Rücktritt Köhler
Was heißt hier respektlos?
Der Bundespräsident wirft hin und lässt die Bürger ratlos zurück. Das schadet dem Land. Und spricht dem selbst eingeforderten Respekt vor dem Amt Hohn. Ein Kommentar
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Quelle: ZEIT Online
Rücktritt Köhler
Was heißt hier respektlos?
Der Bundespräsident wirft hin und lässt die Bürger ratlos zurück. Das schadet dem Land. Und spricht dem selbst eingeforderten Respekt vor dem Amt Hohn. Ein Kommentar
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Farblegende: Moderator | Privatperson
Je länger der Tag, desto lächerlicher wird für mich der Rücktritt. Die ganze Diskussion hin oder her, aber irgendwie muss er halt einfach damit klarkommen, wenn er auf einmal in den Mittelpunkt der Debatte rückt. Ist ja schön und toll wenn man den lieben Grußonkel spielen kann über Jahre hinweg, aber dann muss man auch mal aushalten wenn einen nicht nur alle super und klasse finden, sondern einem der Wind ins Gesicht bläst.
Soll er halt verdammt nochmal zu dem stehen, was er gesagt hat.
Eine Sichtweise aus dem Ausland: Der Bundesdings ist nicht viel mehr als ein reiner "nach-aussen-Präsi", politisch eigentlich ohne jegliche Wirkung und Einwirkung. Repräsentieren, that's it. Deshalb die Frage nach dem Rücktritt: so what?
Mein WM-2010-Tagebuch: philswmblog2010
Zustimmung! Aber wir leben in Deutschland, da ist sowas, wie du es kritisierst, nunmal Gang und Gebe.
Also ich bin jetzt nicht jemand dem die Politik in seinem Vaterland nicht interessiert, aber wenn ich erhlich bin ist der Bundespräsident egal.
Er ist ein "nach außen" Präsi.
Auch wenn er schon politische Macht hat, er kann Gesetze kippen, wenn diese mit der Verfassung nicht übereinstimmen.
ohne Gegenstimmen gewählter Torwart.de User der Jahre 2016 und 2017.
Danke an alle Beteiligten.
Es gibt nur einen Gott
BELAFARINROD
Das eigentliche Problem ist doch: Jeder weiss im Grunde, dass der Präsident nicht meht als Grußonkel ist. Geschaffen wurde das Amt jedoch, um eine Integrationsfigur im Staat zu haben, die nach außen und innen repräsentiert und durch die Loslösung von der täglichen Politik nicht so angreifbar ist.
Integrationsfiguren sind ein elementarer Bestandteil eines jeden politischen Systems. Man muss nur nach GB schauen, die brauchen ihre Königin ebenso als Integrationsfigur. Sogar in den kommunistischen Staaten dieser Erde braucht es einen "Chef", ein Gesicht.
Was Köhler jetzt gemacht hat, führt das Präsidentenamt ad absurdum.
Im Endeffekt kann man in Deutschland zwei Arten von Bundespräsident sein: Der, den alle lieb haben und der den großväterlichen, weltläufigen Staatschef spielt. Den Papa Deutschland sozusagen. Dazu braucht es eine gewisse Ausstrahlung, Bildung, Redegewandtheit. Richard von Weizäcker z.B. war so einer. Ein Elder Statesman quasi.
Oder man nutzt die einem gegebenen Befugnisse und spielt sie aus, um der Politik ein bisschen auf die Finger zu klopfen. Da muss man sich manchmal unbequem machen, beim Volk wie bei den Parteien, aber dafür zum Wohle der eigenen politischen Überzeugung und eventuell sogar dem des Landes.
Köhler hat sich an beidem versucht und beides hat nicht funktioniert. Er hat die Regierung kritisiert wo er besser mal ruhig geblieben wäre, bei öffentlichen Auftritten als Redner dann wieder völlig versagt. Er war mal Superhorst, dann hat sich wieder jeder nur gefragt wer den Kerl zum Präsidenten gemacht hat.
Und jetzt, wo er dem Amt des Präsidenten etwas Würde hätte zurück geben können, indem er sich hinstellt und sagt: Das habe ich so gesagt, weil es die Realität ist. Und weil ich der Präsident bin, kann ich sowas sagen (er muss ja keine Angst haben, nicht wiedergewählt zu werden), da zieht er den Schwanz ein und verkriecht sich. Das schadet dem Amt an sich mehr als ihm und das gilt es zu kritisieren und das wird auch zu recht kritisiert.
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