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Thema: Seitliche Bälle neben den Torwart - Bringt das nach vorne fallen wirklich etwas?

  1. #51
    torwart.de-Team Avatar von Steffen
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    Zitat Zitat von Anadur Beitrag anzeigen
    Oder beim Hochsprung. Hier dreht der Springer sich um 180° um sich eben nicht nach vorne zu bewegen, wie es etwa der Sprinter macht.
    Sorry anadur, aber hier machst Du einen entscheidenden Fehler.
    Denn der Fosbury Flop hat nur einen entscheidenden Vorteil gegenüber allen anderen Formen:
    Die Parabel des Schwerpunktes, ungefähr auf Höhe der Hüfte angenommen werden kann, bewegt sich hier in der steilsten Kurve auf und ab.
    Ich muss also dafür sorgen, daß wenn man eine Hüfte über den Scheitelpunkt kommt, diese auch im möglichst flachen Profil möglichst nahe hinter der Stange herunter fallen kann.
    Denn bei gleicher Kraft kann ich höhe nur dann maximieren, wenn ich theoretisch senkrecht nach oben werfe oder springe.
    Springe ich allerdings flacher, streckt sich die Parabelkurve und die Höhe nimmt ab...
    Springe ich also z.B. im Hechtpsrung über die Hürde, dann muss ich die Länge meiner Füsse berücksichtigen, denn diese kann ich erst im Knie nach oben wegklappen und das Wenden in der Luft, um eben mit dem Kopf nach unten zu fallen geht für uns Menschen schwer, weil uns der Wirbelsäulenfortsatz zum Steuern fehlt, bzw. stark verkümmert ist.
    Springe ich aber rückwärts über die Stange, so kann ich in dem Moment wor meine Hüfte die Höhe erreicht hat die Beine in eine Art sitzende Haltung mit gestreckten Beinen verwandeln... und meine Hüfte kann schnell und sehr knapp hinter der Stange zu Boden gehen.
    Das ist der einzige Grund.

    Über den Rest schweige ich, weil... ich stimme da den Aussagen von User zooropa zu, die er in einem persönlichen Gespräch getroffen hat.

    Und nun zu sagen er soll nach vorn zum Hütchen gehen.. Anadur, so kann man es sich auch "schön" reden oder "erklären", aber ich denke nicht, daß es das ist was Andreas Köpke meint...
    Und nur weil Du es ablehnst, heißt es automatisch nicht, daß Andreas etwas anderes sagt, noch das ich Recht habe.
    Hier müßte man Hr. Köpke mal fragen, aber generell ist dies schon die Lehrmeinung der deutschen Torwarttrainer seites des DFB.. also das aktive, schräg nach vorn in den Ball gehen, oder zumindest der 'Versuch' es zu tun.

    Man muss allerdings Abstriche machen, denn bei den Dingern, die Köpke den Jungs da hinfeuert, ist allein schon es schwer, da richtig seitlich hinzugehen, also bleibt die Intension es zu tun... und das zählt wohl.. auch wenn Du, Anadur, es nicht wahrhaben möchtest.
    Egal.
    Wenn Du mal am DFB Stützpunkt bist, frag deinen Trainer dort.
    Lassen wir das, war nie eine Leuchte...

  2. #52
    Nationale Klasse Avatar von Anadur
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    Standard

    Zitat Zitat von Steffen Beitrag anzeigen
    Sorry anadur, aber hier machst Du einen entscheidenden Fehler.
    Denn der Fosbury Flop hat nur einen entscheidenden Vorteil gegenüber allen anderen Formen:
    Die Parabel des Schwerpunktes, ungefähr auf Höhe der Hüfte angenommen werden kann, bewegt sich hier in der steilsten Kurve auf und ab.
    Ich muss also dafür sorgen, daß wenn man eine Hüfte über den Scheitelpunkt kommt, diese auch im möglichst flachen Profil möglichst nahe hinter der Stange herunter fallen kann.
    Denn bei gleicher Kraft kann ich höhe nur dann maximieren, wenn ich theoretisch senkrecht nach oben werfe oder springe.
    Springe ich allerdings flacher, streckt sich die Parabelkurve und die Höhe nimmt ab...
    Springe ich also z.B. im Hechtpsrung über die Hürde, dann muss ich die Länge meiner Füsse berücksichtigen, denn diese kann ich erst im Knie nach oben wegklappen und das Wenden in der Luft, um eben mit dem Kopf nach unten zu fallen geht für uns Menschen schwer, weil uns der Wirbelsäulenfortsatz zum Steuern fehlt, bzw. stark verkümmert ist.
    Springe ich aber rückwärts über die Stange, so kann ich in dem Moment wor meine Hüfte die Höhe erreicht hat die Beine in eine Art sitzende Haltung mit gestreckten Beinen verwandeln... und meine Hüfte kann schnell und sehr knapp hinter der Stange zu Boden gehen.
    Das ist der einzige Grund.
    Aber der entscheidende. Wie gesagt, letztendlich eh Äpfel und Birnen und darum gings mir. Ich bestreite ja garnicht das man vorwärts schneller laufen und springen kann als seitlich, nur hilft uns das hier in dem Fall nicht.


