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Thema: DFB U 21: "Neuer, Fromlowitz und Sippel: Kooperative Konkurrenten"

  1. #1
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    Standard DFB U 21: "Neuer, Fromlowitz und Sippel: Kooperative Konkurrenten"

    Neuer, Fromlowitz und Sippel: Kooperative Konkurrenten

    Florian Fromlowitz trägt die Nummer zwölf auf dem Rücken, Tobias Sippel die 23. Und dennoch sind die beiden Tormänner, die der Torwartschule des 1. FC Kaiserslautern entstammen, die Nummer zwei und Nummer drei im Tor der deutschen U 21-Nationalmannschaft. Denn Manuel Neuer ist die unangefochtene Nummer eins im Aufgebot von DFB-Trainer Horst Hrubesch für die Europameisterschaft in Schweden von Montag bis zum 29. Juni in Schweden.

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    Quelle: DFB
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  2. #2
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    Ich finde eine gute Konkurrenzsituation enorm wichtig. Besser gesagt eine freundschaftliche, professionelle Konkurrenz. Hier ist vielleicht Konkurrenz ein sehr vielschichtiges Wort. Es ist viel mehr ein Team, dass gemeinsame Ziele mit Erfolgorientierung verfolgt. Ich hatte in meiner Anfangsphase des Torwart-Daseins keine Konkurrenz. Ganze 3 Jahre lang. Jetzt erfahre ich in meinem neuen Verein, wie es ist, einen zweiten Torwart im Training zu haben. Ich muss sagen: Es ist ein sehr gutes Gefühl. Der Konkurrenzdruck wirkt sich, trotz vielen Selbstzweifeln (s. Thread "Patzer") äußerst positiv auf mich aus. Früher hatte ich enorme Schwierigkeiten meine Leistung zu bewerten, da ich meine Ziele nicht Visualisieren konnte. Ich hatte sie nicht vor Augen, doch jetzt sind sie greifbar nahe. Sie stehen vor mir in der Person meiner Torwartkonkurrenz. Es hilft mir ungemein mit ihnen zusammen beim TwT zu trainieren. Man stachelt sich so gegenseitig in seiner Leistung an, tauscht sich aus. Meine direkte Konkurrentin (ist auch hier im Forum unter dem Namen "Barnaby") ist mittlerweile in der neuen Mannschaft zu einer der Mitspielerinnen geworden, mit denen ich am besten auf dem Platz und außerhalb klar komme. Ich habe gerade in der letzten Woche, in der das Training nicht als ein solches bezeichnet werden konnte, wieder gemerkt, wie enorm wichtig das Training mit ihr zusammen ist und wieviel es mich weiterbringt. Ich habe so mein Ziel personifiziert vor Augen und das macht das Handeln im Tor leichter.
    Zusammenfassend finde ich also, dass eine gute Torwartkonkurrenz die halbe Miete zu einer Verbesserung des Könnens ist.
    Natürlich ist es wichtig, dass hierbei durch den TwT auch die gleichen Chancen und damit Fairness geschaffen wird. Haben beide Torwärte den Anspruch auf die Nummer 1, ist aber der eine Torwart deutlich besser, so kann man das dann als Nummer 2 auch anerkennen. Läuft so alles fair ab, kann trotzdem die Beziehungen zwischen den Beiden für beide durchweg positiv sein.

    EDIT: Wenn du auf dieses Problem hinaus wolltest, Paulianer
    So ist die Situation bei diesen 3 Torwärten anscheinend.

    Hier übrigens ein schöner Beitrag von Steffen, den ich im Thread "Trainingsprobleme bzw. Tage, an denen..." gefunden habe

