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Thema: Liebes Tagebuch bzw. Erlebnisse, die ihr unbedingt loswerden müsst...

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  1. #1
    Welttorhüter
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    23.07. - Day 6
    "Stürmische Ereignisse"


    Zum heutigen Tag lässt sich kaum etwas sagen, aldi weil außer der Ankunft meines Vaters in Beijing nichts passiert ist - zumindest nicht viel. Wir sind, diesmal ohne Bohrgeräusche, bis 12:30 Uhr im Bett geblieben. Danach war ersteinmal ein sehr ruhiges Frühstück angesagt. Dies fiel allerdings sehr karg aus, da wir uns schon 15:00 Uhr mit meinem Vater im ZDF Studio trafen. Nach einer kleinen Studio-Führung haben wir dann unser Bergfest gefeiert. Dazu haben wir ein koreanisches Restaurant besucht und uns papp satt gegessen. Danach sind mein Dad und meine Schwester mit dem kleinen Elektroroller zum Silk Market wegen dem Abiballkleid meiner Schwester gefahren. Während dessen schoben Meise und ich eine ruhige Kugel im Apartement.

    Die einzig interessanten Ereignisse des Tages waren wohl das Essen im koreanischen Restaurant und das Unwetter, das um 16:15 Uhr über Beijing hereinbrach.
    Die Karte im koreanischen Restaurant war wirklich... vielseitig. Von Ochsenschwanz, über Ochsenzunge bis zu Lotusblüten und Crysantemen-Salat konnte man alles bestellen. Wir haben uns dann doch außer den Lotusblüten und den Crysantemen eher traditionelle Gerichte gegönnt wie Schwein, Rind und Hühnchen. Alles wurde am Ende auf den Grill gepackt und ist dann, natürlich gut durch, in unseren Mündern gelandet. So papp satt war ich lange nicht mehr...

    Das Unwetter in Beijing hingegen war weniger lustig. Es roch zwar nach Regen (sofern man diesen in der Pekinger Luft noch riechen kann), als wir das Restaurant betraten, jedoch hatten wir nicht damit gerechnet, dass es solch fatale Folgen haben könnte. Bis 16:30 hatte sich der Himmel verdunkelt, dass man hätte meinen können der Tag sei auf einmal der Nacht gewichen. Es stürmte und regnete als gäbe es kein Morgen. Für alle Teilnehmer des torwart.de-Camps: Ungefähr wie unser Samstag in Stuttgart, nur müsst ihr euch noch einen Sturm dazu denken.
    Als wir nach dem Essen zum ZDF Studio zurückgingen, überraschte uns die Schwere des vergangenen Sturmes doch unsanft. Der Zaun, der eigentlich das Studio-Gelände umrandet hatte, lag umgekippt auf dem Bürgersteig mit den spitzen Stangen auf dem Stein. Nicht auszudenken was passiert wäre, wenn sich jemand zu diesem Zeitpunkt dort aufgehalten hätte.
    Auf dem Weg nach Hause haben wir desweiteren noch 2 entwurzelte Bäume gesehen, die von mindestens 10 Arbeitern pro Baum abgesägt wurden. Das ist Peking.

    Auf den überfluteten Straßen lohnte sich dann auch die halbe Stunde, die wir auf einen Taxi warten mussten. Wie mein Vater mir erklärte, werden die Pekinger im Regen plötzlich zu Lokalpatrioten und lassen nur noch Chinesen einsteigen. So winkten uns ca. 5 Taxifahrer ab und fuhren einfach vorbei, dabei noch freundlich lächeln - wir waren bedient.


    Hier kommen nun noch die wenigen Bilder:



    Das koreanische Restaurant. Für alle, die noch nie koreanisch essen waren: Die silberne Konstruktion über dem Tisch ist eine Abzugshaube, die sich direkt über dem Grill (versteckt unter dem silbernen Deckel) befindet. Man bestellt also wie beim chinesischen Essen für alle und dann wird von jedem Teller etwas genommen und auf den Grill gelegt. Der Grill wird dann von einer Kellnerin alle 5-10 Minuten gewechselt, da das Essen darauf natürlich diese schwarzen Brennspuren auf dem Grill hinterlässt, was in Korea als "nicht mehr hygenisch und genießbar" gilt.



    Unsere Bestellung. Wir hatten Mühe alles auf dem Tisch unter zu bringen.



    Meine Schwester mit einem Radieschen (zugeschnitten) im Haar.