    Und nun zu sagen er soll nach vorn zum Hütchen gehen.. Anadur, so kann man es sich auch "schön" reden oder "erklären", aber ich denke nicht, daß es das ist was Andreas Köpke meint...
    Und nur weil Du es ablehnst, heißt es automatisch nicht, daß Andreas etwas anderes sagt, noch das ich Recht habe.
    Hier müßte man Hr. Köpke mal fragen, aber generell ist dies schon die Lehrmeinung der deutschen Torwarttrainer seites des DFB.. also das aktive, schräg nach vorn in den Ball gehen, oder zumindest der 'Versuch' es zu tun.

    Man muss allerdings Abstriche machen, denn bei den Dingern, die Köpke den Jungs da hinfeuert, ist allein schon es schwer, da richtig seitlich hinzugehen, also bleibt die Intension es zu tun... und das zählt wohl.. auch wenn Du, Anadur, es nicht wahrhaben möchtest.
    Egal.
    Wenn Du mal am DFB Stützpunkt bist, frag deinen Trainer dort.

    Ich lehne nichts ab, ich beobachte nur. Die Beobachtung zeigt nunmal einen ganz anderen Bewegungsablauf als den, den u.a. du predigst. Und bitte: die Intention? Was ist das denn? Nicht Fisch nicht Fleisch. Emtweder springe ich nach vorne seitlich oder nur seitlich.

    Ja sorry Trainer - ich weiß, den Ball muß ich halten - aber glaub mir, ich hatte die Intention! Wirklich!

    Bis jetzt höre ich nur, es ist so weil es so ist und es darf nicht sein, was nicht sein darf. Dann ist das immer und sofort eine Ausnahme, eine besondere Situation, die ja so nicht gemeint wäre.

    Es gibt unzählige Situationen in denen ein Torhüter aktiv in den Ball gehen sollte, keine Frage. Bei Pässen in die Tiefe, bei Flanken, bei Rückpässen von der Torauslinie, bei Pässen der eignen Mannschaft usw. Aber bei einem sauberen festen Torschuß? Zeigt es doch einfach mal. Wenn das doch das "Richtige" ist, dann muß es doch einfach zeigbar sein. Vom "falschen" gibts sicherlich unzählige Beispiele.

  3. #53
    Torwarttrainer Avatar von zooropa28
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    Zwei vorschläge an dich anadur.
    1. Du kommst zum nächsten Torwart.de- camp. Ich würde mir persönlich zeit für dich nehmen, um es dir endlich verständlich zu machen.
    2. Irgendwo hier gibt es ein kleinen filmausschnitt vom warmmach- programm des VFB Stuttgart TW sven ullreich. Ich glaube der wars!? Mach dir mal die mühe, suche diesen film. Eventl. gibt es hier hilfsbereite kollegen die dir den weg zeigen. Da kannst du dann endlich mal sehen um was es hier geht.

    Kleiner tipp: Versuche doch mal im nächsten training nicht nur zur seite zu fallen. Versuche doch mal die klitzekleine richtungsänderung nach vorne. Ich wette es fällt dir schwer. Vielleicht bist du deshalb so dagegen!?
    Eh isch misch uffresch, iss mirs libber egal!

  4. #54
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    Von diesem Video ist die Rede:

    Farblegende: Moderator | Privatperson

  5. #55
    Torwarttrainer Avatar von zooropa28
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    Danke Paulianer. Ich wusste auf euch ist verlass.

    @Anadur: Nur damit du die richtige szene nicht verpasst. Ab 55 sek. gehts los!!!
    Eh isch misch uffresch, iss mirs libber egal!

