Da kann man mal sehen, wie unterschiedlich die Wahrnehmung ist. Ich hatte mal einen ganz heftigen seitlichen Zusammenprall mit anschließendem Kompartment-Syndrom im Oberschenkel und Not-OP wegen der heftigen Einblutung. Ich halte das angezogene Knie deshalb beim seitlichen Aufprall für vollkommen wertlos. Nur um sich frontal vor Verletzungen zu schützen, ist es sinnig. Ich verzichte natürlich trotzdem nicht vollkommen darauf. Jedoch geht mein Trainingsschwerpunkt jetzt mehr in die Richtung, beim Herauslaufen eine möglichst hohe Geschwindigkeit zu entwickeln, als darauf zu achten, das angezogene Knie in den Ablauf einzubinden. Ich glaube, dass ich mit diesem gedanklichen Schwerpunkt in letzter Zeit noch einmal deutlich besser geworden bin in der Strafraumbeherrschung; und zwar gerade dann, wenn es eng zugeht auf dem Weg zum Ball. Der Abdruck mit dem hohen Tempo bringt halt enorm viel Höhe, während es äußerst schwierig ist, den Ablauf mit dem angezogenen Knie so durchzuführen, dass nichts von der Energie des Absprungs verloren geht. Die höhere Geschwindigkeit wirkt sich schützender aus als das Knie. So ist zumindest meine Erklärung.





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