    Der bestellte Obstteller. Ihr werdet euch jetzt bestimmt fragen, was die Cherry-Tomaten darauf verloren haben. In China gilt Tomate als Obst und nicht, wie bei uns, als Gemüse. Daher könnt ihr in Pecking Tomaten nur am Obststand kaufen. Andere Länder, andere Auffassungen.



    Den Teller zierte ein toller Schwan aus Äpfeln, dem sie sogar Augen & Mund gaben.



    Auch typisch chinesisch: So stellt sich der Schichtwechsel in den meisten Einrichtungen dar (auch beim Wachpersonal unseres Compounds). Dort wird, wie in der Schule, Anwesenheit mit Wortmeldung geführt und das in keinem dezenten Ton. Davor wird aufmaschiert in Reih und Glied und nach der Prozedur übergibt man die Schichten (auch symbolisch mit einer Schürze, glaube ich) und hat nach dem abmaschieren Feierabend. Kurios. Genauso verhält es sich mit dem Wachpersonal im Botschaftsviertel (wo die amerikanische, russische, deutsche und französische Botschaft sind). Die dortigen Chinesen stehen in traditioneller Uniform und steifer Haltung, wie man es vom Militär kennt, den ganzen Tag fast regungslos dort. Neulich haben wir Wachpersonal gesehen, dass im Gleichschritt in Marschhaltung zum nächsten Restaurant zwecks Mittagessen maschierte. Also mein Ding ist es nicht...



    Dieses Bild ist während des Unwetters aufgenommen worden.



    Beide Bilder wurden um 16:30 aufgenommen.



    Das ist der umgestürzte Zaun. Ihr seht ja die angespitzten Eisenstangen vorne. Das hätte ordentlich ins Auge gehen können, wenn sich jemand zum Zeitpunkt des Sturmes davor aufgehalten hätte.


    So, das war es dann für heute. Morgen geht es auf zur großen Mauer. Vier bis Fünf Stunden laufen und klettern stehen uns dann bevor. Die größte Hürde wird aber das Aufstehen um 06:00 Uhr werden.
    Drückt mir die Daumen, dass es morgen auch so schön kühl ist, wie heute nach dem großen Unwetter.
    "Bangerang"

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  2. #2
    Welttorhüter
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    Der heutige Bericht wird auf morgen (also eigentlich heute - 0:23 Uhr Ortszeit) verschoben.
    Vorneweg:
    Der Mauertrip war genial, aber sehr sehr anstrengend. Ich werfe dazu mal einen Satz in den Raum, von Haruki Murakami, einem japanischen Schriftsteller und leidenschaftlichem Marathonläufer:

    "Schmerzen sind unvermeidlich. Leiden ist eine Option."

    Ja, wenn man ein bisschen übertreibt, könnte das auf den Mauermarathon über 5 1/2 Stunden passen.
    Ich werde morgen ein wenig früher aufstehen und euch dann (diesmal in 2 Teilen - ihr werdet sehen, warum) den Bericht posten.

    Good Night, Guys.
    "Bangerang"

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  3. #3
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    Avatar von Manuel
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    Bin schon gespannt.

    PS: Seine Bücher sind überragend.


  4. #4
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    Ich sage mal:

    "Germany's Next Wall-Models"

    alles klar?
    "Bangerang"

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  5. #5
    Welttorhüter
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    Leute, es stellt sich jetzt so dar, dass mein Bericht, den ich die vergangenen 2 Std. abgetippt habe, mit dem plötzlichen Schließen des Firefoxes verschwunden ist. Und ich habe keine Ahnung was mein dämlicher Laptop dabei fabriziert hat. Jetzt bin ich leider so sauer, dass ich den Text nicht noch einmal schreiben kann, deswegen wird die Aktion auf morgen verschoben. Entschuldigt für die erneute Verspätung.
    "Bangerang"

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  6. #6
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    Zitat Zitat von Believer Beitrag anzeigen
    Leute, es stellt sich jetzt so dar, dass mein Bericht, den ich die vergangenen 2 Std. abgetippt habe, mit dem plötzlichen Schließen des Firefoxes verschwunden ist. Und ich habe keine Ahnung was mein dämlicher Laptop dabei fabriziert hat. Jetzt bin ich leider so sauer, dass ich den Text nicht noch einmal schreiben kann, deswegen wird die Aktion auf morgen verschoben. Entschuldigt für die erneute Verspätung.
    Das kommt vor und ist doch überhaupt kein Problem.
    Ruhet in Frieden Robert Enke & Spideratze...