  6. #56
    torwart.de-Team Avatar von Schnapper82
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    So zum Ball zu gehen wie Ulreich ist nach jahrelanger Arbeiter mit meinem TWT das normalste der Welt geworden.
    Ich schließe allerdings nicht aus, dass ich auch mal parallel zur Torlinie fliege bei einigen Bällen.
    In stillem Gedenken an Spideratze und Robert Enke.
    Lasst uns rausgehen und Bälle fangen, Spiele gewinnen und was noch viel wichtiger ist:
    Lasst uns jede Sekunde des Lebens leben und geniessen - nichts ist für immer ! ! !

  7. #57
    Nationale Klasse Avatar von Anadur
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    Zitat Zitat von zooropa28 Beitrag anzeigen
    Danke Paulianer. Ich wusste auf euch ist verlass.

    @Anadur: Nur damit du die richtige szene nicht verpasst. Ab 55 sek. gehts los!!!


    Es wäre schön, wenn ihr auch alle Beiträge lesen würdet!

    Zitat von E-Mail von Ebbo Trautner
    Aber Sven ist in diesem Bereich generell etwas agressiver (Angriff
    zum Ball).
    Entscheidend ist letztendlich immer noch die Schußstärke bzw.
    welche Zeit ich habe, den Ball überhaupt anzugreifen (also schräg nach
    vorne zu gehen)
    Sie können sich sicher sein, daß beim Torschußtraining der Profis mit relativ hoher Schußgenauigkeit und Schußgeschwindigkeit auch Sven letztendlich nur seitlich reagiert, um letztendlich das Tor zu verteidigen und somit schnellstmöglich die Einschußfläche des Tores zu minimieren.
    Aber es ist wie immer hier im Forum. Wenn gewisse Personen etwas sagen, wird das von allen anderen als letzte Wahrheit angesehen und wenns mal jemand hinterfragt, dann redet man mit Mauern.
    Dir und allen anderen ist natürlich nur zufällig nicht aufgefallen, das selbst ein Ulreich in diesem Video nur noch seitlich agiert bei Torschüßen. Wunderschön zu sehen ab Minute Vier. Aber so lange schauen wir uns das Video ja nicht an und alle Beiträge zu lesen ist was für Anfänger...

  8. #58
    Internationale Klasse Avatar von strigletti
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    Zitat Zitat von Anadur Beitrag anzeigen
    Dir und allen anderen ist natürlich nur zufällig nicht aufgefallen, das selbst ein Ulreich in diesem Video nur noch seitlich agiert bei Torschüßen. Wunderschön zu sehen ab Minute Vier. Aber so lange schauen wir uns das Video ja nicht an und alle Beiträge zu lesen ist was für Anfänger...
    Ich finde es in diesem Zusammenhang reichlich seltsam, dass die Befürworter des "nach vorne agierens", stets betonen, dass es Torschüsse gibt, bei denen man diese Technik so nicht mehr anwenden kann und notgedrungen zu einer anderen Technik greifen muss. Eine Tatsache, die übrigens für jede Torwarttechnik gilt.

    Ich finde es gut, wenn jemand meine Position sachlich angreift, aber wenn mir jemand unter dem Vorwand Äpfel und Birnen trennen zu wollen faule Zwetschgen unterjubeln will, dann ist das leider nicht mehr konstruktiv; und die Behauptung, dass wir die Videos nicht bis zu Ende sehen und nicht alle Beiträge lesen würden, ist leider eine oberfaule Zwetschge.
    Stell dir vor, du gehst in dich - und keiner ist da

    Wer glaubt es reicht, wenn man bis zum Umfallen kämpft irrt sich...kämpfe darum Aufzustehen!!!

  9. #59
    Nationale Klasse Avatar von Anadur
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    Zitat Zitat von strigletti Beitrag anzeigen
    Ich finde es in diesem Zusammenhang reichlich seltsam, dass die Befürworter des "nach vorne agierens", stets betonen, dass es Torschüsse gibt, bei denen man diese Technik so nicht mehr anwenden kann und notgedrungen zu einer anderen Technik greifen muss. Eine Tatsache, die übrigens für jede Torwarttechnik gilt.
    reichlich seltsam ist reichlich untertrieben. Aber genau dieser Einwand wird ja die ganze Zeit ignoriert. Es ist "Lehrmeinung" man müße nach vorne agieren, also wird das auch gepredigt. Das es Situationen gibt, in denen das so einfach nicht funktioniert - nicht funktionieren kann, wird ignoriert.


