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Thema: Marten Aarts beim Torwarttrainertag

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  1. #1
    Torwarttalent
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    Ich denke, Marten meint, dass man die Lücke zwischen Boden und Körper schnellstmöglich mit dem Arm schließen soll, indem man ihn ausstreckt, ohne zu wissen, wohin der Ball überhaupt kommt. Schneller als der Ball zu sein, bedeutet für mich genau dies (die Streckung). Mit dieser Technik verhindert man automatisch ein Durchrutschen des Balles.
    Auf guten Plätzen ist es sicherlich möglich, mit dieser Technik zu operieren, aber auf leicht unebenen Plätzen halte ich diese Lösung für suboptimal.
    So weit ich weiß, trainiert Marten die Profis von Utrecht (1.Liga Holland). Sollte ich falsch liegen, klärt mich auf
    Im Training führen seine Profis diese Technik aus, im Spiel jedoch nicht. Das zeigt, dass selbst die Berufstorhüter diese Technik nicht für optimal halten.
    Die meisten Profis gehen sicherlich mit 2 Händen zum Ball. Bei manchen jüngeren Profis konnte ich jedoch beobachten, wie sie bei Flachen Bällen zuerst mit beiden Händen zum Ball gehen, sobald sie jedoch den Ball abgebremst haben, den unteren Arm strecken, um ein Durchrutschen zu vermeiden. Diese Technik habe ich mir auch angewöhnt und komme damit gut zurecht.
    Ganz interessant finde ich auch, wie Marten lehrt, Bälle zentral auf den Körper in Brust/Kopfhöhe zu fangen. Aber gut, darüber soll ja hier nicht diskutiert werden.

  2. #2
    torwart.de-Team Avatar von Schnapper82
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    Lücke zwischen Boden und Armen wird doch beim schnellen tauchen und auch beim Werfen schnellstmöglich durch das runterdrücken der Hüfte und der Arme geschlossen.

    Halte nich viel davon mit einem Arm zum Ball zu gehen.
    Falsch oder richtig gibt es da sicherlich nicht, vielmehr sind es unterschiedliche Philosphien...
    In stillem Gedenken an Spideratze und Robert Enke.
    Lasst uns rausgehen und Bälle fangen, Spiele gewinnen und was noch viel wichtiger ist:
    Lasst uns jede Sekunde des Lebens leben und geniessen - nichts ist für immer ! ! !

  3. #3
    Blickfeld Avatar von La_Chat
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    Ich schließe mich den Gedanken meiner Vorredner an. Dennoch habe ich, wie Steffen anscheinend auch, so meine Bedenken bei der Übung und der Technik.
    Ich sehe hier einen Konflikt mit der Philosophie dem Ball aktiv entgegen zu gehen. Bei der Übung von Aarts geht die Bewegung zwar auch leicht nach vorn, aber die Hände "warten auf den" Ball. Sie gehen ihm nicht aktiv entgegen. Hinzu kommt, daß ich erhebliche Bauchschmerzen habe, einen Ball mit der "Babytechnik" (auf den Ball patschen) zu sichern. Hier sehe ich ein ganz hohes Risiko das ein hart geschossener oder glitschiger Ball nach vorne abprallt. In diesem Falle würde ein Stürmer nur noch "Danke!" sagen. In der Regel sollte ein Torspieler immer versuchen den Ball mit beiden Händen zu sichern!
    Früher war er der Panther im Verein, neulich meinte jemand: "Guck mal! Ein fliegendes Schwein!"