  7. #7
    Welttorhüter
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    Okay, alles auf Anfang zurück. Mein Laptop spinnt wirklich total und hat mir den Firefox einfach nicht angezeigt. Nun ja, umso besser. Hier also der Bericht. Den 2. Teil des Mauer-Berichtes kann ich jetzt aufgrund der Aufregung wirklich nicht mehr schreiben. xD



    25.07. - Day 7
    "Germany's Next Wall-Model"


    Berliner Zeitung (Ausgabe am 25. Juli):

    "Pro7 hat den Lückenfüller für die Kult-Casting-Show 'Germany's Next Topmodel' im Land des Lächelns gefunden. Andreas Bartl verkündete auf der Pressekonferenz am gestrigen Freitag um 17 Uhr Ortszeit in Peking, man sei sehr optimistisch bezüglich der Aufarbeitung des schlechten Images, das sich die Sendung mit Zunahme der Staffeln der Gefolgschaft um Erfolgsfrau Heidi Klum an das Rever heftete. Peking, so Bartels, sei der perfekte Ort für eine Imageverbesserung, arbeitete doch diese Stadt 2008 als Austragungsort der Olympischen Spiele ein ähnliches Schicksal mit bahnbrechendem Erfolg auf. Im Land des Lächelns also, sollen die Nachwuchs-Stelzerinnen wieder das Strahlen und Glänzen lernen, damit sie dies wieder in die Augen ihrer deutschlandweit mehr als 3,32 Millionen Zuschauer und Zuschauerinnen ab drei Jahren zaubern können. Allein diese schillernde Vision verwandelt den ProSieben-Chef in eine wandelnde Leuchtstoffröhre.
    Doch die Realität sah noch vor Monaten anders aus. Die Einschaltquoten fielen. Aus 3,32 Millionen wurden 3 Millionen und diese schrumpften dann in den Bereich von "Law & Order: New York" auf RTL 2 am Donnerstagabend. Die ehemaligen Top-Model-Anbeter ab drei Jahren aufwärts interessierten sich auf einmal für schwierige Kinder und noch schwierigere Eltern ("Die strengsten Eltern der Welt" - Kabel1, 20:15 Uhr) oder für übergewichtige Amerikaner, die sich gegenseitig ihre Gesichter mit Torten verzieren ("Upps - die Pannenshow" - Super RTL, 20:15 Uhr). Der trotz allem beachtliche Wert von 2 Millionen Zuschauern und Zuschauerinnen nutze den Inhalt der Sendung für den verbalen morgendlichen Verriss auf der Schulbank oder im Büro. Man wollte bis zur letzten Staffel von Tränen, Zickenkrieg und Heidi Mails nichts mehr wissen.

    Um diesen haareraufenden Fakten entgegen zu wirken, hat sich der Sender ProSieben eine Expresslösung zur Imageaufpolierung in der "Germany's Next Topmodel"-Pause einfallen lassen. Diese trägt den Namen: "Germany's Next Wall-Model" und soll eine einzige Episode umfassen. Als Austragungsort empfand man das Wahrzeichen des Land des Lächelns, die chinesische Mauer, als perfekte Kulisse. Der zuletzt wandelnde Running-Gag Heidi Klum soll auf einem 8.851,8 km langem Catwalk aus Mörtel und Steinen drei ausgewählte Models das Laufen und Posen lehren. Der chinesische Name dieses von ProSieben auserkürten Catwalks lautet "10.000 Li lange Mauer" und ist eine Anspielung auf die Länger der Mauer, die weit über 10.000 Li, einer chinesischen Längeneinheit, liegt. Die Zahl 10.000 steht in China für die Unendlichkeit und vor dessen Adjektiv strotzt die Presseerklärung von Frau Klum nur so. "Wir werden in dieser unendlichen Weite die Mädels lehren, ihre unendliche Schönheit zu offenbaren und vor der ganzen Welt auszudrücken", verrät sie vor dem Mikrophon und zeigt dabei jeden einzelnen ihrer geraden weißen Zähne. Es wird diesmal kein Casting geben, denn die Wahl der Kandidaten ist bereits auf die drei Finalistinnen der weltweit bekannten Show "Flopmodel for Berlin" gefallen. Ulrike Dottschadis, Mareike Dottschadis & Caroline Meißner werden sich von ihrer Schokoladenseite präsentieren müssen, um zwischen den Mauersteinen nicht verloren zu gehen. Die Model-Mama plauderte bereits aus, dass es drei Challenges geben soll, die im Moment die Arbeitstitel "Steine zählen", "Mäuerchen Posing" und "Hängebrücken-Challenge" tragen. Wie die Kandidatinnen diese geistreichen Challenges meistern, bleibt abzuwarten.

