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Thema: Anstrengungsasthma: Kondition wird immer schlechter, wie soll es nun weiter gehen?

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  1. #1
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    @Luke, ganz klare Sache, ich weiß, dass das hier ein Fußballforum und kein Medizinerkongress ist Ich werde auch auf jeden Fall zum Arzt gehen. Mir geht es hier eher um den Erfahrungsaustausch mit Leuten, die die Problemchen kennen oder auch haben. So bekommt man vielleicht irgendwelche Atemtipps zum probieren, oder Anhaltspunkte, um diese beim Arzt anzusprechen.

    @Steffen, die Atemnot ist erstmals jetzt im Winter aufgetreten. Daher kann ich aktuell nur den Vergleich Halle und Lauftraining, bzw. Training bei kühlem Wetter draußen ziehen. In der Halle hatte ich so gut wie gar keine Probleme, aber draußen ist es immer sehr anstrengend.

    Früher, oder wenn ich auch für mich selbst laufen gehe, dann versuch ich immer bewusst drauf zu achten, wenigstens auf den ersten Metern noch ruhig durch die Nase zu atmen. Nur klappt das irgendwie nicht, wenn wir so in der Gruppe laufen und ich versuche, nicht ganz so weit abzudriften. Dann hat das schon eher was vom Hechelkurs und ich atme eigentlich nur noch durch den Mund. Gestern war es auch so übel, dass ich schon nach 2 Runden Seitenstechen bekommen hab und auch so Zwischenübungen wie Anfersen oder Knie hoch gar nicht richtig mitmachen konnte. Das hat mich total rausgebracht. Hingegen war auf den Boden greifen eher eine Erholung für mich.

    Wenn wir am Donnerstag aber wieder Training haben, werde ich mal gezielt drauf achten und versuchen permanent durch die Nase einzuatmen. Ich werde dann berichten.

  2. #2
    torwart.de-Team Avatar von Steffen
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    Sunny,
    ich habe einen Verdacht, und er beginnt sich zu verfestigen. Vielleicht hast Du gar kein Asthma, sondern nur asthmatische Anfälle. Diese haben meist eine Ursache und vielleicht ist diese Ursache was ganz banales.
    Also in der Halle, wo die Luft meist mies ist, da sind Dir solche Anfälle gänzlich unbekannt, aber draussen, wo es eigentlich bestens ist, da haste Probleme?
    Und Du bist Dir recht sicher, daß du sehr oft durch den Mund atmest?
    Lassen wir das, war nie eine Leuchte...

  3. #3
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    Also, in der Halle ist das Laufen auch richtig anstrengend und auch da bin ich immer das Schlusslicht, aber so wirklich Atemnot hatte ich da bislang nicht.
    Dies war wirklich nur draußen. Zwei Situationen, die mir dazu im Kopf geblieben sind:
    1. Linienläufe im Sprint und davon mehrere Durchgänge hintereinander. Das war für mich mega anstrengend und da ist mir das erste Mal die Luft weggeblieben. Aber das war noch im Oktober, also Wetter noch nicht so kalt.
    2. Beim Lauftraining im Winter. Recht kühl, später auch mit Regen. Hier sind wir Runden auf grader Strecke gelaufen. Eine Runde ca. 2-2,5km. Hier bin ich extrem langsam unterwegs gewesen, aber nach einer Runde schon erste Anzeichen für Seitenstechen und nach 1,5 Runden Luft weg.

    Wie gesagt, ich werde morgen beim Training bewusst drauf achten, wie ich atme, aber aktuell bin ich ziemlich sicher, dass ich viel durch den Mund atme. Eigentlich mach ich das so tagsüber und nachts gar nicht. Da immer durch die Nase. Aber ich hatte schon längere Zeit nen hartnäckigen Schnupfen und manchmal noch immer das Gefühl, durch die Nase nicht richtig Luft zu kriegen. Und beim Laufen "reicht" mir dir Luft durch die Nase einfach nicht (so ist zumindest mein Gefühl dabei).

  4. #4
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    Tja, nachdem ich jetzt schon mehrere Termine beim Lungenarzt hatte, bin ich leider immer noch nicht schlauer.

