5:22 Bild 24 - eine Abdruckstellung, wobei auch hier die Bewegung verstärkt mit dem Ballabgewandten Bein eingeleitet worden ist, der Oberkörper ist also hinter dem Knie und hinter der Ferse, der Schwerpunkt daher nicht idealerweise über dem Abdruckbein, oder sogar leicht vor der Fussspitze des abdruckbeins, die Hüfte hängt daher leider durch.
    5:23 Bild 1 - das Ballferne Bein ist fast gestreckt, kaum mehr Dynamik kann von diesem Bein ausgehen, die Hüfte und damit der Schwerpunkt ist immer noch hinter der Ferse des Abdruckbeins, aber schön zu erkennen, wie beide Arme zum Ball geführt werden.
    5:23 Bild 4 - die linke Hand öffnet sich und bewegt sich mehr in Richtung der Schnittlinie der Ballflugbahn, das rechte Bein kann die Hüfte nicht mehr verschieben, das linke Bein bekommt nun "Druck", denn die Hüfte kommt endlich über das Fussgelenk
    5:23 Bild 7 - das linke Bein ist immer noch gebeugt, der abdruck wurde und wird nicht gut ausgelöst, das ballferne, rechte Bein kann nicht weiter nachschieben, da der Fuss den odenkontakt verloren hat. Aber man sieht, daß der Schultergürtel freier ist, der Kopf zieht mehr zum Ball...
    5:23 Bild 10 - ein wenig wurde das linke Bein gestreckt, aber es ist immer noch gebeugt. Für einen Abdruck ist das leider unzureichend.
    5:23 Bild 14 - es ist durch, es fehlen gut 30 bis 40 Centimeter um den Ball zu erreichen und ablenken zu können... Auffällig: Immer noch ist das linke Bein in einem 90 Grad Winkel... Florian Bredlow ist daher fast ausschließlich zum Ball gekippt, und hat sich nicht über das Ballnahe Bein in den Ball geschoben. zu wenig Geschwindigkeit, zu wenig Dynamik und zu wenig Reichweite sind die klare Folge. Erst in Bild 20 erreicht das Ballnahe Bein eine Streckung, da liegt Bredlow aber schon auf dem Bauch und rutscht über den grünen Rasen des Borussia Parks

    die Hintertorkamera kann kaum mehr Anhaltspunkte geben, als wir bereits haben: Florian Bredlow drückt nicht mit dem Ballnahen Bein. 5:30 Bild 19 ist die Schusslösung
    5:33 Bild 9 - Florian Bredlow kommt ins Bild. Etwas Spät, denn der Ball hat bereit Stindl passiertund dürfte daher ca. auf der Höhe des Torraums sein.
    5:34 Bild 1 - wir sehen die Gewichtsverlagerung und den Auftakt des Torwarts, aber auch wie sehr seine Hüfte durchhängt und nicht vor dem Ballnahen Bein verlagert ist. Zwar wissen wir, daß das Ballferne Bein die Hüfte weiter in Richtung Ball verschiebt, aber von einem dynamischen abdruck ist der torwart weit entfernt, da er sein Gewicht so nicht mit dem Ballnahen Bein in Ballrichtung bewegen kann, es würde im wahrsten Sinn des Wortes nach "hinten losgehen"
    5:34 Bild 9 - wie sehr nur das Ballferne Bein arbeitet, sieht man in diesem Bild überdeutlich. Florian Bredlow ist ausschließlich mit Hilfe des Ballfernen Beines zum Ball gekippt, arbeitet daher mit Körperlänge, nicht mit einer dynamischen und damit aktiven Bewegun zum Ball. die Hüfte ist deutlich hinter dem Ballnahen Bein, er kann daher nur "rückwärts" abdrücken, ein Abdruck zur Seite oder nach vorn ist so kaum möglich.
    5:34 Bild 16 - nun hat der ballferne Fuss den Bodenkontakt verloren, doch immer noch wird zu wenig über das Ballnahe Bein gearbeitet, um den Körper in Richtung Ball aktiv durch Strecken des ballnahen, linken Beines zu beschleunigen und zu bewegen.
    5:34 Bild 18 - kaum Streckung des linken Beines, der Ball hat die Bewegungslinie des Torwarts passiert und kann nicht mehr erreicht werden

    Abschließend betrachtet: Definitiv ein Kann Ball. Ein Muss Ball ist schwer, denn auch wenn es sich hier um einen Bundesliga Torwart handelt, ist dieser nur der Ersatztorwart und zudem war die freie Sicht deutlich eingeschränkter als bei seinem direkten Gegenüber. Aber ja, hier sieht man die Unterschiede: Den einen Ball muss man halten, den anderen Ball kann man halten. Florian Bredlow wird das sicherlich in der Video Analyse selst erkennen, daß er diesen Ball halten kann.
    Auch hier, was hätte er besser machen können: Eigentlich macht er fast alles richtig, doch anstelle das Gewicht der Hüfte über den Fuss hinauszuschieben und damit das Fallen unumkehrbar zu machen, damit aber alle Last und Möglichkeiten auf das ballnahe Bein zu verschieben, hängt seine Hüfte durch und der ballnahe Fuss kann keinen Abdruck erzeugen. Florian Bredlow kann nie wirklich durch Strecken des linken Beines seinen Körper dynamisch Bewegen, sondern kippt ausschließlich mit dem Ballfernen Bein. So ist seine Reichweite deutlich eingeschränkt. Hätte er sein Gewicht mehr über den Ballnahen Fuss verschoben und diese Bewegung durch Strecken des Ballnahen Beines in einen Abdruck (flach) fortgeführt, er wäre in einem dynamischen Bewegungsfluss knapp über dem Boden durch die Luft hinter den Ball geglitten. Da seine Arme sehr gut in Position waren, der Schultergürtel zudem frei und leicht nach vorn gedreht waren, er hätte diesen Ball vielleicht sogar ergreifen können - und damit sichern können.
    So kippt er nur zum Ball - und damit fehlt es an Dynamik und Reichweite.
    Bei Yann Sommer darf man daher von einem Muss Ball sprechen, reden wir hier von einem erfahrenen Nationaltorwart, bei Florian Bredlow sprechen wir von einem Kann Ball, den man mit den richtigen Entscheidungen und der korrekt durchgeführten Technik definitiv erreichen und abwehren kann.
    Lassen wir das, war nie eine Leuchte...

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