    "Wir sind an einem Scheideweg angelangt", ist Bartels der festen Überzeugung, "Wir haben jetzt, mit einem Auge in die Mündung der Waffe schielend, einen Weg gefunden. Es ist der Weg des Lächelns. Wir geben den Menschen die Positivität zurück, die sie brauchen..." Er zögert kurz, nimmt einen Schluck Wasser, räuspert sich und fügt dann hinzu: "... um die Topmodels wieder lieben zu lernen." Und welcher Ort ist dafür besser geeignet, als die Stadt des ewigen Lächelns. Könnte man meinen.

    Wenn man durch die Straßen des modernen Peking wandert, entdeckt man ca. 20 Minuten nördlich vom Zentrum entfernt, einen Hochhauspark, einen halbfertigen Bauklotz aus Beton, Stahl und Gerüsten.
    Andreas Bartls wird sich ausrechnen müssen wie hoch er stapelt. Höher als sie 14-cm hackigen Modelschühchen der Modelkandidatinnen sollte es nicht sein."



    So, ich habe einmal in dieser Form unseren kleinen Mauer-Running-Gag verpackt. Mein Vater hat ca. 45 Minuten Drehmaterial von der Mauer mitgenommen und schneidet es im ZDF-Studio zu einem Filmchen zusammen. Ich habe daher nur ein paar Bilder für euch, die euch zumindest die Hauptpersonen zeigen.


    Germany's Next Wall-Model - coming soon!

    starring:



    Heidi Klum



    Mareike Dottschadis, 18, Flopmodel & Siegerin der damaligen Staffel



    Caroline Meißner, 18, Flopmodel & 2. Platzierte der damaligen Staffel



    Ulli Dottschadis, 18, Flopmodel & lachende 3. der damaligen Staffel



    Jan - Der Kamera-Mann



    (v.l. Caro, Mareike, Mike - Tonassistent & Chauffeur, Ulli, Jan)


    1. Challenge: "Steine zählen"




    Caro beschwert sich und fragt, was sie denn nun zählen soll? Die großen Steine, oder auch die kaputten Steine oder den Kies... es sind doch so viele Steine!

    2. Challenge: "Mäuerchen-Posing"



    Dabei hatte Mareike die Nase vorn.




    ...
    sehr weit vorn



    "Es ist die Yoga-Erfahrung", gibt sie am Ende schmunzelnd zu.



    Caro und...



    Ulli geben ihr Bestes. Aber am Ende...



    ... reicht es nicht für den Sieg in dieser Challenge.




    3. Die Dramen



    Caro stirbt fasst an Blutverlust...



    ... aufgrund ihres eingerissenen Fingernagels.



    Aber mit Heidis schneller Hilfe, zaubert sich wieder ein Lächeln auf das Gesicht des Flop-Models.





    Doch wie geht es aus? Wer gewinnt die große Challenge und zählt am meisten Steine? Und wie sieht die Hängebrücken-Challenge aus? Was hat es damit auf sich, dass Ulli disqualifiziert wird, weil sie den BH ihrer Schwester öffnet? Und wer wird Germany's Next Wall-Model?

    Coming soon on Youtube.
    Geändert von Believer (26.07.2009 um 06:42 Uhr)
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  8. #8
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    Aber sonst gehts euch gut?

    Nein, ist ganz lustig, mal sehen wie das in bewegten Bildern aussieht.

    Respekt für die Mühe die Du/Ihr dir/euch machst/macht.
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  9. #9
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    Uns ging es genial dabei, danke der Nachfrage.
    Nein im Ernst, ich mach mir die Mühe ja gerne, wenn nicht unbedingt so etwas passiert wie gestern abend (da habe ich schon einen kleinen Schock bekommen).


    Review: 25.07. - Day 8
    "Relax - Take it easy..."