    Lunge selbst klingt gut. Atmung im Ruhezustand perfekt, aber sobald ein Widerstand/eine Anstrengung auftritt fällt diese direkt ab.

    Erster Verdacht, Anstrengungsasthma. Hab 2 Sprays bekommen. Foster muss ich morgens und abends nehmen, Salbutamol 10Min. vor dem Sport.

    Das Notfallspray hilft aber gar nicht, also wieder hin. Jetzt hat sich sein Verdacht auf Frühpollenallergie gefestigt. Also Bluttest angeordnet, Allergietabletten bekommen. Die einmal täglich, dazu weiter das Foster.

    Erst dachte ich prima, scheint zu helfen und die verbleibenden Beschwerden liegen eher an der nun fehlenden Kondition. Aber nach mehreren Sprints im letzten Training und auch beim Spiel ging das gejapse wieder los.

    Heute gabs dann die Ergebnisse vom Bluttest. Auf sämtliche Gräser, Bäume usw. negativ. Gar nix gefunden.

    Jetzt bin ich immer noch nicht schlauer, habe noch nix was hilft und kann in 1,5 Wochen wieder hin.

    Wenn mir Fußball nicht so verdammt viel Spaß machen würde, hätte ich wohl schon aufgehört und mit stricken angefangen. Das ist doch alles einfach blöd...

  5. #5
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    hey sunny,

    ich habe auch anstrengungsasthma. ist im winter schlimmer als im sommer und in der halle habe ich auch kein problem. eigentlich unlogisch aber jetz zu deinem problem:

    aber zuerst bitte ich dich dass du das alles selber abwägen solltest und das alles langsam ausprobieren solltest.

    der notfallspray hilft mir persönlich garnicht. den verwende ich nie!

    versuch den spray den du 10 min vor dem sport nehmen solltest etwas früher zu nehmen.
    als mein spray auf einmal nicht mehr wirkte nahm ich ihn auf empfehlung eines lungenfacharztes eine halbe bis dreiviertel stunde früher und siehe da: es hat funktioniert!!!!

    noch ne andere frage: pfeiffst du dir den spray einfach so rein oder hast du nach einen aufsatz für deinen spray? find ich richtig wichtig. ist wie so eine kleine kammer vor dem spray, wo der sprühstoss rein gehauen wird, danach machst du den deckel der kammer auf und atmest alles komplett ein. wenn du den spray normal nimmst haust dir den scheiß nur gegen den gaumen und nicht in die lunge!

    achja noch was dass du selber abwägen solltest: je härter du trainierst, desto weniger behindert dich dein asthma(so ist es bei einigen und bei mir auch). klar am anfang ist es hart aber je härter du trainierst desto höher setzt du deine grenzen und desto weniger überschreitest du diese, was einen asthmaanfall zur folge hat. kann aber auch nicht funktionieren also rantasten!!!
    Ein Mann ohne Ziele ist wie ein Pfeil ohne Spitze
    (Vitali Klitschko)

  6. #6
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    Hier, Finger hebt, bin seit meiner Kindheit Asthmathiker.
    Ich habe auch , wie viel andere, die grössten Probleme bei nasskaltem Wetter, also vorwiegend im Herbst und Winter.
    Dazu bin ich gegen so ziemlich alles Allergisch was auf Bäumen oder Wiesen wächst.

    Als erstes gilt es mal die Ursache festzustellen. Da hilft nur ein Lungenfacharzt und eventuell ein Allergologe.
    Es hilft auch ungemein zu verstehen was bei einem Asthamanfall passiert.
    Da bieten die Krankenkassen immer Hilfe an. An so einem Seminar habe ich auch schon teilgenommen.
    Steht dann fest woran es liegt ist es ungemein wichtig die richtige Therapie zu finden.
    Auch da bieten die KK ihren Mitgliedern Seminare an. Unbedingt besuchen, denn schon mit der richtigen Atemtechnik und der Früherkennung kann man eine Menge bewirken.
    Zu guter letzt muss man Medikamentös richtig eingestellt werden.
    Ich nehme Morgens und abends ein Pulver, Symbicort heisst das Medikament, und habe noch ein Spray falls es mal Akut wird. Ich bin annähernd Beschwerdefrei und kann laufen wie ein junger Gott.

