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Thema: Psychologische Erkrankungen und Depressionen im Fußball

  1. #1
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    Standard Psychologische Erkrankungen und Depressionen im Fußball

    Da mich die Thematik der psychologischen Erkrankungen und Depressionen im Fußball sehr interessiert, erstelle ich diesen Thread, der Raum für Berichte, Nachrichten, Interviews und Diskussionen rund um dieses Thema bieten soll.

    Ich beginne mit einem bemerkenswerten Interview eines ehemaligen Profifußballers, der unerkannt bleiben möchte. Einige Sachen sind schon sehr heftig. Wenn ich aber ehrlich bin, erkenne ich mich in einigen Antworten selbst wieder. Da sieht man, dass selbst in den unteren Amateurklassen ein teilweise ungesunder Druck - von außen und vor allem durch sich selbst - herrscht.

    -

    Depression im Fußball
    Schatten seiner selbst
    "Das nächste Unheil kommt bestimmt, dann ist alles wieder vergessen". Nach dem Tod von Robert Enke kam alles wieder in ihm hoch. Ein Fußballprofi, der auch an Depressionen litt und seine Karriere beenden musste: Jahrelang hat er geschwiegen. Nun offenbart er sich im Tagesspiegel. Seinen Namen will er nicht öffentlich nennen – aber seine Geschichte erzählen, damit sich im Fußball etwas ändert.

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    Quelle: Tagesspiegel
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  2. #2
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    Also ich finde diese Zustände ziemlich krass, was die Leute durchmachen müssen und ich bemitleide sie, weil sie gegen die Krankheit an sich, nichts machen können, aber ich frage mich, wieso ziehen sie sich nicht zurück ? Sprich -> mit Fussball aufhören, und erst einmal in Ruhe leben, von mir aus erst einmal ohne Job (damit kein neuer Druck aufgebaut wird)... und weiter die Gesprächsstunden besuchen, natürlich klingt das jetzt hier einfach so daher gesagt, aber Deisler scheint sich auch etwas "gefangen" zu haben, wobei , wenn ich seine Interviews sehe, er meiner Meinung nach, ziemlich leer wirkt.
    Nur LOSER bleiben liegen.


  3. #3
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    Zitat Zitat von konsti Beitrag anzeigen
    Also ich finde diese Zustände ziemlich krass, was die Leute durchmachen müssen und ich bemitleide sie, weil sie gegen die Krankheit an sich, nichts machen können
    Das ist faktisch schon mal falsch. Es gibt unzählige Therapieformen, Medikamente, psychologische Betreuung, Selbthilfegruppen. Eigentlich muss nur dieser Schritt erstmal getan werden! Viele leben mit ihren Depressionen über Monate hinweg, weil sie z.B. Angst davor haben, sich eigesteehn zu müssen, dass man Depressionen hat. Depressionen wird in vielen Teilen immer als Zeichen der Schwäche gesehen.

    Zitat Zitat von konsti Beitrag anzeigen
    aber ich frage mich, wieso ziehen sie sich nicht zurück ? Sprich -> mit Fussball aufhören, und erst einmal in Ruhe leben, von mir aus erst einmal ohne Job (damit kein neuer Druck aufgebaut wird)... und weiter die Gesprächsstunden besuchen, natürlich klingt das jetzt hier einfach so daher gesagt, aber Deisler scheint sich auch etwas "gefangen" zu haben, wobei , wenn ich seine Interviews sehe, er meiner Meinung nach, ziemlich leer wirkt.
    Du hast doch gesehen, wie mit Deisler umgegangen wurde, als er beschlossen hat, sich vom Fußball zurückzuziehen! Uli Hoeness war damals der einzigste, der gesagt hat, dass Deisler sich erholen soll und jeder Zeit zum FC Bayern zurückkehren kann. Ansonsten kamen Nachrichten wie "traurig" "enttäsucht" und "der deutsche Fußball verliert einen guten Spieler" Die näheren Umstände, dass er aufhört wurden wieder nur spekuliert und sein Rücktritt als Schwäche ausgelegt. Dass dieser Rücktritt ein zeichen von immenser Stärke und Rückrat ist, das wurde damals nicht erwähnt.

