Ergebnis 1 bis 50 von 253

Thema: Der Hüpfer - sinnig oder unsinnig?

Hybrid-Darstellung

Vorheriger Beitrag Vorheriger Beitrag   Nächster Beitrag Nächster Beitrag
  1. #1
    torwart.de-Team
    Registriert seit
    05.02.2006
    Beiträge
    25.816
    Blog-Einträge
    41

    Standard

    Sievers korrigiert bei Enke eigentlich nie etwas. Entweder sieht er dafür kein Bedürfnis (was eigentlich Quatsch ist, da sich jeder noch verbessern kann), oder - was ich als realistischer betrachte - er hat nicht ganz so viel Ahnung von der Materie. Sein "Torwarttraining" ist auf jeden Fall nicht gerade bundesligareif...
    Farblegende: Moderator | Privatperson

  2. #2
    Welttorhüter
    User des Jahres 2010
    Avatar von Manuel
    Registriert seit
    09.09.2008
    Ort
    nähe Stuttgart
    Beiträge
    4.846

    Standard

    Wie kann das sein ? Können die verantwortlichen sowas nicht erkennen, weil sie selbst zu wenig Ahnung davon haben ?
    Wenn es wirklich so ist (Ich persönlich kann das nicht beurteilen), wieso "beschweren" sich die Torhüter nicht ?
    Es muss ja dann bessere Alternativen geben.


  3. #3
    Newcomer des Jahres 2008
    Nationale Klasse
    Avatar von Mörv1992
    Registriert seit
    04.05.2008
    Ort
    zwischen Hagen und Wuppertal
    Beiträge
    2.060

    Standard

    Bin ganz deiner Meinung Manuel. Ein Nationaltorwart MUSS gutes Torwarttraining bekommen.
    Naja und BTT.
    ...



  4. #4
    torwart.de-Team
    Registriert seit
    05.02.2006
    Beiträge
    25.816
    Blog-Einträge
    41

    Standard

    Ist ja auch nur mein subjektives Befinden... Ich bin ja nicht jeden Tag dabei.
    Farblegende: Moderator | Privatperson

  5. #5
    torwart.de-Team Avatar von Steffen
    Registriert seit
    05.02.2006
    Ort
    Frankfurt am Main
    Beiträge
    9.508
    Blog-Einträge
    167

    Standard

    Mal abgesehen davon, daß hier einige Vergleiche zu den Myosin- und Actin Filamenten nicht ganz der Theorie entsprechen, wie die Sache mit dem Bogen, und dann auch der Vergleich mit dem Boxsack auch nicht treffend ist, könnt Ihr alle den Hüpfer gern machen.
    Der Vergleich mit der Sperrklinke, den Heiksen mal gar nicht verstanden hat, ist nun leider der treffendse, soweit wie man eben diese Sache versteht.
    Vom plyometrischen Standpunkt aus gesehen ist die Sache jedoch nicht gegeben, zwar würde der Hüpfer vorher einen Effekt auslösen, doch das ist dann eher eine Sache die das Training und die Ausbildung der Muskeln betrifft, nicht aber wirklich den "Sprung" danach verlängert.
    Denn was Heiksen anspricht macht man in der Plyometrie sehr häufig, doch das macht man, um einfach die Muskulatur zu trainieren und diese besser zu auszubilden, also im Laufe des Trainings einen messbaren Effekt zu bekommen. Für den Sprung ist die Sache erst einmal recht unerheblich.

    Aber lassen wir das, vielleicht beschäftigt sich mal einer von Euch später ausführlicher mit dem Thema. Denn leider funktioniert unsere Muskulatur nicht wie eine Feder oder ein gespannter Bogen, sondern wenn man über Myosin und Actin spricht, dann wie eine Sperrklinke mit Knackenstange.

    Zum Thema Hüpfer kann ich nur sagen:
    Ich kann es so oder so halten, für mich ist einfach wichtig, daß im Moment wo der Torwart reagieren muss, er einfach bereit sein muss, um seine Parade einzuleiten.
    Das bedeutet für mich, wie TKrauti es sagt: beide Füsse auf dem Boden

    Und bei den meisten Trainings, die ich bisher gesehen habe, legten die TwT keinen Wert auf den Hüpfer. Er wurde meist toleriert, eigentlich nicht bemängelt, aber ganz bestimmt wurde er nicht ausgebildet oder aktiv gefördert.
    Ich habe in keinem Jugendtraining bisher gesehen, daß man dies Jugendlichen beibringt, noch auf einem Lehrgang gehört, daß es dafür Übungen gäbe.

