Wieso das denn?
Wieso das denn?
I wonder if heaven got a Ghetto!
Ach, ich weiß, was Kenji meint. Bei uns ist das auch oft so. Viele, denen die Religion wichtig ist, können nicht verstehen, dass man sich scheinbar so wenig für etwas, in ihren Augen so wichtiges, interessiert, bzw. dass es einem fast egal ist. Natürlich verstehen das auch viele im Ansatz falsch. Es ist absolut nicht so, dass man als Agnostiker direkt eine Anti-Haltung hat und es einem total egal ist, was passiert und man sich von allem religiösen abgrenzen will, weil man damit nichts zu tun haben will.
Mir gefällt eigentlich der Gedanke des Agnostizismus in Bezug auf meine Denkensweise eigentlich sehr gut. Ich habe oben geschrieben, dass ich zwar nichts von der Kirche halte, aber (eigentlich) schon an Gott glaube. Ist ja auch nicht mehr so, dass man das nicht trennen kann. Trotzdem ist es so, dass ich keinen starken, festen Glauben habe, auf den ich mein Leben aufbauen kann, bzw. es festigen oder stärken kann. Denn irgendwo denke ich dann doch auch rational und sage, dass man nicht beweisen kann, ob es (einen) Gott gibt oder nicht und letztendlich merke ich eigentlich auch nichts davon, wenn es denn einen gibt. Das sind halt schon Aspekte des Agnostizimus.
Auch wenn ich mich mit vielen Aspekten des Agnostizismus identifizieren kann, so würde ich dennoch nicht als Agnostiker bezeichnen. Denn ich glaube dann schon doch "eher" an einen Gott, als dass ich glaube, dass es keinen gibt. Sicher ist es eine Möglichkeit bzw. Erklärung, dass ich in gewissem Maße - allerdings überhaupt nicht streng - religiös erzogen wurde. Irgendwo ist es aber doch so, dass ich mich in bestimmten Situationen, oft sogar unterbewusst, an Gott richte. Auch der Gedanke an ein Leben nach dem Tod, vielleicht ja sogar im Himmel bei Gott, klingt irgendwo zu schön, als das ich das alles als "Blödsinn" bezeichnen würde.
Wenn man das oben von mir geschriebene liest, bekommt man vielleicht den Eindruck, ich weiß selber nicht genau was ich denke und glaube. Und irgendwo stimmt das sicher auch. Es hat für mich aber keinen großen Einfluss. Ich irre nicht durchs Leben, weil ich den richtigen Weg in der Religion für mich nicht gefunden habe und finde. Religion ist für mich eben nur ein sehr kleiner Teil in meinem Leben.
Ich bin Christ (katholisch). Allerdings glaube ich nicht wirklich an Gott. Es gibt eben einfach viele Dinge, bei denen man denkt, dass Gott darauf Einfluss hat, die aber dann doch widerlegbar sind. Na ja, ich weiß auch nicht recht woran ich glauben soll. Aber die Religion steht bei mir sowieso meist im Hintergrund.
Ich, als Christ (Orthodox), getauft, glaube an Gott. Die Kirche besuche/n ich/wir an Ostern. Intensiv beschäftigt habe ich mich damit noch nie, die Religion bleibt so wie es KingTimo sagte, eher im Hintergrund...
Geändert von Chalkias (04.01.2010 um 11:01 Uhr)
Achso, ja diese Einstellungen sind weit verbreitet und übel nehmen kann ich das Niemandem.
I wonder if heaven got a Ghetto!
Bin leidenschaftlicher Lutheraner und im Beruf Diakon.
Über dieses Thema fällt mir viel ein aber das würde den Rahmen sprengen.
Wäre trotzdem mal interessant hier ins Gespräch zu kommen. Kann einige Statements gut verstehen und nachvollziehen.
Iech bin a Glubberer und iech wer´s immer bleim!
Ja, dann schieß doch mal los.
Interesse besteht!
I wonder if heaven got a Ghetto!
Klasse, mich beschäftigt immer wieder die Frage, wie mein Draht zu Gott zustande kommt, bzw. wie ich ihn vertiefen kann.
Ich glaube an Gott, doch weiß einfach oft nicht, wie ich ihn erreichen kann, denn Gott hat schließlich keine Service Hotline, auf der man von Montag-Freitag mit ihm sprechen könnte...
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