    Lass den Kopf nicht hängen, Asthma ist keine Behinderung.
    Mit der richtigen Einstellung kann man damit wunderbar Leben.
    Positiv an die Sache rangehen und die Ärmel hochkrempeln.
    Geändert von Opti (01.05.2010 um 13:54 Uhr)

  7. #7
    torwart.de-Team Avatar von Steffen
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    Hi Sunny,
    so und nun wird es wärmer... Wie schaut es denn nun draussen aus?

    Ich kenne dein Gefühl und langsam werde ich ein wenig 'grinsiger'. Was kam den beim Asthma Test raus?
    Ich musste damals Luft inhalieren, die mit Histaminen versetzt war... der Test wurde bei mir abgebrochen, weil ich Histaminmengen vertrug, die einem Asthmatiker ins Koma gestürzt hätten.
    Also Befund des Pneumologen: Kein Asthma bronchiale, kein Asthma cadiale und vor allem beim Asthma nasale....

    Mein Weg führte mich dann zu einem HNO Spezialisten und dann in die Klinik... Es war die Zeit wie jetzt....
    Und heute bin ich Beschwerdefrei...

    Ich will niemand Hoffnung machen, doch bei mir stellte der HNO Arzt fest, daß bei mir der Luftdurchsatz durch die Nase nur noch knapp 25% betrug, ich bekam also unter Belastung nicht genug Luft durch die Nase, litt daher auch häufig an Nasennebenhöhlen Problemen und anderen Störungen, ausgelöst durch die zu engen Nasenmuscheln.
    Wenn ich im Winter also mich anstrengte, kam mein Körper mit 25% Luft nicht mehr aus, es musste mehr sein, was dann durch die anschwellenden Schleimhäute sich unter 20% ja zum Teil unter 15% drückte, meine Nase war also zu wie der Hertie am Sonntag. Ich musste durch den Mund atmen.
    Durch den Mund wird aber die Atemluft ungenügend vorgewärmt und befeuchtet, so daß zunächst die Luftröhre im oberen Teil auskühlte, dann die Bronchien unterkühlten.
    Zunächst sorgte die kühle Luftröhre für eine Verengung. Es fühlte sich an, als würde der Hals schmaler. Wenn dann die Bronchinen durch das ständige Mund atmen zu kalt wurden, reagierten diese mit einem Asthmatischen Anfall.
    Es warne Hustanfälle, die krampfartig waren, allerdings ohne Auswurf, aber so schlimm, daß mir oft schwarz vor Augen wurde, ich förmlich zusammen brach.
    Nach einer Pause, ging es dann wieder.... bis ich eben wieder es so weit geschafft hatte, daß die Bronchien wieder unterkühlt waren.
    Oft stand ich kurz vor einer entzündlichen Lungen Reaktion und hatte dann richtig heftig Husten, obwohl ich eigentlich gesund war.

    Im Krankenhaus hat man dann die obere Nasenmuschel um 30% vergrößert, die mittlere Nasenmuschel um 50% und die untere sogar um 70%. Ich sah nach der OP aus, als hätte ich gegen Vitali Klitschko geboxt. Alles war blutverkrustet und geschwollen...
    Dreimal täglich wurde Wundsekret und Schleim abgesaugt, die Nase war völlig zugeschwollen. Nasenspülungen mit Salzwasser brannten wie Hölle, aber ich durfte mit Nasenspray abschwellen und bekam ein Kortison-Nasenspray, damit die Entzündung und Schwellung abgeklungen ist.
    Seit dem bin ich Beschwerdefrei.... seit diesem Tage hatte ich keinen einzigen Asthmatischen Anfall mehr... und wenn, merke ich mein Fehlverhalten sofort und es hat Monate gedauert, die falsche Atmung, die ich über Jahre mir angewöhnt hatte, bewußt wieder auf die Nase umzustellen.
    Heute ist es kein Thema mehr....

    Aber nicht immer hat man bei solchen Dingen auch Asthma...
    Lassen wir das, war nie eine Leuchte...

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