    Das ist alles, was ich zu dem Thema sagen will, ausser man bringt endlich mal mehr Fakten auf den Tisch als eine wachsweiche Erklärung zu Myosin und Actin Filamenten.

    Oliver Kahn im Training

    P.S. Für alle die das Interessiert: Präzisere Infos gibt es schon, was mit einem Prozess zusammen hängt, den man Dehnungs-Verkürzungs-Zyklus nennt.
    Und man kann auch darüber Diskutieren, Problem ist aber, daß die Erklärungen und Muster hier nicht weit genug sind und daher so allein keine Aussage haben.
    Geändert von Steffen (21.04.2009 um 10:30 Uhr)
    Lassen wir das, war nie eine Leuchte...

  6. #6
    torwart.de-Team Avatar von Schnapper82
    Registriert seit
    05.02.2006
    Beiträge
    8.391
    Blog-Einträge
    18

    Standard

    Ich habe es ja bereits weiter oben gesagt. In der Jugend habe ich diesen Hüpfer auch gemacht. So ungefähr bis ich knapp 17 war. Dann habe ich das TWT in der ersten Mannschaft, damals Oberliga mitgemacht. Der Torwarttrainer hat mir den Hüpfer abgewöhnt und seitdem halte ich viel mehr Bälle sicher fest, wo ich früher nur abklatschen konnte, weil ich nicht schnell genug war. Ich spreche nur für mich und ich mache den Hüpfer nicht mehr, da er mich Zeit kostet. Was positives kann ich dem Hüpfer nicht abgewinnen.
    In stillem Gedenken an Spideratze und Robert Enke.
    Lasst uns rausgehen und Bälle fangen, Spiele gewinnen und was noch viel wichtiger ist:
    Lasst uns jede Sekunde des Lebens leben und geniessen - nichts ist für immer ! ! !

  7. #7
    Freizeitkeeper
    Registriert seit
    05.02.2006
    Beiträge
    41

    Standard

    Hallo!

    Da ich ja kein Fachmann bin, hab ich meine Schwester (Sportmedizinerin) eben kontaktiert und sie nochmal zu der Thematik befragt.

    Der Fachbegriff zu der ganzen Geschichte nennt sich "Dehnungs-Verkürzungs-Zyklus". Bei der ganzen Geschichte spielt besonders auch die Elastizität der Sehnen eine Rolle und verstärken den Effekt. Zugegebenermaßen habe ich bei meinen Ausführungen diesen wichtigen Aspekt nicht mit beleuchtet und auch ansonsten eher einfache Erklärungen geliefert.

    Hier eine Erklärung von http://www.sport-training.de/st-glossar/dnz.html

    "Mit Dehnungs-Verkürzungs-Zyklus (DNZ) wird eine Arbeitsweise des neuromuskulären Systems bezeichnet, bei der der aktivierte Muskel zuerst gegen seine Arbeitsrichtung gedehnt wird (exzentrische Arbeitsweise) und sich dann im unmittelbaren Anschluß verkürzt (konzentrische Arbeitsweise). Man unterscheidet einen schnellen DNZ und einen langsamen DNZ. Der schnelle DNZ kommt bei sportlichen Bewegungen wesentlich häufiger vor (z.B. Stützphasen beim Laufen, Niedersprünge usw.). Vor Beginn der Dehnung ist der Muskel bereits voraktiviert (Vorinnervation), was zur Bildung der Short Range Elastic Stiffness (SRES) führt. Die SRES befähigt den Muskel kurzzeitig der Dehnung zu widerstehen, sofern die Dehnungsamplitude nicht zu groß wird. Dehnungsreflexe sorgen für eine zusätzliche Aktivierung der Muskulatur und damit für die Erhöhung der Kontraktionskraft durch zusätzliche Querbrückenbildung. Durch diese "Stiffnesserhöhung" der kontraktilen Anteile wird ein Teil der dehnungsbedingten Längenveränderung von der Sehne geleistet. Sehnen sind nahezu idealelastisch und können dadurch Energie speichern, die in der konzentrischen Phase der Bewegung wieder freigesetzt wird. Läuft eine DNZ in der beschrieben idealtypischen Weise ab, können bessere Leistungen erzielt werden, verglichen mit rein konzentrischer Arbeitsweise (Schmidtbleicher, D.: Motorische Beanspruchungsform Kraft. In: Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin 38 (1987) 9, 356-377)"
    Hier mal ein Ausschnitt von http://www.pfaelzer-leichtathletik.d...rint.php?id=27

