Ja
Nein
Der Pfosten ist der beste Freund des Torwarts, auf den er sich nicht immer verlassen kann!
Der Torwart geht mit dem Kopf dahin wo die Feldspieler ihren Fuß wegziehen!
Bestes Beispiel ist doch Fiedler. Der muss aufgrund seiner Größe öfter springen und wurde dann auch als Show-Torwart abgestempelt.
Naja, mit 1,81 ist Fiedler nun nicht unbedingt klein.
Man muss da auch aufpassen, denn unsere Torhüterinnen sind, wenn man nicht gerade die 1. Garde als Maßstab nimmt, öfters nicht unbedingt groß, und sind trotzdem in der Lage, ohne 13 Tore pro Spiel vom Platz zu gehen.
Da muss man halt eher das Spiel lesen, ja spüren können und vor allem das Stellungsspiel optimal haben.
Das man ggf. öfters und mehr springen muss, entzieht sich der Sache nicht.
Aber, wenn es gut geht, dann muss man eigentlich nicht zwingend wesentlich häufiger springen, weil das Stellungsspiel dies ja "verhindert"...
Und somit sind so aussagen, daß z.B. jemand wie Fiedler als "Show-Torwart" abgestempelt wird, nicht immer darauf zurück zu führen. Ein Tim Wiese hat diesen Makel auch an sich haften, und der ist mit 1,92 cm nochmal größer... Der müßte eigentlich noch weniger springen....
Lassen wir das, war nie eine Leuchte...
Das geht doch den "Großen" auch so, oder warum müssen diese auf einmal dann doch hechten oder eine "Glanzparade" hinlegen?
Bei den "Großen" fällt es nur nicht so auf.... und bei vielen Kleinen, naja.
Sieh mal, ich kenne die "Elternsprüche" - "warum stellen die den den Kleinen ins Tor, da brauchst Du ja nur hoch zu schießen..." und dann auf einmal stelle diese fest, daß der "Kleine" sein Heil nicht in der Höhe sucht, also nicht dort, wo er nicht hinkommt, sondern die Großen auf den Boden zwingt und damit in seinen "Größen" die Feinde mit "seinen Waffen" bekämpft.
Das geht nicht immer gut und ist nicht immer möglich, begrenzt aber bisher den Schaden sehr gut, wird aber sicherlich schon so bald nicht mehr möglich sein... Doch wenn, Believer, ist dies immer noch das Mittel der Wahl.
Denn auch später sind die Leute, die das Überlupfen aus vollem Lauf im Spiel beherrschen die Ausnahmen. Beim Schusstraining, also einer Trainingsform, die so im Spiel selten bis gar nicht vorkommt, kann es jeder 2. Spieler und der Trainer bekommt das kotzen. Sein Torwart steht 8 Meter vor dem Tor und wird reihenweise überhoben... Es ist schwer, die Sprüche "Jetzt bleib doch mal auf der Linie" "Geh in deinen Kasten" "Hält der auch mal einen" abzuwenden.
Denn steht er auf der Linie, dann muss er wieder hechten, links in die Ecke, Rechts in den Winkel und bleibt auch chancenlos...
Wäre der Trainer ein Held, würden Lupfer in dieser Trainingsform nicht zählen, sondern nur der straffe, direkte Torabschluss... und auf einmal ist es dreimal so schwer, das Tor zu treffen, weil nun das Stellungsspiel des Torwarts ersichtlich wird.
Ich muss in "meiner" Spielklasse immer wieder über die "Spargel" grinsen, die selten ein Stellungsspiel haben was auch nur halb so optimal ist, wie das der "Kleinen", die Ihr Heil am Boden suchen, als in der Luft.
Und die Trainer sich dann wundern, daß der "Große" im Tor nicht die "Rakete" ist...
Größe so gesehen ist nicht alles... es ist nur ein Faktor, der wenn alles andere passt, daß Zünglein an der Waage ist.
Und letztendlich: Man sucht in der E- und D-Jugend gern die Großen raus, und stellt diese ins Tor.
Bekomme ich oft das Grinsen, denn hier ist die Hauptwachstumsphase. Anstelle den rein zu tun, der technisch der Beste ist und zu warten, wie der sich körperlich entwickelt, achtet man nur auf einen Faktor und verstößt gegen die Grundregel der Trainingslehre, nämlich sich nie zu früh festzulegen.
Ich verstehe daher Christian Lasch und Rainer Berg, die erst ab der C-Jugend schauen.... denn da ist die Tendenz ersichtlich...
Lassen wir das, war nie eine Leuchte...
Kannst du hellsehen?
