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Thema: Dogmen - Was ist wirklich wahr daran?

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  1. #1
    torwart.de-Team Avatar von Steffen
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    So, nun wird es ein wenig länger bei mir
    Aber das kennt man ja schon...
    1. Immer Gesicht zum Spielfeld.
    Naja, es ist so ähnlich wie die Aussage eim Autofahren: "Immer die Augen auf die Strasse gerichtet halten!"
    Sicherlich ist das gut gemeint, nur nicht immer so ernst zu nehmen. Man muss schon mal auf den Tacho schauen, wirft einen Blick auf's Navi oder in den Rückspiegel... Was wohl damit gemeint ist, daß wir hochkonzentriert sein sollen und die Sache im Blick haben müssen.
    Beim Torwartspiel nervt es, wenn der Torwart mit Schwung einen Ball aus der Ecke fischt, um den Pfosten dreht und dann ein Trainer verlangt, daß er mit Blick auf das Spielfeld abschließend liegen bleibt.
    Oder der Torwart den Ball im Hechten gefangen hat, über die Schulter abrollt und auf dem Ball liegen bleibt... Herrje.
    Man sieht es an der Diskussion zum Wenden und aufstehen.
    Wenn man ein Dogma daraus macht, schränkt man den Torwart im Bewegungsprofil ein, er wird unflexibel und weniger Leistungsfähig. Das muss ein Trainer erkennen, er muss aber auch erkennen, ob dies auf das Spiel negative Auswirkungen hat. Hat es das nicht, darf und kann ich es zulassen und muss nicht ständig darauf herumreiten....
    Gelinde gesagt, es ist Blödsinn.

    2. Immer das Knie anziehen beim Abfangen von Bällen
    Jou, klar. Beim VfB Stuttgart ist man davon längt weg, und das weil ein Hr. Lehmann selbst in England es nicht gebraucht hat.
    Schaut man sich die wenigen Strafraumszenen von Jens Lehmann an, die auf U-Tjuub zu finden sind, dann sieht man: Er macht das eigentlich nie, ausser es ist genug Platz da.
    Also, von immer Knie anziehen ist da schon lange nicht mehr die Rede und scheinbar hat sich diese Erkenntnis noch nicht in den Köpfen der Torwarttrainer durchgesetzt, weil auch diese zu wenig und zu selten miteinander sprechen, sich austauschen.... der Deutsche Fussball krankt an mangelhafter Kommunikation

    3. Jeder Ball aufs kurze Eck ist haltbar
    Ja, hm, na klar.
    Es gibt Dinge, die passieren einfach. Wenn's Gewittert, gibt es immer einen Regenbogen... warum wir den nur nicht immer sehen, ist die andere Frage.
    Nein. Es ist situationsabhängig. Individuelle Fehler führen zum Tor und nach dem Tor in der Analyse sehen wir die Fehler und wissen warum das Tor gefallen ist.
    Das läüßt oft die Illusion aufkommen, es wäre alles möglich. Theoretisch ist es das auch. Doch Fußbal wird von Menschen gespielt... Menschen sind nicht perfekt und machen Fehler, sonst würde es keine Tore geben.
    Auf dem kurzen Eck unterschreitet der Stürmer oft die Reaktionszeit des Torwarts, der dann gar nicht mehr in der Zeitspanne die Arme hoch bekommt oder schlicht gar nicht mehr reagieren kann... Die Entscheidung, ggf. den kurzen Pfosten zu verlassen und vielleicht mit der Torverkleinerung zu arbeiten, es birgt oft mehr Risiken als Vorteile... Geht es gut, naja, den muss er ja haben, oder?
    Kaum ein Trainer denkt darüber nach, und wir, wir müssen einfach einsehen: Nichts ist wie es scheint, aber wir arbeiten daran.

