Zitat Zitat von Kenji 101 Beitrag anzeigen
Strigletti, bei aller Sympathie, aber Killerspiele sind kein Grund für den Anstieg der Gewalttaten. Die Betreuung und das Ganztagsangebot in den Schulen muss ganz klar verbessert werden. Warum philosphiert keiner mit den Kindern? Wird noch über ganz "nebensächliche" Themen gesprochen, die einen so beschäftigen? Nein, nur der trockene, altbackende Stoff. Kein Wunder, dass man da "verrückt" wird und sich in seiner persönlichen Entwicklung nicht fortbildet.

Ich kann Armokläufer und geistig gestörte Menschen gut verstehen. Wenn man den ganzen Tag gesagt bekommt, was man eigentlich für ein Versager ist, platzt natürlich irgendwann einem der Kragen. Wer kennt das nicht? Das fängt in der Schule an, geht über das Elternhaus und zieht sich bis in den Freundeskreis hinein. Ganz ehrlich? Selbst ich, der nicht mal eine Fliege tothauen könnte, habe manchmal Mordgedanken. Die hat praktisch jeder von uns. Klar, das ist nicht richtig, aber machen wir uns nichts vor, das ist einfach so.

Aus der Emotion kann ich diese Menschen verstehen, selbstverständlich verurteile ich aber Gewalttaten.

Mit meinen Kindern werde ich später zusammen ein Gewaltspiel spielen, wenn sie alt genug sind und das Thema Computerspiele erstmals auf den Tisch kommt. Andere Eltern rauchen mit ihren Kleinen die erste Zigarette, ich zocke ne' Runde mit ihnen. Wenn man sich mit den Kindern beschäftigt und versucht sie zu verstehen, wird sicherlich ein höherer Erziehungseffekt an den Tag gelegt.

Verbieten ist grundsätzlich falsch, mehr Aufklärung und Zuneigung für die Kids!

LG
Believer, hat das mit meinem vermeintlichen Bezug auf Killerspiele ja bereits klargestellt.

Nur um Missverständnissen vorzubeugen: Der Begriff "Generation Playstation"
bezieht sich auf das System, das hinter jedem - zumindest soweit ich sie kenne - Videospiel steckt. Die Möglichkeit unendlich oft etwas versuchen zu können ohne wirklich negative Folgen für den Spieler. Dabei ist es völlig egal, ob jemand reihenweise Leute virtuell umlegt, ganze Universen zerstört, virtuelle Blümchen nicht ordentlich hegt und pflegt oder realitätsnahe Wattebällchen falsch stapelt.

Egal ob ihr euch bei diesem Spiel anstrengt und euer Bestes gebt oder aus Spass völligen Müll fabriziert; es gibt immer die Möglichkeit zum "Retry"; irgendwann erreicht man das nächste Level schon. Wieviele vergebliche Versuche habt ihr in der Realität um "ungestraft" das nächste Level zu erreichen? Und falls ihr mit mir übereinstimmt und sagt, dass die Anzahl der zur Verfügung stehenden Wiederholungen im realen Leben beschränkt ist, dann habt ihr eine der wichtigsten Grundlagen zum Thema verantwortungsvollem Handeln verstanden.
Das meine ich, wenn ich vom Problem der "Generation Playstation" spreche.

Übrigens Kenji, den Rest deines Beitrages unterschreibe ich gerne.