    Enke hat mit dieser Krankheit gelebt. Seine engsten Vertrauten wussten davon, doch Enke täuschte den größten Teil seiner Mitmenschen wegen der Angst, als Versager darzustehen. Mir fällt es sehr schwer die Gedankengänge von Robert Enke nachzuvollziehen, die ihn schließlich in den Suizid trieben! Er starb nicht aufgrund von Krebs oder ähnlichen schweren Krankheiten, er starb wegen seinen Angstgedanken! Wie gesagt, dass zu begreifen fällt mir sehr schwer.

    Das Umdenken nach Robert Enkes Tod kann ich mir nich klar vorstellen. Ein Anfang ist es schonmal, dass Psychologen eingestellt werden. Jürgen Klinsmann führte einen Therapeuten in sein Team ein, als er Trainer der Nationalelf wurde. Auch dafür wurde er belächelt. Wenn jemand Promintentes vor einen Zug springt, muss plötzlich ein Umdenken her. Dies ist meiner Meinung nach der richte Schritt, doch ob er in unserer Gesellschaft anerkannt wird - das bezweifle ich.


    Zitat Zitat von Spideratze Beitrag anzeigen
    Wer sich da zu weit von seinem Kasten entfernt, darf sich nicht wundern, wenn er dann mal ganz alt aussieht.

  4. #4
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    " Das ist faktisch schon mal falsch. Es gibt unzählige Therapieformen, Medikamente, psychologische Betreuung, Selbthilfegruppen. Eigentlich muss nur dieser Schritt erstmal getan werden! Viele leben mit ihren Depressionen über Monate hinweg, weil sie z.B. Angst davor haben, sich eigesteehn zu müssen, dass man Depressionen hat. Depressionen wird in vielen Teilen immer als Zeichen der Schwäche gesehen. "


    Ich meinte damit, dass die Leute nichts dafür können. Sie werden "einfach so" oder durch schlimme Erlebnisse krank, ich hatte in irgendeiner Fachzeitschrift gelesen, dass es Leute gibt, die von Geburt an so "gelegt" sind, dass sie dazu neigen Depressiv zu werden und dafür können sie nichts und dagegen können sie nichts machen !


    Zu Enke, weil du das angesprochen hast:

    Wir müssen nicht verstehen was er gedacht hat, wir müssen es einfach aktzeptieren, für uns , normalos, ist es vielleicht unverständlich. Aber der Mensch hat halt so gedacht, das ist eine miese und zerstörerische Krankheit, die meiner Meinung nach unterschätzt wird.
    Keiner kann sich vorstellen wie krass dieser Druck ist und wie krass die Ängste sind, wenn ein Mann, der alles im Leben hat, Familie Geld etc. sich vor einen Zug schmeißt, was für eine irreführende Krankheit muss das sein?
    Deswegen sollten wir uns meiner Meinung nach, darüber kein Urteil erlauben.

    Zu Deisler,

    Der Mann hat alles richtig gemacht und ich glaube das weiß er auch selber, er ist einfach ein sensibler Mann und wurde am Ende seiner Hertha Zeit von seinem Mitspielern fertig gemacht, ich glaube da hat er schon einen kleinen knacks bekommen, weil das für ihn, Jungprofi mit rosaroter Brille zu hart war. Was dann bei Bayern passiert ist, hat ihn wohl den Rest gegeben. Ich habe Deisler als Spieler sehr gemocht und fande es schade, dass er aufhören "musste" =(
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  5. #5
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    Nur weil der Begriff gerade fiel, wollte ich mal die Frage in den Raum werfen:
    "Was ist denn normal? Gibt es das Normale oder wird das Normale subjektiv definiert? Wer ist schon normal?"
    Nur als Denkanstoß, denn in dieser Frage liegt eben auch das ein oder andere Geheimnis und die Schwierigkeit dieser Krankheit, meiner Ansicht nach.

