Ich kann zu dem Thema auch etwas beisteuern, da ich letztes jahr wirklich beinahe an dem Druck zusammengebrochen wäre und die Handschuhe für immer an den Nagel hängen wollte.
Kurz der Sachverhalt:
Hatte bei meiner ersten Herrenstation ein überragendes Team mit einem riesen TW-Trainer, etc. Hab mich dann auch schnell eingefunden und mich über 5 jahre immer weiterentwickelt und super gehalten da ich immer die Unterstützung von allen hatte auch wenn ich mal nen fehler gemacht habe. dies hat aber auf alle Spieler, von mir bis zum Stürmer zugetroffen, jeder durfte Fehler machen. Wir waren dann auch sehr erfolgreich und sind 2x hintereinander aufgestiegen und haben die klasse immer gehalten (wenn´s auch trotzdem niederklassig war).
Da dann private veränderungen kamen und ich umgezogen bin war mir der WEg zu weit und ich bin zu nem höherklassigen Verein in meinem neuen Ort gewechselt die schon 2 jahre vorher angefragt hatten.
Das erste Jahr lief noch gut, gleich den Aufstieg geschafft. Das zweit jahr war ein Katastrophe. Ich habe zu Beginn nicht wirklich gut gehalten aber die komplette Mannschaft hat schlecht gespielt.
Das Schlimme war das die Schuld hintenrum immer mir zugeschrieben wurde was ich nur manchmal zufällig mitbekommen habe. Solangsam hat sichs dann aber auch bemerkbar gemacht das sich die mannschaft von mir distanziert durch verschiedenes Verhalten der MItspieler.
Zu dieser Zeit war für mich Fussball das schlimmste was ich mir vorstellen konnte, ich wollte nicht zum training habe oft abgesagt und am Tag des Spiels wollte ich nicht aufstehen oder das Haus verlassen. Da ich aber der einzige TW war hab ich mich halt doch aufgerafft, immer mit dem gleichen ergebnis das ich keine spaß hatte und selbst bei gegentoren wo die abwehr gepennt hat noch die fehler bei mir gesucht wurden.
Zur winterpause wurde dann ein neuer TW für viel Geld verpflichtet und ich hab mich nach der Winterpause nicht mehr blicken lassen, weil ichs nicht ausgehalten hab und wirklich Angst vorm Training hatte.
Ich hab dann bis zum Sommer nichts gemacht, mich nur durch joggen, etc fitgehalten. Dann hab ich vom Verein aus dem Nachbardorf (zweitniedrigste Liga) ne Anfrage bekommen und habe zugesagt, und es war das beste was ich machen konnte. Die mannschaft ist vergleichbar mit meiner ersten Station, alles super und es passiert nichts hintenrum, und ich hab wieder richtig spaß und halte gut.
Aber meine Erkenntnis ist das man auch im Amateurbereich durchaus psychische Probleme bkeommen kann, nicht nur wenn man sich selber Druck macht sondern wenn man weiß was hinter dem Rücken über einen geredet wird.




Zitieren

In stillem Gedenken an Spideratze und Robert Enke.


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