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Thema: Strafraumbeherrschung - Flanken und Standards

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  1. #1
    torwart.de-Team Avatar von Schnapper82
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    Zitat Zitat von Anadur Beitrag anzeigen
    Na ja was wird denn bis in höchste Spielklassen trainiert? Letztendlich zu 90% reines Linientraining in allen möglichen Varianten. Dann noch 9% 1 vs. 1 Situationen und der Rest sind dann Flanken im Abschlußspiel bzw. Übungen der Mannschaft.
    Ja, leider ist das so. Man sieht es ja Woche für Woche in der Bundesliga.
    Der Einzige, der das offensive Spiel wirklich beherrscht hat war/ist Lehmann für mich. Bei allen anderen sieht man eklatante Schwächen im Strafraum.

    [quote=Anadur] Torwarttraining wie ich es bis eben in höchste Verbandsklassen kennen gelernt habe ist schlicht sinnfrei und dessen einziges Ziel ist es oft die Torhüter mürbe und fertig zu machen. Großes Kino und viele meiner Kollegen wollen das auch noch und loben sich gegenseitig für diese Knochenschinderei Da wird trainiert bis zum kotzen, da wird sich über Bänke und Tische geworfen, da werden die Knochen sprichwörtlich gebrochen, aber eine einfache Flanke, mit Schnee auf dem Ball und komplett ohne Gegenspieler, kann man nicht vom Himmel pflücken. [/qote]

    Ich habe jetzt so einige TWT hinter mir und muss leider sagen, dass viele der Einstellung sind, dass Quantität über Qualität steht.
    Ich hatte TWT, da wurde gebolzt, geackert und wieder gebolzt und dann wieder geackert, dass man kaum noch laufen konnte, geschweige denn eine Technik noch richtig anwenden konnte.
    Aber, ich durfte auch schon hohe Qualität von TWT geniessen. Hier wurde nicht so sehr Wert auf die Anzahl der Übungen gelegt, sondern ein Thema von A bis Z behandelt und trainiert. So muss TWT sein, denn nur so verbessert man sich.

    Zitat Zitat von Anadur
    Jeder Torwart mit auch nur einem minimalen Talent für Fußball ist in der Lage seinen Strafraum zu beherrschen. Nur ohne Training wird das nichts. Aber es wird ja bereits den Jüngsten nicht vermittelt. Flanken lernt man ja nebenbei, auf der Linie muß man stark sein. So wird es gelehrt und so wird es von den neuen Torwarttrainiern, was ja oft alte Torhüter sind, ohne zu hinterfragen weitergegeben.
    Unterschreibe ich so. Der Fussball hat sich so verändert in den Jahren. Das Spiel und die Taktik haben sich verändert, nur das Torwartspiel ist immer noch recht veraltet, wie ich finde. Da gibt es dann so Weisheiten, wie "alles im 5er muss der Torwart haben!" usw, die nichts Aussagen und so auch nicht mehr stimmen. Auch das Material hat sich verändert, wenn man mal einen Ball von vor 15 Jahren mit einem Ball von heute zum Beispiel vergleicht, aber das TWT ist bei vielen noch auf dem Stand von vor 15 Jahren.

    Woran liegt das?
    Ich denke, es liegt daran, dass kaum ein Trainer oder Manager oder was weiss ich, einen Torhüter richtig einordnen kann. Ein Mißverständnis halt. Der Torwart soll alles können, aber ohne die Schulung dafür zu bekommen. Das geht halt nicht.
    In stillem Gedenken an Spideratze und Robert Enke.
    Lasst uns rausgehen und Bälle fangen, Spiele gewinnen und was noch viel wichtiger ist:
    Lasst uns jede Sekunde des Lebens leben und geniessen - nichts ist für immer ! ! !