    JSGTitan, eine Person aus meinem näheren Umfeld leidet auch an Depressionen. Das habe ich vor kurzem erfahren und ich kenne sie, lebe unmittelbar in ihrere Nähe und das schon seit ich 6 Jahre alt bin. Man macht sich früher natürlich keine Gedanken um so etwas. Bewusst wird es einem nur, wenn die Person dann so zerstört ist, dass sie nicht die Kraft aufbringt, um morgens zur Arbeit aufzustehen...- aus Angst. Angst wovor? Ich weiß es nicht, aber diese Angst fesselt ans Bett und nimmt die Brust in den Würgegriff.
    Natürlich kann etwas dagegen getan werden, aber ob diese Krankheit "geheilt" werden kann ist eine andere Frage und inwiefern der Betroffene dem schutzlos ausgeliefert ist auch. Es ist ja kein Krebsgeschwür, bei dem man weiß: Wenn ich nichts tue, dann sterbe ich. Aus reinem Überlebenswillen für sich und für alles was am Leben hängt, trifft der Mensch dann die bewusste Entscheidung. Das passiert alles im Kopf, im Herz, in der "Seele" als Gefühlswelt.
    Was jedoch, wenn du genau dort gefesselt bist, an Dunkelheit - um es mal einfach auszudrücken? Ich stimme euch beiden zu, dass wir nicht versuchen müssen Betroffene zu verstehen - es ist aussichtslos. Diese empfundene Realität ebenso wie die emotionale Welt ist für uns nicht greifbar.
    Dennoch müssen wir versuchen zu helfen. Da sind wir uns ja alle einig.
    Geändert von Believer (05.01.2010 um 18:17 Uhr)
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  6. #6
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    @ Konsti wir sind uns ja im Grunde einig, ich bilde mir auch kein Urteil über den Suizid von Robert. Und wie Believer schon sagte, wir sollten nicht versuchen Betroffene zu verstehen, sondern zu helfen.

    @ Believer, natürlich ist es so, dass nicht jede Form von Depressionen geheilt werden können. Für mich kam es allerdings so rüber, dass Konsti meint, dass die Leute "gegen die krankheit nichts machen können" und hilflos sind. Natürlich ist man hilflos, wenn man krank ist und ich kann mir vorstellen, diesen Schritt zu tun sich die Erkrankung einzugesetehn und sich therapieren zu lassen ein immens großer ist. Auch nach einer Theraphie kann es wieder zu Rückschlägen kommen.

    Ich würde sagen, das Normale für jemand persönlich ist, wenn man Dinge nachvollziehen kann.


    Zitat Zitat von Spideratze Beitrag anzeigen
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  7. #7
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    @Beliver, für mich ist der jenige normal, der ein stabiles "Seelenleben"hat, sprich sich von Rückschlägen im Leben (jeder Art) nicht zerstören lässt, natürlich kann man trauern und man hat schlechte Phasen, die sich evetl. über Monate hinweg ziehen (z.B. bei dem Tod von Freunden /Eltern etc.) können, jedoch nach der Trauerzeit, wieder den Bezug zur Realität aufnehmen bzw. während dieser Phasen den Bezug nicht verlieren.

    In Bezug auf meinen Text -> normal -> wir verlieren nicht den Bezug zum dem Realen und können nicht einfach nachvollziehen, wie es ist , wenn man in seinen Gedanken verfangen ist und zu jedem und allem eine Angst entwickelt und flüchtet,...


