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Thema: Fraktur am Sprunggelenk

Hybrid-Darstellung

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  1. #1
    Amateurtorwart
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    So heute war ich zur Voruntersuchung im Krankenhaus. Die OP wurde auf Freitag verschoben, da die Schwellung noch zu dick ist. In jedem Fall hat man es geschafft mir ein bisschen Angst zu machen. Vor der Anästhesie (von wegen Spinalanästhesie mit Nadeln im Rückenmark wäre besser als Vollnarkose) und vor möglichen Folgen der Verletzung (erhöhtes Arthroserisiko). Wenn das Knochenstück nun auch noch angepinnt bzw. angenagelt werden sollte, was sich erst bei der Arthroskopie ergeben wird, dann müsste ich nach einigen Monaten wieder unters Messer, damit die Pins entfernt werden.

    Die Anspannung wächst und ich weiß nicht was mich erwartet. Vor der OP weiß man nichts und während ich in Narkose bin, wird entschieden was gemacht wird und was das für Folgen für mich haben wird.

  2. #2
    torwart.de-Team
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    Ich wünsche dir alles Gute für die Operation und eine gute Besserung! Kopf hoch
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  3. #3
    torwart.de-Team Avatar von Steffen
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    Nun lass Dich mal nicht verrückt machen.

    Komplizierte Verletzungen bedeuten noch lange nicht, daß es für Dich ein "Aus" ist. Kompliziert heißt auch einfach oft, daß z.B. dieses Knochenstück an einer Stelle hängt, wo nicht einfach ranzukommen ist und vielleicht auch an einer Stelle ab ist, die nicht einfach zu erreichen ist, um das Stück da wieder hinzubasteln.

    Das mit den Pins ist normal und meist ein eher unkomplizierter Eingriff, ausser eben, es ist an einer Stelle, die schwer zu erreichen ist.

    Nun mach Dich mal nicht fertig, warte ab wie es läuft und dann sieh einfach mal weiter.

    Ich kann Dir nur Mut machen.... denn auch ich hatte eine komplizierte verletzung, die mich allerdings nicht zwingend am Fußballspielen gehindert hätte...
    Lassen wir das, war nie eine Leuchte...

  4. #4
    Amateurtorwart
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    So, habe die OP überstanden. Der Arzt meinte, er wäre mit dem Eingriff sehr zufrieden. Es wurde ein kleines, abgebrochenes Segment im rechten Talus (denke mal, das heißt Spruggelenk) mit zwei Pins, die sich selbst auflösen refixiert. Habe das ganze per Spinalanästhesie machen lassen, also Betäubung nahe dem Rückenmark, wodurch die gesamte untere Körperpartie, vom Bauchnabel an abwärts gelähmt ist. Man ist also für ein paar Stunden querschnittsgelähmt. Jedoch bin ich davon voll überzeugt, man spürt nichts und setzt sich nicht den Strapazen der Vollnarkose aus, kanns also nur jedem weiterempfehlen.

    Jedenfalls bin ich heute aus dem Krankenhaus entlassen worden, die Tage nach der OP waren schon etwas belastend. Als die Wirkung der Betäubung nachließ setzten schon bald die Schmerzen ein. Bekam jede Menge Schmerzmittel und zusätzlich Tabletten zum Abschwellen des Fußes. Heute habe ich dann einen Klapp-Gips bekommen, der in zwei Teile gespalten ist und sich einfach durch Riemen wie bei einem Rucksack zusammenhalten lässt. Nun heißt es 6 Wochen Gips, kein Auftreten und das Bein hochhalten. Ist natürlich heftig, zumal man nach den 6 Wochen noch ca. eine Woche brauch, bis man wieder einigermaßen vernünftig laufen kann und zusätzlich zwei bis drei Wochen, bis die verlorene Muskelmasse in beiden Beinen wieder ansatzweise hergestellt ist. Und dann ist da noch die verpasste Vorbereitung.

    Ich sehe also, dass es eine heftige Saison für mich wird.

  5. #5
    Finsinga
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    Also ich will dich ja nicht beunruhigen, aber du brauchst mindestens nochmal sechs Wochen, um die Muskeln wieder vernünftig aufzubauen! Vorrausgesetzt, du trainierst regelmäßig alle zwei, drei Tage...
    Deshalb, taste dich lieber langsam an die Sache heran. Und dein Fuß wird es dir danken!!

  6. #6
    Amateurtorwart
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    Sooo, der Gips ist nun seit fast 6 Wochen ab, die Verletzung soweit gut verheilt, das wieder rangepinnte Stück Knochen ist fest gewachsen. Jedoch hat mein Arzt mir nahegelegt, gut darüber nachzudenken, ob ich nochmal Fußball im Verein spiele. Einfach weil mein Gelenk nun vorgeschädigt ist und ein Knorpelkrater mit einer Art Kunststoff aufgefüllt wurde. Das Gelenk ist nun repariert, aber nicht neu. Wenn ich nun weiter als Torwart spiele, wo ich sprinten, springen, sehr stark gegen den Ball treten muss beim Abstoß und schnelle Richtungswechsel machen muss, kann es durchaus passieren, dass ich mit 40 meinen Fuß kaum noch bewegen kann.

    Was haltet ihr davon? Sagt er das nur, weil er es sagen muss? Oder sollte man sich nach so einer Verletzung wirklich Gedanken über die Zukunft machen? Ich meine, ich bin 23 Jahre alt und wollte eigentlich noch 15 bis 20 Jahre spielen.

    Zum bisherigen Stand: Ich bin bereits im leichten Lauftraining, heißt langsames Tempo. Beim ersten mal hatte ich danach noch eine Woche lang Schmerzen im Fuß, beim zweiten Mal ging es dann besser. Jedoch habe ich bei Sprungübungen immer noch Schmerzen, besonders wenn ich mit rechts landen muss. Habe dann noch ein paar Dropkicks ins leere Tor gemacht, 4-5mal ging es gut, danach hats wieder weh getan, weil blöderweise die kleine Narbe von der Drainage direkt da ist, wo ich den Ball meistens treffe. Und diese ist halt sehr empfindlich, auch der Bereich darum.

  7. #7
    Gesperrt
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    Also der Arzt wird schon nicht ganz unrecht haben.

    Es muss nicht sein, dass du mit 40 den Knöchel nicht mehr richtig bewegen kannst, aber Schmerzen wirst du sicherlich haben, wenn du noch 15-20 Jahre Fussball spielst. Und die wirst du dein Leben lang haben.
    Aber was ist dir nun wichtiger? Fussball oder ein gesunder Fuß, der noch länger wie 20 Jahre hält.
    Also auf jeden Fall würde ich jetzt erstmal eine ausführliche Pause machen. Erst einmal alles richtig auftrainieren und wenn wirklich keine Schmerzen mehr vorhanden sind wieder an Fussball denken.

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