    "Bewegungsverhalten, die sich im Dehnungs-Verkürzungszyklus abspielen, setzen sich aus einer exzentrischen (nachgebender) mit direkt folgender konzentrischer (überwindender) Kontraktion zusammen. Der DVZ ist jedoch mehr als die Summe von konzentrischer und exzentrischer Kontraktion, da im DVZ höhere konzentrische Bewegungsimpulse erzielt werden können als dies bei rein konzentrischer Arbeitsweise der Fall ist. Der DVZ stellt eine eigenständige motorische Qualifikation dar (Komi/Bosco 1978, Bosco 1982, Gollhofer 1987).“
    Und noch etwas dazu von http://www.leistungssport.com/index.php?site=176

    "In sog. Reaktivbewegungen, wie beispielsweise Niedersprüngen, Absprüngen mit Anlauf und schnellen Laufschritten, tritt der sog. Dehnungs-Verkürzungs-Zyklus auf. Es kommt hierbei zunächst zu einer kurzen exzentrischen Dehnung der Muskulatur, verbunden mit einem eigenständigen Innervations- und Elastizitätsverhalten, dann zur konzentrischen Phase, in die die Voraktivierung, die gespeicherte elastische Spannungsenergie und Reflexinnervation aus der vorhergehenden Phase eingehen. Leistungsbestimmend sind hier neben den Faktoren Muskelfaserquerschnitt und -zusammensetzung, das Elastizitäts- und Innervationsverhalten von Muskeln, Sehnen und Bändern. Dieses Elastizitäts- und Innervationsverhalten wird auch als reaktive Spannungsfähigkeit bezeichnet; sie ist die Grundvoraussetzung der Reaktivkraft. Die Reaktivkraft selbst kann als eine Sonderform der Schnellkraft gesehen werden. Die exzentrische Maximalkraft, die bei Dehnung eines maximal kontrahierten Muskels vorliegt, zeigt höhere Werte als die statische Maximalkraft (5 - 40% - je nach Muskelgruppe und Trainingszustand). Der Unterschied wird in erster Linie auf die zusätzliche reflektorische Kraftenftaltung aus dem Dehnungsreflex (Muskelspindelreflex) zurückgeführt" (Grosser/Starischka. 1998, S.42)"

    Ganz wichtig diese Aussage: "Der DVZ ist jedoch mehr als die Summe von konzentrischer und exzentrischer Kontraktion, da im DVZ höhere konzentrische Bewegungsimpulse erzielt werden können als dies bei rein konzentrischer Arbeitsweise der Fall ist."

    Das wollte Steffen ja immer nicht wahrhaben. Nun hast du es aus verlässlicher Quelle.

    Auch wichtig in meinen Augen die Aussage, dass je nach Muskelgruppe und Trainingszustand 5 - 40% höhere Maximalwerte erreicht werden können.

    Damit sollte nun hinreichend belegt sein, dass durchaus ein theoretischer Vorteil besteht. Ich will aber gar nicht bestreiten, dass sich beim Torwartspiel aus anderen Gründen Probleme damit ergeben können.

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1)

Ähnliche Themen

  1. S: Adidas Clima Kahn (2005 oder 2006) oder Kahn Response (2007), Gr. 10 bis 10,5
    Von flippi523 im Forum Marktplatz für Torwart- und Sportartikel
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 16.07.2008, 16:34
  2. Torwart, 23, sucht Verein im Kreis HN oder LB, Kreisliga A oder B
    Von fuebe84 im Forum Torwart-Wechselbörse und Torwarttrainer-Vermittlung
    Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 22.04.2008, 22:36

Stichworte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •