Außer der letzte Absatz, der ist leider nicht sehr positiv![]()
Außer der letzte Absatz, der ist leider nicht sehr positiv![]()
Also auf diese Dehnübungen freue ich mich im Camp ja besonders, wenn du sie uns zeigen möchtest, SteffenIn der alten Halle zeigte Thomas Götzinger so am Nachmittag eine vollständiges Dehnungsprogramm von den Händen abwärts bis zu den Füssen. Er hatte immer wieder Alternative Dehnungsübungen und ließ auch die Diskussion um Dehnen oder Nicht-Dehnen vor dem Wettkampf nicht aus und schilderte seine Sicht auf Beweglichkeit und Vorbeugung muskulärer Probleme durch das Dehnen.
Er schloss die Einheit mit Kräftigungsübungen, die gerade die Stütz- und Haltemuskulatur des Rumpfes stärken sollten. Rücken, Schultern, Brust und Bauch wußte er effektiv mit wenig Aufwand zu stärken und so den Körper zu stabilisieren.
Ansonsten kann ich mich nur anschließen, toller Bericht. Da kriegt man ja richtig Lust Torwarttrainer zu werden (Obwohl man ja nicht dafür immer geschaffen ist)![]()
Believer,
ich musste in den vergangenen 18 Jahren deutlich lernen, daß der Torwarttrainer nichts damit zu tun hat, daß man ein toller Hecht im Tor ist.
Die Anforderung ist völlig anders.
Wo ich als Torwart Fokus auf Bälle halten und Spielgeschehen haben muss, ist als Trainer ein Auge für das Detail in Sekundenbruchteilen nötig. Ich muss keine Bälle mehr halten, sondern präzise werfen und schießen können. Nicht fest, sondern ausschließlich zielsicher.
Ich muss vielleicht Techniken vor machen und auch Übungen demonstrieren können, aber ich muss keine 5 Wiederholungen mehr schaffen oder in der maximalen Leistung ausführen können... aber ich muss wissen, was die Übung bringt und in der Lage sein, für ein Ziel solche Übungen geschickt und sicher zusammen zu stellen.
Und für mich muss ich sagen: Ein guter Torwart macht keinen guten Trainer. Diese Erfahrung musste ich schon oft auf Seminaren und Workshops machen.
Es nutzt also nichts, einen A-Jugend-Bundesliga Keeper zum Trainer der D und C Jugend zu machen, nur weil er Bundesliga ist/war.
Auch ein Trainerschein ermöglichst diesem nur, die Übungen auszuwählen und richtig aneinander zu reihen, wenn er aber Fehler nicht erkennen, ja schlimmer nicht vermitteln kann, damit diese korrigiert werden können, ist das ein K.O. Kriterium für viele Torwart-Trainer. Für mich kommt dann hinzu: Wenn er sich nicht weiter bildet, Austausch pflegt, um Kreativität und Ideenanreize zu bekommen, versucht neue Trainingsmethoden und Trainingsansätze zu verstehen... dann bleibt er stehen und wie will jemand, der sich nicht selbst entwickelt, helfen, seine Torleute zu entwickeln und den immer im Wandel unterlegenen Sport anzupassen und auch deren Leistung damit zu erhalten und den aktuellen Gegebenheiten auszubilden?
Somit ist der Austausch wichtig....
Schau, der Teil 1 des Torwarttrainer Seminars bietet mir kaum Neues. Ich kenne das volle Programm. Es wäre vermessen zu sagen, daß ich diesen Kurs halten könnte.. daher will ich das nicht sagen, aber für mich bietet der Kurs in der Hinsicht nicht wirklich Neues oder Besonders, sondern all was da kommt, an Fragen und an Themen sehe ich als meine Pflicht an, es zu beherrschen.
Warum gehe ich hin?
Es ist der Austausch mit den Teilnehmen, die Diskussionen und auch Ansichten der Dozenten, Referenten und Themen.
Daraus ziehe ich Neues, darauf freue ich mich. Darum gehe ich hin. Nicht wegen Volker Piekarskys Übungen zur Ballgewöhnung, die ich für meinen Teil als nicht unbedingt so wichtig ansehe... auch nicht wegen der Thematik des Aufwärmenes, Dehnen und Funktionsgymnastik, sondern wegen der dabei auftretenden Fragen und der dabei entstehenden Diskussionen....
Und ich will keinesfalls stehen bleiben... wo anders, scheint es mir, als ob es genügt, Bundesliga gekickt zu haben, um die nötige Qualifikation als Torwart-Trainer zu erfüllen. Und scheinbar genügt es auch für immer, man muss sich also nichts Neues aneignen....
Lassen wir das, war nie eine Leuchte...
Das meinte ich ja mit meinem Satz und oh ja, das haben meine Torwartkollegin und ich bei einem Training am eigenen Leib erfahren. Wir hatten uns zusammen gefunden, da es bei uns einen TwT-Wechsel gibt und aktuell kein Torwarttraining stattfindet. Da haben wir uns gedacht: Wir suchen uns eben ein paar Übungen aus und machen zu zweit ein Torwarttraining für uns. Ich habe erst da das erste Mal gemerkt wie enorm wichtig das zielsichere und vor allem gut getimte Werfen des TwT ist. Wir sind halb daran verzweifelt, weil wir für den Absprung und die Geschwindigkeit unseres Partners kein Gefühl hatten und deswegen weder getimted, noch besonders zielsicher den Ball geworfen haben. Leider ist nun das bei den Übungen (bei uns ging es um das Hechten) essentiell.
Deine Haltung wirklich in allen Ehren. Mehr kann ich dazu nicht sagen. Ich kenne diese Haltung ja (wenn ich jetzt kurz einen Vergleich ziehen darf) von sehr sehr wenigen unserer Lehrer und ich kann nur vor jedem dieser wenigen Menschen den Hut ziehen. Als meine Erdkunde-Lehrerin sich über die Haltung ihrer Kollegen aufregte und diesen allseits bekannten, dennoch nicht beachteten Satz "wir müssen doch jeden Tag dazu lernen" benutzte, wollte ich sie abknutschen, glaub mir. Also kann ich gut verstehen, wie das ist, glaube ich. Auch für den Torhüter, der unter solch einem Trainer trainiert.
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