    Ich finde es gut, wenn jemand meine Position sachlich angreift, aber wenn mir jemand unter dem Vorwand Äpfel und Birnen trennen zu wollen faule Zwetschgen unterjubeln will, dann ist das leider nicht mehr konstruktiv; und die Behauptung, dass wir die Videos nicht bis zu Ende sehen und nicht alle Beiträge lesen würden, ist leider eine oberfaule Zwetschge.

    Es tut mir ja Leid falls du dich angegriffen fühlst, denn du warst sicherlich nicht gemeint. Aber was soll ich denn sonst denken, wenn man dieses Video mit dieser Aussage: " Nur damit du die richtige szene nicht verpasst. Ab 55 sek. gehts los!!! " vor die Nase gesetzt bekommt?
    Derjenige, der solch eine Aussage trifft, ist doch garnicht an einer Diskussion interessiert.

  10. #60
    torwart.de-Team Avatar von Schnapper82
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    Ich denke, dass es jedem klar sein sollte, dass es im Torwartspiel niemals ein Patentrezept gibt. Sonst wäre es auch zu einfach.
    Ich bleibe dabei, dass im Endeffekt nur zählt, ob der Keeper den Ball hält oder nicht.

    Das man nicht immer nach vorne agieren kann ist doch klar. Genau so klar ist auch, dass man nicht immer nur seitlich agieren kann.
    In stillem Gedenken an Spideratze und Robert Enke.
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  11. #61
    Internationale Klasse Avatar von strigletti
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    Zitat Zitat von Anadur Beitrag anzeigen
    reichlich seltsam ist reichlich untertrieben. Aber genau dieser Einwand wird ja die ganze Zeit ignoriert. Es ist "Lehrmeinung" man müße nach vorne agieren, also wird das auch gepredigt. Das es Situationen gibt, in denen das so einfach nicht funktioniert - nicht funktionieren kann, wird ignoriert.
    Ich glaube nicht, dass das ignoriert wird; ein paar Auszüge aus diesem Thread:
    Zitat Zitat von Steffen Beitrag anzeigen
    Auch scheint es aber im Gegenzug ab und an für den Torwart aber nötig zu sein, auch mal seitlich agieren zu müssen, um einen Ball zu halten.
    Aber dazu muss ich auch hier beide Bewegungsmuster entwickeln und eigentlich meinem Torwart immer im Training dazu fordern, daß er in der kürzesten Zeit zum Ball agiert, also den Torwart wieder stressen.
    Zitat Zitat von zooropa28 Beitrag anzeigen
    Aus dieser situation heraus, kannst du als TW allerhöchstens noch erahnen, wie der ball kommt bzw, mit einer art reflex heraus so einen ball halten. Da gehts dann nur noch um ball halten oder nicht. Da wird auch keiner mehr sagen....du du du, da musste aber nach vorne abdrücken.
    Zitat Zitat von Schnapper82 Beitrag anzeigen
    Ab einer gewissen Distanz ist sowieso nichts mehr mit abdrücken. Da geht es nur noch darum nach unten zu kommen und schnellstmöglich zu tauchen. Alles was dann ausserhalb von Körperreichweite ist, ist nicht zu halten.
    Zitat Zitat von strigletti Beitrag anzeigen
    Da sich die angewandte Technik immer nur auf den letzten Teil auswirkt, haben wir gerade bei schnellen Bällen aus kurzer Entfernung immer das Problem, dass der Zeitanteil des Bewegungsablaufes in Relation zur Gesamtzeit immer kleiner wird und wir somit irgenwann an den Punkt kommen, wo wir den Zeitnachteil, der sich aus Steffens Messungen eindeutig ergibt, nicht mehr durch die schnellere Bewegung aufholen können. Umgekehrt bedeutet dies aber auch, dass dann der langsamere Ablauf des "seitlichen Fallens" in der Relation zur Gesamtzeit nicht mehr so zu Buche schlägt und wir damit einen Nutzen aus der längeren Annäherungsdauer des Balles ziehen können.
    Somit dürfte klargestellt sein, dass durchaus Einigkeit darin besteht, dass es auch für die Technik des "nach vorne agierens" Grenzen gibt.