Ich habe diesen Beitrag gerade in Gedenken an das Training am Freitag geschrieben, in dem, bei einer Form von Schusstraining, sich die Spieler gefeiert haben wie die Helden, wenn der Ball in einer Bogenlampe hinter mir einschlug. Aber ändern wollte ich dennoch deswegen mein Stellungsspiel nicht, was sich als richtig herausstellte, aber trotzdem keinerlei Verständnis erntete. Genauso verhält es sich doch mit den 1 gg 1 Situationen im Training, wo die Spieler den Torwart reihenweise umdribbeln, oder? Ich meine, dass diese Situation nicht spielrealistisch und deswegen nicht gut einzuschätzen ist. Aber ich weiche vom Thema ab...
Seh ich genauso.
Ich versuche gerne mal den Trainer davon zu überzeugen, dass es doch sicherlich mal eine gute Abwechslung wäre 'Spielnahe' Situationen im Training auszuprobieren.
Nicht aus 25 Metern gerade aus, unbedrängt aufs Tor zulaufen und den TW im 1gegen1 ausschalten.
Irgendwelche Hindernisse einbauen, eine viel kürzere Distanz - sodass der Stürmer (wie im Spiel) wenig Zeit hat um zu überlegen.
Naja da kann ich aber wohl auch mit einer Wand reden, bringt auch nichts.
Und dieses überlupfen beim Schusstraining kenne ich auch, wird bei uns hier 'tschebbeln' genannt.
Aber da versucht mein Trainer wenigstens das ganze einzudämmen - der möchte im Normalfall nur straffe Schüsse und keine Bogenlampen sehen.
Naja so ist es halt bei den Amateuren.
Nein, wenn, ich wäre wohl nie aus der aktiven Zeit ausgestiegen.
Aber Sina, ich kenne das Training, ich kenne die Trainer. Und da ich lange genug Torwarttrainer bin, weiß ich auch in vielen Spielklassen um die Trainer und deren Meinung zum Torwartspiel.
Und letztendlich ist modernes Fußballtraining bei vielen Trainern nicht angekommen, daher wird zum Teil in Kreisklasse und Bezirks ein Rumpelfußball gespielt das es scheppert, als aich auch die typischen Trainingsmtheoden und Gedanken der Trainer zum Torwartspiel kenne.
Oft sind diese mit 4er Kette und Raumdeckung so unvereinbar, wie der Versuch einen Blauwal mit einer tasmanischen Beutelratte zu kreuzen.
Doch als TwT hat man da weder Gehör noch Macht, dies dem Trainer klar zu machen...
Also, ich kann nicht hellsehen, nur ist genau was Du schreibst einfach typisch... und der Rest ist dann Erfahrung
Wichtig ist, daß bei den Bogenlampen man sich nicht vom Trainer beeinflussen läßt. Ich habe diese Formen des Schusstrainings schon immer gehasst, weil es einfach so ist, das es dem Torwart soviel bringt, wie wenn man einen Holzpfosten ins Tor stellt...
Da sind die Ideen von Schnapper schon besser, noch besser sind aber Spielformen mit richtigen Verteidigern, die eben so Raumdeckung, Übergeben, Öffnen und Kesseln üben können, wie die Stürmer Kreuzen, Hinterlaufen, Rochieren, und Reinlaufen üben könnten....
Also machen wir beim Schusstrainer das optimal: Wir machen Druck auf den Stürmer, halten was geht und der Rest muss uns egal sein, ebenso wie die doofen Sprüche.Wer den Torwart nicht mindestens so hätschelt wie seinen Spielmacher, der sollte als Trainer nachdenken, was er ohne diese letzte Bank oft wäre...
Lassen wir das, war nie eine Leuchte...
Eben. Und bei Fiedler resultiert dieser Attribut "Show-Torwart" aus völlig anderen Gründen. Da sind Sachen im Bewegungsablauf, die Show-Paraden förmlich provozieren und manchmal unabdingbar machen. Des Weiteren lag es auch sicherlich daran, dass er bei hohen Bällen oft lieber im Kasten blieb und somit viel zu viel springen müsste, wo er sie hätte im Vorfeld bereinigen können. Eilhoff ist übrigens auch ein "Show-Towart", und es ist ebenso keine Körpergröße dafür verantwortlich, sondern die schiere Lust einfache Bälle als schwierige aussehen zu lassen.
Wobei ich dir nur teilweise Recht geben kann. Er könnte auch unpräzise Bälle die mittig kommen auch ohne Sprung und mehrmaligem Abrollen halten. Das will er aber nicht, weil man dafür kein Lob bekommt. Er will lieber, dass die Zeitungen von tollen Paraden sprechen. Wobei du aber absolut recht hast, ist dass er bei etlichen Bällen schon technisch verkehrt hingeht, und somit gar nicht anders kann als schön zu fliegen. Ergo ist das eher eine Mischung aus Unfähigkeit und Lust zum fliegen.
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