    Dieser Tag war wieder einmal vershoppt. Mit zunehmendem Aufenthalt in Beijing geht uns so langsam die Puste und Lust aus zum großen Sightseeing aufzubrechen. Daher sind wir an diesem Tag wieder einmal gemütlich um 12:00 Uhr aufgestanden, haben gefrühstückt und sind dann um 14:00 Uhr zum großen Outlet-Store in Beijing aufgebrochen. Das Yansha-Outletcenter ist wirklich eine geniale Sache. Jede Textilien-Marke war dort vertreten, von Adidas über Nike, Puma bis zu Asics und Converse. Ich habe mich auch ordentlich bedient - so viel sei gesagt. Das ist alles im diesem Thread (Nr. 1168) dokumentiert. Zum späten Nachmittag-Abendessen haben wir uns wiedereinmal ein Subway-Sandwich gegönnt, das diesmal leider eine einzige Katastrophe war.
    Abends haben wir uns "Insomnia" zu Gemüte geführt, einen richtig guten Thriller mit Al Pacino und Robin Williams - diesmal in der Rolle des Bösen, was man auch sehr selten sieht.
    Damit war der Tag dann auch schon wieder vorbei. Viel zu berichten gab es also eigentlich nicht.


    26.07. - Day 9
    "Von chinesischer Gesellschaft und Kaisern"


    Heute stand nach einem Tag Regeneration von den Strapazen auf der Mauer (der Bericht folgt noch, da er sehr lang wird) wieder Sightseeing auf dem Programm. Doch die Abiballkleider-Schneiderei von meiner Schwester und mir kostet doch sehr viel Zeit und Anstrengung. Somit kamen wir erst 14:00 Uhr aus dem Appartement und konnten uns zum "Himmelstempel" aufmachen. Es ist der wohl größte Tempel in Peking und umfasst eine noch größere Fläche als der Sommerpalast des Kaisers, über den ich bereits berichtet hatte. Realitätsnah vorstellen konnte ich mir das leider nicht, da bereits das Areal des Sommerpalastes derart riesig war, dass eine weitere Vorstellung der Vergrößerung dieser Fläche nichts gebracht hätte.
    Zum Zeitpunkt unseres Aufbruchs war die Belastung durch die Hitze schon bemerkenswert (ca. 38 ° in der Sonne) und wurde nur durch einen lauen Wind gelindert. Allgemein hat sich die Luft in Beijing, im Vergleich zu ihrem Zustand in den ersten Tagen unserer Ankunft, deutlich verändert. Sie ist viel klarer und trockener, ähnelt dadurch mehr deutschen Verhältnissen - worüber ich sehr froh bin.
    Der Himmelstempel ist leider in seinem Zentrum ein sehr weitläufiges Areal ohne Schutz vor der Sonne, dadurch waren die ersten Minuten der Besichtigung des Himmelstempels an sich eine Herausforderung. Der Tempel genießt deshalb einen so hohen Status, da es von der Song- bis zur Ming-Dynastie üblich war, dass der amtierende Kaiser einmal im Jahr diese heilige Stätte besuchte und dort für das ganze Reich Buße ablegte und für weiteren Segen und Wohlstand betete. Dafür wurde eine schmale, glatte Steinlinie in den Weg aus quadratischen Steinen zum Himmelstempel durch drei große Tore angelegt. Dies gilt in der heutigen Zeit als der Weg, den der Kaiser Jahr für Jahr nehmen musste.
    Nun scheint es nicht ungewöhnlich, dass diese Steinlinie, die am meisten beschrittenste ist und der Tourist selbst glücklich sein kann, einen Schritt auf ihr gehen zu dürfen. Wir hatten heute Glück, denn aufgrund der Hitze war der Himmelstempel am Nachmittag nur spärlich besucht - im Vergleich zu den Massen, die sonst hineinströmen.