    4. In die Torwartecke beim Freistoß darf kein Ball reingehen.
    Hm, ja klar. Und hebt er den Ball über die Mauer, muss den auch der Torwart haben, er ist ja lange genug unterwegs!
    Wir reden über Strafmaßnahmen. Bei einem Freistoß in gefährlicher Distanz kommt es wie beim Strafstoß zum Duell. Schütze und Torhüter. Die Chancen sind hier ausgeglichen und wie in Dodge City beim Shootout kommt es hierbei auch darauf an: Wer hat die stärkeren Nerven, wer das bessere Timing?
    Verzieht der Stürmer nur einen Milimeter, ist der Schuss zu unpräzise, wird geblockt oder abgefangen. Steht der Torwart einen Centimeter falsch, sind das die Centimeter die dann fehlen, um den straff platzierten Schuss in die Torwartecke um den Pfosten zu drehen.
    Somit: Es ist Wahrheit drann, daß der Torwart diese Ecke abzusichern hat, doch keinesfalls darf man erwarten, daß er damit alle Schüsse abwehren kann. Denn oft genug findet der Torwart seinen Meister in einem noch kaltblütigeren Schützen. Dann sitzt das Ding einmal, einmal von 10 Versuchen... Es ist einfach wie immer im Leben: Nichts gelingt immer, aber immer öfter...

    5. Die Größe des Torhüters entscheidend.
    Nunja... ab einer gewissen Zeit schon. Und die Zeit bestimmt sich aus den Fertigkeiten und Fähigkeiten des Torwarts.
    Leider ist Wahrheit am Satz dran, denn oft nimmt man kleine Nicklichkeiten in Kauf, unwissentlich zu gunsten der Größe.
    Der Große kommt nicht so rasch runter, ist nicht so schnell in den Ecken, na und denken viele Trainer. Dafür räumt er im Strafraum alles ab. Sicher, so kann man auch spielen. Doch dann muss ich so spielen und muss eben die Gegentore hinnehmen, die die Schwäche bei flachen Bällen so mit sich bringt.
    Einer für alles, und ales gut gibt es nicht. Der kleinere Torhüter räumt im Strafraum vielleicht nicht alles ab, kann dafür beim 1 gegen 1 und den Linienaktionen mehr und besser glänzen. Wer hat den Vorteil?
    Ich glaube, ab einer gewissen Leistungsklasse keiner mehr. Denn Schwächen hat jeder von Beiden, es ist einfach so... man muss sich entscheiden. Oft trifft der Trainer unwillkürlich die Entscheidung pro Größe und lebt damit, den Torwart bei den Schüssen flach in die Ecken etwas anzukreiden, doch da es dann beim Gegner auch so ist, fällt es nicht auf... der Normalzustand ist dann die Illusion der selbstgeschaffenen Rahmenbedingungen.
    Der Vergleich , wie viele Tore die Schwäche des jeweiligen Torhüters eigentlich kostet, die Bilanz, die fehlt.. bei allen Vereinen.

    6. Ein Torwart muss "modern" spielen.
    Jetzt definieren wir mal modernes Torwartspiel!
    Bisher ist das so eine nichts sagende Phrase, die im Raum steht. Was ist denn bitte modernes Fussball-Torwartspiel?
    Der Dozent wirft das in den Raum, es flimmern ein paar Folien, Videos und die Erklärung, daß nur 5% des Spiels im Tor wirkliche Torverhinderungsaktionen sind, im klassischen Torwartmilieu also, und sofort weiß es jeder: Mist, der Typ auf der Linie, der ist nicht mehr gefragt... und jeder glaubt es.
    Nun, dann, wenn die 5% der Statistik zu vernachlässigen sind, warum stellen wir dann nicht einen Libero ins Tor? Das bissi mit den Händen, es sind doch nur die 5%, das kriegt der schon hin... Das Spiel läuft 90 Minuten, ich verliere 4:0 und jeder fragt sich warum, ich hate doch einen 95%igen (Tor-)Spieler im Tor... wo ist der Fehler?
    Nunja, es sind die wenigen Sekunden des Spiels, wo die Aktion der 5% zum Tragen kommt, wo der Torwart mit allen Miteln, der Erfahrung und der besonderen Technik auf des Messers Schneide den Ball um den Pfosten dreht, oder mit der Fingerspitze über die Latte tippt... 5% machen das Torspiel oft aus, und weniger wie 5% sind also die wahren und echten Torchancen im Spiel, und wir Torleute machen also die Torchance des Gegners im Spielverlauf, die nur 5% Spielanteil sind, zu etwas unter einem Prozent... kein Wunder, daß es so wenig Tore gibt. Doch von der Seite, da betrachtet keiner die Statistik. Der Dozent grinst, weil er wieder verstanden wurde, Applaus und ein Hoch auf das moderne Torwartspiel...
    Auf die Frage was es denn nun ist, weiß nicht mal der Dozent eine Antwort... fragen wir die Torleute, die wissen es, doch die fragt keiner... der Trainer, der aus der Präsentation geht, der weiß es nun und hält seinen Torleuten einen Vortrag. Bravo, so spielt man Fussball.