  2. #2
    Nationale Klasse Avatar von Anadur
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    Zitat Zitat von Schnapper82 Beitrag anzeigen

    Woran liegt das?
    Ich denke, es liegt daran, dass kaum ein Trainer oder Manager oder was weiss ich, einen Torhüter richtig einordnen kann. Ein Mißverständnis halt. Der Torwart soll alles können, aber ohne die Schulung dafür zu bekommen. Das geht halt nicht.


    Leider fehlt mir gerade etwas die Zeit, deshalb nur kurz angedeutet. Letztendlich an zwei Namen, die das deutsche Torhüterspiel in den letzten drei bis vier Jahrzehnten maßgeblich geprägt haben. Oliver Kahn als absoluter Prototyp des absoluten Reflextorhüters und ANtifußballers zwischen den Pfosten und Sepp Meier. Gerade Sepp Meier hat maßgeblich die Torhüterphilosophie in Deutschland geprägt. Dazu eine Liberotradition von Beckenbauer, über Augenthaler, Sammer bis hin zu Matthäus, die eben auch dazu einlädt einen Torhüter nur auf die Linie zu reduzieren. Es steht ja noch einer direkt vor dem Torhüter. Selbst ein Michael Ballack spielte in seiner Jugendzeit noch Libero!
    Sepp Meier, der aufgewachsen ist in dieser Liberotradition, als oberster Torwarttrainer nicht nur des FCB sondern der ganzen Nation, hat eben auch entsprechend trainieren lassen. Er galt als das Maß aller DInge in Sachen Torhütertraining und das ganze natürlich nochmals potenziert durch den Ausnahmeathlet Kahn, der allerdings kein Fußballer ist.

    Wir bilden uns ja immer viel ein auf unsere deutschen Torhüter, doch warum spielt kein einziger unserer Topleute im Ausland? Und das seit jahren. Niemand in der Serie A, niemand in SPanien und niemand in der Premiere Ligue. Selbst in der Bundesliga finden sich immer mehr Ausländische Torhüter. Irgendetwas kann da nicht stimmen zwischen Anspruch und Wirklichkeit.

  3. #3
    torwart.de-Team Avatar von Schnapper82
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    Zitat Zitat von Anadur Beitrag anzeigen
    Sepp Meier, der aufgewachsen ist in dieser Liberotradition, als oberster Torwarttrainer nicht nur des FCB sondern der ganzen Nation, hat eben auch entsprechend trainieren lassen. Er galt als das Maß aller DInge in Sachen Torhütertraining und das ganze natürlich nochmals potenziert durch den Ausnahmeathlet Kahn, der allerdings kein Fußballer ist.
    Genau diesen Punkt hat mein TWT damals genommen. Kahn war ohne Zweifel ein Riese auf der Linie. Mein TWT sagte allerdings, er ist kein super Torspieler. Diese Formulierung hat er mir im Jahre 2001/2002 mitgeteilt. Wir erinnern uns alle an die WM 2002.
    Kahn hätte sicherlich viele seine Paraden gar nicht erst machen müssen, wenn er besser mitgespielt hätte.

    Zitat Zitat von Anadur
    Wir bilden uns ja immer viel ein auf unsere deutschen Torhüter, doch warum spielt kein einziger unserer Topleute im Ausland? Und das seit jahren. Niemand in der Serie A, niemand in SPanien und niemand in der Premiere Ligue. Selbst in der Bundesliga finden sich immer mehr Ausländische Torhüter. Irgendetwas kann da nicht stimmen zwischen Anspruch und Wirklichkeit.
    Interessanter Punkt, wo ich dir auch zustimmen muss. Der letzte erfolgreiche Keeper im Ausland war Jens Lehmann.
    In stillem Gedenken an Spideratze und Robert Enke.
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  4. #4
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    Nicht erst nach vorne gehen, wenn der Stürmer den Ball annimmt, sondern direkt bei Flanke-Richtung 10 Uhr bewegen, sonst bist Du zu spät!!!!

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