  4. #4
    torwart.de-Team Avatar von Steffen
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    Zunächst geht es mir darum, zu verstehen, was Marten meint, aber auch wo er für seine Philosophie Vorteile erachtet.
    Just der Ansatz liegt mir nahe. Denn ich kann etwas nicht verurteilen, wenn ich nicht ganz verstehe, was Marten van Aarts für eine Philosophie hinter der Sache hat.
    Ich für meinen Teil glaube, etwas verstanden zu haben. Dabei ist die eigentliche Technik nebensächlich, sondern man muss es reduzieren, auf die Ebene, wo die Technik nicht mehr so wichtig sind, sondern das Prinzip dahinter sichtbar wird.... Das ist so ein wenig die Denkweise von Hans Leitert, aber nicht vollständig, weil ich kann mich mit dem Mann nicht auf eine Stufe stellen, noch möchte ich das mit einem anderen TwT versuchen.
    Ich bin einfach ich, und ich habe eine eigene Philosophie und Denkweise.

    Zu der gehört, analog zu meinem Kampfsporttrainer, daß man sich viele Trainer ansieht, deren Lösungen und Ideen, um hier ein breites Verständnis zu bekommen.
    Als Trainer gibt einem das die Möglichkeit, den Schülern, die alle unterschiedlich sind, ggf. anstelle der eigenen favorisierten Lösung (die ja für den eigenen Körper entsprechend ausgewählt und sich ausgebildet hat) andere Lösungsmöglichkeiten anbieten kann.
    Beispiel: Ich favorisiere den Bogenflug, bin aber durchaus in der Lage, meinen Schützlingen auf die Seitlandung anzubieten, wie diese Jörg Daniel favorisiert und auch von vielen Bundesliga Torleuten gemacht wird. Ich zerbreche mir nicht den Kopf, welche Technik besser ist, die Technik ist doch nur eine Methode eine gestellte Aufgabe zu lösen, und wenn die Lösung in Ordnung ist, prima.
    Natürlich favorisiere ich den Bogenflug aufgrund meiner Philosophie und meiner Denkweise über das Torwartspiel, kann daher auf begründen (für mich) warum dies meiner Meinung nach so ist.... aber ich würde keinem Torwart den Bogenflug auf Gedeih und Verderb antrainieren wollen, wenn er mit einer anderen Technik überaus erfolgreich ist.

    Also, ich muss ein Verständnis für die Technik haben. Die wird im Video gut deutlich. Doch muss ich, um das einsatzgebiet zu begreifen, auch die Philosophie dahinter verstehen.
    Einsatzgebiet flache Bälle seitlich neben den Torwart... gut, schön... doch muss es nun eine Erklärung geben, warum Marten van Aarts just seine Torleute so fallen läßt und eine andere Technik für suboptimal hält... und ich denke, ich habe verstanden, worauf er raus will.
    Das bedeutet nicht, daß ich gut finde, was passiert, aber ich verstehe die Denkweise und Idee dahinter, was wertvoller sein kann, wie die Technik an sich zu begreifen...

    Versteht ihr?
    Lassen wir das, war nie eine Leuchte...

  5. #5
    Blickfeld Avatar von Nachwuchskeeper1993
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    Ich war schon 4 mal auf seinen Camps und verstehe immer noch nicht was manche Techniken bezwecken sollen, dennoch ist er ein sehr guter Torwarttrainer, keine Frage.
    Ist seine Philosophie vom Torwartspiel den Ball so gut wie möglich anzugreifen, für mich jedoch zu übertrieben. Den Ball angreifen ist ja ok, jedoch bei anderen Situationen übertreibt er es, weil es auch meistens nicht von der Zeit, die man hat, nicht ausreicht.
    Geändert von Nachwuchskeeper1993 (03.11.2009 um 15:04 Uhr)
    Dein einziger wahrer und ehrlicher Freund sind deine Eier!

  6. #6
    torwart.de-Team
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    Avatar von Stetti
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    Zitat Zitat von Steffen Beitrag anzeigen
    Versteht ihr?
    Ich verstehe, was du schreibst, aber im Gegensatz zu dir habe ich nicht verstanden, warum Marten Aarts das trainieren lässt. Geht es da eigentlich nur ums Training oder sieht er das auch fürs Spiel als die beste Technik, den Ball zu sichern? Ginge es nur ums Training, würde ich sagen, er will den Torleuten beibringen, den Körper ganz zu strecken und beide Hände zum Ball zu bewegen.