    7. Jede hohe Hereingabe in den Torraum muss dem Torwart sein
    Sicher. Eine Sache muss man aber auch mal anmerken: Biologisch bedingt läuft ein Mensch schneller vorwärts als rückwärts..... Somit kann der Torwart im Rückwärtslaufen die Bälle lang nicht bekommen, wenn er kurz steht.
    Der Torwart muss also zunächst länger stehen, um das Erlaufen des Balles vorwärts zu erlernen. Erst dann kommt das seitliche anlaufen und später das Wenden und seitliche unter der Flanke den Ball erlaufen.
    Dabei bewegt sich der Torwart im Mittel immer mehr vorwärts, als seitwärts und schon gar nicht Rückwärts... Seine Position verändert sich damit im Tor, von lang, auf mehr und mehr mittig. Dabei ist zu beobachten, daß Toleute im U10 Alter eher mittig oder kurz stehen, danach sich die Sache mehr und mehr auf das lange Eck geht und erst in der U18/U19 mit der Erfahrung die Torleute einfach wieder in die Mitte zurück kehren oder zurück gekehrt sind.
    Nun ist das Problem aber, daß das Tor eben nicht nur 5 Meter breit ist, sondern der sogenannte 5er oder schlicht Torraum, ein Rechteck bildet. Die vordere Ecke und die hintere Ecke sind für den Torwart aus der mittigen Position nahezu unerreichbar, der Raum ca. 4 mal 4 Meter zwischen 5er und Elfmeter hingegen optimal.
    Ich habe also wieder eine typische Glockenkurve, wo der Torwart bei einer hohen Hereingabe sicher heran kommt und wo weniger gut..
    Naja, und nun ist es kein Geheimnis, daß dies die gegnerischen Stürmer auch wissen, und daher versuchen, den Ball nicht in diese Zone zu schlagen.
    Gute Torleute weiten dann den Bereich auf 8 mal 8 Meter aus, stehen dafür anders, offensiver und sind daher wieder anders anfälliger, aber nichts im Torwartleben ist ohne Risiko. Will ich im 5er in der Luft präsent sein, muss ich ggf. andere Aspekte vernachlässigen.... doch dies einem Trainer zu erklären, es ist merkwürdig, es geht nicht. Die Trainer wollen das gar nicht hören und die Dozenten auf den Trainerschulungen wollen es auch gar nicht vermitteln.... Sie vermitteln brav, was die Trainer hören wollen. Kein Wunder, sonst kommt doch keiner zu den Schulungen, oder?
    Der Spruch ist daher ebenso war, wie die Zahl pie eine einfache Zahl ist...

    8. Der Torwart muss dem Ball entgegen springen
    Ach, wie oft hört man es... und wie oft wird es begründet. Wie oft wird es herangezogen für Tore zu erklären, wo der Torwart hätte und müßte.
    Ja, der Torwart sollte es tun... aber nein, oft kann er das gar nicht, noch schafft er es, selbst wenn er es versucht.. Er sollte sich daran gewöhnen, er sollte es als Grundlage sehen, aber es darf kein Dogma sein, wo man eine Linie von A nach B zieht und meint, damit wäre es getan.... ein Ball fliegt keine gerade Linie, der Torwart hechtet in keiner geraden Linie und damit ist das aktive zum Ball gehen, das sogenannte nach vorn springen auch nicht so geradlinig zu sehen, wie es dies gern von Trainern getan wird...