    Gleich beim Eintritt in die, mit Dächern versehenen, Holzgänge drangen laute chinesische Stimmen, was eigentlich so gar nicht ihre Art ist, Gesang und Musik an unsere Ohren. Die erste Kuriosität zeigte sich am Eingang der Holzgänge, denn dort war eine riesige Steinfläche von Bäumen gesäumt, auf der jeweils zu zweit Chinesen sich dem Gesellschaftstanz verschrieben hatten. Natürlich zu traditionell chinesischer Musik wurden die Hüften, teilweise sehr bizarr, geschwungen. Doch für den europäischen Touristen ist dies natürlich ein sehr seltenes und ungewöhnliches Bild. Habt ihr schon einmal vor der Gedenkkirche in Berlin eine Tanzfläche gesehen, oder Gesellschaftstänzer vor der Frauenkirche in Dresden beobachtet oder traditionelle deutsche Musik aus den Lautsprecherboxen vor dem Brandenburger Tor gehört? Ja? Ich nicht. Deshalb war ich schon zu diesem Zeitpunkt fasziniert von dieser kleinen großen chinesischen Gruppe, die sich dort zusammenfindet um zu klatschen und zu tanzen.
    Im nächsten Holzgang dann das nächste Bild: Viele Chinesen aus allen Generationen, die noch irgendwie auf zwei Beinen stehen konnten, standen zu beiden Seiten vom Gang links und rechts von einem Dirigenten und einem Akkordeon-Spieler und schmetterten hingebungsvoll chinesische Volkslieder - so wie es sich anhörte. Gänsehaut war dabei vorprogrammiert.
    Um zwei kurven herum saß eine Gruppe Musiker mit nicht-europäischen , offenbar traditionell chinesichen, Instrumenten und begannen auch hier Volksmusik in der Luft zu verbreiten, während die Leute sich rund herum versammelten, mitsangen oder dem Lied mehr Rhythmus durch ihre Hände gaben.
    Dieses Bild der zusammentreffenden und genießenden Chinesen zog sich noch die restlichen Gänge zum Himmelstempel hin. Ob es nun chinesisches Schach, Wassercalligraphen oder Pfeiferauchen war - man traf sich und genoß den Moment. Später trafen wir beim Spaziergang durch den Park noch eine Gruppe von alten Chinesen (so wie es aussah 70 und aufwärts), die dort beeindruckendes Tai Chi vollführten, mit Dehnübungen, bei denen mir Hören und Sehen angesichts dieses Alters verging. Vital wie ein 15jähriger Fußballer sage ich euch!

    Nach diesen beeindruckenden Erfahrungen besuchten wir den Haupttempel, den Rosengarten und ein Areal, das sehr kurios war, um ehrlich zu sein. Die Chinesen sind anscheindend sehr von der Magie der Zahlen angetan, denn dieser Ort war von der Zahl Neun förmlich gebranntmarkt. Es war ein Kreisförmiges Steingebilde, dass von 9 Toren umrandet war. Die drei Etagen (drei Große Ringe übereinander) waren durch 9 Stufen verbunden, die Steinplatten unter unseren Füßen hatten Maße, die durch 9 teilbar sind.
    Auf der obersten Scheibe befindet sich in der Mitte ein runder Steinkreis. Wenn man sich in die Mitte desselben stellt, sagen die Chinesen, dass man sich im Zentrum der Welt befindet. So sind sie, die Chinesen.
    Meine Schwester entertainte natürlich die Chinesen wieder mit einer akrobatischen Übung auf diesem Kreis. Übrigens musste man sich schon mit Ellenbogen und Füßen zu helfen wissen, damit man sich auf diese Scheibe stellen konnte. Nachdem meine Schwester dies geschafft hatte, gab es natürlich nicht nur einen Chinesen, der sich bei ihrer Übung mit ihr photografieren lassen wollte.

    Danach verließen wir den Himmelstempel und gingen zum aktuell 6. Mal in die Sushi-Bar am Carrefour um unseren Mittagshunger um 18 Uhr zu stillen. Dort kennen uns schon alle Chinesen, könnte man meinen.

    So endete auch dieser Tag. Die Bilder folgen dann in den nächsten Minuten.
    Die Aktion meiner Schwester habe ich animiert & werde sie als Gif-Datei hier posten.



    Freestyle-Dancing.



    Die "Holzgänge"



    Wie dieser Gesang durch Mark und Bein ging... - genial.



    Die Musiker. Ein paar ihrer Instrumente sahen Mandolinen-ähnlich aus.



    Diese silbernen Kugeln in der linken Hand des Mannes sind auch eine Spezialität in China. Man muss sie gegen den Uhrzeigersinn in seiner Hand kreisen lassen, möglichst ohne, dass sie gegeneinander schlagen. Sehr schwer.



    Der Weg des Kaisers durch das letzte Tor



    Der Himmelstempel



    Wer versucht denn da den Himmelstempel zu besteigen?





    Auf den Spuren des Kaisers.



    Ich nenne es jetzt einfach das 9er-Areal.



    Meine Schwester entertained im Zentrum der Welt alle um sich herum...



    Der "(Rosen-)Garten".
    Aber trotz dieses Anblickes...



    ...habe ich noch eine Rose gefunden.



    Unsere Sushi-Bar.

    Das wars für heute.
    Geändert von Believer (26.07.2009 um 17:46 Uhr)
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