Nun, direkt falsch gemacht... - dieser Satz wertet mir zu sehr.
Du kannst es gerne so machen, denn es ist dein Körper. Aber ich habe aus den Erfahrungen des Anfangs dieser Saison gelernt, dass ich meinem Körper eine Ruhepause gönne, wenn ich verletzt bin. Trainierst du beispielsweise mit einer Verletzung weiter (im Glauben du würdest sie nicht belasten), dann ist es sehr wahrscheinlich, dass du diese Verletzung nicht auskurieren kannst bzw., dass du dir eine weitere zu ziehst. Der Körper ist einfach beschäftigt und nicht zu Höchstleistung bzw. zu Kompensation bereit. Das ist meine Erfahrung, die man mir nun gerne biologisch widerlegen kann, aber ich bin der Überzeugung, dass das oben genanntes eine große Rolle spielt.
Das gilt natürlich nicht für lockeres Joggen o.ä. (wenn die Verletzung es zu lässt), was hier aber nicht der Fall ist. Das Vorgehen ist natürlich von der Art der Verletzung abhängig und bei einer längeren Pause sollte man sicherlich in Absprache mit einem Physiotherapeuten ein Mobilisierungsprogramm bzw. in der Rehabilitationsphase ein Programm, das die ehemals verletzte Muskelgruppe an Belastung heranführt, erarbeiten.
Allerdings werden diese Programme wirklich erst bei sehr schwerwiegenden und langwierigen Verletzungen erstellt (dem Sportler wird meist erst dann diese Gelegenheit gegeben). Da ist natürlich auch Eigeninitiative beim Arzt gefragt!
Das Problem bei den von dir genannten Übungen ist wirklich die einseitige Belastung, die zu nichts führt. Dann lieber entspannen, dem Körper Ruhe gönnen und nach der vollständigen Genesung wieder Vollgas geben. Ansonsten droht Verschleppung und das ist eine der fiesesten Dinge.
Viele von uns geben auf dem Platz fast täglich Vollgas. Wenn unser Körper nach einer Pause verlangt, weil er z.B. durch eine Verletzung regenerativ beschäftigt ist, sollten wir ihm diese gönnen. Ich hasse diesen Satz, aber er stimmt: Der Körper eines Sportlers ist sein Kapital und auch wenn die meisten von uns mit ihm auf dem Fußballplatz kein Geld verdienen, so müssen wir es im späteren Leben in anderen Bereichen.




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In stillem Gedenken an Spideratze und Robert Enke.