    9. Der Ball darf nicht in die Mitte vor den Strafraum gespielt werden
    Keine Regel ohne Ausnahme. Sicher, man sollte es nicht tun, doch wenn dort meine einzige und zuverlässige Anspielstation ist, warum nicht?
    Oft muss an durch die Todeszone gehen, um Aussen Raum und Platz zu bekommen....
    Lassen wir das, war nie eine Leuchte...

  2. #2
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    Nochmal dazu dass ein Torwart groß sein muss.

    Zitat Zitat von Steffen Beitrag anzeigen

    Nunja... ab einer gewissen Zeit schon. Und die Zeit bestimmt sich aus den Fertigkeiten und Fähigkeiten des Torwarts.
    Leider ist Wahrheit am Satz dran, denn oft nimmt man kleine Nicklichkeiten in Kauf, unwissentlich zu gunsten der Größe.
    Der Große kommt nicht so rasch runter, ist nicht so schnell in den Ecken, na und denken viele Trainer. Dafür räumt er im Strafraum alles ab. Sicher, so kann man auch spielen. Doch dann muss ich so spielen und muss eben die Gegentore hinnehmen, die die Schwäche bei flachen Bällen so mit sich bringt.
    Einer für alles, und ales gut gibt es nicht. Der kleinere Torhüter räumt im Strafraum vielleicht nicht alles ab, kann dafür beim 1 gegen 1 und den Linienaktionen mehr und besser glänzen. Wer hat den Vorteil?
    Ich glaube, ab einer gewissen Leistungsklasse keiner mehr. Denn Schwächen hat jeder von Beiden, es ist einfach so... man muss sich entscheiden. Oft trifft der Trainer unwillkürlich die Entscheidung pro Größe und lebt damit, den Torwart bei den Schüssen flach in die Ecken etwas anzukreiden, doch da es dann beim Gegner auch so ist, fällt es nicht auf... der Normalzustand ist dann die Illusion der selbstgeschaffenen Rahmenbedingungen.
    Der Vergleich , wie viele Tore die Schwäche des jeweiligen Torhüters eigentlich kostet, die Bilanz, die fehlt.. bei allen Vereinen.

    Ich bin anderer Meinung. Ein kleinerer Torwart kommt nicht schneller unten ins Eck als ein großer. Warum sollte ein großer Keeper nicht so schnell in die Ecken kommen? Der ist schneller in den Ecken weil er größer ist. Das sieht dann vlt so aus beim kleineren Schnapper. Auch beim 1:1 ist das kein Vorteil. Aber wie Steffen sagt: Ab einem gewissen Level kommt dies zum Tragen. Das trifft zu wenn der große Torwart 110 Kilo hat oder sein Körper anatomisch nicht beweglich genug ist. Das ist natürlich auch ein Nachteil. Aber ein Torwart (ausgehend von gleich guten Proportionen, Arm und Beinlänge im Verhälnis zum Körper) ist immer im Vorteile wenn er groß ist.

    Torwart muss nicht groß sein (Gibt super Landesligatorüter mit 1,70) aber es ist immer ein Handicap klein zu sein, unzwar in allen Bereichen.
    Geändert von Aschekind (12.03.2010 um 10:42 Uhr)
    Torhüter sind wie Hausfrauen: Wenn Sie einen guten Job machen redet keiner drüber. Wenn Sie einen Fehler machen ist das Geschrei groß.

