Zitat Zitat von übergreifer Beitrag anzeigen
Egal wo man dich stellt. Ich stelle mich direkt neben dir und hocke in dieser Ecke auch sehr gerne mit. Auf jedem Fall ein haltbarer Gegentreffer, oder besser gesagt ein wunderschöner Paradenball für den Torwart. Es ist bei Freistößen so, dass je größer die Entfernung ist umso mehr die Torwartecke aufgemacht werden muss. Der Grund ist einfach, dass der Ball aus größerer Entfernung die Zeit hat sich über die Mauer zu senken, ohne dabei massig an Geschwindigkeit zu verlieren. Aus bestimmten Entfernungen und Schusswinkel kann die Mauerecke durchaus nur 60% des Tores abdecken, oder gar weniger bei bestimmten Winkeln. Vielleicht ein halbes Meter mehr nach links hätte er stehen können, und eventuell ein Mann weniger in der Mauer, weil die Entfernung nicht zu kurz ist, und der Freistoß nicht ganz mittig war. Aber auch nicht so wichtig, weil das nicht der Hauptgrund war warum der Ball ins Netz flog. Sogar aus seiner Position und mit dieser Mauer muss er den Ball auch halten. Und was macht er da falsch? Nach dem Schuss kommt ein komischer und völlig sinnloser Hüpfer, bei welchem er den Bodenkontakt komplett verliert. Bei Freistößen ist das einfach keine Technik, weil Hüpfer als solcher mehr dem einzelnen direkten Sprung dienen soll. Auch aus dem einfachen Grund, dass man manchmal keine Ahnung hat wer schießt, und manchmal auch nicht wann. Da sind Timingsprobleme schon vorprogrammiert. Und auch weil die Mauerecke an sich immer größer ist als die Hälfte des Tores, und auch bei direkten Freistößen nie eine Winkelverkürzung stattfindet, bringt diese Technik überhaupt nichts, weil ein einzelner direkter Sprung immer zu kurz sein wird. Man muss bei solchen über die Mauer getretenen Freistößen "über den Boden gleiten können", sprich in eine Schrittbewegung kommen, und ein eventueller Sprung kommt, falls nötig, erst nach dieser Bewegung. Erst als der Ball exakt über der Mauer war findet er den Bodenkontakt erst wieder, und verschenkt somit 9 Meter an Reaktionszeit. Dann kannst du springen wie du willst. Jeder gezirkelte Freistoß sitzt. Sogar so einer der knapp über einen Meter vom Pfosten entfernt einschlägt, und noch nicht mal den maximalen Speed hat. Und wie soll er in die Kreuzschritte Richtung Ecke überhaupt kommen? Er landet extrem breitbeinig, und kann dies auch deswegen nicht machen. Es ist auch nicht nötig, knapp über einen Meter vor der Linie zu stehen, weil Freistöße aus dieser Entfernung oft gerade noch so runter fallen um unter die Latte zu kommen. Da fehlt dem Torwar oft die Höhe bei einem Sprung. Ein halber Meter, max. ein paar Zentimeter mehr, damit man nicht ins Tor springen muss reichen aus.Er macht alles falsch was man falsch machen kann, und ich bin immer wieder am rätseln wie sogar absolute Topkeeper wie Ter Stegen komplett die Konzentration verlieren, und dabei wirklich alle Basics des Torwartspiels über den Haufen werfen. Wenn man den Treffer distanziert und sachlich betrachtet, kann man nur zu einem Schluss kommen: Torwartfehler.
Ich stimme Übergreifer zu 100% zu. Man muss einmal nachdenken, wieviel Zeit diese ,,verhüpften" 9m Flugzeit des Balles entspricht. Bei einem 90 km/h schnellen Ball sind das 0,36s. Bei einer eigenen Reaktionszeit von 0,1-0,2s (je nachdem, wie stark man rein reagiert/antizipiert), bleiben immernoch 0,16-0,26s ,,Zeitverlust" übrig, weil ein Torwart,trotz vollständigem Bodenkontakt, meistens nicht sofort mit der Aktion anfängt, sondern die Flugbahn erkennen muss und darauf reagieren muss, erst dann ist der Bodenkontakt wichtig, aber dafür immens wichtig... Also da hat ter Stegen, wenn er pro Sekunde 5m zurücklegt, dann 0,8-1,3m Strecke, nur durch den Hüpfer(!) verloren, die schließlich zum Ball sichern/um den Pfosten lenken usw. gefehlt haben. Das war nur, um Übergreifers Meinung zu stützen.