    Ich habe es versucht so kurz wie möglich auszudrücken, wenn fragen entstanden sind, kann ich mich einmal hinsetzen und versuchen es ganz genau zu erklären....das ist meine Meinung, natürlich kann es sein, dass ihr was vollkommen anderes darunter versteht,... irgendwie gibt es keine falsche oder richtige Definition (m.M.n)
    Geändert von konsti (07.01.2010 um 15:02 Uhr)
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  8. #8
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    Ihr habt es schon angesprochen: Normal definiert jeder für sich selbst und damit ist das Normale für einen anderen eventuell abstrus.
    Und wer sagt, dass das Normale nicht auch irgendwann "anders" wird? "Normalität" als solches finde ich überbewertet. Du sagst, konsti, dass Menschen normal sind, die nicht den Bezug zur Realität verlieren, aber wie nah stehen wir manchmal an dieser Schwelle? Welches Erlebnis würde dich aus der Bahn werfen, dass du auch in ein Loch fällst? Bist du dann nicht mehr "normal"? Es gibt zweifellos charakterstarke Menschen, aber solche, die sich von nichts aus der Bahn werfen lassen... ich weiß nicht, ob ich daran glauben soll und ist es denn erstrebenswerten einen so starken Menschen zu kennen? Wir müssen ja Schwächen eingestehen und jeder Mensch kann an etwas zerbrechen - nur ist das für jeden etwas anderes...

    Ich denke nicht, konsti, dass wir nachvollziehen können, wie es ist jeden Abend im Bett zu liegen und Angst vor dem nächsten Tag zu haben. Ich habe Respekt vor den Menschen, die es versuchen, denn ich würde mich in diese Seelenwelt auch nicht einleben wollen. Wer kennt es nicht, wenn man einen Freund oder eine Freundin hat, die depressive Ansätze zeigt. Man versucht zu helfen zu geben, Hände zu halten und gibt dabei so viel von sich selbst, dass man am Ende verblüfft und beinahe erschrocken merkt, dass man nun auch dieses Loch sehen kann, da die eigene emotionale Welt sich dem Umfeld angepasst hat. Das ist dann das herkömmliche "runterziehen". Meist hilft dann nur sich von diesem Menschen abzukapseln, was aus der eigenen Verantwortung heraus immer ungerecht erscheint, oder Hilfe in Anspruch zu nehmen. Aber da ist eben wieder diese Schwelle des Eingestehens.
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  9. #9
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    Hm, das ist wieder ein Thema wo ich ganz gut mitreden kann. Dennoch will ich nicht mehr viel dazu sagen. Nur soviel: Man kann einem Menschen nicht unbedingt ansehen, ob er an Depressionen leidet oder nicht. Viele Menschen können es sehr gut kaschieren! Wie Ulli schon sagte, man kann Jahrelang Tür an Tür leben ohne es zu merken. Nur ein Experte kann die kleinen, versteckten Symptome erkennen und annähernd richtig deuten.

    Was wir für einen an Depressionen erkrankten Menschen tun können? Das ist pauschal nicht zu beantworten. Dabei kommt es darauf an, wie sich die Depressionen äußern und wo diese ihren Ursprung haben. Wenn wir vermuten das jemand in unserem Umfeld eine solche Erkrankung hat, sollte man ihn vorsichtig darauf ansprechen. Ob er sich wohl fühlt, alles ok ist und so weiter. Wenn er blockt, können wir gar nichts machen - außer ihn weiterhin völlig normal zu behandeln. Wenn die Person sich öffnet, sollte man ihr einen Besuch bei einem entsprechenden Arzt empfehlen. Nur so kann man Depressionen wirkungsvoll bekämpfen. Großmutters Allheilmittel Baldrian hilft hier nicht mehr. Was bei Prüfungsstress vielleicht noch ausreicht, verpufft bei einer bodenständigen psychosomatischen Erkrankung. Depressionen sind aber nichts anderes und dürfen auf keinen Fall als Lapalie oder "geht vorbei" abgetan werden!
    Früher war er der Panther im Verein, neulich meinte jemand: "Guck mal! Ein fliegendes Schwein!"