  3. #3
    torwart.de-Team Avatar von Steffen
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    Aschekind, ich muss dir wiedersprechen.
    Nein, der große Torwart hat durch aus bei flachen Bällen Nachteile. Den direkten Vergleich hatte ich zu oft... Der kleine ist einfach wendiger und flinker, der lange bekommt es nicht auf die Reihe.
    Der Kleine ist schneller unten und im Eck, es ist einfach so... der Lange kann es später gut kompensieren, aber an die Performance des kleinen Wiesel kommt er nicht ran. Definitiv.
    Es fällt uns später nicht mehr auf, weil wir dann nur noch Lange miteinander vergleichen (können) und die Kleinen nicht mehr zum Tragen kommen.
    Doch stellen wir zwei gleichgute unterschiedlicher Größen gegenüber, wird es deutlich sichtbar, wie flott der Kleine Mensch unten und im Eck ist.
    Denn kann ich da viel intensiver belasten, als den Langen... dafür muss er bei hohen Bällen viel kompensieren, da ist er weniger belastbar.
    Der Lange muss bei den flachen Dingern viel rausholen und kompensieren, erst bei den höheren Bällen muss er das nicht...

    Und das Problem ist oft, daß man in größteren Vereinen eher mit den Nicklichkeiten des Großen leben möchte/will, als es auch mal mit einem kleineren zu versuchen.
    Somit vergleicht man hier nur lang mit lang, nie aber gleich gut klein mit gleich gut lang... ist einfach so...

    Übrigens wird es auffällig, wenn ich einen Meter 90 Torhüter Oberliga gegen einen Meter 80 Torhüter vergleiche.... und schlimmer, wenn es ein Meter 85 gegen 2 Meter ist....
    Aber die Tendenz, große Torhüter zu bevorzugen, sie ist einfach da... und die Vergleiche und Bilanzen sind nicht da und werden nicht gemacht...
    Lassen wir das, war nie eine Leuchte...

  4. #4
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    Ich will das auch nicht pauschalisieren und halte so ein Dogma ja auch für falsch. Aber der kleine Torhüter hat einen Nachteil in der Strafraumbeherrschung. Das heisst natürlich nicht dass er schlechter ist als der größere. Eben wegen dieser faktoren die du genannt hast Schnapper.

    Aber Steffen, wenn du sagst, dass kleinere Keeper schneller in der Ecke sind dann fehlt mir Weiterhin ein Argument. Und "es ist einfach so" ist kein Argument.

    Zitat Zitat von Steffen Beitrag anzeigen
    Doch stellen wir zwei gleichgute unterschiedlicher Größen gegenüber, wird es deutlich sichtbar, wie flott der Kleine Mensch unten und im Eck ist.
    Wenn zwei Schnapper gleich gut sind, der eine jedoch wesentlich kleiner ist, dann heisst das noch lange nicht dass der kleine keinen Nachteil kompensieren muss.

    Man kann das nur vergleichen wenn man die Masse vergleicht und untersucht. Wie Steffen schon gesagt hat geht das leider nicht weil dazu keine Daten vorliegen. Aber die größeren Torhüter sind in der Breite meiner tendenziell auch die besseren.
    Geändert von Aschekind (12.03.2010 um 12:28 Uhr)
    Torhüter sind wie Hausfrauen: Wenn Sie einen guten Job machen redet keiner drüber. Wenn Sie einen Fehler machen ist das Geschrei groß.

  5. #5
    Blickfeld Avatar von Vice
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    Zitat Zitat von Aschekind Beitrag anzeigen
    Nochmal dazu dass ein Torwart groß sein muss.




    Ich bin anderer Meinung. Ein kleinerer Torwart kommt nicht schneller unten ins Eck als ein großer. Warum sollte ein großer Keeper nicht so schnell in die Ecken kommen? Der ist schneller in den Ecken weil er größer ist. Das sieht dann vlt so aus beim kleineren Schnapper. Auch beim 1:1 ist das kein Vorteil. Aber wie Steffen sagt: Ab einem gewissen Level kommt dies zum Tragen. Das trifft zu wenn der große Torwart 110 Kilo hat oder sein Körper anatomisch nicht beweglich genug ist. Das ist natürlich auch ein Nachteil. Aber ein Torwart (ausgehend von gleich guten Proportionen, Arm und Beinlänge im Verhälnis zum Körper) ist immer im Vorteile wenn er groß ist.

    Torwart muss nicht groß sein (Gibt super Landesligatorüter mit 1,70) aber es ist immer ein Handicap klein zu sein, unzwar in allen Bereichen.