    Zitat Zitat von Anadur Beitrag anzeigen
    Es tut mir ja Leid falls du dich angegriffen fühlst, denn du warst sicherlich nicht gemeint. Aber was soll ich denn sonst denken, wenn man dieses Video mit dieser Aussage: " Nur damit du die richtige szene nicht verpasst. Ab 55 sek. gehts los!!! " vor die Nase gesetzt bekommt?
    Derjenige, der solch eine Aussage trifft, ist doch garnicht an einer Diskussion interessiert.
    Ich fühle mich nicht angegriffen ; ich halte es nur für sinnvoller in der Sache zu diskutieren.
    Stell dir vor, du gehst in dich - und keiner ist da

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  12. #62
    Torwarttrainer Avatar von zooropa28
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    ich glaube sagen zu können, das ich nie behauptet habe das das nach vorne agieren immer anwendbar ist.
    @anadur: ich hab dir das so deutlich geschrieben, damit wir nicht vielleicht von zwei verschiedenen dingen sprechen. Eigentlich ist mir reichlich egal wie du persönlich zum ball gehst. Ich will auch niemanden bekehren. Ich will euch meinen standpunkt erklären, will versuchen zu erklären warum ich dies oder das für sinnvoller halte. Genauso lasse ich auch andere meinungen zu, nehme mir aber auch das recht heraus zu sagen wenn ich diese meinung "blödsinn" finde. Wenn du so interessiert an einer konstruktiven diskusion bist, hättest du mal auf meine argumentation der "füsse" eingehen können. Wenn du es gelesen hast??? Da du dir ja das video bis zum ende angeschaut hast, ist dir sicher aufgefallen das er genau zwei schüsse aufs tor bekam wo er zum ball hechten musste. Der erste, ab minute 4:24, schön diagonal nach vorne, "in den ball rein gegangen". Beim zweiten gebe ich dir recht, ist er einfach nur faul zur seite gefallen. Aus meiner erfahrung heraus, ist das eine merkwürdigkeit die ich schon bei einigen torhütern beobachten konnte. Nämlich, selbst wenn sie das "nach vorne kommen" können, das sie bei relativ schwach geschossenen bällen, sich einfach nur zur seite fallen lassen. Ansonsten bin ich sehr gespannt auf weitere meinungen von dir!
    Geändert von zooropa28 (24.11.2009 um 23:28 Uhr)
    Eh isch misch uffresch, iss mirs libber egal!

  13. #63
    Blickfeld Avatar von La_Chat
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    Hm, wenn ich's nicht besser wüsste, würd ich anhand dieses Threads vermuten hier herrscht dicke Luft...

    Ich muß nach dem kompletten, mehrmaligen Lesen des Threads sagen, daß in beide Meinungen ihre Berechtigung haben. Dennoch müssen wir vielleicht einfach mal zwischen Theorie und Praxis unterscheiden und zudem die Erfahrungswerte und Ausbildung der einzelnen Torhüter mit einbeziehen.

    Also, in der Theorie sollte klar sein, daß eine aktive Bewegung zum Ball von Vorteil ist. Zusammenfassend einige der Gründe Pro-Aktive Bewegung:
    - Verkürzte Distanz zum Ball
    - Höhere Chance einen sonst schwer erreichbaren Ball zu sichern
    - kein zeitlicher Verlust (keine geringere Reaktionszeit)

    In der Praxis ist uns aber allen klar, daß wir nicht bei jedem Ball aktiv nach vorne agieren können. Also müssen wir für die Diskussion eine Grundlage finden, wann die aktive Bewegung zum Ball zum tragen kommen soll.

    Meines Erachtens kann diese Technik immer angewendet werden bei:
    - Distanzschüssen
    - Flanken
    - Steilpässen
    - 1gg1 Situationen

    Vorraussetzungen hierfür sind aber:
    - Freie Sicht auf Ball und Schützen
    - Keine Behinderungen durch Gegen- und Mitspieler
    - der Ball wird nicht abgefälscht / verspringt nicht

    Nun, ist es entscheidend für die Situation in einem Spiel, ob ich dem Ball aktiv entgegen gehen kann, oder aber nicht. Das Ziel sollte es aber sicher sein, dem Ball (wenn möglich!) immer aktiv entgegen zu gehen. Dennoch kommt es im Spiel natürlich immer zu Situationen in welchen ich zur Seite agieren, oder gar mit einer Rückwärtsbewegung reagieren muß. Letzeres ist war nicht erwünscht, lässt sich aber auch nicht immer verhindern. Ein schönen Beispiel hierfür ist eine Parade von Dave Seaman (die iwo bei YouTube zu finden ist). Nach einer Flanke kann er sich vor dem Kopfball nicht mehr schnell genug drehen und angelt den Ball in einer Rückwärtsbewegung von der Linie. Nach der Theorie nicht sauber, aber dennoch gehalten. Hinterher fragt keiner mehr nach dem "wie".

