das schlimmste für mich war jeweils, wenn ich einen Bock geschossen habe. Dann hängte ich dem Ding noch Minuten lang nach und konnte nicht sofort abhacken. Das empfand ich immer als am schwierigsten.
Das geht mir auch so, denn irgendwo in der hintersten Ecke, meist da, wo sich das Gewissen verbirgt, da ist dieses Tor dann immer hervorgekrochen, obwohl ich immer versuchte, es zurückzuschieben. Das ist wohl Berufsrisiko. Feldspieler nehmen nach einem Spiel wieder voll aktiv am Spielgeschehen teil. Wir aber haben leider Zeit, die wir eigentlich anderweitig brauchen, aber indes zum Nachdenken nutzen. Das ist das große Problem. Wir nehmen uns dann die Zeit dazu.
Ja, mich auch, da schließe ich mich dir und Pauli an. Vor allem interessieren mich da Unterschiede und Gemeinsamkeiten zu anderen Techniken, die wir hier im Forum diskutieren.![]()
Ok, dann versuche ich das mal zu erklären
Ich habe meine Augen geschlossen, mit meinen Händen einen Hohlraum vor dem Gesicht gebildet, dann meine Nase da rein gesteckt und ein, zweimal ganz bewusst, tief durch die Nase eingeatmet und mich auf den Geruch meiner Handschuhe konzentriert. Klingt banal, hat aber mit etwas Übung richtig Erfolg.
Gerüche haben grundsätzlich eine sehr intensive Wirkung auf uns, da sie auch unmittelbaren Einfluss auf unsere Gefühle haben. Wenn ihr euer Lieblingsessen riecht, bekommt ihr Hunger und könnt es kaum erwarten, endlich vor dem Teller zu sitzen....nahezu alle anderen Tätigkeiten rücken in Erwartung des Essens in den Hintergrund. Umgekehrt -also wenn ihr das Essen riecht, das ihr partout nicht ausstehen könnt- geht es euch ähnlich, nur dass ihr euch dauernd fragt "muss das jetzt sein". Ich will hier jetzt nicht in die intensive Welt von Gerüchen und Sexualität einsteigen, wo das ganze noch deutlicher wird.
Ich habe mir eine ähnliche Geruchs-Gefühls-Verbindung mit dem Geruch meiner Handschuhe aufgebaut. Sobald ich den intensiven Geruch meiner Handschuhe in mir aufgesogen habe, hat dieser Geruch alles andere verdrängt, was in meinem Kopf war und mich wieder in meinen "Spielzustand" versetzt. Hinzukommt das bewusste Einatmen...wer sich mit Enspannungstechniken auskennt, weiss, dass man mit intensivem Training oftmals lange Techniken extrem verkürzen kann indem man Kopplungen herstellt. Solch eine Kopplung war der Geruch der Handschuhe.
Klar ist, Steffens Atemtechnik beim Thema "ES" zeigt es euch, dass so etwas nicht von jetzt auf gleich funktioniert, sondern eben wie vieles andere auch erlernt werden muss.
Und wenn ihr euch jetzt denkt, der Typ hat einen Knall...dann habt ihr wahrscheinlich recht...zum Glück![]()
Stell dir vor, du gehst in dich - und keiner ist da
Wer glaubt es reicht, wenn man bis zum Umfallen kämpft irrt sich...kämpfe darum Aufzustehen!!!
Sehr interessante Methode, strigletti. Da hast du vollkommen Recht.
Gerade zum Thema Gerüche. Ich glaube, die total hübsche Polin im Bus hat auch ein Auge auf mich
geworfen.Ob es aber der Schweiß ist, den ich im kurz davor stattfindenen Sportunterricht ablassen musste, ist eine andere Frage.
LG
Du warst so jung, du starbst so früh, wer dich gekannt, vergisst dich nie.
† 28.08.09
Ich danke dir für alles, Thomas. Ohne dich hätte ich es nicht geschafft.
Ich finde es auch sehr interessant. So entwickelt am Ende doch auf einer Basis irgendwann jeder seine Kniffe.
Und ja, strigletti - du hast einen Knall wie wir alle hier und deswegen ist das gut so. Ich glaube, das ist eine der Anforderungen an einen Torwart, die sich über die lange Zeit nicht geändert haben und nicht ändern werden.![]()
Naja, ob du da mit deinem Testosteron wirklich einen verlockenden Effekt auf sie hattest, lässt sich schwer beurteilen...wie sie aber wohl auf ein Deodorant reagiert hätte?!!
Woher weisst du denn eigentlich, dass sie eine Polin ist..?
Ansonsten finde ich die Technik von strigletti auch sehr interessant, werde ich vielleicht auch mal ausprobieren...find den Handschuhgeruch sowieso super!
Ich finde es wichtig hierbei noch zu erwähnen, dass man sich von Rückschlägen nicht verunsichern lassen sollte. Das Forum ist mMn die ungeeigneteste Art von Kommunikation, um über Gefühle, Sinne und Gedanken zu sprechen (schreiben). Telefon oder persönliche Treffen (z.B. beim Camp) sind da vorteilhafter. Strigletti und auch Steffen sind erfahrene Torhüter und jetzt in der Position, den jüngeren von ihrem Fachwissen etwas beizubringen. Auch sie haben Techniken, Notfallkpackete etc nicht innerhalb kürzester Zeit entwickelt. Also lasst uns annehmen was sie sagen, doch jeder von uns muss sich selbst entwickeln.
Also ich versuche natürlich meine Gedanken immer 100% dem Spiel zu widmen. Klar geht das bei Spielen wo man etwas mehr gefragt ist einfacher, jedoch muss man mMn auch bei Spielen wo man nichts zu tun bekommt vollkommen beim Geschehen sein. Wenn ich merke meine Konzentration lässt nach, und ich habe gerade nichts zu tun trinke ich einen Schluck, wasch die Handschuhe ab und eventuell auch einen Spritzer Wasser ins Gesicht, danach bin ich wieder voll bei der Sache. (:
Also ich bin während des Spiels immer voll auf dem Laufenden! Klar, ist der Ball nicht in unmittelbarer Nähe, können solche "Gedankenausflüge" schon mal passieren!
Wenn ich einen Fehler gemacht habe, schließe ich die Augen, stelle mir eine Linie vor! Links davon ist alles Schlechte, was man bisher geleistet hat! Dabei denke ich dann an den eventuellen Bock! Rechts befindet sich alles Gute! Eine Parade ist hier wohl das Beste! Dann gehe ich von der linken über die Linie zur rechten Seite! Hilft eigentlich ganz gut!
Bei striglettis Situation handhabe ich es auch so! Links ist dann das Stadion mit den Fans! Rechts mein Sechzehner, wobei ich da meistens noch eine gute Situation bzw Aktion im Hinterkopf habe!
LG![]()
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