Also für mich hat die Sache 2 Ebenen. Bei der Situation Ecke oder Abstoß mache ich es eigentlich immer dann, wenn nicht ganz klar ist, wer zuletzt am Ball war, so, dass ich mir den Ball schonmal zum Abstoß zurecht lege. So als wäre es das natürlichste auf der Welt, dass es Abstoß gibt, was oft auch den SR überzeugt. Oftmals sind diese sich ja selbst nicht sicher, sodass man ihre Entscheidungsfindung auf diese Weise "unterstützen" kann. Funktioniert bei Einwürfen auch meist prächtig: Einfach nehmen und werfen. In niedrigeren Klassen haben die wenigsten SR ein Interesse daran, sowas zurückzupfeifen.
Anders sieht es für mich aus, wenn der SR mich fragt, ob ich am Ball gewesen wäre. Wenn ich dann wirklich klar am Ball gewesen bin, gebe ich das auch zu. Das gehört sich gemäß Fairplay dann auch so.
Wenn ich den Ball ganz leicht mit dem Handschuh berührt habe oder mir selbst nicht sicher bin, überlasse ich die Entscheidung aber dem SR. Das ist dann zwar nicht mehr ganz ehrlich, würde aber denke ich jeder so machen.
Bei Elfmetern sehe ich es ganz anders: Hier halte ich mich vollkommen raus. Denn ich kann nicht beurteilen, was ein Foul ist. Ich kann höchstens sagen, ob ich den Gegner berührt habe, aber das allein ist ja kein Grund für eine Elfmeterentscheidung...
Aus eigenem Antrieb nach einer Fehlentscheidung zum Schiri zu gehen, um diese zu korrigieren, würde ich aber niemals machen... So kommt man echt nicht weit.




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