    So, nachdem wir Theorie und Praxis getrennt haben kommt noch ein weiterer Aspekt hinzu: Von der aktiven Bewegung nach vorn hat vor 10-20 Jahren keiner gesprochen. Das betrifft die älteren unserer Zunft besonders, die keinen Torwarttrainer haben (oder aber einen, der TW-spielerisch in den 90ern geblieben ist). Von daher ist es für diese Torhüter natürlich eine Umstellung und ohne die entsprechende Praxis schwerer die aktive Bewegung zum Ball durchzuführen. Hinzu kommt die Frage "Warum umstellen, wenn es doch auch so klappt?". Man muß es halt Ausprobieren und vor allem von einer fähigen Person auch vor Ort vernünftig erklärt bekommen und sich das Ganze veranschaulichen um die Vorteile zu entdecken. Und selbst dann ist es nicht leicht sich umzustellen.

    Ich habe wie bereits erwähnt auch erst auf den Camps Bekanntschaft mit der aktiven Bewegung zum Ball gemacht. Mir sind die Vorteile klar, dennoch komme ich kaum dazu es anzuwenden. Warum? Ganz einfach: Ich bin es nicht gewohnt und ich habe keinen Torwarttrainer der darauf achtet. Mein Trainer mault ständig wenn ich selbst auf meine Technik achte und meint ich würde durch den ganzen "Quatsch" schlechter halten als vorher. So wird es für uns ältere Semester nicht einfacher.

    So... ich hoffe man kann das Ganze noch einigermaßen lesen und vor allem verstehen was ich sagen will. Ist halt blöd, wenn man auf der Arbeit hockt und ständig aus dem Schreibefluss gerissen wird...
    Mir ist wichtig dass ihr bei der Diskussionen halt die verschiedenen Faktoren betrachtet. Ein "richtig" und ein "falsch" gibt es bei uns Torhütern solange nicht, wie wir unsere Kästen sauber halten. Es gibt aber sicher eine "geschickter" und "ungeschickter". Letztlich ist es das, was wir hier mitnehmen und selbst austesten können.
    Früher war er der Panther im Verein, neulich meinte jemand: "Guck mal! Ein fliegendes Schwein!"

  14. #64
    torwart.de-Team Avatar von Steffen
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    Matthias kann das sein, daß Torleute bei leichteren Bällen ein wenig "runterschalten" und daher nicht mit vollem Fokus und vollem "Programm" zum Ball agieren und daher dann seitlich "umfallen", einfach aus Bequemlichkeit und eher mangelhafter Spannung und nachlässigem Fokus?

    Ich beobachte dies insbesondere bei leichten Bällen... da werden 2 3 4 dann richtig gemacht, dann fällt man die restlichen beiden Bälle noch noch locker um und nimmt sich irgendwie raus...
    Lassen wir das, war nie eine Leuchte...

  15. #65
    torwart.de-Team Avatar von Schnapper82
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    Klar ist das so Steffen.
    Auch wenn man nicht will, bei manchen Dingen schaltet man halt gerne mal einen Gang runter.

    Ein Beispiel:
    Gestern beim Training hat der Trainer eine Art Zirkeltraining mit der Mannschaft gemacht und eine Station war halt der Torschuss. Der Spieler musste vom 16er ca. zur Mittellinie sprinten, dann zurück und halt den Torschuss tätigen. Das Ganze mit 5 Bällen. Als Keeper steht man nun da und wartet voll angespannt auf den ersten Schuss. Der Schuss geht meilenweit daneben. Egal...weiter geht es...wieder volle Anspannung...der zweite Ball geht klar drüber...wieder weiter...aber jetzt geht man schon lockerer hin...ist nicht mehr voll bei der Sache...der Ball kommt Richtung Tor...man muss reagieren, ist aber geistig gar nicht voll dabei und bereit.
    Gerade in solchen Situationen kommen dann teilweise unkonventionelle "Techniken" zum Vorschein.
    In stillem Gedenken an Spideratze und Robert Enke.
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  16. #66
    Torwarttrainer Avatar von zooropa28
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    ganz genau. Das wollte ich damit sagen. Man fällt dann manchmal einfach nur faul zur seite.
    Eh isch misch uffresch, iss mirs libber egal!

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