    Ich denke Steffen geht es hier darum, dass ein kleinerer Towart schneller am Boden ist als ein größerer. Du meinst aber eher, wie schnell ein Torhüter in einer Ecke ist, und da muss ich dir Recht geben, dass ein größerer Torhüter eher in die Ecken kommt, weil ein kleinerer eben auch eine kleinere Reichweite hat. Geht es aber darum, wer generell schneller bei Flachen Bällen reagieren kann, ist dies wohl zweifellos der kleinere Torhüter.

  6. #6
    torwart.de-Team Avatar von Schnapper82
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    Der kleinere Keeper muss auch nicht zwangsläufig schlechter sein in der Strafraumbeherrschung als der Größere.
    Die Strafraumbeherrschung von so vielen Faktoren abhängig, dass ich es Quatsch finde zu sagen, dass der 195cm Keeper immer besser ist im Strafraum als der 175cm Keeper. Vergesst nicht Faktoren wie "Risikobereitschaft", "Timing", "Erfahrung", "Fangsicherheit", "Sprungskraft", "Explosivität" und vor allem auch "Spielverständnis".
    In stillem Gedenken an Spideratze und Robert Enke.
    Lasst uns rausgehen und Bälle fangen, Spiele gewinnen und was noch viel wichtiger ist:
    Lasst uns jede Sekunde des Lebens leben und geniessen - nichts ist für immer ! ! !

  7. #7
    Chalkias
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    Zitat Zitat von Schnapper82 Beitrag anzeigen
    Der kleinere Keeper muss auch nicht zwangsläufig schlechter sein in der Strafraumbeherrschung als der Größere.
    Also, du sagst es. Nicht zwangsläufig. Ein Torwart kann von mir aus so groß sein wie er will, wenn die elementare Faktoren nicht bis ins Detail ausgereift sind wird es schwer und dann ist ziemlich Banane ob 1,75 oder eben 1,95.

    Wenn das Fundament des Torhüters jedoch stimmt, dann ist das klar ein Vorteil, das können wir nicht verwerfen...

  8. #8
    Amateurtorwart Avatar von South-West Boy
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    Zitat Zitat von Aschekind Beitrag anzeigen
    Nochmal dazu dass ein Torwart groß sein muss.




    Ich bin anderer Meinung. Ein kleinerer Torwart kommt nicht schneller unten ins Eck als ein großer. Warum sollte ein großer Keeper nicht so schnell in die Ecken kommen? Der ist schneller in den Ecken weil er größer ist. Das sieht dann vlt so aus beim kleineren Schnapper. Auch beim 1:1 ist das kein Vorteil. Aber wie Steffen sagt: Ab einem gewissen Level kommt dies zum Tragen. Das trifft zu wenn der große Torwart 110 Kilo hat oder sein Körper anatomisch nicht beweglich genug ist. Das ist natürlich auch ein Nachteil. Aber ein Torwart (ausgehend von gleich guten Proportionen, Arm und Beinlänge im Verhälnis zum Körper) ist immer im Vorteile wenn er groß ist.

    Torwart muss nicht groß sein (Gibt super Landesligatorüter mit 1,70) aber es ist immer ein Handicap klein zu sein, unzwar in allen Bereichen.
    Also da muss ich dir vollkommen wiedersprechen!
    In welchen Situationen ist ein kleiner Torhüter denn "gehandicapt"?!

  9. #9
    torwart.de-Team Avatar von Schnapper82
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    Man muss natürlich noch definieren ab wo "Groß" beginnt und was "Klein" ist...
    Auch nicht selbsterklärend...
    In stillem Gedenken an Spideratze und Robert Enke.
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  10. #10
    Chalkias
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    Zitat Zitat von South-West Boy Beitrag anzeigen
    In welchen Situationen ist ein kleiner Torhüter denn "gehandicapt"?!
    Nun, wie gesagt sollte man natürlich mit gewissen Aussagen vorsichtig sein.
    Recht muss ich dir dabei geben, wenn du sagst, dass man nicht die Größe als Anhaltspunkt ansieht, wenn es um die Leistung des Torhüters geht. Das wird sowieso ohne Ende pauschalisiert...

