23.07. - Day 6
"Stürmische Ereignisse"
Zum heutigen Tag lässt sich kaum etwas sagen, aldi weil außer der Ankunft meines Vaters in Beijing nichts passiert ist - zumindest nicht viel. Wir sind, diesmal ohne Bohrgeräusche, bis 12:30 Uhr im Bett geblieben. Danach war ersteinmal ein sehr ruhiges Frühstück angesagt. Dies fiel allerdings sehr karg aus, da wir uns schon 15:00 Uhr mit meinem Vater im ZDF Studio trafen. Nach einer kleinen Studio-Führung haben wir dann unser Bergfest gefeiert. Dazu haben wir ein koreanisches Restaurant besucht und uns papp satt gegessen. Danach sind mein Dad und meine Schwester mit dem kleinen Elektroroller zum Silk Market wegen dem Abiballkleid meiner Schwester gefahren. Während dessen schoben Meise und ich eine ruhige Kugel im Apartement.
Die einzig interessanten Ereignisse des Tages waren wohl das Essen im koreanischen Restaurant und das Unwetter, das um 16:15 Uhr über Beijing hereinbrach.
Die Karte im koreanischen Restaurant war wirklich... vielseitig.Von Ochsenschwanz, über Ochsenzunge bis zu Lotusblüten und Crysantemen-Salat konnte man alles bestellen. Wir haben uns dann doch außer den Lotusblüten und den Crysantemen eher traditionelle Gerichte gegönnt wie Schwein, Rind und Hühnchen. Alles wurde am Ende auf den Grill gepackt und ist dann, natürlich gut durch, in unseren Mündern gelandet. So papp satt war ich lange nicht mehr...
Das Unwetter in Beijing hingegen war weniger lustig. Es roch zwar nach Regen (sofern man diesen in der Pekinger Luft noch riechen kann), als wir das Restaurant betraten, jedoch hatten wir nicht damit gerechnet, dass es solch fatale Folgen haben könnte. Bis 16:30 hatte sich der Himmel verdunkelt, dass man hätte meinen können der Tag sei auf einmal der Nacht gewichen. Es stürmte und regnete als gäbe es kein Morgen. Für alle Teilnehmer des torwart.de-Camps: Ungefähr wie unser Samstag in Stuttgart, nur müsst ihr euch noch einen Sturm dazu denken.
Als wir nach dem Essen zum ZDF Studio zurückgingen, überraschte uns die Schwere des vergangenen Sturmes doch unsanft. Der Zaun, der eigentlich das Studio-Gelände umrandet hatte, lag umgekippt auf dem Bürgersteig mit den spitzen Stangen auf dem Stein. Nicht auszudenken was passiert wäre, wenn sich jemand zu diesem Zeitpunkt dort aufgehalten hätte.
Auf dem Weg nach Hause haben wir desweiteren noch 2 entwurzelte Bäume gesehen, die von mindestens 10 Arbeitern pro Baum abgesägt wurden. Das ist Peking.
Auf den überfluteten Straßen lohnte sich dann auch die halbe Stunde, die wir auf einen Taxi warten mussten. Wie mein Vater mir erklärte, werden die Pekinger im Regen plötzlich zu Lokalpatrioten und lassen nur noch Chinesen einsteigen. So winkten uns ca. 5 Taxifahrer ab und fuhren einfach vorbei, dabei noch freundlich lächeln - wir waren bedient.
Hier kommen nun noch die wenigen Bilder:
Das koreanische Restaurant. Für alle, die noch nie koreanisch essen waren: Die silberne Konstruktion über dem Tisch ist eine Abzugshaube, die sich direkt über dem Grill (versteckt unter dem silbernen Deckel) befindet. Man bestellt also wie beim chinesischen Essen für alle und dann wird von jedem Teller etwas genommen und auf den Grill gelegt. Der Grill wird dann von einer Kellnerin alle 5-10 Minuten gewechselt, da das Essen darauf natürlich diese schwarzen Brennspuren auf dem Grill hinterlässt, was in Korea als "nicht mehr hygenisch und genießbar" gilt.
Unsere Bestellung. Wir hatten Mühe alles auf dem Tisch unter zu bringen.
Meine Schwester mit einem Radieschen (zugeschnitten) im Haar.
Der bestellte Obstteller. Ihr werdet euch jetzt bestimmt fragen, was die Cherry-Tomaten darauf verloren haben. In China gilt Tomate als Obst und nicht, wie bei uns, als Gemüse. Daher könnt ihr in Pecking Tomaten nur am Obststand kaufen. Andere Länder, andere Auffassungen.
Den Teller zierte ein toller Schwan aus Äpfeln, dem sie sogar Augen & Mund gaben.
Auch typisch chinesisch: So stellt sich der Schichtwechsel in den meisten Einrichtungen dar (auch beim Wachpersonal unseres Compounds). Dort wird, wie in der Schule, Anwesenheit mit Wortmeldung geführt und das in keinem dezenten Ton. Davor wird aufmaschiert in Reih und Glied und nach der Prozedur übergibt man die Schichten (auch symbolisch mit einer Schürze, glaube ich) und hat nach dem abmaschieren Feierabend. Kurios. Genauso verhält es sich mit dem Wachpersonal im Botschaftsviertel (wo die amerikanische, russische, deutsche und französische Botschaft sind). Die dortigen Chinesen stehen in traditioneller Uniform und steifer Haltung, wie man es vom Militär kennt, den ganzen Tag fast regungslos dort. Neulich haben wir Wachpersonal gesehen, dass im Gleichschritt in Marschhaltung zum nächsten Restaurant zwecks Mittagessen maschierte. Also mein Ding ist es nicht...
Dieses Bild ist während des Unwetters aufgenommen worden.
Beide Bilder wurden um 16:30 aufgenommen.
Das ist der umgestürzte Zaun. Ihr seht ja die angespitzten Eisenstangen vorne. Das hätte ordentlich ins Auge gehen können, wenn sich jemand zum Zeitpunkt des Sturmes davor aufgehalten hätte.
So, das war es dann für heute. Morgen geht es auf zur großen Mauer. Vier bis Fünf Stunden laufen und klettern stehen uns dann bevor. Die größte Hürde wird aber das Aufstehen um 06:00 Uhr werden.
Drückt mir die Daumen, dass es morgen auch so schön kühl ist, wie heute nach dem großen Unwetter.![]()




Von Ochsenschwanz, über Ochsenzunge bis zu Lotusblüten und Crysantemen-Salat konnte man alles bestellen. Wir haben uns dann doch außer den Lotusblüten und den Crysantemen eher traditionelle Gerichte gegönnt wie Schwein, Rind und Hühnchen. Alles wurde am Ende auf den Grill gepackt und ist dann, natürlich gut durch, in unseren Mündern gelandet. So papp satt war ich lange nicht mehr... 









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