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Thema: Wann Fußabwehr, wann abtauchen?

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  1. #1
    Nationale Klasse Avatar von nik1904
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    Zitat Zitat von Schnapper82 Beitrag anzeigen
    Genau diese Bälle meine ich. Wenn ich das schnelle Tauchen richtig beherrsche, dann halte ich die Bälle auch, die nah an den Körper kommen oder sogar direkt vor den Körper. Distanz und Stärke des Schusses ist dann egal. Wichtig ist nur, dass man bereit sein muss im Moment des Schusses. Ist man das nicht, bleibt nur noch die Notlösung und das wäre dann die Fußabwehr.

    Hier gibt es sicherlich wieder einmal kein Patentrezept, denn jeder hat andere Stärken und Schwächen und jeder beherrscht eine Technik mehr oder halt weniger...
    Ja! Steffen hat auch Recht! Ich würde sogar behaupten, sehr schnell unten zu sein und das gut zu beherrschen.

    Und doch bin ich ein Verfechter der Fußabwehr - in bestimmten Momenten. Ich komme ziemlich schnell fast in den Spagat. Und ich meine, dass es Sinn macht, dieses zu nutzen, anstatt zu versuchen, die Technik optimal umzusetzen. Es geht dann weniger um eine sport-wissenschaftliche Frage der optimalen Bewegung, denn der praktischen Umsetzbarkeit. Was nutzt mir das Abtauchen, wenn ich faktisch - und trotzdem ich auf den Schuss aus kurzer Distanz relativ gut vorbereitet bin - mit der Hand später am Ball sein werde. Wie gesagt, ich beobachte immer wieder, wie Top-Torhüter in diesen Situationen mit der Hand zum Ball gehen und mit dem Fuß die bessere Abwehrmöglichkeit gehabt hätten. Jens Lehmann hat immer vergleichsweise viel mit der Fußabwehr gemacht und damit meiner Meinung nach in den ganz extremen Situationen die besseren Karten gehabt, als wenn er es mit der Hand versucht hätte.

    Womoglich spielt auch die individuelle Physiologie eine Rolle. Ich bin 1,90 m groß und habe ziemlich lange Beine. Ich könnte fast bei Germany`s next Top-Model mitmachen Wenn ich die Narben nicht hätte und weniger Testosteron Dadurch komme ich ganz logisch trotz guter Reflexe und guter Technik mit der Hand später unten an.

    Ich stelle mal die Frage in den Raum, ob meine kurze "Zusatzausbildung" als Handballtorwart mir womöglich sogar eine Fähigkeit geben, die ich anwenden kann, ohne an Sicherheit bei der Abwehr zu verlieren...?
    Geändert von nik1904 (09.04.2010 um 15:23 Uhr)

  2. #2
    Torwarttalent
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    Außerdem erhöht sich bei der Fußabwehr die Nachschusschance des Gegners und deine Verletzungsgefahr. Iker Casillas fängt sich bei der frontalen Fußabwehr mit beide Händen ab, die Handgelenke sind von einer Verstauchung gefährdet.

  3. #3
    Torwarttalent Avatar von haldi
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    Also ob es richtig ist die Füße zu verwenden weiß ich nicht, aber ich mach es auch ständig. Ich finde mit den Füßen komm ich schneller an den Ball als mit den Händen (bin 1,96m vielleicht liegst wirklich an der größe?). Auch die Tatsache, dass die Nachschusschance größer ist überzeugt mich nicht.
    Ich kann mit dem Fuß ziemlich gezielt den Ball in eine Richtung lenken. Verglichen mit unserem anderen Torwart der die Hände nimmt, geht der Ball bei meiner Fußabwehr weiter aus der Gefahrenzone als bei ihm.

    Mir ist es bei Tim Wiese in einer Situation ganz stark aufgefallen, dass er da mit den Füßen abgewehrt hätte wo die Hände zu langsam waren.

    Gerade bei starken, flachen Bällen ist der Weg der Füße einfach deutlich kürzer als der der Hände zum Boden. Das kann ein entscheidender Zeitvorsprung sein.
    "Da schießt ja mein Salat besser als du!"