    Die Größe hat nur bedingt damit zu tun, ob ein TW effektiv ist oder eben nicht. Dazu gehören viel wichtigere Rahmenbedingungen hinzu und diese sind entscheident. Schnapper82 hat das schon angedeutet.
    Ob nun ein kleinerer TW schneller in die Ecke kommt, das weiß ich nicht, muss ich auch nicht - lediglich das zu behaupten ist Quark, sry...

    Das ist ein klares "Dogma" und bleibt es auch. Ein "flinker" 1,90cm kommt genau so schnell in die untere Ecke, wie es ein 175cm großer TW auch kann.
    Deswegen behaupte ich: Die Größe ist bedeutungsvoll, jedoch ist mir das nicht ausdruckstark genug um die Leistung des Torhüters anzweifeln zu können.
    Geändert von Chalkias (12.03.2010 um 14:32 Uhr)

  11. #11
    Amateurtorwart
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    In allen Bereich ist falsch von mir. Ich wollte damit zum Ausdruck bringen, dass es kein Nachteil ist groß zu sein. Zumindest bis 1.90 Meter nicht.

    Besonders kleine Torhüter haben ein Handicap in:

    - Luftkampf
    - 1:1
    - auf der Linie (Hechten/Werfen)

    Achtung: Ich schreibe das wegen der Diskussion gezielt provokant. Ich bitte alle meine Posts nicht persönlich zu nehmen.

    Und nochmal: Große Torhüter sind nicht besser als kleine. Aber große Torhüter haben mehr Potenzial wegen der von mir genannten Handicaps.
    Geändert von Aschekind (12.03.2010 um 14:27 Uhr)
    Torhüter sind wie Hausfrauen: Wenn Sie einen guten Job machen redet keiner drüber. Wenn Sie einen Fehler machen ist das Geschrei groß.

  12. #12
    torwart.de-Team Avatar von Steffen
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    *grinsen* Ah, jetzt kommen wir an die Punkte die interessant werden... doch dann schweifen wir vom Thema ab... also, ist es dann doch ein gnadenloses Aus für Dogma Nummer 5
    Lassen wir das, war nie eine Leuchte...

  13. #13
    torwart.de-Team Avatar von Schnapper82
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    Schmeissen wir die nächste Phrase in den Raum:
    Egal ob großer Keeper oder kleiner Keeper. Wichtig ist, dass er gut ist und den ansprüchen des Mannschaft genügt.
    In stillem Gedenken an Spideratze und Robert Enke.
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    Lasst uns jede Sekunde des Lebens leben und geniessen - nichts ist für immer ! ! !

  14. #14
    Internationale Klasse Avatar von Icewolf
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    Wie wärs denn mit der optimalen Größenspanne. Z.B. 1,80 bis 1,90

    Alle außerhalb dieser Spanne werden es nie zu etwas bringen, versteht sich... Nur mal der Dogmen wegen...
    Die Qualität des Breierzeugnisses ist reziprok proportional abhängig von der Quantität der partizipierten Köche.

  15. #15
    Blickfeld Avatar von Vice
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    Zitat Zitat von Aschekind Beitrag anzeigen
    Besonders kleine Torhüter haben ein Handicap in:

    - Luftkampf
    - 1:1
    - auf der Linie (Hechten/Werfen)
    Mit dem Luftkampf kann man zustimmen, auch wenn man einschränken muss, dass dort nicht nur die Größe ein Faktor ist, wenngleich es hier natürlich von Vorteil ist, etwas größer zu sein.

    Im 1:1 muss ich dir wiedersprechen: Ich denke, gerade kleinere Torhüter sind im 1:1 agiler und ich meine zu beobachten, dass kleinere Torhüter von Grund auf etwas bessere Reflexe haben - natürlich kann man das mit Training ausgleichen. Jedoch sehe ich es hier wie Steffen, der oben auch schon geschrieben hat, dass er kleinere Torhüter im 1:1 im Vorteil sieht.