    Sollte dies aber nicht eine Hinführung oder Übung zur "normalen" Technik sein, sondern eine andere, die so auch trainiert und im Spiel ausgeführt werden soll, dann muss ich zugeben, dass ich nicht verstehe, was er damit will und bin gespannt, wenn du mit "der Lösung" rausrückst

  7. #7
    Nationale Klasse Avatar von ollie1
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    Ich kann mir diese Übung eigentlich auch nur als Hinführung vorstellen, für mich macht das reine Anwenden dieser Technik keinen direkten Sinn. Ich hätte jetzt getippt, dass er mit diesen zwei Übungen die Koordination der Arme bei flachen Bällen schulen will.

    Ich verstehe dich Steffen, du respektierst die Philosophie anderer Torwarttrainer, allerdings hälst du nicht alles was sie vermitteln für sinnvoll. Ich glaube sowas nennt man Toleranz.
    Nur wer vergessen wird, ist tot - Du wirst leben.
    Ruhe in Frieden, Robert

  8. #8
    Torwarttrainer Avatar von zooropa28
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    Ich rätsel noch ein wenig. Ich will ein wenig vorsichtig urteilen, weil ich das gefühl hatte, das dieses filmchen vielleicht aus dem zusammenhang gerissen wurde. Vielleicht kam noch was wichtiges davor oder danach, das die sache genauer erklärt. Aber nur nachdem geurteilt was ich da sah, ist es auch nicht so nach meinem geschmack. Auch die aussage, das damit vielleicht verhindert wird das der ball unter dem körper durchrutscht ist zweifelhaft. Wenn überhaupt, sollte das doch dann aus dem stand trainiert werden. Weil, was nützt dir diese technik wenn du es nicht schaffst schnell genug am boden zu sein.
    Wie schon oft erwähnt, versucht halt jeder TW- Trainer auf seine ganz eigene art die dinge zu vermitteln. Wäre halt nur schön wenn man´s auch versteht.
    Für mich persönlich gibt es daher nur eine richtung- es wird immer versucht den ball mit zwei händen zu erreichen, bzw fest zu halten. Das ist das ziel, das optimum.
    Eh isch misch uffresch, iss mirs libber egal!

  9. #9
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    Steffen, ich verstehe was du und auch Mathias gerade angesprochen hat/hast. Man kann es vielleicht als "Stil" des Torwarttrainers bezeichnen. Ich merke das selber an meinem Torwarttrainer, der die spanische Torwartschule praktiziert und mir deswegen schon - gerade neulich haben wir uns kurz mit dem Aufstehen beschäftigt - so manche Technik gezeigt hat, die er so gewohnt ist, ich aber noch nie gesehen habe. Ich finde auch, dass eine Vielseitigkeit - sofern möglich, dabei denke ich an Trainingszeit - die beste Variante ist.

    Zu dem Video muss ich sagen, dass ich auch, rein von diesen Informationen ausgehend, bei der Technik so meine Bedenken habe. Das hat einmal mit der bereits von La_Chat angesprochenen Möglichkeit des zurückspringenden Balles zu tun und zum anderen damit, dass für mich dieses vermeintliche Argument, der Ball könne nun unter dem Körper nicht mehr durchrutschen, nicht unbedingt zählt. Es wurde hier ja auch angesprochen, dass ich sowieso rechtzeitig unten sein muss und dann kann ich genauso gut gleich den Ball mit beiden Händen sichern. Ich würde hier das Risiko, dass mir der Ball entweder durch beide Hände rutscht und ich nicht mehr nachfassen kann oder vom Körper abprallt und zum Stürmer zurückspringt. Beides ist eine Frage des Trainings, aber dennoch erscheint mir die erste Variante sicherer. Wahrscheinlich auch, da ich sie gewöhnt bin.
    "Bangerang"

    Krieger des Lichts
    06.11.09 † 10.11.09

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