  4. #4
    Blickfeld Avatar von Vice
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    Ich denke man kann es recht kurz zusammenfassen:

    Die optimale Lösung ist das schnelle Tauchen. Diese Technik ist aber nicht immer anwendbar, sei es aus Distanz, Bereitschaft oder anderen Faktoren. Hierzu gibt es die alternative Lösung der Fussabwehr, die natürlich den Nachteil eines Nachschusses in sich birgt. Wer das schnelle Tauchen nicht beherrscht sollte das natürlich trainieren, aber bis das dann läuft oder man sich noch unsicher ist, kann man die Fußabwehr als legitime Lösung gebrauchen, schließlich gilt die Maxime: Ist der Ball nicht im Tor, ist auch alles noch im grünen Bereich
    tl;dr

  5. #5
    Nationale Klasse Avatar von nik1904
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    Zitat Zitat von Vice Beitrag anzeigen
    Ich denke man kann es recht kurz zusammenfassen:

    Die optimale Lösung ist das schnelle Tauchen. Diese Technik ist aber nicht immer anwendbar, sei es aus Distanz, Bereitschaft oder anderen Faktoren. Hierzu gibt es die alternative Lösung der Fussabwehr, die natürlich den Nachteil eines Nachschusses in sich birgt. Wer das schnelle Tauchen nicht beherrscht sollte das natürlich trainieren, aber bis das dann läuft oder man sich noch unsicher ist, kann man die Fußabwehr als legitime Lösung gebrauchen, schließlich gilt die Maxime: Ist der Ball nicht im Tor, ist auch alles noch im grünen Bereich
    Gute Zusammenfassung! Ich würde ergänzend zum Risiko noch anführen, dass in der Situation, über die wir wohl übereinstimmend sprechen, die Gefahr, dass der Ball mit den Händen unkontrolliert abgewehrt wird, meiner Meinung nach nicht extrem geringer ist als bei der Abwehr mit den Beinen/Füßen. Denn reden wir wirklich darüber, dass aus der Distanz der absolute Idealfall auch der Regelfall ist, also dass der Torwart den Ball mit einer Hand so hält, dass er nachfassen und ihn festhalten kann? Zugegeben, das wird bei eiber Fußabwehr beinahe nie möglich sein! Doch es dürfte doch meistens so sein, dass der ball auch bei Abwehr mit der Hand zu selten entscheidend kontrolliert werden kann, oder?!

    Als Beispiel nehme ich hier mal Manuel Neuer, der sich ab und an dazu entschließt, sehr scharfe Bälle, die er womöglich nicht kontrolliert seitlich oder vor der Brust fangen kann, zur Seite "baggert". Das ist wohl wie die Fußabwehr nicht die technisch perfekte Lösung, dennoch eine sinnvolle Problemlösung.

  6. #6
    torwart.de-Team Avatar von Schnapper82
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    Zitat Zitat von nik1904 Beitrag anzeigen
    Ich würde ergänzend zum Risiko noch anführen, dass in der Situation, über die wir wohl übereinstimmend sprechen, die Gefahr, dass der Ball mit den Händen unkontrolliert abgewehrt wird, meiner Meinung nach nicht extrem geringer ist als bei der Abwehr mit den Beinen/Füßen.
    Doch, durch die Körperform, die du durch diese Technik annimmst bleibt der Ball in der "Kuhle", auch wenn du den Ball nicht im ersten Moment zu packen bekommst.

    Zitat Zitat von nik1904
    Das ist wohl wie die Fußabwehr nicht die technisch perfekte Lösung, dennoch eine sinnvolle Problemlösung.
    Klar, je mehr Techniken man beherrscht, desto besser.
    In stillem Gedenken an Spideratze und Robert Enke.
    Lasst uns rausgehen und Bälle fangen, Spiele gewinnen und was noch viel wichtiger ist:
    Lasst uns jede Sekunde des Lebens leben und geniessen - nichts ist für immer ! ! !

  7. #7
    Freizeitkeeper
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    ich kann zwar nach links springen/hechten, bin dabei aber auf der recthen seite sicherer. es ist schon bestimmt 4-5 mal vorgekommen, das ich, wenn z.B. gg die laufrischtung geschossen wird, noch den fuß/das knie hinhalte, allerdings wirklich nur als notlösung, und ich versuche dann möglichst den ball ins aus oder weg von den stürmern zu lenken. es ist auch schon 1-2 mal vorgekommen, das ich, wenn der ball sehr hochkommt rausrenne und ihn wegköpfe, da ich auch relativ gut kopfball spielen kann. aber das ist ein anderes thema.

  8. #8
    Blickfeld Avatar von penaltykiller
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    Das Tauchen sollte man trainieren, die Fußabwehr hat man i.d.R. drauf als Fußballer denke ich mal. Wer sie nicht kann sollte sie auch ab und an mal trainieren, aber wie gesagt, es ist ne Notlösung die im Spielbetrieb auch angewendet werden kann, im Training gezielt Fußabwehr machen halte ich nicht für Sinnvoll.
    Ruhe in Frieden, Robert Riese !

    Ich werde dich vermissen .......

    -----------------------------------------------


    "Für Tormänner hat sich nichts geändert. Sie dürfen immer noch kein Tor zulassen." (Lew Jaschin zum Thema moderne Fußball Strategien)

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