    Auf der Linie haben größere Torhüter einen Vorteil, weil sie besser in die Ecken kommen - eben wegen ihrer Größe. Als kleinerer Torhüter muss man versuchen, dies durch gutes Stellungsspiel und Sprungkraft wieder auszugleichen. Jedoch stimme ich mit dir überein, dass größere Torhüter auf der Linie wohl einen Vorteil haben - Jedoch nicht aus der nahen Distanz! (aus oben genannten Gründen)

  16. #16
    torwart.de-Team
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    Hier erkennt man doch klar zwei Lager: Die kleinen Torhüter verteidigen den einen Standpunkt und die großen Torhüter entsprechend den anderen. Hier wird es nie eine Lösung geben. Es gibt kein richtig oder falsch. Das Dogma "Die Größe eines Torhüters ist entscheidend" stimmt so nicht, das haben viele kleine Torhüter bereits bewiesen. Fakt ist für mich jedoch, dass eine entsprechende Größe - ich rede von knapp 1,86 bis 2,00 Meter - von Vorteil sein kann. Nicht umsonst bewegen sich quasi alle Top-Torhüter in diesem Bereich. Ein Torhüter, der 1,70 Meter groß ist, wird es nunmal nie in die Bundesliga schaffen. Sicherlich mag diese Größe für niedrigere Ansprüche ausreichen. Deshalb stimme ich Schnapper82 definitiv zu: Die Relevanz der Größe eines Torhüters ist unter anderem abhängig von den Ansprüchen der Mannschaft.
    Farblegende: Moderator | Privatperson

  17. #17
    torwart.de-Team Avatar von Steffen
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    Zitat Zitat von Vice Beitrag anzeigen
    Auf der Linie haben größere Torhüter einen Vorteil, weil sie besser in die Ecken kommen - eben wegen ihrer Größe. Als kleinerer Torhüter muss man versuchen, dies durch .. Sprungkraft wieder auszugleichen.
    Na, da haben wir doch auch wieder einen wunden Punkt entdeckt... ein Torwart muss also Sprungkraft haben, um auf der Linie zu bestehen... jedenfalls ein Kleiner... der große, der fällt ja nur um...
    Ich sehe schon, daß wird hier noch heiß, weil jeder einen anderen Blickwinkel auf das Torwartspiel hat, und jeder irgendwo auch anders denkt...

    Nächstes Dogma wäre dann:

    10. Alle Torhüter spielen mit den gleichen Vorgaben und Techniken
    Oder ist das auch ein Foul?
    Lassen wir das, war nie eine Leuchte...

  18. #18
    torwart.de-Team Avatar von Schnapper82
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    Kleine und große Tohüter haben andere Trainingsschwerpunkte...
    Das muss ein Torwarttrainer erkennen.

    Zitat Zitat von Steffen
    10. Alle Torhüter spielen mit den gleichen Vorgaben und Techniken
    Ehm...nein, ich hoffe nicht. Und wenn doch, dann wird das so nichts werden...
    In stillem Gedenken an Spideratze und Robert Enke.
    Lasst uns rausgehen und Bälle fangen, Spiele gewinnen und was noch viel wichtiger ist:
    Lasst uns jede Sekunde des Lebens leben und geniessen - nichts ist für immer ! ! !

  19. #19
    Blickfeld Avatar von Vice
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    Zitat Zitat von Steffen Beitrag anzeigen
    Na, da haben wir doch auch wieder einen wunden Punkt entdeckt... ein Torwart muss also Sprungkraft haben, um auf der Linie zu bestehen... jedenfalls ein Kleiner... der große, der fällt ja nur um...
    Naja, so habe ich das nicht gemeint Ich wollte eher sagen, dass dann kleinere Torhüter im Verhältnis etwas mehr Sprungkraft brauchen, um den Größenunterschied hier auszugleichen. Damit wollte ich nicht sagen, dass ein großer "nur umfällt".

    Ich verstehe aber, was du meinst

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