Das mit der neuen Spielsituation hat aber schon seinen Sinn. Beispiel:

Stürmer A steht passiv im Abseits, 2m in der gegnerischen Hälfte am rechten Flügel, irritiert die Abwehr vielleicht etwas, signalisiert aber, dass er nicht teilnimmt und trabt Richtung Mittellinie zurück. Die Abwehr steht an der Mittellinie, Mittelfeldspieler A spielt im gleichen Moment einen Lob über die Abwehrkette in Richtung linker Flügel, wo Stürmer B von der Mittellinie aus startet (also nicht im Abseits) und mit dem Ball über den linken Flügel Richtung Tor läuft.
Stürmer A wird in diesem Moment kurzzeitig von der Abwehr überholt, schaltet sich aber dennoch in den Angriff mit ein, Stürmer B läuft den linken Flügel runter, spielt den Ball in den Rücken der Abwehr, Stürmer A (der ja vorher passiv im Abseits stand, jetzt aber dank neuer Spielsituation nicht mehr) netzt ein.

Mit deinem Vorschlag, BSG-Daniel, dürfte das Tor dann ebenfalls nicht gelten. Wenn man das so ändert, macht man alles nur noch komplizierter, weil dann die Schiedsrichter auch noch entscheiden müssten wann der passiv im Abseits stehende Spieler wieder aktiv ins Geschehen eingreifen darf, ohne dass man abpfeifen muss. Neue Regel wäre dann nur denkbar in der Form, dass der im passiven Abseits befindliche Spieler für den Rest des Ballbesitzes der eigenen MAnnschaft nicht mehr den Ball berühren darf, was aber auch relativ schwachsinnig ist.

Passives Abseits kann es nur in Kombination mit der besagten "neue Spielsituation" geben, ansonsten muss man gleich wieder jede Abseitsstellung, egal wie irrelevant, pfeifen.
Die einzige vorstellbare Änderung ist, wie oben angesprochen, die Schiedsrichter dazu anzuhalten rigoroser abzupfeifen, wenn Spieler sich in relativer Ballnähe im passiven Abseits aufhalten, egal ob sie eingreifen oder nicht. Das müsste man jedoch wieder weltweit so machen, ansonsten verliert auch das seinen Wert.