Opti,
ich stimme dir zu.
Geld macht vieles kaputt. Doch warum fordern ausgebildete Trainer auch immer gleich Geld?
Richtig, der Markt gibt es zum Teil her, aber es ist grausam, daß es dennoch so ist.
Die Verhältnisse bleiben davon unangetastet.


Machen wir ein weiteres Beispiel, welches ich in meinen Aufzeichnungen gefunden habe, aber gestern nicht mehr einstellen konnte:

Training der F1 Jugend im Sommer bei 30° C
Im Tor ein wackerer kleiner Bursche, der seine Sache sehr gut macht. Hinter seinem Tor der Torwarttrainer. Er kritisiert bei jeder Spielunterbrechung das Stellungsspiel. mißglückte Abschläge werden sofort kritisiert und überdeutlich nochmals demonstriert, wie der Abschlag durchzuführen ist.
Aktionen werden bis ins Detail beleuchtet und dem Torhüter dargelegt.
Nach dem Spiel nimmt sich der Towarttrainer 10 Bälle und beginnt das Training.
Dazu beleuchtet er zunächst alle Spielaktionen des Trainingsspiel und erklärt, wie diese besser zu machen seien, was er ggf. mit Bällen, die dann Positionen von Spielern verdeutlicht, wie der Torwart zu agieren hat.
Nun beginnt das eigentliche Torwarttraining.
10 Bälle in einer Reihe vor dem Tor. Der Torhüter schlägt am linken Pfosten an und muss den Ball in die rechte Ecke halten.
Nach einer kurzen Pause die andere Seite.
Auch hier wird der Torwart sofort kritisiert, ohne das Training zu unterbrechen. Die knappe aber deutliche Kritik ist sehr klar auch in 100 Metern zu hören.
Übung Nummer 2 ist dann, daß der Trainer nun Abschläge üben läßt.
10 Stück und auch hier wird die Weite, wie auch die Ausführung penibel überwacht, analysiert und kritisiert.
Der Trainer geht nun zum Training hoher Bälle über. Er wirft aus rund 15 Meter die Bälle auf das Tor, der Torhüter soll diese nun sichern oder über die Latte lenken.
Der Trainer kritisiert und korrigiert seinen Torwart nach jedem Ball vom Standpunkt aus, wozu er sich seiner lauten Stimme bedient.
Danach sind 5 Abwürfe und 5 mal Rollen auf dem Programm. Auch hier kontrolliert der Trainer die Wurfweite und Präzision, die er peinlichst überwacht und korrigiert.
Nun wieder hohe Bälle, doch er in Form von langen Flugbällen, die der Torhüter ablaufen soll, und möglichst im oberen Korbgriff fangen soll. Da dies ein Augenmerk zu sein scheint, muss der Torhüter für jeden Ball, den er nicht sicher fängt oder faustet, sofort 10 Liegestützen machen.
Nach dieser Übung, es sind nun rund 30 Minuten vergangen, schießt der Trainer zum Abschluss lockere Dropkicks auf das Tor.
Nach rund 40 Minuten ist das Training zu ende, der Torwart geht in den Schatten, trinkt etwas und wankt dann in Richtung Kabine, wo er von freudigen Eltern aufgrund des tollen Trainings empfangen wird.