  10. #10
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    Zitat Zitat von La_Chat Beitrag anzeigen
    Depressionen sind aber nichts anderes und dürfen auf keinen Fall als Lapalie oder "geht vorbei" abgetan werden!
    richtig so. Allerdings muss sich der Betroffene ersteinmal selber im Klaren werden, ob er an Depressionen erkrankt ist.


    Zitat Zitat von Spideratze Beitrag anzeigen
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  11. #11
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    Bernd Enke: "Depression ist große Hoffnungslosigkeit"

    Der Psychologe und Onkel des verstorbenen Torhüters Robert Enke hält jeden Menschen für gefährdet.

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    Quelle: NW News
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  12. #12
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    Pauli-Profi Biermann über seinen Selbsmordversuch
    Frau Enke hat mich gerettet
    Zweitliga-Profi Biermann über seinen Selbstmordversuch, Depressionen und den Weg zurück

    Ein bewegender Auftritt, der Respekt verdient!

    Zweitliga-Profi Andreas Biermann (29) vom FC St. Pauli sprach in der ZDF-Sendung „Markus Lanz“ offen über seine Selbstmordversuche, seine Depressionen und wie er den Weg zurück fand.

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    Quelle: BILD
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  13. #13
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    Sport-Philosoph Gebauer über den Fall Enke
    „Das Fußball-Geschäft ist so brutal wie vorher“

    BILD fragte den renommierten Sport-Philosophen Prof. Gunter Gebauer (66): Hat der Fall Enke den Sport verändert, wie es in vielen Trauerreden gefordert wurde.

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    Quelle: BILD
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  14. #14
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    Heute, 22:45 Uhr auf ARD:

    "Beckmann"

    Thema: Volkskrankheit Depressionen – macht uns die Arbeitswelt krank?

    Gäste: Maria Riesch (Skirennläuferin, Doppel-Olympiasiegerin von Vancouver), Andreas Biermann (ehem. Fußballprofi, machte seine Depressionserkrankung öffentlich), Prof. Florian Holsboer (Direktor des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie), Gerhard Huber (früherer Bankmanager, änderte nach einem Burnout sein Leben radikal)

    http://www.rtv.de/detailansicht.php?...gs_id=20438025
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  15. #15
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    Wie ich soeben gesehen habe,ist auch Adriano nicht von Depressionen verschont geblieben:

    http://www.goal.com/de/news/842/ital...-an-selbstmord

  16. #16
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    Wer übrigens einen sehr guten Film sehen will, in dem um psychologische Erkrankungen im Sport geht, sollte sich "The Flying Scotsman" angucken. In dem Film geht es um die Biographie von Graeme Obree, bei dem eine bipolare Störung diagnostiziert wurde, also extreme Stimmungsschwankungen, die in den jeweiligen Phasen weit über manischen Tatendrang oder auf der anderen Seite tiefe Depressionen hinaus gehen.
    Ein wirklich bewegender Film, der zwar nicht so bekannt ist, aber weitaus mehr Beachtung verdient hat.
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  17. #17
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    Selbstmordversuch wirft viele Fragen auf

    Fußballer Stefan Schumann wollte nicht mehr leben - Über Gründe kann nur spekuliert werden

    Zwickau. Vergangenen Sonntag stand Stefan Schumann noch im Trikot des FSV Zwickau auf dem Platz. 0:1 verlor seine Mannschaft in der Fußball-Oberliga beim FC Carl Zeiss Jena II. Der 26-Jährige machte auf der linken Abwehrseite ein unauffälliges Spiel, fuhr nach der Partie nach Hause und wollte anschließend seinem Leben ein Ende setzen.

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    Quelle: Freie Presse
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  18. #18
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    Und auch hier wieder: etwas mehr Menschenverständnis im Alltag wurde nicht schaden, aber sich einen Vorwurf zu machen, warum man die Depression oder zumindest deren Anzeichen übersehen hat, ist definitiv falsch. Eine psychische Krankheit bedarf eben keiner Verhüllung, denn sie ist nicht sichtbar. Stefan Schumann muss wohl eine gigantische Fassade aufgebaut haben, hinter der er sich versteckt hat. Da kann man noch sooft das Gespräch suchen. Man wird selten etwas finden.