    Zitat Zitat von Steffen
    Konkurrenz ist nicht die Lösung für die Probleme.
    Konkurrenz belebt das Geschäft, doch nicht immer ist Konkurrenz auch Leistungsfördernd.
    Ist man mental nicht gut drauf, nutzt es nichts, mit einer Konkurrenz die Leistungs- und vor allem mentale Schraube noch mehr zuzudrehen.
    Es gibt Leute die brauchen das.
    Ich hingegen, ich gehe davon ab.
    Bewußt lasse ich meine Torleute wissen, wer und warum einer spielt. Ganz bewußt muß diesen aber auch sein, daß für mich die typische Nummer 1 am Sterben ist. Ich will ein Team aus Torleuten haben. Denn so ein kleines Team, welches Freud und Leid miteinander teilt, ist stärker, als ein einzelner, der von einem oder zwei Torleuen dahinter ständig gegängelt wird.
    Auch im Spiel! Er kan viel gelöster herangehen, denn verletzt er sich, weiß er die Mannschaft in guten Händen. Was nutzt der Stammplatz, wenn die Mannschaft nicht gewinnt? Ihr seit Teil des großen und ganzen, der Mannschaft. Es gibt zwar nur einen Torwart auf dem Platz, doch sich selbst dan immer so herausheben und wichtig machen, ist keine gute Idee. Einer wird spielen, und der sollte zum Team passen, und der sollte einfach auch sich integrieren. Und je besser also ein Team von Torleuten 'funktioniert', desto besser für die Mannschaft. Denn das Team stützt und trägt den, der spielt. Motiviert diesen, anstelle auszuzählen. Im Training sind alle gleich motiviert, denn man ist miteinander dabei.
    Und wenn dann ein anderer spielt, das Team ist da. Man freut sich für die Wahl und ist trotzdem im eigenen Ego nicht verletzt, denn man trägt Teil an der Leistung der anderen.
    Muß man verletzt raus, man legt SEIN Spiel in die Hände des anderen, und weiß, daß er es behandeln wird, wie man selbst. Man verliert daher nichts und hat Vertrauen.... Konkurrenz ist etwas für Egozntriker, nichts für Teamplayer.
    Es gibt diese, ja sicher, aber man muß sie oft einfach ablegen, und aus dem Focus verbannen, möchte man gewählt werden... Denn oft muß man nicht besser sein als andere, wenn man mehr für andere tut und andere unterstützt. Teamfähigkeit ist was oft fehlt, und daher: Denkt auch ihr daran...
    Denkt vor allem daran, wenn Ihr auf der Bank sitzt. Freut Euch nicht über Fehler die der andere tut, sondert fühlt mit, denn so könnte es Euch ergehen.
    Motiviert diesen daher, lasst ihn spüren, daß er nicht allein ist. Geht, auch wenn er es nicht tut, schon jetzt diesen neuen Weg, und zeigt, daß Ihr Teamfähig seit, und nicht eure eigene Egomanie in den Vordergrund gedrückt gesetzt werden wollt...
    Geändert von Believer (13.06.2009 um 15:17 Uhr)
    "Bangerang"

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  3. #3
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    In der U21 gibt es für mich auch keinen richtigen Konkurrenzkampf.
    Neuer ist die absolute Nr. 1 bei einem Bundesligisten und hat CL-Erfahrung. Die anderen beiden Keeper sind zwar talentiert, aber in ihren Vereinen nur Ersatz.
    "Das ganze Stadion wird gegen uns sein. Ganz Deutschland wird gegen uns sein. Etwas Schöneres gibt es gar nicht."
    Oliver Kahn

  4. #4
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    Ich denke, dass die Konkurrenzsituation in einer Nationalmannschaft nicht mit der im Verein vergleichen werden kann. Natürlich möchte auch in der Nationalmannschaft jeder Spieler einen Stammplatz haben, doch insgesamt ist es wohl so, dass man dort eher damit leben kann, wenn man auf der Bank sitzt. Die Erfahrung bei einem großen Turnier dabei zu sein ist wohl genial, unabhängig davon, ob man spielt oder nicht. Auch der Aspekt der Ehre spielt hierbei eine große Rolle, denn was gibt es schöneres als für "sein" Heimatland zu spielen bzw. dazu beizutragen, dass dieses erfolgreich vertreten wird? Hinzu kommt, dass fast jeder Spieler in einer Nationalmannschaft in seiner Vereinsmannschaft einen Stammplatz hat. Da fällt es einem sicherlich leichter auch mal nur zweite Wahl zu sein. Im Verein hingegen ist die Situation eine völlig andere. Wenn man dort "nur" Nummer 2 ist, sitzt man mit relativ großer Wahrscheinlichkeit ein Jahr lang auf der Bank und macht kein Pflichtspiel. Man stellt sich schnell die Sinnfrage: Was hat es für einen Sinn, dass ich mir mehrmals pro Woche den Arsch aufreiße und im Endeffekt dann doch nicht dafür belohnt werde? Der Frustfaktor kann um einiges höher sein. Und hier setzt Steffens Theorie an...
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  5. #5
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    Das ist natürlich wahr. Die Ehre für das eigene Land zu spielen und es international präsentieren zu dürfen hilft über einiges hinweg. Auch Meister hat Recht mit dem Einwand, dass, speziell in der U21, die Konkurrenzsituation eine eher "entschärfte" Lage ist. Erinnern wir uns zum Beispiel an Jens Lehmann und Oliver Kahn, dann ist wohl der Konkurrenzkampf zwischen zwei Torhütern von erstklassigem Format und ähnlich hohem Niveau doch noch eine verbissenere Sache. Obwohl dieser Fall auch etwas besonderes war, finde ich.
    "Bangerang"

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