    Liebe Grüße
    Du warst so jung, du starbst so früh, wer dich gekannt, vergisst dich nie.



    † 28.08.09


    Ich danke dir für alles, Thomas. Ohne dich hätte ich es nicht geschafft.

  19. #19
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    Ich stell mir momentan die Frage, wie es ist sich zu outen. Einer meiner Mitspieler leidet an Depressionen und hat nie ein Geheimnis drauß gemacht.
    Er wird von den Spielern noch genauso respektiert, aber er ist immer etwas außen vor, nicht weil die andern ihn nicht wollen, sondern weil er immer etwas "träumerisch" wirkt. Auf den Wegen zu unseren meist langen Autofahren, schläft er durchgehen, ich vermute es liegt an Tabletten, die er wohl nehmen wird.

    Aber könnt ihr euch das vorstellen? Euch einfach outen...
    Ich als Torwart habe riesige Angst, in einem Verein, in einer Liga in der meiner Meinung nach schon sehr auf Leistung und Ruf geachtet, könnte dies das aus bedeuten.
    Ist doch aber auch verständlich? Ich meine So ein Keeper mit Depressionen, der sich viele Gedanken macht, ist einfach nicht 100% da.
    Als Trainer steht man doch auch vor der schwierigen Situation: 2 Keeper, vielleicht nicht beide unbedingt überzeugend. Jetzt ist auf den einen sowieso kein Verlass mehr. Da holt man doch im Winter einen neuen Torwart.
    Und der Depressive...der fliegt dann wohl raus...

  20. #20
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    Villa fordert bessere psychologische Betreuung

    Hamburg (SID) - Knapp ein Jahr nach dem Selbstmord seines Freundes Robert Enke macht sich der ehemalige Bundesliga-Profi Marco Villa für eine bessere psychologische Betreuung von Spitzensportlern stark. "Es ist gut und wichtig, dass seit ein paar Jahren Sportpsychologen eingesetzt werden. Aber diese kümmern sich in erster Linie um die Leistungsförderung. Es sollte aber auch die Möglichkeit geben, dass sie sich mit dem Menschen als Gesamtheit auseinandersetzen. Dafür wäre eine eventuelle psychotherapeutische Betreuung sinnvoll", sagte der 32-Jährige im Gespräch mit dem SID.

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  21. #21
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    Andreas Biermann, unter Depressionen leidender Ex-Profi des FC St. Pauli, ist jetzt zu Gast im ZDF Sportstudio.
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  22. #22
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    Andreas Biermann (36)
    "Ich rate keinem Fußballer, sich zu outen"

    Der Ex-Profi von St. Pauli wollte sich umbringen. Bei WELT ONLINE rät er depressiven Spielern, die Krankheit heimlich zu bekämpfen.

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    Quelle: WELT
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  23. #23
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    Hallo Fussballfreunde,

    Ich habe auch nur durch Zufall dieses Thema gefunden und fand ich auch sofort interessant, mit dem Gedanken hier auch mal meinen Senf dazuzugeben.
    Für mich ist es ein Thema das niemals wieder untergehen darf. Es ist halt einfach eine Krankheit, die einfach jeden Menschen betrifft meiner Meinung nach. Dafür hab ich selbst schon zu viele Leute in meinem Umfeld gehabt die damit zu kämpfen hatten bzw haben. Innerhalb kürzester Zeit habe ich das Buch von Ronald Reng über Robert Enke gelesen. Manchmal wird mich selbst sogar echt komisch, da ich schon so einige Gedankengänge selber kenne. Sei es wenn ich selbst auf dem Platz stehe bzw. auch auf der Arbeit bin. Das die Leite die an der Depression erkrankt sind ihre Gedanken nicht der Öffentlichkeit preisgeben, ist ebend auch ein Problem eben dieser Öffentlichkeit. Ich selbst könnte mich sehr darüber aufregen wie zB Profis im Druck der Öffentlichkeit stehen. Es wird doch jeder Fehler, jedes falsche Wort oder auch die kleinste Art vom falschen Betragen sofort zerfleischt. Ich frage mich jedesmal: Muss das sein? Haben die unter so einer Tragödie garnichts gelernt? Man könnte durchaus sagen, dass diese große deutsche Tageszeitung, die fast größten Heuchler sind die es hierzulange gibt. Sie schreiben erst über die großte Trauer, dann wird das betrachtet was im Land über diese Krankheit evtl. falsch läuft und kurze Zeit darauf wird einfach weiter gemacht und auf garnchts weiter Rücksicht genommen und genau so draufgehauen etc.. Es fängt doch auch schon im kleinen an, also quasi bei uns "normalen" Menschen. Man gilt doch schnell aus "Loser" etc. wenn man sich aus irgendwelchen Sachen mehr und mehr raushält, weil irgendetwas im Kopf dir Probleme bereitet. Normalerweise hat man jmd dafür, dem man solch probleme erzählt. Aber es gibt nunmal auch Leute die diese Person nicht haben oder nicht drüber reden können.

    Ich habe jetzt bestimmt den ganzen Thread hier wiederholt, aber ich hatte halt das Bedürfniss mich darüber auch mal auszulassen, weil es mir auf der Zunge brannte.

  24. #24
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    Cologne, an den "vielen" Rückmeldungen erkennst du ja, dass viele nicht wirklich wissen wie sie mit diesem Thema umzugehen haben. Und weil keine aktuellen Aspekte in den Medien auftauchen, ist so ein sensibles Thema nicht präsent. Ich stimme deinen Aussagen jedoch zu, finde du hast das sehr gut beschrieben.

    Viele haben sich z.B. über den Sschungelkönig aufgeregt, dass er so eine Heulsuse ist. Darf ein Mann keine Ängste, Gefühle etc haben? Unsere Gesellschaft ist weiterhin sehr stark auf die Leistung fixiert, sodass jemand, der ein bisschen nicht im Strom mitschwimmt sofort als Schwächling abgestempelt wird. Das macht vielen anderen leuten Angst.


    Zitat Zitat von Spideratze Beitrag anzeigen
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  25. #25
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    Ex-St. Pauli-Profi Biermann
    "Jetzt kann ich Robert Enke verstehen"

    Hat Teresa Enke ihm das Leben gerettet? In seiner Biografie erinnert sich Andreas Biermann daran, wie ihn die Witwe des Torhüters dazu brachte, eine Therapie gegen seine Depressionen zu beginnen. Die Jobsuche gestaltet sich für den ehemaligen Profi des FC St. Pauli hingegen mehr als schwierig.

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    Quelle: Spiegel
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  26. #26
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    Cottbus: Psychische Probleme
    Auszeit: Fenin braucht dauerhafte ärztliche Hilfe

    Am Samstag war einzig von einer Hirnblutung die Rede, jetzt geht es plötzlich um Depressionsschübe und die "Flucht in Medikamente und Suchtmittel": Martin Fenin hat seinen Verein, den FC Energie Cottbus, um eine "Auszeit" gebeten, um sich in dauerhafte ärztliche Behandlung zu begeben. "Ich bin endlich zu der Erkenntnis gekommen, dass ich mein Krankheitsbild nicht mehr allein in den Griff bekomme", teilte Fenin am Dienstag mit.

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    Quelle: kicker
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    Fenin fiel aus dem 2. Stock
    Bundesliga-Star kann sich an nichts erinnern

    Vollgepumpt mit Alkohol und Schlaftabletten, blutverschmiert auf dem Vordach eines Hotels.

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    Quelle: BILD
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